EU-DSGVO verlangt Zulässigkeitsprüfung
Videoüberwachung muss abgewogen sein

Brüs­sel/Tö­ging — Vi­deo­über­wa­chung ist nur zu­läs­sig, wenn sie ge­set­zes­kon­form in­stal­liert und be­trie­ben wird. Recht­lich be­rührt sein kön­nen das Grund­recht der frei­en Per­sön­lich­keits­ent­fal­tung, das Recht auf in­for­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung, das Recht am ei­ge­nen Bild, das Straf­ge­setz­buch, be­trieb­li­che Mit­be­stim­mung, Lan­des­da­ten­schutz­ge­set­ze, das Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz und die Eu­ro­päi­sche Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung. Leit­linien: In­stal­la­tion und Be­trieb von Über­wa­chungs­an­la­gen müs­sen da­ten­schutz­kon­form sein, Auf­nah­men von öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Be­rei­chen sind re­gel­mä­ßig un­zu­läs­sig, Vi­deo­auf­zeich­nun­gen im ei­ge­nen pri­va­ten Um­feld sind re­gel­mä­ßig zu­läs­sig, die Be­ob­ach­tung muss kennt­lich ge­macht wer­den, frem­des pri­va­tes Um­feld darf nicht ge­filmt wer­den, un­recht­mä­ßig ge­film­te Per­so­nen kön­nen Un­ter­las­sung und Scha­den­er­satz ver­lan­gen. In je­dem Fall ist ei­ne aus­führ­li­che In­ter­es­sen­ab­wä­gung vor­zu­neh­men zwi­schen dem be­rech­tig­ten In­ter­es­se an ei­ner Über­wa­chung und dem Ein­griff in das Per­sön­lich­keits­recht der Be­trof­fe­nen. Kri­te­rien: Recht­mä­ßig­keit, Ver­hält­nis­mä­ßig­keit, Zweck­dien­lich­keit.

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Polizei und Verbraucherzentrale helfen mit Rat und Tat
Identitätsmissbrauch vorbeugen und anzeigen

Ro­sen­heim — Kei­ne fal­sche Scham bei Cy­ber­kri­mi­na­li­tät: „Ru­fen Sie den Po­li­zei­not­ruf 110 an!“, ap­pel­liert Po­li­zei­rat Jo­hann Brum­bauer von der Po­li­zei­in­spek­tion Ro­sen­heim. Und Kri­mi­nal­ober­kom­mis­sa­rin Ve­ro­ni­ka Reit­schuh be­tont: „Sie wer­den nie ab­ge­wie­sen!“ Die Po­li­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik Bayern 2017 do­ku­men­tiert: Seit 2014 steigt die Zahl der er­fass­ten De­lik­te, bei de­nen zur „Tat­be­stands­ver­wirk­li­chung“ das In­ter­net als „Tat­mit­tel“ ver­wen­det wur­de. Ein­dring­lich warnt des­halb Si­mo­ne Ober­holz von der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bayern, Be­ra­tungs­stel­le Ro­sen­heim: „Die Ge­fahr wächst stän­dig.“ Zu­neh­mend prob­le­ma­tisch: Iden­ti­täts­dieb­stahl. Prä­zi­ser: die miss­bräuch­li­che Nut­zung per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten ei­ner na­tür­li­chen Per­son durch Drit­te. „Für Be­trof­fe­ne bleibt häu­fig un­klar, wie die Tä­ter an ih­re di­gi­ta­len Iden­ti­tä­ten ge­langt sind und in wel­chem Um­fang die­se nun ge­nutzt oder wei­ter­ge­ge­ben wer­den“, so Ober­holz. Doch Po­li­zei wie Ver­brau­cher­zen­tra­le bie­ten Un­ter­stüt­zung zur Prä­ven­tion, auch Hil­fe im Ernst­fall. We­ni­ge Maß­nah­men hel­fen be­reits.

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Gewaltandrohungen gegen Rettungskräfte
Ludwig: „Das ist nicht mehr hinnehmbar!“

Kol­ber­moor — Mit­tel­fin­ger­ges­ten, Ver­bal­be­lei­di­gun­gen, Ge­walt­an­dro­hun­gen: Die Frei­wil­li­ge Feuer­wehr der Stadt Kol­ber­moor sah sich bei ei­nem Ret­tungs­ein­satz in der Stoß­zeit erst­mals be­son­ders ri­gi­den Re­spekt­lo­sig­kei­ten ei­ni­ger Ver­kehrs­teil­neh­mer aus­ge­setzt. Ei­ne 20-jäh­­ri­ge Rol­ler­fah­re­rin hat­te auf der Staats­stra­ße 2078 beim Zu­sam­men­prall mit ei­nem ent­ge­gen­kom­men­den Fahr­zeug schwe­re Ver­let­zun­gen er­lit­ten. Not­arzt und Ret­tungs­dienst muss­ten sie an der Un­fall­stel­le me­di­zi­nisch erst­ver­sor­gen und dann ins Kran­ken­haus brin­gen. Im Be­rufs­ver­kehr bil­de­te sich wäh­rend der po­li­zei­li­chen Un­fall­auf­nah­me und Ber­gung kurz­zei­tig ein Stau. Die Frei­wil­li­ge Feuer­wehr re­gel­te den Ver­kehr. Da­für zeig­ten je­doch „zahl­rei­che“ Au­to­fah­rer kein Ver­ständ­nis und ga­ben ih­rem Miss­fal­len ra­biat Aus­druck. Be­son­ders auf­fäl­li­ge Rü­pel will die Feuer­wehr nun zur An­zei­ge brin­gen. Auch die Po­li­tik ist alar­miert.

