Bürgerinitiative will Waldbestände erhalten
Pöschl-Moser: „Wir wollen mehr Gehör finden“

Wald­krai­burg — Ei­ne in Grün­dung be­find­li­che Bür­ger­ini­tia­ti­ve will künf­tig Wald­be­stän­de in Wald­krai­burg er­hal­ten und de­ren Ro­dung ver­hin­dern. Aus­lö­ser ist der Un­mut be­trof­fe­ner An­woh­ner über Plä­ne der Stadt, ei­ne fast zwei Hek­tar gro­ße Wald­flä­che zu ro­den. Die­se liegt nörd­lich der Daim­ler­stra­ße zwi­schen der im Wes­ten be­find­li­chen Schil­cher­li­nie und dem im Os­ten an­schlie­ßen­den Ge­wer­be­ge­biet. Die „Bür­ger­ini­tia­ti­ve Wald­krai­burg – ‚Stadt im Grü­nen’?“ wen­det sich laut An­sprech­part­ne­rin Irmy Pöschl-Moser ge­gen die vom Stadt­rat mehr­heit­lich be­schlos­se­ne Än­de­rung des Flä­chen­nut­zungs­plans, wo­nach das be­tref­fen­de Flur­stück in ein Ge­wer­be­ge­biet um­ge­wan­delt wird. Be­reits vor ih­rer Grün­dung am 14. Sep­tem­ber wird die Bür­ger­ini­tia­ti­ve po­li­tisch un­ter­stützt von ei­nem brei­ten Bünd­nis ver­schie­de­ner Grup­pie­run­gen.

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Debatte über CO2-Steuer
Was kostet der Klimaschutz?

Ber­lin — Ver­zicht für den Klimaschutz: Drei von vier Er­wach­se­nen sind be­reit, Kurz­stre­cken­flü­ge zu un­ter­las­sen, fast zwei Drit­tel wür­den „deut­lich“ we­ni­ger Fleisch es­sen, mehr als je­der Zwei­te will sein Auto in In­nen­städ­ten ste­hen­las­sen – das hat das Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut YouGov er­mit­telt. Hö­he­re Sprit­prei­se ak­zep­tiert gut je­der Vier­te, deut­lich mehr Geld für Öko­strom wür­de je­der Fünf­te be­reit­wil­lig be­zah­len. Rü­cken­wind für die Gro­ße Ko­a­li­tion aus Union und SPD, die der­zeit die Wei­chen für ei­ne Re­form der Ener­gie­prei­se stellt? De­bat­tiert wird, den Aus­stoß des kli­ma­schäd­li­chen Treib­haus­ga­ses Koh­len­di­oxid (CO₂) mit ei­nem Preis zu ver­se­hen. „Die Chan­ce, die­ses Preis­sig­nal nun in die Tat um­zu­set­zen, war noch nie so groß wie jetzt“, meint Chris­toph Schmidt, Wirt­schafts­pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät Bo­chum. Eine CO₂-Steuer wä­re zu­gleich die fis­ka­li­sche Ein­lö­sung ei­ner „Fridays for Future“-For­de­rung. Al­ler­dings ist die Steuer- und Ab­ga­ben­last in Deutsch­land schon jetzt im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich über­durch­schnitt­lich hoch. Was be­deu­tet das für die Kli­ma­schutz­po­li­tik?

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Fridays for Rosenheim-Demos ohne Schulschwänzen
„Lasst uns der Erde helfen!“

Ber­lin/Ro­sen­heim — Das „Kli­ma­ka­bi­nett“ der Bun­des­re­gie­rung hat ei­nen Fahr­plan zur Er­ar­bei­tung von Kli­ma­schutz­maß­nah­men ver­ein­bart: Bis En­de Mai sol­len die zu­stän­di­gen Bun­des­mi­nis­te­rien Vor­schlä­ge für ein Ge­samt­kon­zept bei­steuern mit dem Ziel, bis Jah­res­en­de ge­setz­li­che Re­ge­lun­gen zum Er­rei­chen der Kli­ma­schutz­zie­le 2030 auf den Weg zu brin­gen. Der­weil ge­hen bun­des­weit die Streiks un­ter dem Ban­ner „Fridays for Future“ mit aus­gie­bi­gem Schul­schwän­zen zur „Kli­ma­ret­tung“ wei­ter. Ei­ne Aus­nah­me sind die „Fridays for Ro­sen­heim“-Aware­ness-De­mon­stra­tio­nen. Dem Vor­wurf, nur den Un­ter­richt schwän­zen zu wol­len, be­geg­nen sie, in­dem ih­re Auf­zü­ge au­ßer­halb der Schul­zeit statt­fin­den. Nach den bei­den Ro­sen­hei­mer De­mon­stra­tio­nen mit hun­der­ten „Öko­be­wuss­ten“ am 15. Fe­bru­ar und 22. März be­rei­ten die jun­gen Kli­ma­be­weg­ten ih­re nächs­te Groß­de­mo pa­ral­lel zum Po­li­tik­be­trieb der Gro­ßen Ko­a­li­tion in Ber­lin vor.

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Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“
Chance oder Risiko für Landwirte?

