Corona-Krise: AfD kritisiert Maßnahmen als „unverhältnismäßig“
Von Storch: „Söder trägt die politische Verantwortung“

🦠 Berlin / München / Rosenheim — „Wahltag ist Zahltag“: Getreu die­sem Motto hat der Kreis­ver­band Rosenheim der „Alternative für Deutschland (AfD)“ im End­spurt des Bun­des­tags­wahl­kamp­fes ei­ne Kund­ge­bung in Rosenheim als „Ab­rech­nung mit Söders Corona-Politik“ aus­ge­rich­tet. Haupt­red­ne­rin: Rechts­an­wäl­tin Beatrix von Storch, AfD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te, stell­ver­tre­ten­de Bun­des­spre­che­rin der AfD und Lan­des­vor­sit­zen­de der AfD in Berlin. Die Kund­ge­bung mit rund 50 Teil­neh­mern ziel­te auf das Ende der „epi­de­mi­schen La­ge von na­tio­na­ler Trag­wei­te“ und der da­mit ver­bun­de­nen Corona-Maßnahmen von Bund und Län­dern. Da­ge­gen pro­tes­tier­ten nach Polizei­an­ga­ben 300 Per­so­nen des „noAfD – Bünd­nis ge­gen rech­te Het­ze“. Dr. Olaf Konstantin Krueger im Ge­spräch mit Beatrix von Storch.

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Corona-Krise: Debatte um Massenimpfung Minderjähriger
Mertens: „Abwägung von Nutzen und Risiko“

🦠 Berlin / München — „Maximal rück­sichts­los“ nennt der Vor­stands­vor­sit­zen­de der Kas­sen­ärzt­li­chen Bun­des­ver­ei­ni­gung die Kin­der­imp­fung ge­gen das neu­ar­ti­ge Coronavirus (SARS-CoV‑2): Dr. Andreas Gassen schätzt, für ge­sun­de Kin­der und Ju­gend­li­che ist das Impf­risiko hö­her als die Ge­fahr ei­ner Corona-In­fek­tion. Er reiht sich da­mit in ei­ne Grup­pe von Me­di­zi­nern ein, die ei­ne Ver­imp­fung be­dingt zu­ge­las­se­ner Vak­zi­ne – wenn über­haupt – aus­schließ­lich bei Kin­dern ab zwölf Jah­ren mit spe­ziel­len Vor­er­kran­kun­gen un­ter­stützt, wie dies die Stän­di­ge Impf­ko­mmis­sion am Robert Koch-In­sti­tut emp­fiehlt. An­ge­kur­belt hat die De­bat­te um Kin­der­imp­fun­gen der 124. Deut­sche Ärzte­tag. Die Haupt­ver­samm­lung der Bun­des­ärz­te­kam­mer for­dert, das Recht auf Bil­dung mit Kita- und Schul­be­such ab Win­ter 2021/2022 mit ei­ner recht­zei­ti­gen COVID-19-Imp­fung ins­be­son­de­re jün­ge­rer Kin­der zu sichern.

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Corona-Krise: Öffnungsperspektive gegen Verzweiflung
Sasse: „Die Lage ist bitterernst“

🦠 Berlin / München — Wirtschafts­ver­bän­de, Un­ter­neh­men und Selbst­stän­di­ge schla­gen Alarm. Sie war­nen we­gen des stän­dig ver­län­ger­ten Lockdowns vor ei­ner In­sol­venz­wel­le dra­ma­ti­schen Aus­ma­ßes. Und sie ver­lan­gen mit Ver­weis auf sin­ken­de COVID-19-Fall­zah­len ei­nen plan­vol­len Aus­stieg aus dem Kri­sen­mo­dus. „Die La­ge ist wirk­lich bit­ter­ernst. Es wird vie­le Ge­schäfts­auf­ga­ben ge­ben“, be­fürch­tet et­wa Dr. Eberhard Sasse, Prä­si­dent des Baye­ri­schen In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer­ta­ges (BIHK). Nö­tig sei­en „be­last­ba­re Per­spek­ti­ven und Sze­na­rien für ei­ne Wie­der­öff­nung der Wirt­schaft“. Das Pro­blem sind sin­ken­de Nach­fra­gen, Um­satz­ein­bu­ßen, un­ter­bro­che­ne Lie­fer­ket­ten, Pro­duk­tions­aus­fäl­le und Li­qui­di­täts­eng­päs­se. In­des­sen ver­än­dern be­hörd­li­che Be­triebs­schlie­ßun­gen, Ver­an­stal­tungs­ab­sa­gen, Aus­gangs­be­schrän­kun­gen, Kurz­ar­beit und Online-Han­del Ge­wer­be, Kul­tur und In­nen­städ­te. Call‌&‌Col­lect, Click‌&‌Col­lect so­wie Win­dow-Shop­ping sol­len zwar dem Exo­dus ent­ge­gen­wir­ken. Doch ein Kon­sum­schub ist laut Han­dels­ver­band Deutsch­land „erst mit Lo­cke­run­gen der Corona-Maß­nah­men zu er­war­ten“. [Galerie]

