InnFood will in Weiding Mineralwasser für die Region fördern
Bündnisgrüne stellen sich gegen „Ausbeutung“

🚰🍀 Mühldorf a.Inn / Polling — Die InnFood GmbH plant am Un­ter­neh­mens­sitz im ober­baye­ri­schen Weiding bei Mühldorf a.Inn ab 2024 die Ab­fül­lung von Mineral­wasser für den re­gio­na­len Ein­zel­han­del. Die Ab­fül­lung soll die vor­han­de­nen Brun­nen und För­der­men­gen nut­zen, den Stand­ort ent­wi­ckeln, Ar­beits­plät­ze schaf­fen und die Le­bens­mit­tel­pro­duk­tion er­gän­zen. Dem Pollinger Ge­mein­de­rat ist das Vor­ha­ben bei ei­ner Be­sich­ti­gung vor­ge­stellt wor­den, Bür­ger­meis­ter Lorenz Kronberger woll­te die Öf­fent­lich­keit auf der fol­gen­den Ge­mein­de­rats­sit­zung in­for­mie­ren. Die Bün­dnis­grü­nen im Ge­mein­de­rat Polling, im Kreis­tag von Mühldorf a.Inn und im Baye­ri­schen Landtag se­hen das Pro­jekt je­doch als „kom­mer­ziel­le Aus­beu­tung“ re­gio­na­ler Res­sour­cen an, was sie „ka­te­go­risch“ ab­leh­nen: Ei­ne neue Ab­füll­an­la­ge be­deu­te ei­ne Flä­chen­ver­sie­ge­lung tau­sen­der Qua­drat­me­ter und ei­ne enor­me Menge an Last­wa­gen pro Tag für den Ab­trans­port des Weidinger Tiefen­wassers. Bür­ger­meis­ter Kronberger zeigt sich ir­ri­tiert ob der „Presse­kam­pag­ne“ der Bündnisgrünen.

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Corona-Krise: Ungeklärte Fragen beim Vollzug der einrichtungsbezogenen Impfpflicht
Steingruber: „Wir erwarten genaue Handlungsanweisungen“

🦠 München / Mühldorf a.Inn / Rosenheim / Traun­stein — Ob ärzt­li­cher Arbeit­ge­ber, Pflege­kraft oder Azubi: Be­schäf­tig­te im Ge­sund­heits- und Pflege­be­reich sind ge­setz­lich ver­pflich­tet, bis zum 15. März ent­we­der ei­nen Impf- oder Ge­ne­se­nen­nach­weis zu er­brin­gen oder ein ärzt­li­ches Zeug­nis vor­zu­le­gen, dass sie nicht ge­gen COVID-19 ge­impft wer­den kön­nen. Wer kei­nen Nach­weis vor­legt, darf in den je­wei­li­gen Ein­rich­tun­gen oder Un­ter­neh­men we­der tä­tig sein noch be­schäf­tigt wer­den. Die Ge­sund­heits­ämter kön­nen zwar Be­tre­tungs- und Tä­tig­keits­ver­bo­te aus­spre­chen. Doch sie war­ten noch auf kon­kre­te Hand­lungs­an­wei­sun­gen der vor­ge­setz­ten Stel­len, wie die ein­rich­tungs­be­zo­ge­ne Impfpflicht im Detail um­zu­set­zen ist. Ab­war­ten müs­sen auch Mit­tel­ständ­ler wie Claudia Maier-Schöne, In­ha­be­rin von Mobile Care, ei­nem pri­va­ten häus­li­chen Alten- und Kran­ken­pflege­dienst in Waldkraiburg. Sie weiß von voraus­ei­len­den Kün­di­gun­gen und warnt: „Wir steu­ern auf ei­ne pflege­ri­sche Ka­tas­tro­phe zu.“

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Piks to go auf dem 3. Schweppermannmarkt in Ampfing
Food Trucks bieten regionale Köstlichkeiten

