Corona-Warn-App: Freiwilligkeit vs. Nutzungspflicht
Infizierte Arbeitnehmer haben Informationspflicht

Berlin — Die staat­li­che „Corona-Warn-App“ ist fer­tig, kann frei­wil­lig herunter­ge­la­den und kos­ten­los auf dem Smartphone/iPhone in­stal­liert wer­den. Mit breit an­ge­leg­ter Kam­pag­ne wird sie nun be­wor­ben. Die An­wen­dung soll hel­fen, In­fek­tions­ket­ten bes­ser zu er­ken­nen und die Kon­takt­per­so­nen ei­nes In­fi­zier­ten schnell zu in­for­mie­ren. „Ein klei­ner Schritt für je­den von uns, aber ein gro­ßer Schritt für die Pan­de­mie­be­kämp­fung“, froh­lockt der Chef des Bun­des­kanz­ler­amts, Prof. Dr. Helge Braun (CDU). Die im Google Play Store und im App Store down­load­ba­re Tracing-App sei kei­nes­wegs die ers­te zur Kon­takt­ver­fol­gung. „Aber ich bin ziem­lich über­zeugt, es ist die Beste“, strahlt Braun. Tat­säch­lich ist die Re­so­nanz hoch. Doch man­che sträu­ben sich ge­gen die App – aus un­ter­schied­li­chen Grün­den. Ei­ni­ge war­nen so­gar vor Kon­se­quen­zen für Ar­beit­neh­mer.

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Konjunkturpaket gegen die Folgen des Lockdowns
Scholz: „Mit Wumms aus der Krise“

Berlin — „Wir wol­len mit Wumms aus der Krise kom­men“, be­tont Vi­ze­kanz­ler und Fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (SPD). „Grund­stein“ da­für ist laut Bun­des­kanz­le­rin Dr. Angela Merkel (CDU) das 130 Mil­liar­den Eu­ro schwe­re Kon­junk­tur- und Wachs­tums­pa­ket der schwarz-ro­­ten Bun­des­re­gie­rung. Die his­to­risch gro­ße Staats­aus­ga­be be­zweckt, aus dem schwers­ten Wirt­schafts­ein­bruch der Ge­schich­te der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land heraus­zu­kom­men, in­dem der vom Lockdown aus­ge­brems­ten Wirt­schaft wie­der auf die Bei­ne ge­hol­fen und der Kon­sum der Bür­ger an­ge­regt wird. Kern­maß­nah­men der Gro­ßen Koa­li­tion in der Corona-Krise: vorüber­ge­hen­de Ab­sen­kung der Mehr­wert­steuer, Ent­las­tun­gen für Fa­mi­lien, Fi­nanz­sprit­zen für Kom­mu­nen zur Kom­pen­sa­tion der Aus­fäl­le bei den Ge­wer­be­steuer­ein­nah­men, „Über­brü­ckungs­hil­fen“ für Mit­tel­ständ­ler und So­lo­selbst­stän­di­ge so­wie hö­he­re Kauf­prä­mien für kli­­ma- und um­welt­freund­li­che Elek­tro­fahr­zeu­ge. Die Ar­beits­ge­mein­schaft Mit­tel­stand be­wer­tet das Kon­junk­tur­pa­ket als „wert­vol­les Sig­nal zur rich­ti­gen Zeit, um die Fol­gen der Corona-Krise wei­ter ab­zu­fe­dern und auch ein gu­tes Stück aus ihr heraus­zu­füh­ren“. Doch es gibt auch kri­ti­sche Stim­men.

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Kontroverse um „Corona-Demos“
Legitime Kritik oder gefährliche Spinnerei?

Berlin/München — Der Pro­test ge­gen die staat­li­chen Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der Corona-Pandemie schwillt an, geht trotz ers­ter be­hörd­li­cher Lo­cke­run­gen in die Brei­te, ent­wächst den So­zia­len Netz­wer­ken und zeigt sich auf den Stra­ßen. Ers­ten un­ge­ord­ne­ten De­mon­stra­tio­nen tau­sen­der Bür­ger fol­gen zi­vi­le Kund­ge­bun­gen. Ob in Me­tro­po­len wie Ber­lin, Mün­chen, Nürn­berg oder Stutt­gart, in baye­ri­schen Ober­zen­tren wie Bad Rei­chen­hall, Ro­sen­heim und Traun­stein oder Mit­tel­zen­tren wie Traun­reut und Wald­krai­burg: Mit sicht­ba­rer Po­li­zei­prä­senz und kla­rer Ein­schreit­li­nie neh­men un­ter­schied­lich mo­ti­vier­te De­mon­stran­ten das Recht auf Ver­samm­lungs­frei­heit wahr und pro­tes­tie­ren nun meist un­ter Ein­hal­tung der Be­stim­mun­gen zum In­fek­tions­schutz für ih­re An­lie­gen. Zu­gleich wird im­mer ein­dring­li­cher von der Teil­nah­me an „Corona-Demos“ ab­ge­ra­ten: In­ter­es­sen­ver­bän­de, Par­teien und Ver­fas­sungs­schutz war­nen vor Falsch­in­for­ma­tion, ex­tre­mis­ti­schem Ge­dan­ken­gut, Ver­schwö­rungs­theo­rien, Lü­gen, Hass und Het­ze.