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Chronologie und Zitate der Corona-Krise im Dezember 2020
„Harter Lockdown“ gegen „Schlendrian“

🦠 Berlin / München / Adelaide — Die ra­san­te Aus­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus’ (SARS-CoV‑2) mit ei­ner ho­hen An­zahl von Neu­in­fek­tio­nen und To­des­fäl­len soll durch ei­nen „har­ten Lockdown“ schnell und dras­tisch ver­rin­gert wer­den, emp­fiehlt die Na­tio­na­le Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten Leopoldina am 8. De­zem­ber. Hier­auf ver­schär­fen Bund und Län­der den seit dem 2. No­vem­ber be­ste­hen­den „Lockdown light“. Bayerns Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Markus Söder mut­maßt gar, es sei „an ei­ni­gen Stel­len ein Schlen­drian ein­ge­kehrt“. – Der „har­te Lockdown“ mit Be­triebs­schlie­ßun­gen und Aus­gangs­sper­ren soll zu­nächst bis zum 10. Ja­nu­ar 2021 gel­ten. Ge­schäf­te, die nicht der Ver­sor­gung mit Le­bens­mit­teln, Me­di­ka­men­ten und an­de­ren le­bens­not­wen­di­gen Wa­ren die­nen, wer­den ge­schlos­sen. So­zia­le Kon­tak­te sind auf ei­nen sehr eng be­grenz­ten Kreis zu re­du­zie­ren. Nach der EU-wei­­ten Zu­las­sung des ers­ten Vak­zins star­tet am 27. De­zem­ber ei­ne bun­des­wei­te Impf­kam­pag­ne. Resümee: Im De­zem­ber ist der po­li­ti­sche Dis­put um ei­ne an­ge­mes­se­ne Corona-Po­li­tik zu­nächst ge­prägt vom Streit um das Er­for­der­nis mög­lichst weit­ge­hen­der und an­hal­ten­der Ein­schrän­kun­gen, wird dann ab­ge­löst von der De­bat­te um ei­ne ge­eig­ne­te Impf-Stra­te­gie und schließ­lich über­la­gert von der Aus­ein­an­der­set­zung um „Pri­vi­le­gien“ für Ge­impf­te. In Australien wirkt in­des nach mo­na­te­lan­gen re­strik­ti­ven Maß­nah­men und stren­gem Lockdown ein neuer­li­cher Corona-Aus­bruch wie ein Rückschlag.

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Corona-Krise: „Harter Lockdown“ gegen „Sorglosigkeit“
Söder: „Wir müssen die Notbremse ziehen“

🦠 Berlin / München — Be­triebs­schlie­ßun­gen, Kon­takt- und Aus­gangs­be­schrän­kun­gen, Dis­tanz­un­ter­richt: Kurz vor Weih­nach­ten soll bun­des­weit ein „har­ter Lockdown“ be­wir­ken, was der seit dem 2. No­vem­ber gel­ten­de „Wel­len­bre­cher-Lockdown“, der „Lockdown light“, nicht ver­moch­te – die ra­san­te Aus­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus’ (SARS-CoV‑2) ver­hin­dern. „Die La­ge ist so ernst wie sie noch nie war in die­ser Pandemie“, warnt der Prä­si­dent des Robert Koch-Instituts (RKI), Prof. Dr. Lothar Wieler. In Deutsch­land sei­en in­zwi­schen 325.000 Men­schen mit SARS-CoV‑2 in­fi­ziert und 80-Jäh­ri­ge hät­ten ein ho­hes Ri­si­ko für schwe­re und töd­li­che Krank­heits­ver­läu­fe. Wieler zu­fol­ge ist dies das „Er­geb­nis von Sorg­lo­sig­keit ei­ni­ger Men­schen“. Bayern hat be­reits am 9. De­zem­ber den Ka­tas­tro­phen­fall aus­ge­ru­fen. Nun gel­ten wei­te­re Ein­schrän­kun­gen, et­wa ei­ne nächt­li­che Aus­gangs­sper­re. Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Markus Söder be­tont: „Wir müs­sen die Not­brem­se zie­hen.“ Denn: „Al­le 17 Mi­nu­ten stirbt in Bayern ein Mensch.“ [Galerie]