🎉🦠🍀 Ampfing — Dieser ver­kaufs­of­fe­ne Sonntag am 7. November in Ampfing soll­te im Ka­len­der rot mar­kiert sein: Food Trucks of­fe­rie­ren auf dem drit­ten Schweppermannmarkt von 12 Uhr bis 17 Uhr re­gio­na­le Köst­lich­kei­ten zum Mit­neh­men, die Ge­schäf­te sind von 13 Uhr bis 17 Uhr ge­öff­net und für ei­nen „Piks to go“ in der mo­bi­len Impfstation der DLRG er­hal­ten die ers­ten 50 Kun­den ei­nen Shopping-Gutschein im Wert von zehn Euro. Der Ge­wer­be­ver­band Ampfing hofft nach den Lockdowns 2020/2021 auf re­gen Zuspruch.

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Neubau des Gewächshauses in Weiding
Arz: „So sollten wir nicht mit unserer Heimat umgehen!“

Polling — Die Bündnisgrünen ha­ben mit ei­ner „stil­len De­mon­stra­tion“ ge­gen den Neu­bau ei­nes rund 15 Hek­tar gro­ßen Ge­wächs­hau­ses der Fir­ma Reichenspurner im Pollinger Orts­teil Weiding pro­tes­tiert. An der Aktion des Kreis­ver­ban­des von Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN be­tei­lig­ten sich auch Gisela Sengl, Land­tags­ab­ge­ord­ne­te und agrar­po­li­ti­sche Spre­che­rin, so­wie Christoph Arz, Bun­des­tags­kan­di­dat im Wahl­kreis Altötting/Mühldorf a.Inn. Ih­nen zu­fol­ge sind so­wohl die Ver­sie­ge­lung ei­ner solch gro­ßen Flä­che als auch die Ab­tra­gung des hu­mus­rei­chen und be­son­ders CO₂-bin­­den­­den Ober­bo­dens ein au­ßer­or­dent­li­cher öko­lo­gi­scher Einschnitt.

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Kommunen sollen „Sichere Häfen“ für Geflüchtete werden
Koch: „Wir müssen endlich etwas tun“

Mühldorf a.Inn — Die Bünd­nis­grü­nen ha­ben zu Ostern mit ei­nem sym­bo­li­schen Zelt­la­ger an der Inn­län­de an das Schick­sal Ge­flüch­te­ter in Grie­chen­land er­in­nert. Die Ak­tion flan­kiert ih­re land­kreis­wei­te Kam­pag­ne, in de­ren Fol­ge sich Kom­mu­nen zu „si­che­ren Hä­fen“ für Ge­flüch­te­te er­klä­ren sol­len. Da­bei stel­len Rats­mit­glie­der von Bünd­nis 90/DIE GRÜNEN ko­or­di­niert An­trä­ge auf Mit­glied­schaft im „Bünd­nis Städ­te si­che­re Hä­fen“, um „ei­ne star­ke Ge­gen­stim­me zur Ab­schot­tungs­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung und der EU“ zu bil­den, wie das Ziel des Bünd­nis­ses lau­tet. Bis­lang wur­den in sie­ben der 31 Städ­te, Märk­te und Ge­mein­den im Land­kreis An­trä­ge ge­stellt: in Ampfing, Gars a.Inn, Haag i.OB, im Kreis­tag von Mühldorf a.Inn, in Polling, Schwindegg und der Stadt Waldkraiburg. Der Kreis­tag von Mühldorf a.Inn und der Ge­mein­de­rat von Schwindegg ha­ben das An­sin­nen abgelehnt.

