Bundesrat will Geräuschbelästigung drastisch verringern
Biker protestieren gegen Fahrverbote

München — Biker-Protest in München: Rund 10.000 Mo­tor­rad­fah­rer de­mon­strie­ren mit ei­nem Kor­so auf dem Mitt­le­ren Ring. Trotz De­mon­stra­tions­ver­bots zeigt die mo­to­ri­sier­te Zwei­rad­ge­mein­de fried­lich ih­re Ab­leh­nung der Ent­schlie­ßung des Bun­des­ra­tes „zur wirk­sa­men Min­de­rung und Kon­trol­le von Mo­tor­rad­lärm“. Pro­tes­tiert wird auch in an­de­ren Groß­städ­ten. Denn geht es nach der Län­der­kam­mer, sol­len für Biker über­all zeit­lich be­schränk­te Fahr­ver­bo­te an Sonn- und Feier­ta­gen gel­ten kön­nen. Und die Ent­schlie­ßung vom 15. Mai sieht noch mehr vor: et­wa „den Um­stieg auf nach­hal­ti­ge und lärm­ar­me Mo­bi­li­tät in Form von lärm­ar­men Mo­tor­rä­dern mit al­ter­na­ti­ven An­triebs­tech­ni­ken wie den Elek­tro­an­trieb“. Da­ge­gen wächst der Wi­der­stand. So wen­det sich die On­line-Pe­ti­tion „Kei­ne Fahr­ver­bo­te für Mo­tor­rä­der an Sonn- und Feier­ta­gen“ ge­gen Ver­all­ge­mei­ne­rung und Ein­sei­tig­keit. Rund 200.000 Un­ter­stüt­zer hat sie. Nun be­geh­ren auch pro­mi­nen­te baye­ri­sche Lan­des- und Bun­des­po­li­ti­ker auf.

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Corona-Krise: Krankenhäuser benötigen Blutkonserven
BSD ruft zum Blutspenden auf

München — Je­den Tag wer­den in Bayern rund 2.000 Blut­kon­ser­ven zur Ver­sor­gung von Ver­letz­ten und Kran­ken be­nö­tigt. Doch Corona-Krise, Lockdown und Social Distancing ver­knap­pen de­ren Ver­füg­bar­keit. Der Blut­spen­de­dienst (BSD) des Baye­ri­schen Ro­ten Kreu­zes warnt nun vor Eng­päs­sen: Ein­schrän­kun­gen des Spen­de­diens­tes durch die Hy­gie­ne- und Schutz­maß­nah­men ei­ner­seits, nach­zu­ho­len­de Opera­tio­nen und Or­gan­trans­plan­ta­tio­nen an­de­rer­seits be­ein­fluss­ten die Ver­sor­gung der Kran­ken­häu­ser mit Blut. Die Pandemie be­ein­träch­ti­ge die vom BSD an­ge­bo­te­nen sta­tio­nä­ren und mo­bi­len Blut­spen­de­ter­mi­ne, füh­re „sehr kurz­fris­tig zu Ter­min­lo­kal­än­de­run­gen oder ‑ver­schie­bun­gen“. Blut­spen­der sol­len sich des­halb vor­ab über mög­li­che Än­de­run­gen in­for­mie­ren.

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Kontroverse um „Corona-Demos“
Legitime Kritik oder gefährliche Spinnerei?

