Bundesverfassungsgericht zieht Grenzlinie
Hartz-IV-Sanktionen müssen abgemildert werden

Karls­ru­he — Wen­de­punkt im Dauer­streit um „Hartz IV“: Die um­strit­te­nen Dis­zi­pli­nar­maß­nah­men der Job­cen­ter für ih­re „Kun­den“ sind ab so­fort ab­zu­mil­dern. Denn laut Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt (BVerfG) sind die Sank­tio­nen zur Durch­set­zung der Mit­wir­kungs­pflich­ten beim Be­zug von Ar­beits­lo­sen­geld II teil­wei­se un­ver­ein­bar mit dem Grund­ge­setz. Ei­ne Leis­tungs­min­de­rung in Hö­he von 30 Pro­zent des maß­geb­li­chen Re­gel­be­darfs sei zwar nicht zu be­an­stan­den. Sank­tio­nen aber, die nach wie­der­hol­ten Pflicht­ver­let­zun­gen in­ner­halb ei­nes Jah­res die Hö­he von 30 Pro­zent des maß­ge­ben­den Re­gel­be­darfs über­stei­gen oder so­gar zu ei­nem voll­stän­di­gen Weg­fall der Leis­tun­gen füh­ren, sind un­zu­läs­sig. Glei­ches gilt für Sank­tio­nen, bei de­nen ei­ne star­re Dauer von drei Mo­na­ten vor­ge­ge­ben ist. Ent­spre­chen­de Be­schei­de kön­nen auch rück­wir­kend bis zum 1. Ja­nu­ar 2018 an­ge­foch­ten wer­den.

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Abzocke durch „professionelles Parkraummanagement“?
McDonald‘s trennt sich von rigorosen Parkplatzwächtern

Ir­schen­berg — „Smarte Sen­so­ren­tech­no­lo­gie“ soll die klas­si­sche Park­schei­be über­flüs­sig wer­den las­sen und „die Ob­jek­ti­vie­rung der Park­raum­be­treuung“ stei­gern, so die Wer­be­ver­spre­chen der Stutt­gar­ter „Park & Con­trol PAC GmbH“. Doch wie ein „Worst Case“ aus Ir­schen­berg im ober­baye­ri­schen Land­kreis Mies­bach ver­an­schau­licht, führt neue Tech­nik al­lein nicht zur „Kun­den­bin­dung und Er­trags­op­ti­mie­rung“: Auf ei­nem Park­platz bei McDonald’s ver­schreck­te die ri­go­ro­se Um­set­zung der Park­kon­trol­le Gäs­te. Der Vor­wurf der Ab­zo­cke stand zu­dem im Raum. Re­stau­rant-Be­trei­ber Michael E. Heinritzi han­del­te: Der Fir­ma wur­de ge­kün­digt, die Sen­so­ren wer­den ent­fernt, die Park­kon­trol­le über­nimmt wie­der McDonald’s. Das Res­tau­rant selbst wird 2020 mit Mil­lio­nen­auf­wand ins Di­gi­tal­zeit­al­ter über­führt.

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Freie Fahrt zwischen München und Mühldorf auf der A 94
Scheuer: „Riesen-Lücke ist geschlossen“

Dor­fen — Be­für­wor­ter wie Geg­ner hal­ten den A 94-Lü­cken­schluss zwi­schen Pas­tet­ten im Land­kreis Er­ding und Hel­den­stein im Land­kreis Mühl­dorf am Inn glei­cher­ma­ßen für ei­ne Zä­sur – al­ler­dings aus un­ter­schied­li­chen Grün­den: Die ei­nen be­für­wor­ten die Ver­kehrs­in­fra­struk­tur­maß­nah­me als not­wen­di­ges Mit­tel zur Ent­las­tung der Bun­des­stra­ße 12 und zur wirt­schaft­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung der ge­sam­ten süd­baye­ri­schen Re­gion, die an­de­ren leh­nen die Isen­tal­au­to­bahn ab als Hei­mat­ver­lust, Na­tur­zer­stö­rung, Kli­ma­schä­di­gung und Steuer­geld­ver­schwen­dung. Seit An­fang Ok­to­ber ist der 33 Ki­lo­me­ter lan­ge, vier­strei­fi­ge Au­to­bahn­ab­schnitt be­fahr­bar. Die A 94 wird zur kür­zes­ten Fern­stra­ße zwi­schen Mün­chen und der Grenz­re­gion Pas­sau und ver­bes­sert die Ver­bin­dung nach Ös­ter­reich und Süd­ost­eu­ro­pa.