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Umstrittenes Infektionsschutzgesetz im Eiltempo verabschiedet
Grosse-Brömer: „Ein Parlamentsstärkungsgesetz“

🦠 Berlin — Ob­gleich hoch­gra­dig um­strit­ten, ist das drit­te „Ge­setz zum Schutz der Be­völ­ke­rung bei ei­ner epi­de­mi­schen La­ge von na­tio­na­ler Trag­wei­te“ in­ner­halb von nur acht Stun­den von Bun­des­tag und Bun­des­rat ver­ab­schie­det und vom Bun­des­prä­si­den­ten aus­ge­fer­tigt wor­den. Bun­des­re­gie­rung und Lan­des­re­gie­run­gen hof­fen, dass mit die­sem „drit­ten Be­völ­ke­rungs­schutz­ge­setz“ die grund­rechts­ein­schrän­ken­den Maß­nah­men zur Ver­hin­de­rung der Ver­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus’ (SARS-CoV‑2) ge­richts­fest sind. Den­noch se­hen nam­haf­te Ju­ris­ten die ver­fas­sungs­recht­li­chen Be­den­ken mit die­ser No­vel­le nicht aus­ge­räumt. Auch aus der Op­po­si­tion im Bun­des­tag kommt teils har­sche Kri­tik. Ih­re Stim­men wa­ren für die An­nah­me des Ge­set­zes aber nicht er­for­der­lich. [Galerie]

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EuGH erteilt anlassloser Massenüberwachung Absage
Leutheusser-Schnarrenberger: „Sargnagel für den Zombie Vorratsdatenspeicherung“

🛰 Luxemburg / Berlin / München — Po­li­zei­be­am­te und In­nen­po­li­ti­ker mur­ren, Bür­ger­recht­ler und Di­gi­tal­po­li­ti­ker froh­lo­cken: Das flä­chen­de­cken­de und an­lass­lo­se Spei­chern von Te­le­kom­mu­ni­ka­tions­ver­kehrs­da­ten bleibt laut Ur­teil des Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hofs (EuGH) un­zu­läs­sig. Aus­nah­men sind al­ler­dings mög­lich: zur Be­kämp­fung schwe­rer Kri­mi­na­li­tät oder zur Ab­wehr ei­ner Be­dro­hung der na­tio­na­len Si­cher­heit. „Goodbye Vor­rats­da­ten­spei­che­rung“, freut sich die ehe­ma­li­ge Bun­des­mi­nis­te­rin der Jus­tiz und stell­ver­tre­ten­de Vor­stands­vor­sit­zen­de der Frie­drich-Nau­mann-Stif­tung, Sa­bi­ne Leut­heus­ser-Schnar­ren­ber­ger. Dem­ge­gen­über ap­pel­liert Bayerns In­nen­mi­nis­ter Jo­achim Herr­mann an den Bund: „Wir müs­sen al­le Spiel­räu­me schnellst­mög­lich nut­zen. Ge­ra­de die Spei­che­rung von IP-Adres­sen muss ent­spre­chend der jet­zi­gen Vor­ga­ben des EuGH aus­ge­schöpft werden.“

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Mobile Raumluftreiniger sollen Virenlast in Schulen verringern
„AHA“-Regel wird zur „AHA‑L“-Maßgabe