Berlin/München — Der Pro­test ge­gen die staat­li­chen Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der Corona-Pandemie schwillt an, geht trotz ers­ter be­hörd­li­cher Lo­cke­run­gen in die Brei­te, ent­wächst den So­zia­len Netz­wer­ken und zeigt sich auf den Stra­ßen. Ers­ten un­ge­ord­ne­ten De­mon­stra­tio­nen tau­sen­der Bür­ger fol­gen zi­vi­le Kund­ge­bun­gen. Ob in Me­tro­po­len wie Ber­lin, Mün­chen, Nürn­berg oder Stutt­gart, in baye­ri­schen Ober­zen­tren wie Bad Rei­chen­hall, Ro­sen­heim und Traun­stein oder Mit­tel­zen­tren wie Traun­reut und Wald­krai­burg: Mit sicht­ba­rer Po­li­zei­prä­senz und kla­rer Ein­schreit­li­nie neh­men un­ter­schied­lich mo­ti­vier­te De­mon­stran­ten das Recht auf Ver­samm­lungs­frei­heit wahr und pro­tes­tie­ren nun meist un­ter Ein­hal­tung der Be­stim­mun­gen zum In­fek­tions­schutz für ih­re An­lie­gen. Zu­gleich wird im­mer ein­dring­li­cher von der Teil­nah­me an „Corona-Demos“ ab­ge­ra­ten: In­ter­es­sen­ver­bän­de, Par­teien und Ver­fas­sungs­schutz war­nen vor Falsch­in­for­ma­tion, ex­tre­mis­ti­schem Ge­dan­ken­gut, Ver­schwö­rungs­theo­rien, Lü­gen, Hass und Het­ze.

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Schrittweise Unterrichtsaufnahme in der Corona-Krise
Arndt: „Absolut schülerfreundlich“

Berlin/München — Die Ab­schluss­jahr­gän­ge der wei­ter­füh­ren­den und be­ruf­li­chen Schu­len sind in ih­re Klas­sen­räu­me zu­rück­ge­kehrt. Bis zum Be­ginn der Som­mer­fe­rien sol­len al­le übri­gen Schü­ler ih­re Schul­ge­bäu­de zu­min­dest ta­­ge- oder wo­chen­wei­se wie­der be­su­chen kön­nen. Vor den Fe­rien wird es aber laut Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (KMK) kei­nen re­gu­lä­ren Schul­be­trieb mehr ge­ben, da dies beim jet­zi­gen Stand der Corona-Krise nicht mög­lich sei. Ne­ben strik­ten Ab­stands­re­geln und Hy­gie­ne­vor­ga­ben zur Ver­mei­dung ei­ner In­fek­tion mit dem Coronavirus wer­de das Tra­gen von Mund-Nase-Masken frei­wil­lig sein. In­des­sen soll der Mix aus Prä­senz­un­ter­richt und „Ler­nen zu­hau­se“ aus­ge­baut so­wie di­gi­ta­les Leh­ren und Ler­nen wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Bayerns Kul­tus­mi­nis­ter Michael Piazolo sieht die lau­fen­den Prü­fungs­vor­be­rei­tun­gen als „Chan­ce, sich ziel­ge­rich­tet und in Klein­grup­pen auf das Abi­tur vor­zu­be­rei­ten“. Beim „Ler­nen zu­hau­se“ er­hiel­ten Schü­ler, die nicht selbst über ein ge­eig­ne­tes di­gi­ta­les End­ge­rät ver­füg­ten, „un­bü­ro­kra­ti­sche und schnel­le Un­ter­stüt­zung“.

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Kreistag beschließt Nahverkehrsplan
Huber: Im ÖPNV wird „neues Zeitalter“ eingeläutet

Rosenheim — Kreis­aus­schuss und Kreis­tag ha­ben in ge­mein­sa­mer Sit­zung den Nah­ver­kehrs­plan (NVP) für Stadt und Land­kreis Ro­sen­heim be­schlos­sen. Er soll die Aus­wir­kun­gen der de­mo­gra­phi­schen Ent­wick­lung, des Mo­bi­li­täts­ver­hal­tens und des Kli­ma­schut­zes in ein län­ger­fris­ti­ges Kon­zept über­set­zen. Da­bei be­rück­sich­tigt das 280-sei­­ti­­ge Mo­bi­li­täts­kon­zept für Ro­sen­heim al­le vor­han­de­nen Ver­kehrs­trä­ger und den Rad­ver­kehr so­wie die Ver­bin­dungs­ach­sen zu den Land­krei­sen Mühl­dorf am Inn, Traun­stein und Ebers­berg. Der ver­ab­schie­de­te NVP ent­hält zum Aus­bau der Mo­bi­li­täts­an­ge­bo­te ins­ge­samt 70 Maß­nah­men und Prüf­auf­trä­ge. Wer­den sie um­ge­setzt, be­deu­tet der Mehr­auf­wand von 806.500 Ki­lo­me­tern jähr­li­che Zu­satz­kos­ten von rund 2,1 Mil­lio­nen Eu­ro.