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Polizeiaufgabengesetz in der Kritik
Charmeoffensive für das PAG?

#noPAG vs. #proPAG: Die De­bat­te um schär­fe­re Ein­griffs­rech­te der Po­li­zei ebbt auch nach In­kraft­tre­ten des neu­en baye­ri­schen Po­li­zei­auf­ga­ben­ge­set­zes (PAG) nicht ab. Die CSU hat­te mit ih­rer ab­so­lu­ten Mehr­heit im Land­tag das „PAG-Neu­ord­nungs­ge­setz“ durch­ge­setzt und Mi­nis­ter­prä­si­dent Mar­kus Söder (CSU) aus­ge­ru­fen: „Es wird Le­ben ret­ten, es wird Men­schen hel­fen, nicht zu Op­fern zu wer­den.“ Die un­ter­le­ge­nen So­zial­de­mo­kra­ten und Bünd­nis­grü­nen wol­len das neue PAG nun auf ju­ris­ti­schem We­ge zu Fall brin­gen. „Wir ver­tei­di­gen den Frei­staat Bayern ge­gen das il­li­be­ra­le Ge­setz der CSU“, be­grün­det SPD-Lan­des­vor­sit­zen­de Na­ta­scha Koh­nen die Kla­gen so­wohl vor dem Baye­ri­schen Ver­fas­sungs­ge­richts­hof als auch vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt. CSU, Po­li­zei und Wei­ßer Ring hal­ten da­ge­gen und ei­ne Web­site der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung will auf­klä­ren.

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Bürgerprotest gegen Neuordnung des Polizeiaufgabengesetzes
Kohnen: „PAG wahrscheinlich verfassungswidrig“

München — Die von der bayeri­schen Staats­re­gie­rung ge­plan­te Neu­ord­nung des Po­li­zei­rechts er­fährt mas­si­ven Wi­der­stand: Ein brei­tes Bünd­nis aus mehr als 40 Par­teien, Ver­bän­den, Ver­ei­nen und Or­ga­ni­sa­tio­nen will die Ver­ab­schie­dung des über­ar­bei­te­ten Po­li­zei­auf­ga­ben­ge­set­zes (PAG) ver­hin­dern. Das „PAG-Neu­ord­nungs­ge­setz“ soll am 15. Mai vom Land­tag be­schlos­sen wer­den. Die CSU kann es dank ih­rer ab­so­lu­ten Mehr­heit im Al­lein­gang ver­ab­schie­den. SPD, Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN und DIE LINKE ha­ben be­reits Ver­fas­sungs­kla­ge an­ge­kün­digt, ei­ne ePeti­tion auf weact.campact.de wird von knapp 100.000 Un­ter­stüt­zern ge­tra­gen und das Bünd­nis „noPAG – Nein! zum neu­en Po­li­zei­auf­ga­ben­ge­setz Bayern“ will an Chris­ti Him­mel­fahrt, 10. Mai, mit ei­ner Kund­ge­bung auf dem Münch­ner Ma­rien­platz dem „Bür­ger­pro­test“ Nach­druck ver­lei­hen.

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Streit über Messerattacke eines Afrikaners
„Werte vermitteln – Integration verstärken“

Ro­sen­heim — Der Mes­ser­an­griff ei­nes 22-jäh­­ri­gen Eri­tre­ers auf ei­ne Ju­gend­li­che in ei­ner Ro­sen­hei­mer Dis­ko­thek sorgt über­re­gio­nal für blan­kes Ent­set­zen und po­li­ti­schen Streit. We­gen vor­geb­li­cher „Häu­fung der Über­grif­fe auf jun­ge Frauen deutsch­land­weit durch männ­li­che Tä­ter mit Mi­gra­tions­hin­ter­grund“ for­dert die AfD Ro­sen­heim Kon­se­quen­zen für die In­te­gra­tions­ar­beit. Das „Pa­ten­pro­jekt für Ge­flüch­te­te – Bür­ger­stif­tung Ro­sen­heim“ sieht hier­durch die „her­aus­for­dern­de Ar­beit der Ehren­amt­li­chen auf übels­te Wei­se dis­kre­di­tiert“ und wirft der AfD „Het­ze“ vor. Die AfD kon­tert, die „so­ge­nann­ten Mi­gra­tions­hil­fe­ver­ei­ne“ müss­ten „end­lich ler­nen“ mit Kri­tik um­zu­ge­hen. CSU, FREIE WÄH­LER, SPD, Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN und DIE LINKE miss­bil­li­gen uni­so­no den Vor­stoß der AfD und war­nen vor po­li­ti­scher In­stru­men­ta­li­sie­rung.