Mün­chen — Rund 950.000 Un­ter­schrif­ten, mit­hin zehn Pro­zent der baye­ri­schen Wahl­be­rech­tig­ten, be­nö­tigt das Volks­be­geh­ren „Ar­ten­viel­falt – Ret­tet die Bie­nen“, um in den Baye­ri­schen Land­tag ein­ge­bracht wer­den zu kön­nen. Die Ein­tra­gungs­frist für das von ÖDP Bayern, Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN, „Lan­des­bund für Vo­gel­schutz e. V. (LBV)“, „BUND Na­tur­schutz in Bayern e. V. (BN)“ und 200 wei­te­ren Part­nern an­ge­streng­te Volks­be­geh­ren läuft seit dem 31. Ja­nu­ar. Über ei­ne hal­be Mil­lion Bayern ha­ben sich be­reits bis zur „Halb­zeit“ be­tei­ligt. Stimm­be­rech­tig­te kön­nen sich noch bis zum 13. Fe­bru­ar in ih­ren Rat­häu­sern und Ein­woh­ner­mel­de­äm­tern ein­tra­gen. Un­ter­des­sen nimmt die Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen Be­für­wor­tern und Kri­ti­kern an Schär­fe zu, gip­felnd in ge­gen­sei­ti­gen Vor­wür­fen, je­weils das Le­ben von Men­schen zu ge­fähr­den. Drei Kon­flikt­li­nien sind er­kenn­bar.

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Geschlechtergerechte Sprache
Fang ma o zu gendern!?

Die öf­fent­li­chen Ver­wal­tun­gen in Han­no­ver und Augs­burg sind seit An­fang Fe­bru­ar per „Ge­schäfts­an­wei­sung“ an­ge­hal­ten, in al­len Tex­ten pe­dan­tisch „ge­schlech­ter­ge­rech­te Spra­che“ zu ver­wen­den: „Ge­schlech­ter­sen­sib­ler Sprach­ge­brauch“ soll die Gleich­stel­lung der Ge­schlech­ter zum Aus­druck brin­gen. Da­zu wer­den Vo­ka­bu­lar, Or­tho­gra­phie oder Gram­ma­tik ver­än­dert. „Ar­beits­hil­fen“ zum Sprach­um­bau ge­ben den Ver­wal­tungs­an­ge­stell­ten Orien­tie­rung, wie das Mas­ku­li­ne in der Amts­spra­che ge­schleift wird. Las­sen sich Wör­ter nicht ins Neu­trum um­wan­deln, wird im SPD-re­gier­­ten Han­no­ver or­­tho­gra­­fisch-ty­­po­gra­­fisch der „Gen­der-Stern“ ge­nutzt. Dar­auf ver­zich­tet al­ler­dings das CSU-re­gier­­te Augs­burg, denn der „As­te­risk“ ent­spre­che nicht den Re­geln der deut­schen Recht­schrei­bung. Rat gibt es auch für „Eri­ka und Max Mus­ter­mann“.

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Rosenheimer Rotwesten zeigen Bundesverkehrsminister Scheuer die Rote Karte
Brenner-Nordzulauf: Jetzt wird Tacheles geredet

Ro­sen­heim — Im Streit um die nörd­li­che Zu­lauf­stre­cke zum Bren­ner­ba­sis­tun­nel wer­den ne­ben mög­li­chen neu­en Stre­cken durch das Inn­tal nun die Er­tüch­ti­gung der Be­stands­stre­cke ge­prüft, der Pla­nungs­dia­log ver­bes­sert und das Ver­fah­ren be­schleu­nigt: Bis Ju­li sol­len Vor­schlä­ge für fünf Tras­sen vor­lie­gen. Dies hat Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter An­dre­as Scheuer (CSU) im Land­rats­amt Ro­sen­heim nach ei­nem vier­stün­di­gen Ge­spräch mit rund 100 Be­trof­fe­nen, da­run­ter mehr als 40 Bür­ger­meis­ter und Ver­tre­ter von 14 re­gio­na­len Bür­ger­ini­tia­ti­ven, an­ge­kün­digt. Scheuer prä­sen­tier­te zu­dem die lan­ge ge­for­der­ten Be­darfs­zah­len aus ei­ner Sze­na­rien­stu­die. Bis zum Ein­ver­neh­men scheint der Weg den­noch lang.

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Bündnisgrüne wollen „Lokalität“ betonen
Ortsverband Rosenheim-Stadt sucht den Diskurs

Ro­sen­heim — Zum „Wow-Er­leb­nis“ will er wer­den, der Ro­sen­hei­mer Orts­ver­band von Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN. Die Par­tei sieht sich in der kreis­freien Stadt im Auf­wind und plant, 2015 das lo­ka­le Pro­fil zu un­ter­strei­chen und po­li­ti­sche Gren­zen auf­zu­wei­chen. Bei ih­rem letz­ten Stamm­tisch in die­sem Jahr schau­ten die Bünd­nis­grü­nen auf ein er­folg­rei­ches 2014 zu­rück und rich­te­ten den Blick selbst­be­wusst auf das nächs­te Jahr.

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Aktion „Brennender Widerstand gegen B15 neu“
Mahnfeuer von Landshut bis Rosenheim

Kol­ber­moor — „Wir ste­hen Hand in Hand“, freut sich Vor­sit­zen­der Her­bert Ernst. Mit 206 Mahn­feuern de­mon­striert letz­ten Sams­tag die „Ge­mein­schaft der Be­trof­fe­nen und Geg­ner der Auto­bahn­tras­se Re­gens­burg – Ro­sen­heim“ ih­ren Wi­der­stand ge­gen die ge­plan­te „B15 neu“. Die über­ge­ord­ne­te For­de­rung lau­tet, die Tras­se aus dem an­ste­hen­den Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan zu strei­chen. In Kol­ber­moor ha­ben sich die Ini­tia­to­ren dar­über hi­naus et­was Be­son­de­res ein­fal­len las­sen.

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