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Freie Fahrt zwischen München und Mühldorf auf der A 94
Scheuer: „Riesen-Lücke ist geschlossen“

Dorfen — Be­für­wor­ter wie Geg­ner hal­ten den A 94-Lü­cken­schluss zwi­schen Pas­tet­ten im Land­kreis Er­ding und Hel­den­stein im Land­kreis Mühl­dorf am Inn glei­cher­ma­ßen für ei­ne Zä­sur – al­ler­dings aus un­ter­schied­li­chen Grün­den: Die ei­nen be­für­wor­ten die Ver­kehrs­in­fra­struk­tur­maß­nah­me als not­wen­di­ges Mit­tel zur Ent­las­tung der Bun­des­stra­ße 12 und zur wirt­schaft­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung der ge­sam­ten süd­baye­ri­schen Re­gion, die an­de­ren leh­nen die Isen­tal­au­to­bahn ab als Hei­mat­ver­lust, Na­tur­zer­stö­rung, Kli­ma­schä­di­gung und Steuer­geld­ver­schwen­dung. Seit An­fang Ok­to­ber ist der 33 Ki­lo­me­ter lan­ge, vier­strei­fi­ge Au­to­bahn­ab­schnitt be­fahr­bar. Die A 94 wird zur kür­zes­ten Fern­stra­ße zwi­schen Mün­chen und der Grenz­re­gion Pas­sau und ver­bes­sert die Ver­bin­dung nach Ös­ter­reich und Süd­ost­eu­ro­pa. [Galerie]

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Neuer Nahverkehrsplan für Stadt und Landkreis Rosenheim
Voit: „Verkehr neu denken“

Rosenheim — Der Öf­fent­li­che Per­so­nen­nah­ver­kehr (ÖPNV) soll stadt- und land­kreis­weit so­wie land­kreis­über­grei­fend ver­bes­sert wer­den. Dem dient ein um­fas­sen­des Mo­bi­li­täts­kon­zept für die Stadt und den Land­kreis Ro­sen­heim. Es be­rück­sich­tigt al­le vor­han­de­nen Ver­kehrs­trä­ger und den Rad­ver­kehr so­wie die Ver­bin­dungs­ach­sen zu den Land­krei­sen Mühl­dorf am Inn, Traun­stein und Ebers­berg. Der Ro­sen­hei­mer Kreis­aus­schuss hat nach um­fang­rei­chen Vor­be­rei­tungs- und Ab­stim­mungs­ver­fah­ren ei­nen rund 230 Sei­ten um­fas­sen­den Ent­wurf zur Fort­schrei­bung des ge­mein­sa­men Nah­ver­kehrs­plans (NVP) für die kreis­freie Stadt und den Land­kreis ein­stim­mig ge­bil­ligt. Er be­in­hal­tet 33 Maß­nah­men und zwölf Prüf­auf­trä­ge. Da der Land­kreis Ro­sen­heim star­ke Pend­ler­strö­me in den Raum Mün­chen auf­weist, be­tei­ligt sich der Kreis­aus­schuss zu­dem über die Ro­sen­hei­mer Ver­kehrs­ge­sell­schaft (RoVG) an ei­ner Grund­la­gen­stu­die zur Er­wei­te­rung des Mün­ch­ner Ver­kehrs- und Ta­rif­ver­bun­des (MVV) um den Land­kreis Ro­sen­heim.

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Kritische Zwischenbilanz zum institutionalisierten Weg des Freistaats ins „Gigabit-Zeitalter“
Neun Monate Bayerisches Staatsministerium für Digitales: Hopp oder Top?