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Digitale Transformation der Kommunalverwaltungen
Montag: „Bürgerdialog ist nicht digitalisierbar“

Zang­berg — War­te­schlan­ge auf Äm­tern adé, will­kom­men elek­tro­ni­sches Ser­vice­kon­to: Der „Be­hör­den­gang 24/7“ ge­winnt am 1. Ok­to­ber an Ge­stalt. Dann sind al­le Stan­dard­ver­fah­ren der Kfz-Zu­las­sung wie An‑, Ab- und Um­mel­dung oder Kenn­zei­chen­mit­nah­me on­line durch­führ­bar. Ein in­ter­net­fä­hi­ges Smart­phone, die „AusweisApp2“ und ein neu­er Per­so­nal­aus­weis (nPA) ge­nü­gen. Da­bei ist die in­ter­net­ba­sier­te Fahr­zeug­zu­las­sung – kurz: i‑Kfz – mehr als die elek­tro­ni­sche Va­ri­an­te ei­nes Be­hör­den­diens­tes, sagt Martin Montag. Für den Re­gio­nal­lei­ter Ober­bayern der „An­stalt für kom­mu­na­le Da­ten­ver­ar­bei­tung in Bayern (AKDB)“ ist sie der ers­te voll­stän­dig au­to­ma­ti­sier­te Ver­wal­tungs­akt: „Wenn sich das durch­setzt, hat es Aus­wir­kun­gen auf die ge­sam­te Ver­wal­tung“, so Montag auf der Bür­ger­meis­ter­ver­samm­lung des Baye­ri­schen Ge­mein­de­ta­ges (BayGT), Kreis­ver­band Mühl­dorf am Inn, in Zang­berg. Ab­seits ge­setz­li­cher Ver­pflich­tun­gen bie­tet die „sinn­vol­le“ di­gi­ta­le Trans­for­ma­tion der Ver­wal­tun­gen den Kom­mu­nen Chan­cen und je­dem Bür­ger ei­nen Mehr­wert, ist der Fach­mann über­zeugt.

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Streit um Datenschutz in der Schule
Fotografierverbot wegen der EU-DSGVO?

Brüs­sel/Mün­chen — Miss­traui­sche Er­zie­hungs­be­rech­tig­te, ein­ge­schüch­ter­te Lehr­kräf­te, ver­un­si­cher­te Schul­di­rek­to­ren: Ei­ni­ge Er­zie­hungs­be­rech­tig­te ver­wei­gern ei­ne da­ten­schutz­recht­li­che Ein­wil­li­gung, wo­nach Lehr­kräf­te Fo­tos von der Ein­schu­lung und von Schul­klas­sen an­fer­ti­gen und ver­öf­fent­li­chen kön­nen. Man­che Di­rek­to­ren er­las­sen so­gar ein ge­ne­rel­les Fo­to­gra­fier­ver­bot, vor­geb­lich aus da­ten­schutz­recht­li­chen Grün­den. Sind sol­che Fo­tos nun ein Da­ten­schutz­ver­stoß, gar ver­bo­ten durch die Eu­ro­päi­sche Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung?

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Traditionsvolksfest Mühldorf am Inn 2019
Volksfestkönigin Carolin im Dauereinsatz

Mühl­dorf am Inn — Sie ist als Volks­fest­kö­ni­gin 2019 heu­er das at­trak­ti­ve Ge­sicht des 154. Tra­di­tions­volks­fes­tes Mühl­dorf und sie freut sich rie­sig auf ih­re Re­prä­sen­tanz in der fünf­ten Jah­res­zeit: Carolin Priller, die 18-jäh­­ri­ge, frisch­ge­ba­cke­ne Abi­tu­rien­tin glänz­te be­reits bei der Bier- und Wein­pro­be im Krei­se des Stadt­ra­tes, der Fest­wir­te so­wie wei­te­rer Pro­mi­nen­ter wie Alt-Bür­ger­meis­ter und SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Günther Knoblauch. Mu­si­ka­lisch be­glei­tet von „De kloa Blos­mu­si“ zapf­te Mühl­dorfs Bür­ger­meis­te­rin Marianne Zollner im Rat­haus-In­nen­hof das ers­te Fass Fest­bier mit drei Schlä­gen an. „Das bes­te Bier für das schöns­te Volks­fest“, so Zollner, stimm­te die Pro­mi­nenz mit Bret­zen und Brat­hendl zünf­tig auf das Fest ein. [Galerie]

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Telekom forciert Ausbau des Mobilfunknetzes
Kommunen sollen Funklöcher „jagen“

