Dritter Frühjahrsputz „Rama Dama“ in Waldkraiburg
„Unsere Stadt soll sauberer werden“

Wald­krai­burg — Der Früh­jahrs­putz „Ra­ma Da­ma“ geht in Wald­krai­burg in die drit­te Run­de: Un­ter dem Mot­to „Un­se­re Stadt soll sau­be­rer wer­den“ wird am Sams­tag, 23. März, von 9.30 Uhr bis 12 Uhr wie­der groß Rei­ne ge­macht. Im letz­ten Jahr sam­mel­ten über 800 frei­wil­li­ge Hel­fer al­ler Al­ters­grup­pen rund 13 Ku­bik­me­ter Müll: Au­ßer Wert­ge­gen­stän­de fan­den sie al­te Han­dys, ei­nen Kin­der­wa­gen, Au­to­rei­fen, de­fek­te Rä­der, Alt­öl und vor al­lem je­de Men­ge Glas­fla­schen, Me­tal­le und Pa­pier­müll. Ne­ben Pri­vat­per­so­nen hal­fen 19 Ver­ei­ne, zwei Schu­len und drei Kin­der­ta­ges­stät­ten bei der fach­li­chen Ent­sor­gung des Ab­falls. Bür­ger­meis­ter Robert Pötzsch ruft al­le Bür­ger, Schu­len, In­sti­tu­tio­nen, Ver­ei­ne und Or­ga­ni­sa­tio­nen auf, sich an der 2019‍er-Auf­räum­ak­tion zu be­tei­li­gen.

Den Re­kord des Vor­jah­res zu über­tref­fen, das ist für Wald­krai­burgs Um­welt­re­fe­rent Gerd Ruchlinski nicht das Ziel der or­ga­ni­sier­ten Auf­räum­ak­tion: „Wir hof­fen ja, dass we­ni­ger acht­los weg­ge­wor­fen wird.“ Letz­tes Jahr hat sich je­doch sei­ne Er­war­tung, we­ni­ger Müll auf den öf­fent­li­chen Flä­chen des Stadt­ge­bie­tes zu fin­den, nicht er­füllt. Bun­des­weit hat die Ak­tion ei­ne lan­ge Tra­di­tion. Erst­mals fand sie am 29. Ok­to­ber 1949 in Mün­chen auf Ge­heiß des da­ma­li­gen Ober­bür­ger­meis­ters Thomas Wimmer statt, um Schutt­hal­den und Kriegs­schä­den zu be­sei­ti­gen. Ne­ben Wimmer räum­ten da­mals 7.500 Frei­wil­li­ge mehr als 15.000 Ku­bik­me­ter Schutt weg. „Ra­ma Da­ma“ – „Räu­men tun wir!“ – steht heu­te für das ge­mein­sa­me ehren­amt­li­che Auf­räu­men.

In Wald­krai­burg wird der Müll in Sä­cken ge­sam­melt. Zur Er­leich­te­rung wird emp­foh­len, den Müll in ei­nem Ei­mer zu sam­meln und dann in den Sack zu ent­lee­ren. Der Ab­fall ist zu tren­nen: Rest­müll und Glas ge­hö­ren in ei­ge­ne Sä­cke. Falls ein Alt­glas­con­tai­ner in der Nä­he ist, ist das Glas dort di­rekt ein­zu­wer­fen. Spray­do­sen, Far­ben­ei­mer oder Schmier­stoff­be­häl­ter sind in ei­nem se­pa­ra­ten Sack zu sam­meln. Fund­sa­chen wie Schlüs­sel, Geld­bör­sen und Aus­wei­se müs­sen ex­tra ab­ge­ge­ben wer­den und kom­men ins Fund­amt. Beim Auf­fin­den gro­ßer Tei­le wie Fahr­rä­der so­wie bei An­zei­chen von Ge­fahr, bei­spiels­wei­se durch to­te Tie­re oder Sprit­zen, ist die Stadt­ver­wal­tung zu kon­tak­tie­ren, da­mit die Fun­de ab­ge­holt wer­den kön­nen. Für die­je­ni­gen, die nicht mo­to­ri­siert sind, wird ein Shuttle­bus ein­ge­setzt. Zum Ab­schluss er­hal­ten al­le Teil­neh­mer um 12 Uhr im Bau­hof ei­ne Brot­zeit mit Ge­trän­ken als „Dan­ke­schön“.

An­mel­de­for­mu­la­re für den Früh­jahrs­putz sind herun­ter­lad­bar auf der Web­site waldkraiburg.de. Schutz­hand­schu­he, Müll­sä­cke und Greif­zan­ge wer­den an die frei­wil­li­gen Hel­fer aus­ge­ge­ben beim Ab­stim­mungs­ge­spräch am Mon­tag, 18. März, um 18 Uhr im Bis­tro Cult, Haus der Kul­tur. Hier wer­den der Ab­lauf der Auf­räum­ak­tion er­klärt, die Sam­mel­ge­bie­te ver­teilt und Fra­gen be­ant­wor­tet. Mehr In­for­ma­tion er­tei­len Birgit Heinold-Peste un­ter Ruf­num­mer 0 86 38/9 59 17 41 und Sabine Kopka un­ter Ruf­num­mer 0 86 38/95 92 70. 


Erstveröffentlichung

Print: Inn-Salz­ach blick, 10. Jg., Nr. 11/2019, Sams­tag, 16. März 2019, S. 6, Ko­lum­ne „Lo­ka­les“ [81/3/ – / – ].
Online: blick-punkt.com, Mitt­woch, 13.  März 2019; E‑Paper Inn-Salz­ach blick, Sams­tag, 16. März 2019.
 

Dr. Olaf Konstantin Krueger M.A.

Digitaljournalist – Digitalpolitiker

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