Energiekrise und Inflation: Versorgungssituation „äußerst angespannt“
Kommunen wappnen sich gegen Stromausfälle

☝📡 Berlin / Mühldorf a.Inn / Rosenheim — Deutschland, die größte Volks­wirt­schaft der Europäischen Union und nach den USA, China und Japan die viert­größ­te der Welt, schlit­tert in eine Rezession. Energiekrise und Geld­ent­wer­tung ver­schlech­tern die Fi­nanz­lage der Kom­mu­nen, Un­ter­neh­men und Ver­brau­cher. Ei­ne Mehr­heit der Bun­des­bür­ger zwei­felt be­reits an der Ver­sor­gungs­si­cher­heit, be­fürch­tet Gas- und Strom­aus­fäl­le. De­bat­tiert wer­den „Brownouts“, bei de­nen die Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber ein­zel­ne Groß­ver­brau­cher oder gan­ze Re­gio­nen stun­den­wei­se vom Netz neh­men, so­wie „Blackouts“, un­kon­trol­lier­te Zu­sam­men­brü­che der Elek­tri­zi­täts­ver­sor­gung. Drei Mo­na­te vor Hei­lig­abend sin­nie­ren vie­le Kom­mu­nen über Ener­gie­spar­mög­lich­kei­ten zu Weih­nach­ten und ge­ben Ver­hal­tens­tipps bei Stromausfall.

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Bezirksparteitag Oberbayern 2022.1 der Piraten in München
Digitalpolitiker Krueger sieht Wahlkampf als Chance

🛰 München — „Wer inhaltlich gestalten will, braucht Einfluss – eine Partei benötigt Mandate“, be­tont der Digital­po­li­ti­ker Dr. Olaf Konstantin Krueger. „Das sozial­digitale Werte­set der Piraten­partei Deutschland er­mög­licht auch bei kom­ple­xen The­men ein­präg­sa­me und gut ver­mit­tel­ba­re Aus­sa­gen“, er­läu­ter­te Krueger auf dem Be­zirks­par­tei­tag Oberbayern 2022.1 der Piraten­partei Deutschland in der Münchener Lan­des­ge­schäfts­stel­le. Die kom­men­den Wahlen zum 17. Bezirkstag von Oberbayern und zum 19. Landtag des Freistaates Bayern soll­ten die PIRATEN als Kom­mu­ni­ka­tions­pro­zes­se auf­fas­sen: Sie bö­ten den po­li­ti­schen Ak­teu­ren die Chance, Po­si­tio­nen zu kon­kre­ti­sie­ren sowie Blocka­den und Krisen zu überwinden.

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Mehr Cybergefahren – mäßige Klimabilanz – kein Rechtsanspruch
Homeoffice wird bedingt „neue Normalität“

🦠🛰 Berlin / München — In der Corona-Krise ist die Zahl der Führungs­kräfte und Be­schäf­tig­ten ge­stie­gen, die zeit- und orts­flexibel arbeiten, bei­spiels­wei­se gänz­lich oder wech­selnd im Homeoffice. Diese und hybride Arbeits­formen be­hal­ten nach Ende der Homeoffice-Pflicht ihren Stel­len­wert – auch ohne Rechts­an­spruch. Das be­sa­gen ver­schie­de­ne Um­fra­gen. Falls je­doch zu we­ni­ge tech­ni­sche und or­ga­ni­sa­to­ri­sche Si­cher­heits­maß­nah­men ge­trof­fen wer­den, ge­ra­ten In­fra­struk­tur und Nut­zer rasch ins Visier von Cyberkriminellen, warnt etwa das Bun­des­amt für Si­cher­heit in der In­for­ma­tions­tech­nik. Der TÜV-Ver­band gibt Verhaltenstipps. [Galerie]

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Corona-Krise: Hilfsorganisationen fordern „Solidarität der Ungeimpften“
Von Freyberg: „Weg zur Impfung beschreiten“

🦠🍀 Berlin / München — Weg frei für den „Lockdown für Ungeimpfte“? Dem Vor­bild Österreichs fol­gend sol­len die be­hörd­li­chen Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der Ver­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus’ (SARS-CoV-2) wei­ter ver­schärft wer­den. Nach den Wor­ten von Bayerns Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Markus Söder dro­hen dem baye­ri­schen Ge­sund­heits­we­sen sonst mit der „vier­ten Welle“ Kollaps und Triage. Nun wer­den Kon­takt- und Rei­se­be­schrän­kun­gen für Ungeimpfte de­bat­tiert: Falls „kon­takt­ein­schrän­ken­de Maß­nah­men“ recht­lich nicht halt­bar seien, blei­be nur der „Lockdown für Ungeimpfte“, er­klärt etwa Prof. Dr. Christian Drosten, Di­rek­tor des In­sti­tuts für Virologie an der Charité. Laut Um­fra­gen be­für­wor­tet ei­ne Mehr­heit der Be­völ­ke­rung sol­che Ein­schrän­kun­gen für Ungeimpfte. Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen wie das Bayerische Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst e. V., der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. und der Arbeiter-Samariter-Bund Bayern e. V. ap­pel­lie­ren nun an Ungeimpfte, sich aus „Solidarität“ schnellst­mög­lich piksen zu las­sen. Denn die In­ten­siv­sta­tio­nen und Not­auf­nah­men seien über­wie­gend durch Ungeimpfte belegt.