🦠 Berlin / München — Ab­stand­hal­ten, Hy­gie­ne­maß­nah­men, All­tags­mas­ken und Lüf­tun­gen sol­len die­sen Herbst und Win­ter die Aus­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus (SARS-CoV‑2) ver­rin­gern. Neue COVID-19-Fäl­le, re­gio­nal schlag­zei­len­träch­ti­ge Quarantäne-Maß­nah­men und die be­vor­ste­hen­den Herbst­fe­rien rü­cken die Schu­len in den Mit­tel­punkt die­ser „AHA‑L“-Maß­ga­be. So for­dert Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Anja Karliczek er­höh­te An­stren­gun­gen, um den Schul­be­trieb si­cher­zu­stel­len: Al­le Be­tei­lig­ten soll­ten sich beim Prä­senz­un­ter­richt in Klas­sen­räu­men dis­zi­pli­niert ver­hal­ten. Zu­gleich un­ter­stützt das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rium für Un­ter­richt und Kul­tus (StMUK) die Trä­ger der Schu­len mit ei­nem Ge­samt­vo­lu­men von 37 Mil­lio­nen Eu­ro bei der Um­set­zung tech­ni­scher Maß­nah­men zum „in­fek­tions­schutz­ge­rech­ten Lüf­ten“. Be­trof­fen im Frei­staat: cir­ca 86.000 Klas­sen- und Fach­räu­me so­wie Leh­rer­zim­mer in rund 6.000 Schu­len. [Galerie]

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TEQ by ZMV+ empfiehlt Luftentkeimung mit UV-C-Licht
Kroll: „Coronaviren werden zu 99,9 Prozent abgetötet“

🦠 Berlin / Brannenburg — Hygieneregeln und Raum­lüf­tun­gen sol­len die Aus­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus (SARS-CoV‑2) in Arzt­pra­xen, Be­trie­ben, Schu­len und Sport­stät­ten mi­ni­mie­ren. Zu Herbst­be­ginn dis­ku­tie­ren Be­trof­fe­ne, Fach­leu­te und Po­li­ti­ker den zu­sätz­li­chen Ein­satz von Luft­rei­ni­gungs­fil­tern in In­nen­räu­men. Ärz­te set­zen in­des­sen zur Raum­luft­des­in­fek­tion und Was­ser­auf­be­rei­tung auf UV-C-Strah­lung, be­tont Anke Ißle, Ge­schäfts­in­ha­be­rin des Bran­nen­bur­ger Un­ter­neh­mens ZMV+. Mit kos­ten­freien In­for­ma­tions­aben­den will ZMV+ auf die Vor­tei­le die­ser Me­tho­de im ge­werb­li­chen Be­reich auf­merk­sam ma­chen. „Ei­ne Vor­sor­ge­maß­nah­me“, so Karsten Kroll von der Ge­schäfts­lei­tung, be­vor Bund und Län­der ein ge­ne­rel­les Raum­luft­kon­zept festlegen.

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Corona-Warn-App: Freiwilligkeit vs. Nutzungspflicht
Infizierte Arbeitnehmer haben Informationspflicht

🦠 Berlin — Die staat­li­che „Corona-Warn-App (CWA)“ ist fer­tig, kann frei­wil­lig herunter­ge­la­den und kos­ten­los auf dem Smartphone/iPhone in­stal­liert wer­den. Mit breit an­ge­leg­ter Kam­pag­ne wird sie nun be­wor­ben. Die An­wen­dung soll hel­fen, In­fek­tions­ket­ten bes­ser zu er­ken­nen und die Kon­takt­per­so­nen ei­nes In­fi­zier­ten schnell zu in­for­mie­ren. „Ein klei­ner Schritt für je­den von uns, aber ein gro­ßer Schritt für die Pan­de­mie­be­kämp­fung“, froh­lockt der Chef des Bun­des­kanz­ler­amts, Prof. Dr. Helge Braun (CDU). Die im Google Play Store und im App Store down­load­ba­re Tracing-App sei kei­nes­wegs die ers­te zur Kon­takt­ver­fol­gung. „Aber ich bin ziem­lich über­zeugt, es ist die Beste“, strahlt Braun. Tat­säch­lich ist die Re­so­nanz hoch. Doch man­che sträu­ben sich ge­gen die App – aus un­ter­schied­li­chen Grün­den. Ei­ni­ge war­nen so­gar vor Kon­se­quen­zen für Arbeitnehmer.

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