Corona-Krise beeinträchtigt Regelbetrieb
Spenden sichern Tafeln

Rosenheim/Mühldorf am Inn — In­fek­tions­ri­si­ko, Aus­gangs­be­schrän­kung, Wa­ren­knapp­heit: Die Corona­vi­rus-Pandemie und die da­mit ver­bun­de­nen staat­li­chen Vor­ga­ben be­deu­ten für die Tafeln ei­nen Ein­schnitt. Je­de zwei­te der rund 950 bun­des­deut­schen Ta­feln und der 169 baye­ri­schen Tafeln hat den Be­trieb ein­ge­stellt. Peter Zilles, Vor­sit­zen­der des Tafel Bayern e. V., sieht den Grund vor al­lem im meist ho­hen Al­ter der ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter und Gäste: Äl­te­re Men­schen ge­hö­ren zu den durch das Coronavirus be­son­ders ge­fähr­de­ten Per­so­nen. In gro­ßen Städ­ten wie Mün­chen, Er­lan­gen, Nürn­berg, Re­gens­burg und Augs­burg wird der Be­trieb mit adä­qua­ten An­pas­sun­gen auf­recht­er­hal­ten. Auch die re­gio­na­len Tafeln rea­gie­ren mit be­son­de­ren Be­suchs­re­geln und aus­ge­dehn­tem Lie­fer­ser­vice. In der Kri­se sind die meis­ten mehr als üb­lich auf Spen­den an­ge­wie­sen.

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Corona-Krise hat dramatische regionale Folgen
Huml: „Ausbreitung verlangsamen“

Mühldorf am Inn/Rosenheim — „Wir sind am An­fang ei­ner Epidemie“, ver­deut­licht der Prä­si­dent des Robert Koch-In­sti­tuts (RKI), Lothar Wieler. Das RKI re­gis­triert für al­le Bun­des­län­der 1.567 COVID-19-In­fi­zier­te, da­run­ter drei To­des­fäl­le in Nord­rhein-West­fa­len. „Die Co­ro­na-Kri­se ist voll in Bayern an­ge­kom­men“, kon­sta­tiert auch Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Markus Söder (CSU). In Bayern sind 366 In­fi­zier­te be­kannt, in Stadt und Land­kreis Ro­sen­heim neun, im Land­kreis Mühl­dorf am Inn der­zeit nie­mand. Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­te­rin Melanie Huml (CSU) ruft die Bür­ger zur Ko­opera­tion bei der Ein­däm­mung des neu­ar­ti­gen Coronavirus auf: „Es liegt in der Ver­ant­wor­tung je­des Ein­zel­nen, da­für zu sor­gen, dass sich die Aus­brei­tung des Virus mög­lichst ver­lang­samt“. In­des er­grei­fen Be­hör­den und Po­li­tik au­ßer­ge­wöhn­li­che Maß­nah­men.

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Maßnahmen zum Infektionsschutz gegen das Coronavirus
Hierl: „Bewahren Sie einen klaren Kopf!“

Rosenheim/Mühldorf am Inn — Das neu­ar­ti­ge Co­ro­na­vi­rus ver­brei­tet sich im­mer wei­ter. Die Maß­nah­men zur Ein­däm­mung wer­den dras­ti­scher. „Die Si­tua­tion ent­wi­ckelt sich dy­na­misch“, kon­sta­tiert der Lei­ter des Staat­li­chen Ge­sund­heits­am­tes Ro­sen­heim, Dr. Wolf­gang Hierl, der zu­gleich zur Be­son­nen­heit mahnt: Die La­ge ist „sehr über­sicht­lich“, Stadt und Land­kreis sind „bes­tens ge­rüs­tet“ und auf wei­te­re Fäl­le vor­be­rei­tet, ein Stu­fen-Plan für den Not­fall steht. Im Land­kreis Mühl­dorf am Inn gibt es laut Ge­sund­heits­amt noch kei­nen In­fek­tions­fall.

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Silvesterfeuerwerk in der Kritik
Schwaller: „Lieber Sektkorken knallen lassen“

Rosenheim/Wasserburg/Mühldorf — Kei­ne Sil­ves­ter­knal­ler, kei­ne Feuer­werks­ra­ke­ten zur Be­grü­ßung des Neuen Jah­res: Das Sil­ves­ter­feuer­werk soll der Ver­gan­gen­heit an­ge­hö­ren – Mensch, Tier und Um­welt zu­lie­be. Doch in den süd­ost­ober­baye­ri­schen Städ­ten und Märk­ten ist das Sil­ves­ter­feuer­werk im Rah­men des Spreng­stoff­ge­set­zes wei­ter­hin fast über­all er­laubt, wird nur teil­wei­se ein­ge­schränkt oder in­fra­ge ge­stellt. So hat der Markt Neu­beuern 2018 ein Ver­bot an­ge­ord­net, die kreis­freie Stadt Ro­sen­heim heu­er das Ab­bren­nen von Feuer­werks­kör­pern in be­stimm­ten In­nen­stadt­be­rei­chen ver­bo­ten, die Kreis­stadt Mühl­dorf am Inn ein Feuer­werks­ver­bot kom­men­des Jahr auf der Agen­da und Bad Aib­ling ei­nen Ap­pell lan­ciert, lie­ber Sekt­kor­ken statt Böl­ler knal­len zu las­sen. [Galerie]