München — Der Frei­staat Bayern hat im Zu­ge der schwarz-oran­­ge­­nen Re­gie­rungs­bil­dung als ers­tes deut­sches Bun­des­land am 12. No­vem­ber 2018 ein „Staats­mi­nis­te­rium für Di­gi­ta­les (StMD)“ ge­grün­det. CSU und Freie Wähler stre­ben an, bis 2025 den Frei­staat „ins Gi­ga­bit-Zeit­al­ter“ zu füh­ren. Zur ers­ten am­tie­ren­den Staats­mi­nis­te­rin des StMD wur­de die 33-jäh­­ri­­ge Ju­ris­tin Judith Gerlach (CSU) er­nannt. Ge­gen­über br.de er­klär­te die Un­ter­frän­kin nach ih­rer Er­nen­nung: „Ja, Di­gi­ta­li­sie­rung ist jetzt si­cher nicht mein Spe­zial­be­reich, aber ein ab­so­lu­tes Zu­kunfts­the­ma.“ Da­nach kri­ti­sier­te br.de, Gerlach sei „Mi­nis­te­rin auf Zu­ruf. Oh­ne aus­ge­mach­te Fach­kennt­nis, oh­ne gro­ße po­li­ti­sche Er­fah­rung und bis­her oh­ne Vi­sion für die di­gi­ta­le Zu­kunft Bayerns.“ – Ein be­rech­tig­tes Ur­teil, fragt der Di­gi­tal­jour­na­list Dr. Olaf Konstantin Krueger. Im Rah­men der di­gi­tal­po­li­ti­schen Som­mer­vor­trä­ge des Be­zirks­ver­ban­des Ober­bayern der Piraten­par­tei Deutsch­land zieht Krueger neun Mo­na­te nach der Grün­dung des StMD ei­ne kri­ti­sche Zwi­schen­bi­lanz: Was hat das Di­gi­tal­mi­nis­te­rium, was hat die Staats­mi­nis­te­rin für Di­gi­ta­les bis­lang in Bayern be­wirkt? Save the date: Sonn­tag, 25. Au­gust, 16 Uhr bis 18.15 Uhr, Lan­des­ge­schäfts­stel­le der Piraten­par­tei Deutschland, Scho­pen­hauer­stra­ße 71 in Mün­chen.

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Kandidatur für den Bayerischen Landtag und den Bezirkstag von Oberbayern 2018
Krueger: „digital – konsequent und sozial“

München/Rosenheim/Berchtesgaden — Vor dem Hin­ter­grund kom­ple­xen, tief­grei­fen­den Wan­dels ist grund­sätz­lich das größ­te Ri­si­ko Mut- und Kon­zep­tions­lo­sig­keit, die größ­te Chan­ce Know-how und Wil­le zur Zu­kunfts­ge­stal­tung. Die bis­he­ri­ge Patch­work­po­li­tik zeigt nur ei­ne ge­rin­ge Lern­kur­ve und die Ver­ant­wort­li­chen be­kom­men oft­mals Schnapp­at­mung an­ge­sichts von Heraus­for­de­run­gen wie Glo­ba­li­sie­rung, Di­gi­ta­li­sie­rung, Kli­ma­wan­del und Mi­gra­tion. Die nö­ti­gen Ver­än­de­rungs­vor­ha­ben er­for­dern je­doch ei­ne über­zeu­gen­de, po­si­ti­ve und ge­samt­ver­ant­wort­li­che Vi­si­on. Mei­ne Mis­sion-State­ments zum Leit­spruch: „Di­gi­tal – kon­se­quent und so­zial“ und ein Wahl­auf­ruf zum 14. Ok­to­ber.

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Elementarschäden
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München — Die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung wird ab 1. Ju­li 2019 kei­ne fi­nan­ziel­len So­fort­hil­fen mehr für Schä­den auf­grund ex­tre­mer Wet­ter- und Hoch­was­ser­er­eig­nis­se ge­wäh­ren, wenn die ein­ge­tre­te­nen Schä­den ver­si­cher­bar wa­ren. Fi­nan­ziel­le Un­ter­stüt­zung kommt da­nach im Ein­zel­fall nur noch dann in Be­tracht, wenn die Schä­den nicht oh­ne staat­li­che Hil­fen be­sei­tigt wer­den kön­nen. Staats­re­gie­rung und Städ­te ap­pel­lie­ren an die Ei­gen­ver­ant­wor­tung der Ge­bäu­de­be­sit­zer und ra­ten al­len Ei­gen­tü­mern, ih­ren Ver­si­che­rungs­schutz auf ei­ne Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung hin zu über­prü­fen.

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