Debatte über CO2-Steuer
Was kostet der Klimaschutz?

Ber­lin — Ver­zicht für den Klimaschutz: Drei von vier Er­wach­se­nen sind be­reit, Kurz­stre­cken­flü­ge zu un­ter­las­sen, fast zwei Drit­tel wür­den „deut­lich“ we­ni­ger Fleisch es­sen, mehr als je­der Zwei­te will sein Auto in In­nen­städ­ten ste­hen­las­sen – das hat das Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut YouGov er­mit­telt. Hö­he­re Sprit­prei­se ak­zep­tiert gut je­der Vier­te, deut­lich mehr Geld für Öko­strom wür­de je­der Fünf­te be­reit­wil­lig be­zah­len. Rü­cken­wind für die Gro­ße Ko­a­li­tion aus Union und SPD, die der­zeit die Wei­chen für ei­ne Re­form der Ener­gie­prei­se stellt? De­bat­tiert wird, den Aus­stoß des kli­ma­schäd­li­chen Treib­haus­ga­ses Koh­len­di­oxid (CO₂) mit ei­nem Preis zu ver­se­hen. „Die Chan­ce, die­ses Preis­sig­nal nun in die Tat um­zu­set­zen, war noch nie so groß wie jetzt“, meint Chris­toph Schmidt, Wirt­schafts­pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät Bo­chum. Eine CO₂-Steuer wä­re zu­gleich die fis­ka­li­sche Ein­lö­sung ei­ner „Fridays for Future“-For­de­rung. Al­ler­dings ist die Steuer- und Ab­ga­ben­last in Deutsch­land schon jetzt im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich über­durch­schnitt­lich hoch. Was be­deu­tet das für die Kli­ma­schutz­po­li­tik?

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Diskussion über Masern-Impfpflicht
Verweigerer sollen sanktioniert werden

Ber­lin — Ma­sern sind ei­ne hoch an­ste­cken­de und po­ten­ziell le­bens­be­droh­li­che In­fek­tions­krank­heit. Dem „Ro­bert Koch-In­sti­tut (RKI)“ in Ber­lin wur­den für 2018 ins­ge­samt 543 Ma­sern­er­kran­kun­gen im Bun­des­ge­biet über­mit­telt. Im lau­fen­den Jahr sind schon mehr als 300 Fäl­le re­gis­triert. Fast die Hälf­te der Er­krank­ten sind jun­ge Er­wach­se­ne. Die Impf­lü­cken sind groß: Laut RKI ha­ben die Im­pfun­gen ge­gen Diph­the­rie, Te­ta­nus, Keuch­hus­ten und Kin­der­läh­mung bei Schul­an­fän­gern be­reits im drit­ten Jahr in Fol­ge ab­ge­nom­men. Nun will die Gro­ße Ko­a­li­tion zum 1. März 2020 ei­ne Ma­sern-Impf­pflicht ein­füh­ren. Sie soll für Kita- und Schul­kin­der, Leh­rer und Er­zie­her so­wie Mit­ar­bei­ter in Kran­ken­häu­sern und Arzt­pra­xen gel­ten. Ver­wei­ge­rer müs­sen mit ei­nem Buß­geld von bis zu 2500 Eu­ro rech­nen. Un­ge­impf­te Kin­der könn­ten vom Ki­ta-Be­such aus­ge­schlos­sen wer­den. Doch so ein­fach lässt sich das Pro­blem nicht lö­sen.

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Bachabkehr und fischbiologische Erhebung in Bruckmühl und Feldkirchen
Borloni: „Die Vermüllung unserer Gewässer ist enorm“

Ro­sen­heim — Über 500 Fo­rel­len, 200 Hech­te und 20 Äschen hat der Kreis­fi­sche­rei­ver­ein Bad Aib­ling vom durch­wat­ba­ren Trift­bach-Ka­nal im Be­reich der Markt­ge­mein­de Bruck­mühl in die Mang­fall um­ge­setzt. Für das ar­beits­auf­wen­di­ge Ab­fi­schen des zehn Ki­lo­me­ter lan­gen Stre­cken­ab­schnitts zwi­schen Bruck­mühl und Feld­kir­chen-Wes­ter­ham be­nö­tig­ten die drei Teams mit ins­ge­samt 70 er­fah­re­nen Ver­eins­mit­glie­dern rund neun Stun­den. Mo­na­te­lan­ge Vor­be­rei­ten wa­ren der et­wa 15.000 Eu­ro teu­ren Groß­ak­tion voran­ge­gan­gen. Die Ab­fi­schung ist not­wen­dig we­gen der Bach­ab­kehr al­le vier Jah­re, bei der das Was­ser ab­ge­las­sen wird, um die Bach­läu­fe zu rei­ni­gen und die Ufer in­stand zu set­zen. Der Kreis­fi­sche­rei­ver­ein führt die Fisch­ret­tung mit­tels Elek­tro­fi­sche­rei durch und er­mit­telt im Fliess­ge­wäs­ser zu­gleich die Fisch­dich­te, wel­che dem Land­rats­amt Ro­sen­heim ge­mel­det wird. Mar­co Bor­lo­ni, Vor­sit­zen­der des Kreis­fi­sche­rei­ver­eins Bad Aib­ling, ist über die ak­tuel­len Er­geb­nis­se er­staunt. Zu­gleich ap­pel­liert er an das Um­welt­be­wusst­sein je­ner, die die Ge­wäs­ser nut­zen.