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Abfallentsorgung im Landkreis Mühldorf am Inn
Tonnenweise wilde Müllablagerungen

Mühldorf am Inn — Im Land­kreis Mühl­dorf am Inn wer­den jähr­lich rund 37 Ton­nen Ab­fall un­zu­läs­sig ent­sorgt. Für die Rei­ni­gung der wil­den Müll­ab­la­ge­run­gen in Wald, Flur und den 139 Sam­mel­stel­len gibt der Land­kreis je­des Jahr et­wa 110.000 Eu­ro aus. Rund 40 Ord­nungs­wi­drig­keits­ver­fah­ren lei­tet die kom­mu­na­le Ab­fall­wirt­schaft im Land­rats­amt Mühl­dorf jähr­lich ein. Da­bei ist die Ab­fall­ent­sor­gung im Land­kreis ge­nau ge­re­gelt. Die In­for­ma­tion ist kos­ten­frei off­line und on­line ab­ruf­bar, Nach­rich­ten und Ter­mi­ne wer­den bei­spiels­wei­se per „Ab­fall­news­let­ter“ oder über WhatsApp mit­ge­teilt.

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Debatte über CO2-Steuer
Was kostet der Klimaschutz?

Berlin — Ver­zicht für den Klimaschutz: Drei von vier Er­wach­se­nen sind be­reit, Kurz­stre­cken­flü­ge zu un­ter­las­sen, fast zwei Drit­tel wür­den „deut­lich“ we­ni­ger Fleisch es­sen, mehr als je­der Zwei­te will sein Auto in In­nen­städ­ten ste­hen­las­sen – das hat das Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut YouGov er­mit­telt. Hö­he­re Sprit­prei­se ak­zep­tiert gut je­der Vier­te, deut­lich mehr Geld für Öko­strom wür­de je­der Fünf­te be­reit­wil­lig be­zah­len. Rü­cken­wind für die Gro­ße Ko­a­li­tion aus Union und SPD, die der­zeit die Wei­chen für ei­ne Re­form der Ener­gie­prei­se stellt? De­bat­tiert wird, den Aus­stoß des kli­ma­schäd­li­chen Treib­haus­ga­ses Koh­len­di­oxid (CO₂) mit ei­nem Preis zu ver­se­hen. „Die Chan­ce, die­ses Preis­sig­nal nun in die Tat um­zu­set­zen, war noch nie so groß wie jetzt“, meint Christoph Schmidt, Wirt­schafts­pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät Bo­chum. Eine CO₂-Steuer wä­re zu­gleich die fis­ka­li­sche Ein­lö­sung ei­ner „Fridays for Future“-For­de­rung. Al­ler­dings ist die Steuer- und Ab­ga­ben­last in Deutsch­land schon jetzt im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich über­durch­schnitt­lich hoch. Was be­deu­tet das für die Kli­ma­schutz­po­li­tik?

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Diskussion über Masern-Impfpflicht
Verweigerer sollen sanktioniert werden

Berlin — Ma­sern sind ei­ne hoch an­ste­cken­de und po­ten­ziell le­bens­be­droh­li­che In­fek­tions­krank­heit. Dem „Ro­bert Koch-In­sti­tut (RKI)“ in Ber­lin wur­den für 2018 ins­ge­samt 543 Ma­sern­er­kran­kun­gen im Bun­des­ge­biet über­mit­telt. Im lau­fen­den Jahr sind schon mehr als 300 Fäl­le re­gis­triert. Fast die Hälf­te der Er­krank­ten sind jun­ge Er­wach­se­ne. Die Impf­lü­cken sind groß: Laut RKI ha­ben die Im­pfun­gen ge­gen Diph­the­rie, Te­ta­nus, Keuch­hus­ten und Kin­der­läh­mung bei Schul­an­fän­gern be­reits im drit­ten Jahr in Fol­ge ab­ge­nom­men. Nun will die Gro­ße Ko­a­li­tion zum 1. März 2020 ei­ne Ma­sern-Impf­pflicht ein­füh­ren. Sie soll für Kita- und Schul­kin­der, Leh­rer und Er­zie­her so­wie Mit­ar­bei­ter in Kran­ken­häu­sern und Arzt­pra­xen gel­ten. Ver­wei­ge­rer müs­sen mit ei­nem Buß­geld von bis zu 2500 Eu­ro rech­nen. Un­ge­impf­te Kin­der könn­ten vom Ki­ta-Be­such aus­ge­schlos­sen wer­den. Doch so ein­fach lässt sich das Pro­blem nicht lö­sen.