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Corona-Krise: AfD kritisiert Maßnahmen als „unverhältnismäßig“
Von Storch: „Söder trägt die politische Verantwortung“

🦠💉🍀 Berlin / München / Rosenheim — „Wahltag ist Zahltag“: Getreu diesem Motto hat der Kreis­ver­band Rosenheim der „Alternative für Deutschland (AfD)“ im End­spurt des Bun­des­tags­wahl­kamp­fes ei­ne Kund­ge­bung in Rosenheim als „Ab­rech­nung mit Söders Corona-Politik“ aus­ge­rich­tet. Haupt­red­ne­rin: Rechts­an­wäl­tin Beatrix von Storch, AfD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te, stell­ver­tre­ten­de Bun­des­spre­che­rin der AfD und Lan­des­vor­sit­zen­de der AfD in Berlin. Die Kund­ge­bung mit rund 50 Teil­neh­mern ziel­te auf das Ende der „epi­de­mi­schen La­ge von na­tio­na­ler Trag­wei­te“ und der da­mit ver­bun­de­nen re­strik­ti­ven Corona-Maßnahmen von Bund und Län­dern. Da­ge­gen pro­tes­tier­ten nach Polizei­an­ga­ben 300 Per­so­nen des „noAfD – Bünd­nis ge­gen rech­te Het­ze“. Dr. Olaf Konstantin Krueger im Ge­spräch mit Beatrix von Storch.

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Corona-Krise: Landkreis Rosenheim kassiert über eine Million Euro
Bußgeldverfahren in der Kritik

🦠 München / Rosenheim — Das Ahnden we­sent­li­cher Ver­stö­ße ge­gen die Baye­ri­sche In­fek­tions­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung hat dem Land­kreis Rosenheim von Ende März 2020 bis Ende Au­gust 2021 rund 1,13 Mil­lio­nen Eu­ro an Buß­gel­dern ein­ge­bracht. In 17 Mo­na­ten wur­den über 3.500 Buß­geld­be­schei­de er­las­sen. Dies hat ei­ne An­fra­ge des Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Andreas Winhart (AfD), Ro­sen­hei­mer Kreis­rat und Stadt­rat in Bad Aibling, an das Land­rats­amt Mit­te Sep­tem­ber 2021 er­ge­ben. Winhart wirft dem Land­rats­amt des­halb „Ab­zo­cke von Bür­gern“ vor. Die Ver­fah­ren wür­den „gna­den­los und mit vol­ler Här­te voll­zo­gen“. Rosenheims Land­rat Otto Lederer (CSU) hält da­ge­gen, die Re­gel- und Rah­men­sät­ze seien im Buß­geld­ka­ta­log „Corona-Pandemie“ des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums für Ge­sund­heit und Pfle­ge fest­ge­schrie­ben, so be­schlos­sen vom Baye­ri­schen Land­tag.

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Corona-Krise: Debatte um Massenimpfung Minderjähriger
Mertens: „Abwägung von Nutzen und Risiko“

🦠💉🍀 Berlin / München — „Maximal rücksichtslos“ nennt der Vor­stands­vor­sit­zen­de der Kas­sen­ärzt­li­chen Bun­des­ver­ei­ni­gung die Kin­der­imp­fung ge­gen das neu­ar­ti­ge Coronavirus (SARS-CoV-2): Dr. Andreas Gassen schätzt, für ge­sun­de Kin­der und Ju­gend­li­che ist das Impf­risiko hö­her als die Ge­fahr ei­ner Corona-In­fek­tion. Er reiht sich da­mit in ei­ne Grup­pe von Me­di­zi­nern ein, die ei­ne Ver­imp­fung be­dingt zu­ge­las­se­ner Vak­zi­ne – wenn über­haupt – aus­schließ­lich bei Kin­dern ab zwölf Jah­ren mit spe­ziel­len Vor­er­kran­kun­gen un­ter­stützt, wie dies die Stän­di­ge Impf­ko­mmis­sion am Robert Koch-In­sti­tut emp­fiehlt. An­ge­kur­belt hat die De­bat­te um Kin­der­imp­fun­gen der 124. Deut­sche Ärzte­tag. Die Haupt­ver­samm­lung der Bun­des­ärz­te­kam­mer for­dert, das Recht auf Bil­dung mit Kita- und Schul­be­such ab Win­ter 2021/2022 mit ei­ner recht­zei­ti­gen COVID-19-Imp­fung ins­be­son­de­re jün­ge­rer Kin­der zu si­chern.