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Corona-Krise: Kundgebungen gegen „ewigen Lockdown“
Maier-Krapf: „Wir erleben krasse Ungerechtigkeit“

🦠 München / Mühldorf a.Inn — Bundes-Lockdown, har­ter Lockdown, Brücken-Lockdown – Lan­des- und Bun­des­po­li­ti­ker de­bat­tie­ren ei­ne dras­ti­sche Ver­schär­fung der be­ste­hen­den Corona-Maß­nah­men, um „die drit­te Welle“ der Ver­brei­tung des neu­ar­ti­gen Corona­virus’ (SARS-CoV‑2) und sei­ner Mu­ta­tio­nen ab­zu­fla­chen. Die­ser Ta­ge de­mon­strie­ren aber auch ver­stärkt Maß­nah­men-Kri­ti­ker für die Wah­rung der Grund- und Frei­heits­rech­te. So pro­tes­tie­ren bayern­weit 15 Ini­tia­ti­ven mit Kund­ge­bun­gen und ei­ner Social Media-Kam­pag­ne un­ter dem Hashtag #Lasst­uns­oeffnen ge­gen wirt­schaft­li­che und ge­sell­schaft­li­che „Kol­la­te­ral­schä­den“. Martina Maier-Krapf, par­tei­lich un­ge­bun­de­ne Ini­tia­to­rin von „Mit­ein­an­der­aus­der­Kri­se“ in Mühldorf a.Inn, for­dert, dass die Maß­nah­men ge­eig­net, er­for­der­lich und ver­hält­nis­mä­ßig sind. Da­bei hält die IT-Pro­jekt­ma­na­ge­rin und zwei­fache Mut­ter die für Grund­schü­ler an­ge­kün­dig­te Test­pflicht für be­son­ders kritisch.

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Corona-Krise: Ausweg aus dem Lockdown via Modellprojekt?
Söder: „Perspektive bei Testen und Impfen“

🦠💉🍀 München — In der Bayerischen Staatskanzlei könn­ten sich die­ser Ta­ge die Hü­te sta­peln. Bild­lich ge­spro­chen. An­lass ist ein „in­tel­li­gen­tes Kon­zept“ der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung. Die­se will die Corona-Maß­nah­men nach den Os­ter­fe­rien pro­be­wei­se in je ei­nem aus­ge­wähl­ten Land­kreis oder in ei­ner kreis­freien Stadt der sie­ben Re­gie­rungs­be­zir­ke zu­rück­fah­ren, in Oberbayern in zwei. Voraus­set­zung: ei­ne 7‑Tage-In­zi­denz von mehr als 100 und we­ni­ger als 150 pro 100.000 Ein­woh­ner so­wie ein Test- und Impf­ma­na­ge­ment. Al­lein aus dem Re­gie­rungs­be­zirk Ober­bayern ha­ben die Land­krei­se Mühldorf a.Inn und Traunstein so­wie die Lan­des­haupt­stadt München, die Große Kreis­stadt Bad Reichenhall und die kreis­freie Stadt Ro­sen­heim um­ge­hend ih­re Hü­te in den Ring ge­wor­fen. An­de­re könn­ten trotz drit­ter Wel­le fol­gen. Un­klar ist, wer am En­de das Hand­tuch wirft.

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Corona-Krise: Kindeswohl leidet
Digitale Elternabende gegen Lockdown-Blues

🦠 München / Mühldorf a.Inn — Die baye­ri­schen Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen und Grund­schu­len sind nach rund zwei­mo­na­ti­ger Schlie­ßung und Not­be­treuung zum Wech­sel­un­ter­richt zu­rück­ge­kehrt – trotz un­kla­rer In­fek­tions­la­ge durch die Mu­ta­tio­nen des neu­ar­ti­gen Coronavirus’ (SARS-CoV‑2). Die Öff­nung gilt für Land­krei­se und kreis­freie Städ­te, in de­nen die 7‑Ta­ge-In­zi­denz un­ter 100 liegt. In Re­gio­nen mit hö­he­ren Wer­ten bleibt es beim Dis­tanz­un­ter­richt. „Wir ha­ben jetzt Wech­sel­un­ter­richt, wir ha­ben ei­ne In­zi­denz-Ab­hän­gig­keit, wir ha­ben Mas­ke, wir ha­ben Test­kon­zep­te, al­so viel mehr an Si­cher­heits­fra­gen, das geht fast nicht“, be­grün­det Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Markus Söder den Lo­cke­rungs­schritt. In den letz­ten Wo­chen mehr­ten sich aber auch die Stim­men aus El­tern­schaft, Kin­der- und Ju­gend­li­chen­psy­cho­the­ra­pie, Pä­da­go­gik und Ärz­te­schaft, die das Kin­des­wohl an­mahn­ten. Der Land­kreis Mühldorf a.Inn un­ter­stützt Er­zie­hungs­be­rech­tig­te zu­dem mit di­gi­ta­len El­tern­aben­den und Experten-Chats.