Ber­lin — Die Deut­sche Te­le­kom will im Rah­men ih­rer Ak­tion „Wir ja­gen Funk­lö­cher“ 50 Lü­cken im Mo­bil­funk­netz schlie­ßen, die we­gen markt­wirt­schaft­li­cher und funk­tech­ni­scher Er­wä­gun­gen bis­lang of­fen ge­blie­ben sind. Die Ini­tia­ti­ve zum Lü­cken­schluss soll hier­bei von den Kom­mu­nen, der Po­li­tik, der Bür­ger­schaft oder lo­ka­len Un­ter­neh­men aus­ge­hen. Teil­neh­men kann je­de Kom­mu­ne, die auf ih­rem Ge­biet kei­nen LTE-Emp­fang hat, de­ren Ge­mein­de- oder Stadt­rat sich für die Ak­tion be­wirbt und die ei­ne freie Flä­che mit Strom­ver­sor­gung zur orts­üb­li­chen Mie­te als Mast­stand­ort zur Ver­fü­gung stellt. Die Te­le­kom will den Stand­ort dann auf ei­ge­ne Kos­ten be­trei­ben und ei­ne zu­kunfts­fä­hi­ge Mo­bil­funk-Ver­sor­gung si­cher­stel­len.

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Bürgerinitiative will Waldbestände erhalten
Pöschl-Moser: „Wir wollen mehr Gehör finden“

Wald­krai­burg — Ei­ne in Grün­dung be­find­li­che Bür­ger­ini­tia­ti­ve will künf­tig Wald­be­stän­de in Wald­krai­burg er­hal­ten und de­ren Ro­dung ver­hin­dern. Aus­lö­ser ist der Un­mut be­trof­fe­ner An­woh­ner über Plä­ne der Stadt, ei­ne fast zwei Hek­tar gro­ße Wald­flä­che zu ro­den. Die­se liegt nörd­lich der Daim­ler­stra­ße zwi­schen der im Wes­ten be­find­li­chen Schil­cher­li­nie und dem im Os­ten an­schlie­ßen­den Ge­wer­be­ge­biet. Die „Bür­ger­ini­tia­ti­ve Wald­krai­burg – ‚Stadt im Grü­nen’?“ wen­det sich laut An­sprech­part­ne­rin Irmy Pöschl-Moser ge­gen die vom Stadt­rat mehr­heit­lich be­schlos­se­ne Än­de­rung des Flä­chen­nut­zungs­plans, wo­nach das be­tref­fen­de Flur­stück in ein Ge­wer­be­ge­biet um­ge­wan­delt wird. Be­reits vor ih­rer Grün­dung am 14. Sep­tem­ber wird die Bür­ger­ini­tia­ti­ve po­li­tisch un­ter­stützt von ei­nem brei­ten Bünd­nis ver­schie­de­ner Grup­pie­run­gen.

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Spontaner Freizeitspaß im Waldbad Waldkraiburg
Badespektakel „AquaGaudi“ bei Sonne pur

Wald­krai­burg — Ba­de­freun­de des Schwimm­bad­fes­tes „AquaGaudi“ im Wald­bad Wald­krai­burg – auf­ge­passt: Sams­tag, 27. Ju­li, von 9 Uhr bis 20 Uhr vor­mer­ken! Die Wet­ter­prog­no­se ver­spricht Son­nen­schein pur und der „För­der­ver­ein Wald­bad Wald­krai­burg (FöVeWW)“ lädt spon­tan zum Ba­de­spass mit aus­ge­feil­tem Pro­gramm ein.

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55. Waldkraiburger Volksfest
Die Wiesn mit Schwung

Wald­krai­burg — A so a Gaudi – und das zum nun­mehr 55. Mal: Das elf­tä­gi­ge Wald­krai­bur­ger Volks­fest lockt wie­der mit auf­re­gen­den Fahr­ge­schäf­ten, fan­tas­ti­schen At­trak­tio­nen und gran­dio­sen Er­leb­nis­sen. Jung und Alt, Burschn und Madln lie­ben das „Volks­fest für al­le“ – die zünf­ti­ge Mu­sik und die fet­zi­gen Beats, das frisch ge­zapf­te Fest­bier und die ku­li­na­ri­schen Schman­kerl, das span­nungs­rei­che Rah­men­pro­gramm mit vie­len Spe­cials und die fa­mi­lien­freund­li­chen Prei­se auf dem ge­sam­ten Fest­platz. Der Ver­gnü­gungs­park mit den 42 Schau­stel­ler­be­trie­ben ist bis zum 22. Ju­li täg­lich zwi­schen 14 Uhr und Mit­ter­nacht ge­öff­net. 1600 Park­plät­ze bie­ten viel Frei­raum. – Ein flot­ter Über­blick über Tra­dier­tes und Neues 2019.

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