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Corona-Krise: Initiative „Wir stehen zusammen“ fordert Betriebsöffnungen
Dettendorfer: „Viele brauchen bereits ihre Altersvorsorge auf“

🦠📡🎤 Rosenheim — Medienkampagnen, Ver­samm­lun­gen im Süden Oberbayerns und die Groß­kund­ge­bung „Hand in Hand für den Mit­tel­stand“ mit rund 1.300 De­mon­stran­ten im Mangfallpark Rosenheim: Die Un­ter­neh­mer-Ini­tia­ti­ve „Wir ste­hen zu­sam­men“ warnt seit zwei Mo­na­ten vor den „Kol­la­te­ral­schä­den“ der re­strik­ti­ven Corona-Maß­nah­men. Ge­tra­gen wird die Ini­tia­ti­ve von knapp 4.400 Be­trie­ben mit über 47.000 Ar­beits­plät­zen. Da­von kom­men al­lei­ne aus den Schwer­punkt-Land­krei­sen Rosenheim und Miesbach über 1.500 Un­ter­neh­men mit rund 17.000 Ar­beits­plät­zen. Mit „Durch­hal­te­pa­ro­len“ wol­len sich die Mit­tel­ständ­ler nicht mehr zu­frie­den­ge­ben. Markus Dettendorfer, Ge­schäfts­füh­rer der Det­ten­dor­fer Ma­schi­nen­bau GmbH in Söchtenau und Mit­ini­tia­tor, er­klärt ih­re An­lie­gen. [Galerie]

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Corona-Krise prägt Polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2020
Bei Regelverstößen „immer sofort lageorientiert einschreiten“

🦠 Rosenheim — Die Polizeiliche Kri­mi­nal­sta­tis­tik 2020 des Po­li­zei­prä­si­di­ums Oberbayern Süd weist mit 54.141 Straf­ta­ten die ge­rings­te Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung der letz­ten zehn Jah­re auf. Woh­nungs­ein­brü­che, Dieb­stahls­de­lik­te, Ge­walt­kri­mi­na­li­tät, Ver­mö­gens- und Fäl­schungs­de­lik­te, Cybercrime: al­le­samt rück­läu­fig. Nur Callcenter-Be­trug, Straf­ta­ten ge­gen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung, ins­be­son­de­re Kin­der­por­no­gra­phie, Rausch­gift­kri­mi­na­li­tät und po­li­tisch mo­ti­vier­te Kri­mi­na­li­tät sind ge­stie­gen. Drei Vier­tel al­ler Straf­ta­ten wur­den auf­ge­klärt: Be­leg für „den ho­hen und eta­blier­ten Si­cher­heits­stan­dard im süd­li­chen Oberbayern“, so Po­li­zei­prä­si­dent Robert Kopp. Die Zah­len müss­ten je­doch im Lich­te der Corona-Krise be­trach­tet wer­den, zu­mal mit der Über­wa­chung der Ein­hal­tung der In­fek­tions­schutz­ver­ord­nun­gen ein neues Auf­ga­ben­feld ent­stan­den sei. Die er­for­der­li­chen Maß­nah­men zu er­läu­tern, wer­de je­doch „von Tag zu Tag schwerer“. Ein Blick in die So­zia­len Netz­wer­ke scheint dies zu be­stä­ti­gen. Spu­ren­su­che.

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Corona-Krise: Öffnungsperspektive gegen Verzweiflung
Sasse: „Die Lage ist bitterernst“

🦠📡 Berlin / München — Wirtschaftsverbände, Un­ter­neh­men und Selbst­stän­di­ge schla­gen Alarm. Sie war­nen we­gen des stän­dig ver­län­ger­ten Lockdowns vor ei­ner In­sol­venz­wel­le dra­ma­ti­schen Aus­ma­ßes. Und sie ver­lan­gen mit Ver­weis auf sin­ken­de COVID-19-Fall­zah­len ei­nen plan­vol­len Aus­stieg aus dem Kri­sen­mo­dus. „Die La­ge ist wirk­lich bit­ter­ernst. Es wird vie­le Ge­schäfts­auf­ga­ben ge­ben“, be­fürch­tet et­wa Dr. Eberhard Sasse, Prä­si­dent des Baye­ri­schen In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer­ta­ges (BIHK). Nö­tig seien „be­last­ba­re Per­spek­ti­ven und Sze­na­rien für ei­ne Wie­der­öff­nung der Wirt­schaft“. Das Pro­blem sind sin­ken­de Nach­fra­gen, Um­satz­ein­bu­ßen, un­ter­bro­che­ne Lie­fer­ket­ten, Pro­duk­tions­aus­fäl­le und Li­qui­di­täts­eng­päs­se. In­des­sen ver­än­dern be­hörd­li­che Be­triebs­schlie­ßun­gen, Ver­an­stal­tungs­ab­sa­gen, Aus­gangs­be­schrän­kun­gen, Kurz­ar­beit und Online-Han­del Ge­wer­be, Kul­tur und In­nen­städ­te. Call & Collect, Click & Collect so­wie Win­dow-Shop­ping sol­len zwar dem Exo­dus ent­ge­gen­wir­ken. Doch ein Kon­sum­schub ist laut Han­dels­ver­band Deutsch­land „erst mit Lo­cke­run­gen der Corona-Maß­nah­men zu er­war­ten“. [Galerie]

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