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Kommunale Spitzenpolitiker begrüßen Behördenverlagerung und Hightech-Agenda
Bauer: „Stärkung des Wirtschaftsstandortes“

München/Rosenheim — Bayerns Ver­wal­tung wird um­ge­baut und Ro­sen­heim zum Zen­trum von „Ober­bayern Süd“. In den nächs­ten zehn Jah­ren sol­len mehr als 3.000 Be­hör­den­ar­beits­plät­ze aus der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen in meist struk­tur­schwa­che länd­li­che Re­gio­nen des Frei­staa­tes ver­la­gert wer­den. Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Markus Söder (CSU) be­zweckt, den länd­li­chen Raum auf­zu­wer­ten und die La­ge in der wach­sen­den Mil­lio­nen­me­tro­po­le Mün­chen zu ent­span­nen. Die­se soll zu­dem ach­ter Re­gie­rungs­be­zirk Bayerns wer­den. Die Re­gie­rung von Ober­bayern wird de­zen­tral auf­ge­stellt: Von ih­ren 1.600 Mit­ar­bei­tern wech­seln je 500 nach In­gol­stadt und Ro­sen­heim, 600 ver­blei­ben in Mün­chen. Im Rah­men ei­ner „High­tech-Agen­da“ ist zu­dem die Ver­ga­be von über 13.200 neu­en Stu­dien­plät­zen au­ßer­halb der Bal­lungs­zen­tren ge­plant. So er­hält die Tech­ni­sche Hoch­schu­le Ro­sen­heim 216 zu­sätz­li­che Stu­dien­plät­ze, Wald­krai­burg wei­te­re 42. Das Echo der hie­si­gen Spit­zen­po­li­ti­ker ist über­wie­gend po­si­tiv.

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Zwischenschritt im Verkehrsgroßprojekt Brenner-Nordzulauf
Zwiespältiges Echo auf Trassen-Pläne

Rosenheim — Die Deut­sche Bahn hat ei­ne re­du­zier­te Aus­wahl an Grob­tras­sen zum Bren­ner-Nord­zu­lauf vor­ge­stellt. Von rund 110 al­ter­na­ti­ven Ver­läu­fen sind fünf ver­blie­ben, die sich mit ho­hen Tun­nel­an­tei­len auf zwei gro­be Stre­cken west­lich und öst­lich von Ro­sen­heim kon­zen­trie­ren. Da­zu er­klär­ten uni­so­no Bahn, Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Andreas Scheuer (CSU), der baye­ri­sche Ver­kehrs­mi­nis­ter Dr. Hans Reichhart (CSU) und Ro­sen­heims Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Daniela Ludwig (CSU), ein Aus­bau der Be­stands­stre­cke Kuf­stein/Ro­sen­heim/Mün­chen sei kei­ne Al­ter­na­ti­ve zum Tras­sen­neu­bau. Das Echo der Be­trof­fe­nen ist zwie­späl­tig: Er­leich­te­rung bei je­nen, de­nen er­höh­ter Lärm­schutz und Tun­nel in Aus­sicht ge­stellt wer­den, Ent­täu­schung bei je­nen, die wei­ter auf die al­lei­ni­ge Er­tüch­ti­gung der Be­stands­stre­cke set­zen. Eine „In­fo-Tour“ der Bahn soll bis An­fang Au­gust mit 16 Aus­stel­lun­gen die Grob­tras­sen im Land­kreis Ro­sen­heim er­läu­tern. [Galerie]

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Rosenheimer Rotwesten zeigen Bundesverkehrsminister Scheuer die Rote Karte
Brenner-Nordzulauf: Jetzt wird Tacheles geredet

Rosenheim — Im Streit um die nörd­li­che Zu­lauf­stre­cke zum Bren­ner­ba­sis­tun­nel wer­den ne­ben mög­li­chen neu­en Stre­cken durch das Inn­tal nun die Er­tüch­ti­gung der Be­stands­stre­cke ge­prüft, der Pla­nungs­dia­log ver­bes­sert und das Ver­fah­ren be­schleu­nigt: Bis Ju­li sol­len Vor­schlä­ge für fünf Tras­sen vor­lie­gen. Dies hat Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter An­dre­as Scheuer (CSU) im Land­rats­amt Ro­sen­heim nach ei­nem vier­stün­di­gen Ge­spräch mit rund 100 Be­trof­fe­nen, da­run­ter mehr als 40 Bür­ger­meis­ter und Ver­tre­ter von 14 re­gio­na­len Bür­ger­ini­tia­ti­ven, an­ge­kün­digt. Scheuer prä­sen­tier­te zu­dem die lan­ge ge­for­der­ten Be­darfs­zah­len aus ei­ner Sze­na­rien­stu­die. Bis zum Ein­ver­neh­men scheint der Weg den­noch lang. [Galerie]