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Kommerzielle Förderung von Tiefenwasser
Merches: „Ein Jahrtausendproblem“

Pol­ling/Tö­ging — In den Land­krei­sen Mühl­dorf am Inn und Alt­öt­ting lie­gen zwei Kom­mu­nen mit­ein­an­der im Clinch. Auf dem Ge­biet er­streckt sich in der Tie­fe ein gro­ßes zu­sam­men­hän­gen­des Grund­was­ser­sys­tem, bei dem sich Ent­nah­men ge­gen­sei­tig be­ein­flus­sen. In der Mühl­dor­fer Ge­mein­de Pol­ling möch­te künf­tig ein Ge­trän­ke­kon­zern Tie­fen­was­ser för­dern, ab­fül­len und als Mi­ne­ral­was­ser an Dis­coun­ter ver­kau­fen. Da­ge­gen regt sich Wi­der­stand in der Alt­öt­tin­ger Nach­bar­stadt Tö­ging am Inn, wo der Pe­gel sinkt, Brun­nen tro­cken fal­len und das na­he ge­le­ge­ne Was­ser­schutz­ge­biet durch die Au­to­bahn ge­fähr­det ist. Tö­gings Bür­ger­meis­ter Dr. To­bias Wind­horst ist des­halb strikt ge­gen ei­ne zu­sätz­li­che kom­mer­ziel­le Aus­beu­tung der re­gio­na­len Trink­was­ser­re­ser­ve. Der Alt­öt­tin­ger Na­tur­schüt­zer Ger­hard Mer­ches warnt über­dies vor ei­nem „Jahr­tau­send­pro­blem“.

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Parkdruck am Klinikum Rosenheim
Siebeneicher: „Nach wie vor angespannte Parkplatzsituation“

Ro­sen­heim — Park­such­ver­kehr – Höchst­park­dauer – Buß­geld­be­schei­de: Die Park­platz­si­tua­tion am Kli­ni­kum Ro­sen­heim ist für Pa­tien­ten und Be­su­cher an­ge­spannt. Das Kli­ni­kum be­stä­tigt den „Park­druck im ge­sam­ten um­lie­gen­den Stadt­ge­biet“, sei­ne Ab­tei­lung Qua­li­täts­ma­na­ge­ment re­gis­trie­re je­doch „kei­ne gra­vie­ren­den be­zie­hungs­wei­se ste­tig wie­der­keh­ren­den Be­schwer­den“. Die Stadt Ro­sen­heim ver­deut­licht wie­de­rum, ihr Park­raum­ma­na­ge­ment be­zwe­cke, den vor­han­de­nen Park­raum ef­fek­tiv zu nut­zen und Park­such­ver­kehr zu re­du­zie­ren.

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Unfallverhütung im Urlaub
Vorsorge ist besser als Nachsorge

Mün­chen — Ob Ba­den, Schwim­men, Wind­sur­fen, E-Bi­ken, Wan­dern, Berg- oder Klet­ter­stei­gen: Bei Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten im Ur­laub kann schnell ein Un­fall pas­sie­ren. Ei­ni­ge en­den gar töd­lich. Laut Deut­sche Le­bens-Ret­tungs-Ge­sell­schaft (DLRG) er­tran­ken im ver­gan­ge­nen Jahr min­des­tens 404 Men­schen, da­runter 329 in Flüs­sen, Bä­chen, Seen und Ka­nä­len. Der Deut­sche Al­pen­ver­ein (DAV) be­trauer­te letz­ten Zah­len zu­fol­ge 30 to­te Mit­glie­der im Jahr 2016. Zwar sind im All­ge­mei­nen im­mer we­ni­ger To­te zu be­kla­gen, doch die Zahl der Ver­un­fall­ten steigt. Mit ei­ni­gen Vor­sichts­maß­nah­men kann Un­fäl­len aber vor­ge­beugt wer­den.