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IHK-Regionalausschuss Rosenheim besorgt über IT-Sicherheit
Kriminalpolizei warnt vor Cyberkriminalität

Ro­sen­heim — Schad­pro­gram­me, Bot­net­ze, Phishing so­wie DoS‑, DDoS- und APT-An­grif­fe, oben­drein Social Engineering, Cyber­spio­na­ge und ‑sa­bo­ta­ge: Die fort­schrei­ten­de Di­gi­ta­li­sie­rung und Ver­net­zung stellt Un­ter­neh­men, Ver­wal­tun­gen und Pri­vat­nut­zer vor im­mer kom­ple­xe­re Heraus­for­de­run­gen. Kri­mi­nal­haupt­kom­mis­sar Wit­gar Neu­maier, Lei­ter des Fach­kom­mis­sa­ria­tes Cyber­crime bei der Kri­mi­nal­po­li­zei­in­spek­tion Ro­sen­heim, warn­te des­halb auf der jüngs­ten Sit­zung des IHK-Re­gio­nal­aus­schus­ses im Bräu­stüberl der Braue­rei Flöt­zin­ger ein­dring­lich vor der stei­gen­den Ver­wund­bar­keit der Fir­men. Da­ten­schutz­ex­per­te An­dreas Stürzl emp­fahl den Ge­schäfts­füh­rern zu­dem, ei­ne Cyber­si­cher­heits­stra­te­gie ein­zu­füh­ren. Und Aus­schuss­vor­sit­zen­der An­dreas Bens­eg­ger er­mu­tig­te Un­ter­neh­mer und Be­hör­den­ver­tre­ter zur gründ­li­chen Vor­be­rei­tung auf die Ein­hal­tung der EU-Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung.

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Halbzeit beim Herbstfest Rosenheim 2017
Schönes und Kurioses von der Wiesn

Ro­sen­heim — Ein Auf­takt nach Maß: strah­len­der Son­nen­schein, feier­li­cher Ein­zug, mo­de­be­wuß­te Tracht­ler, be­geis­ter­te Fest­be­su­cher – das 156. Ro­sen­hei­mer Herbst­fest zeigt sich bis­lang von sei­ner schöns­ten Sei­te. Ei­ni­ge ku­rio­se Er­eig­nis­se gibt es den­noch – und ein paar Tipps für Dirndl.

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Herbstfest Rosenheim 2017
Gmiatlich – traditionsreich – fetzig

Ro­sen­heim — 16 Ta­ge lang – von Sams­tag, 26. Au­gust, bis Sonn­tag, 10. Sep­tem­ber – ist die Lo­re­to­wie­se in Ro­sen­heim der Na­bel der Welt. Das 156. Ro­sen­hei­mer Herbst­fest lockt al­le Ge­ne­ra­tio­nen mit gmiat­li­cher At­mo­sphä­re, tra­di­tions­rei­chem Rah­men­pro­gramm, mit­rei­ßen­dem Sport­pro­gramm, be­ein­dru­cken­den Fahr‑, Spiel- und Lauf­ge­schäf­ten, neu­en Wiesn-At­trak­tio­nen und fet­zi­gem Abend­pro­gramm in den Bier­hoch­bur­gen. Be­son­de­re Pub­li­kums­mag­ne­te sind der präch­ti­ge Fest­ein­zug, am 3. Sep­tem­ber das Ern­te­dank­fest mit feier­li­chem Got­tes­dienst, das glanz­vol­le Bril­lant-Feuer­werk am 7. Sep­tem­ber so­wie die bei­den Fa­mi­lien­ta­ge mit er­mä­ßig­ten Prei­sen am 30. Au­gust und am 6. Sep­tem­ber. Ein Über­blick.

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Polizei geht gegen „Auto-Poser-Szene“ vor
Jetzt reicht’s!

Ro­sen­heim — Pas­san­ten sind ge­fähr­det, An­woh­ner ge­nervt: Im­mer dreis­ter dre­hen toll­küh­ne Buam mit auf­ge­motz­ten Au­tos und röh­ren­den Mo­to­ren ih­re Run­den durch die Stadt. Lär­mend und ziel­los mit nie­dri­gem Gang, durch­ge­drück­tem Gas­pe­dal und ma­ni­pu­lier­ter Ab­gas­an­la­ge um­her zu fah­ren stellt ei­ne Ord­nungs­wi­drig­keit dar, die mit ei­nem Ver­warn­geld ge­ahn­det wird. Ver­kehrs­teil­neh­mer, An­woh­ner und Herbst­fest-Be­su­cher kön­nen aber ge­wiss sein: Die Po­li­zei er­höht nicht nur den „Kon­troll­druck“ ge­gen­über der „Au­to-Po­ser-Sze­ne“ – MPU-Gut­ach­ten und Fahr­er­laub­nis­ent­zug wer­den ins Au­ge ge­fasst.

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