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Streit über Messerattacke eines Afrikaners
„Werte vermitteln – Integration verstärken“

Rosenheim — Der Mes­ser­an­griff ei­nes 22-jäh­­ri­­gen Eri­tre­ers auf ei­ne Ju­gend­li­che in ei­ner Ro­sen­hei­mer Dis­ko­thek sorgt über­re­gio­nal für blan­kes Ent­set­zen und po­li­ti­schen Streit. We­gen vor­geb­li­cher „Häu­fung der Über­grif­fe auf jun­ge Frauen deutsch­land­weit durch männ­li­che Tä­ter mit Mi­gra­tions­hin­ter­grund“ for­dert die AfD Ro­sen­heim Kon­se­quen­zen für die In­te­gra­tions­ar­beit. Das „Pa­ten­pro­jekt für Ge­flüch­te­te – Bür­ger­stif­tung Ro­sen­heim“ sieht hier­durch die „her­aus­for­dern­de Ar­beit der Ehren­amt­li­chen auf übels­te Wei­se dis­kre­di­tiert“ und wirft der AfD „Het­ze“ vor. Die AfD kon­tert, die „so­ge­nann­ten Mi­gra­tions­hil­fe­ver­ei­ne“ müss­ten „end­lich ler­nen“ mit Kri­tik um­zu­ge­hen. CSU, FREIE WÄH­LER, SPD, Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN und DIE LINKE miss­bil­li­gen uni­so­no den Vor­stoß der AfD und war­nen vor po­li­ti­scher In­stru­men­ta­li­sie­rung.

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Bundestagswahlkampf 2017 in Rosenheim
Kanzlerin Merkel kommt!

Rosenheim — Zwölf Ta­ge vor der Bun­des­tags­wahl er­lebt Ro­sen­heim sei­nen Wahl­kampf-Hö­he­punkt: Bun­des­kanz­le­rin Dr. Angela Merkel (CDU) spricht am Diens­tag, 12. Sep­tem­ber, um 17 Uhr auf dem Max-Jo­sefs-Platz. Im Bei­sein der stell­ver­tre­ten­den Baye­ri­schen Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Ilse Aigner (CSU) und der Ro­sen­hei­mer CSU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Daniela Ludwig wird die CDU-Bun­des­vor­sit­zen­de den Bür­ger­in­nen und Bür­gern ei­ne Stun­de lang das Re­gie­rungs­pro­gramm der Union er­läu­tern. Die Bun­des­kanz­le­rin, seit zwölf Jah­ren im Amt, wird sich auf der Büh­ne auch in das Gol­de­ne Buch der Stadt Ro­sen­heim ein­tra­gen. Zu­vor hat die AfD in un­mit­tel­ba­rer Nä­he ih­re Kund­ge­bung un­ter dem Mot­to „Po­li­tik geht an­ders!“.

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Chauffeur-Affäre mündet in Online-Petition
Widerstand gegen AfDler als „Sachbearbeiter Asyl“

Mühldorf am Inn — „Tre­ten Sie zu­rück!“, for­dert Oliver Multusch von Land­rat Georg Huber. Der Mühl­dor­fer Kreis­vor­sit­zen­de der „Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD)“ und Bun­des­tags­di­rekt­kan­di­dat im Wahl­kreis 212 Alt­öt­ting und Mühl­dorf am Inn kri­ti­siert das Ver­hal­ten des CSU-Po­li­ti­kers harsch als „ei­nes baye­ri­schen Land­ra­tes völ­lig un­wür­dig“. Grund ist der Streit um Hubers Ver­set­zung des Chauf­feurs Martin Wieser, be­grün­det mit des­sen Mit­glied­schaft in der AfD. Die ju­ris­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung da­rum en­de­te vor dem Amts­ge­richt Mühl­dorf mit ei­nem Ver­gleich. Pi­kan­tes De­tail der Ei­ni­gung: Wieser ar­bei­tet nun im Land­rats­amt als Sach­be­ar­bei­ter in den Be­rei­chen Asyl und Re­gis­tra­tur. Da­ge­gen wen­det sich jetzt die On­line-Pe­ti­tion ei­ner ehren­amt­lich in der Flücht­lings­hil­fe en­ga­gier­ten Frau aus Lauf an der Peg­nitz.

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Zustimmung zu „TTIP in veränderter Form“
AfD-Politiker Starbatty verteidigt Freihandelsabkommen

Rosenheim — „TTIP ist ele­men­tar“, be­tont Joachim Starbatty. Das ge­plan­te trans­at­lan­ti­sche Frei­han­dels­ab­kom­men wir­ke „wohl­fahrts­för­dernd“ und die vor­ge­se­he­nen Schieds­ge­rich­te schütz­ten In­ves­to­ren mit Recht. Der re­nom­mier­te Öko­nom, eme­ri­tier­te Pro­fes­sor für Volks­wirt­schafts­leh­re und EP-Ab­ge­ord­ne­te der „Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD)“ räum­te aber in Ro­sen­heim vor rund sech­zig Par­tei­gän­gern und Sym­pa­thi­san­ten noch Klä­rungs­be­darf ein.

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