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Aktionstag „Bayern gegen Leukämie“
Werden Sie Blutspender und Lebensretter

Alt­öt­ting, Mühl­dorf am Inn, Ro­sen­heim und Traun­stein be­tei­li­gen sich ge­nau­so wie Er­lan­gen, Re­gens­burg und Mün­chen: An über 200 baye­ri­schen Stand­or­ten wird am Frei­tag, 25. Mai, die „grö­ßte Ty­pi­sie­rungs­ak­tion“ des Frei­staa­tes durch­ge­führt. Die „Stif­tung Ak­tion Kno­chen­mark­spen­de Bayern (AKB)“ und der „Blut­spen­de­dienst (BSD)“ vom „Baye­ri­schen Ro­ten Kreuz (BRK)“ ru­fen zum Ak­tions­tag „Bayern ge­gen Leu­kä­mie“ auf. Maß­ga­be: Mit je­dem re­gis­trier­ten Stamm­zel­len­spen­der steigt für an Blut­krebs Er­krank­te die Chan­ce, wie­der ganz ge­sund zu wer­den.

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Bundesverwaltungsgericht erlaubt Fahrverbote
Drohen Wertverluste bei Dieselfahrzeugen?

Leip­zig — Fahr­ver­bo­te für Die­sel­fahr­zeu­ge hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig mit ei­nem weg­wei­sen­den Ur­teil für grund­sätz­lich zu­läs­sig er­klärt. Da­nach dür­fen Kom­mu­nen ei­gen­mäch­tig Stra­ßen oder Ge­bie­te für Die­sel­fahr­zeu­ge sper­ren, wenn die­se schar­fe Maß­nah­me zum schnel­len Ein­hal­ten von Schad­stoff­grenz­wer­ten der ein­zi­ge Weg zum Schutz der Ge­sund­heit ist. Zu­vor ist die Ver­hält­nis­mäßig­keit an­hand der je­wei­li­gen Luft­rein­hal­te­plä­ne zu prü­fen: Über­gangs­fris­ten und Aus­nah­me­re­ge­lun­gen sol­len mög­li­che Nach­tei­le für Be­trof­fe­ne ab­mil­dern, be­stimm­te An­woh­ner und Hand­wer­ker sind aus­zu­neh­men. Ei­nen Au­to­ma­tis­mus gibt es nicht. Mit der Ent­schei­dung steigt so­wohl der Druck auf die Au­to­mo­bil­in­dus­trie als auch die Un­si­cher­heit bei Die­sel-Fah­rern.

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Novellierung des Gesundheitsschutzgesetzes
Rauchverbot wieder Wahlkampfthema?

Mün­chen — Bayerns Wirts­häu­ser sind seit ei­nem Jahr­zehnt rauch­frei: 2007 brach­te der Bun­des­tag das Bun­des­nicht­rau­cher­schutz­ge­setz (BNichtrSchG) auf den Weg, da­nach der Baye­ri­sche Land­tag das „Ge­setz zum Schutz der Ge­sund­heit (GSG)“ mit Deutsch­lands strengs­tem Rauch­ver­bot. Un­ter­sagt wur­de, an öf­fent­li­chen Or­ten wie Gast­stät­ten, Bier- und Wein­zel­ten zu rau­chen. Wiesn­wir­te und Rau­cher lie­fen Sturm, der „Ver­ein zum Er­halt der baye­ri­schen Wirts­haus­kul­tur (VEBWK)“ wi­der­setz­te sich der „Be­vor­mun­dung“. Bei der Land­tags­wahl 2008 ver­lor die CSU mit 43,4 Pro­zent ih­re ab­so­lu­te Mehr­heit, Mi­nis­ter­prä­si­dent Horst See­ho­fer iden­ti­fi­zier­te das ab­so­lu­te Rauch­ver­bot als ei­ne der Ur­sa­chen und weich­te es auf. 2010 wur­de das strik­te Rauch­ver­bot je­doch im Zu­ge ei­nes von der ÖDP an­ge­streng­ten Volks­ent­schei­des be­kräf­tigt. Im Vor­feld des Land­tags­wahl­kamp­fes 2018 strebt der VEBWK nun mit Blick auf neue­re Um­fra­ge­er­geb­nis­se nach ei­ner No­vel­lie­rung des GSG.

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Arthrose und Gelenkschmerzen überwinden
Heilpraktiker Munsonius spricht im KU’KO

Ro­sen­heim — Bei Schmer­zen in Fin­gern und Knie­ge­len­ken wer­den all­täg­li­che Auf­ga­ben zur stän­di­gen Heraus­for­de­rung. Grund da­für ist häu­fig der Ab­bau des Ge­lenk­knor­pels und ei­ne da­raus ent­ste­hen­de Ge­lenk­ent­zün­dung. Wie Ar­thro­se vor­ge­beugt und Schmer­zen ge­lin­dert wer­den, er­klärt Heil­prak­ti­ker Peter Mun­so­nius von der For­schungs­grup­pe Dr. Feil am Diens­tag, 7. No­vem­ber, um 19 Uhr im KU’KO Ro­sen­heim.

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