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Corona-Schutzimpfung und Multiple Sklerose
Juchems: „Bin keine Vorreiterin“

🦠💉🍀 Ampfing / Burghausen — In der Corona-Krise sind die von der Auto­im­mun­er­kran­kung Multiple Sklerose Be­trof­fe­nen be­son­ders hell­hö­rig, was die Ver­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus’ (SARS-CoV‑2), die Impf­stof­fe und den Lockdown be­trifft. Die „Deut­sche Mul­tip­le Skle­ro­se Ge­sell­schaft (DMSG), Bun­des­ver­band e. V.“ hat in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Krank­heits­be­zo­ge­nen Kom­pe­tenz­netz Mul­tip­le Skle­ro­se (KKNMS) ei­ne Emp­feh­lung ver­fasst, was bei der Imp­fung wäh­rend ei­ner MS-The­ra­pie zu be­ach­ten sei. Die phar­­ma­­zeu­­tisch-tech­­ni­­sche As­sis­ten­tin und MS-Pa­tien­tin Jeanette Juchems, seit En­de 2019 al­lein­er­zie­hen­de Mut­ter von drei Kin­dern, schil­dert exem­pla­risch ih­re Si­tua­tion. [Galerie]

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Corona-Krise: Reisefreizügigkeit mit Impfnachweis?
Impfkarte ohne „formale Gültigkeit“

🦠💉 München / Altötting — 110 Geimpfte ha­ben sie be­reits: ei­ne Impf­kar­te im Kre­dit­kar­ten­for­mat. Die im ober­baye­ri­schen Land­kreis Altötting ge­gen das neu­ar­ti­ge Coronavirus (SARS-CoV‑2) Ge­impf­ten kön­nen ih­re Impf­da­ten seit ei­ner Wo­che frei­wil­lig auf ei­ner Impf­kar­te mit QR-Code spei­chern las­sen. Er­fasst wer­den Na­me, Ge­burts­da­tum, Wohn­ort, Fo­tos des Ge­impf­ten, Impf­stoff und bei­de Impf­ter­mi­ne. Per Scan des QR-Codes kön­nen die Da­ten auf ein Smart­phone über­tra­gen wer­den. Das An­ge­bot des Land­rats­am­tes ist kos­ten­frei und Altötting mit sei­ner lo­ka­len Lö­sung nach ei­ge­ner An­ga­be bun­des­weit Vor­rei­ter. Die „Impf­be­stä­ti­gung SARS-CoV‑2“ soll im Ver­gleich zum gel­ben A6-gro­ßen Impf­buch der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion (WHO) Impf­daten früh­zei­tig di­gi­tal er­fas­sen – und ein Bei­trag zur Rei­se­frei­zü­gig­keit sein. Das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rium für Ge­sund­heit und Pfle­ge weist al­ler­dings dar­auf hin, dass lo­ka­le Lö­sun­gen nicht das Impf­buch der WHO mit des­sen in­ter­na­tio­na­len Be­schei­ni­gun­gen über Imp­fun­gen als welt­wei­ten Stan­dard er­set­zen. [Galerie]

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