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Dritter Frühjahrsputz „Rama Dama“ in Waldkraiburg
„Unsere Stadt soll sauberer werden“

Waldkraiburg — Der Früh­jahrs­putz „Ra­ma Da­ma“ geht in Wald­krai­burg in die drit­te Run­de: Un­ter dem Mot­to „Un­se­re Stadt soll sau­be­rer wer­den“ wird am Sams­tag, 23. März, von 9.30 Uhr bis 12 Uhr wie­der groß Rei­ne ge­macht. Im letz­ten Jahr sam­mel­ten über 800 frei­wil­li­ge Hel­fer al­ler Al­ters­grup­pen rund 13 Ku­bik­me­ter Müll: Au­ßer Wert­ge­gen­stän­de fan­den sie al­te Han­dys, ei­nen Kin­der­wa­gen, Au­to­rei­fen, de­fek­te Rä­der, Alt­öl und vor al­lem je­de Men­ge Glas­fla­schen, Me­tal­le und Pa­pier­müll. Ne­ben Pri­vat­per­so­nen hal­fen 19 Ver­ei­ne, zwei Schu­len und drei Kin­der­ta­ges­stät­ten bei der fach­li­chen Ent­sor­gung des Ab­falls. Bür­ger­meis­ter Robert Pötzsch ruft al­le Bür­ger, Schu­len, In­sti­tu­tio­nen, Ver­ei­ne und Or­ga­ni­sa­tio­nen auf, sich an der 2019‍er-Auf­räum­ak­tion zu be­tei­li­gen.

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Bachabkehr und fischbiologische Erhebung in Bruckmühl und Feldkirchen
Borloni: „Die Vermüllung unserer Gewässer ist enorm“

Rosenheim — Über 500 Fo­rel­len, 200 Hech­te und 20 Äschen hat der Kreis­fi­sche­rei­ver­ein Bad Aib­ling vom durch­wat­ba­ren Trift­bach-Ka­nal im Be­reich der Markt­ge­mein­de Bruck­mühl in die Mang­fall um­ge­setzt. Für das ar­beits­auf­wen­di­ge Ab­fi­schen des zehn Ki­lo­me­ter lan­gen Stre­cken­ab­schnitts zwi­schen Bruck­mühl und Feld­kir­chen-Wes­ter­ham be­nö­tig­ten die drei Teams mit ins­ge­samt 70 er­fah­re­nen Ver­eins­mit­glie­dern rund neun Stun­den. Mo­na­te­lan­ge Vor­be­rei­ten wa­ren der et­wa 15.000 Eu­ro teu­ren Groß­ak­tion voran­ge­gan­gen. Die Ab­fi­schung ist not­wen­dig we­gen der Bach­ab­kehr al­le vier Jah­re, bei der das Was­ser ab­ge­las­sen wird, um die Bach­läu­fe zu rei­ni­gen und die Ufer in­stand zu set­zen. Der Kreis­fi­sche­rei­ver­ein führt die Fisch­ret­tung mit­tels Elek­tro­fi­sche­rei durch und er­mit­telt im Fliess­ge­wäs­ser zu­gleich die Fisch­dich­te, wel­che dem Land­rats­amt Ro­sen­heim ge­mel­det wird. Mar­co Bor­lo­ni, Vor­sit­zen­der des Kreis­fi­sche­rei­ver­eins Bad Aib­ling, ist über die ak­tuel­len Er­geb­nis­se er­staunt. Zu­gleich ap­pel­liert er an das Um­welt­be­wusst­sein je­ner, die die Ge­wäs­ser nut­zen.

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Kommerzielle Förderung von Tiefenwasser
Merches: „Ein Jahrtausendproblem“

Polling/Töging am Inn — In den Land­krei­sen Mühl­dorf am Inn und Alt­öt­ting lie­gen zwei Kom­mu­nen mit­ein­an­der im Clinch. Auf dem Ge­biet er­streckt sich in der Tie­fe ein gro­ßes zu­sam­men­hän­gen­des Grund­was­ser­sys­tem, bei dem sich Ent­nah­men ge­gen­sei­tig be­ein­flus­sen. In der Mühl­dor­fer Ge­mein­de Pol­ling möch­te künf­tig ein Ge­trän­ke­kon­zern Tie­fen­was­ser för­dern, ab­fül­len und als Mi­ne­ral­was­ser an Dis­coun­ter ver­kau­fen. Da­ge­gen regt sich Wi­der­stand in der Alt­öt­tin­ger Nach­bar­stadt Tö­ging am Inn, wo der Pe­gel sinkt, Brun­nen tro­cken fal­len und das na­he ge­le­ge­ne Was­ser­schutz­ge­biet durch die Au­to­bahn ge­fähr­det ist. Tö­gings Bür­ger­meis­ter Dr. To­bias Wind­horst ist des­halb strikt ge­gen ei­ne zu­sätz­li­che kom­mer­ziel­le Aus­beu­tung der re­gio­na­len Trink­was­ser­re­ser­ve. Der Alt­öt­tin­ger Na­tur­schüt­zer Gerhard Merches warnt über­dies vor ei­nem „Jahr­tau­send­pro­blem“.

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