Landwirtschaftsministerin Kaniber wirbt für „grüne Berufe“
Prentl: „Ausbilden ist alternativlos“

München / Rosenheim — „Der Beruf Gärtner ist ein Be­ruf vol­ler Le­ben und die du­ale Aus­bil­dung in un­se­ren Fach­be­trie­ben bil­det ein gu­tes Fun­da­ment für das spä­te­re Be­rufs­le­ben – mit her­vor­ra­gen­den Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten“, re­sü­miert Land­wirt­schafts­mi­nis­te­rin Michaela Kaniber beim Be­such der Maximilian und Christian Prentl Gar­ten­bau GbR in Rosenheim. Der Gar­ten­bau­be­trieb bil­det seit über 40 Jah­ren Flo­ris­ten und Gärt­ner aus. Im Rah­men der bayern­wei­ten „Wo­che der Aus- und Wei­ter­bil­dung“ in­for­mier­te sich die Staats­mi­nis­te­rin bei ih­rer Be­triebs­be­sich­ti­gung über die dor­ti­ge Aus- und Wei­ter­bil­dung so­wie die Be­rufs­aus­sich­ten in der Gar­ten­bau­bran­che. Jung-Ge­sel­lin Agnes Huber und Aus­zu­bil­den­de Eva Sanftl ver­an­schau­lich­ten ihr, wie Bal­kon­blu­men fach­män­nisch ge­topft und für die kom­men­de Beet- und Bal­kon­sai­son kul­ti­viert werden.

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BUND Naturschutz befragt Abgeordnete zur Agrarpolitik
Ludwig soll sich erklären

Berlin / Rosenheim — Die Ab­ge­ord­ne­ten im Eu­ro­päi­schen Par­la­ment und im Deut­schen Bun­des­tag ent­schei­den in den nächs­ten Mo­na­ten über die Agrar­po­li­tik in der För­der­perio­de 2023 bis 2027. Im Vor­feld be­fragt der BUND Na­tur­schutz in Bayern bis zum 31. März in ei­ner bayern­wei­ten Kam­pag­ne die Man­dats­trä­ger nach de­ren agrar­po­li­ti­schen Zie­len – und um heraus­zu­fin­den, ob die­se mit den Po­si­tio­nen des BN im Ein­klang ste­hen. Peter Kasperczyk, Vor­sit­zen­der der Kreis­grup­pe Rosenheim, hat sich an die Ro­sen­hei­mer Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Daniela Ludwig ge­wandt, um die Chan­cen für den Er­halt bäuer­li­cher Be­trie­be und der Ar­ten­viel­falt im Land­kreis Rosenheim zu ermessen.

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Corona-Krise: „Harter Lockdown“ gegen „Sorglosigkeit“
Söder: „Wir müssen die Notbremse ziehen“

🦠 Berlin / München — Be­triebs­schlie­ßun­gen, Kon­takt- und Aus­gangs­be­schrän­kun­gen, Dis­tanz­un­ter­richt: Kurz vor Weih­nach­ten soll bun­des­weit ein „har­ter Lockdown“ be­wir­ken, was der seit dem 2. No­vem­ber gel­ten­de „Wel­len­bre­cher-Lockdown“, der „Lockdown light“, nicht ver­moch­te – die ra­san­te Aus­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus’ (SARS-CoV‑2) ver­hin­dern. „Die La­ge ist so ernst wie sie noch nie war in die­ser Pandemie“, warnt der Prä­si­dent des Robert Koch-Instituts (RKI), Prof. Dr. Lothar Wieler. In Deutsch­land sei­en in­zwi­schen 325.000 Men­schen mit SARS-CoV‑2 in­fi­ziert und 80-Jäh­ri­ge hät­ten ein ho­hes Ri­si­ko für schwe­re und töd­li­che Krank­heits­ver­läu­fe. Wieler zu­fol­ge ist dies das „Er­geb­nis von Sorg­lo­sig­keit ei­ni­ger Men­schen“. Bayern hat be­reits am 9. De­zem­ber den Ka­tas­tro­phen­fall aus­ge­ru­fen. Nun gel­ten wei­te­re Ein­schrän­kun­gen, et­wa ei­ne nächt­li­che Aus­gangs­sper­re. Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Markus Söder be­tont: „Wir müs­sen die Not­brem­se zie­hen.“ Denn: „Al­le 17 Mi­nu­ten stirbt in Bayern ein Mensch.“ [Galerie]

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EuGH erteilt anlassloser Massenüberwachung Absage
Leutheusser-Schnarrenberger: „Sargnagel für den Zombie Vorratsdatenspeicherung“

🛰 Luxemburg / Berlin / München — Po­li­zei­be­am­te und In­nen­po­li­ti­ker mur­ren, Bür­ger­recht­ler und Di­gi­tal­po­li­ti­ker froh­lo­cken: Das flä­chen­de­cken­de und an­lass­lo­se Spei­chern von Te­le­kom­mu­ni­ka­tions­ver­kehrs­da­ten bleibt laut Ur­teil des Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hofs (EuGH) un­zu­läs­sig. Aus­nah­men sind al­ler­dings mög­lich: zur Be­kämp­fung schwe­rer Kri­mi­na­li­tät oder zur Ab­wehr ei­ner Be­dro­hung der na­tio­na­len Si­cher­heit. „Goodbye Vor­rats­da­ten­spei­che­rung“, freut sich die ehe­ma­li­ge Bun­des­mi­nis­te­rin der Jus­tiz und stell­ver­tre­ten­de Vor­stands­vor­sit­zen­de der Frie­drich-Nau­mann-Stif­tung, Sa­bi­ne Leut­heus­ser-Schnar­ren­ber­ger. Dem­ge­gen­über ap­pel­liert Bayerns In­nen­mi­nis­ter Jo­achim Herr­mann an den Bund: „Wir müs­sen al­le Spiel­räu­me schnellst­mög­lich nut­zen. Ge­ra­de die Spei­che­rung von IP-Adres­sen muss ent­spre­chend der jet­zi­gen Vor­ga­ben des EuGH aus­ge­schöpft werden.“

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Mobile Raumluftreiniger sollen Virenlast in Schulen verringern
„AHA“-Regel wird zur „AHA‑L“-Maßgabe

🦠 Berlin / München — Ab­stand­hal­ten, Hy­gie­ne­maß­nah­men, All­tags­mas­ken und Lüf­tun­gen sol­len die­sen Herbst und Win­ter die Aus­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus (SARS-CoV‑2) ver­rin­gern. Neue COVID-19-Fäl­le, re­gio­nal schlag­zei­len­träch­ti­ge Quarantäne-Maß­nah­men und die be­vor­ste­hen­den Herbst­fe­rien rü­cken die Schu­len in den Mit­tel­punkt die­ser „AHA‑L“-Maß­ga­be. So for­dert Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Anja Karliczek er­höh­te An­stren­gun­gen, um den Schul­be­trieb si­cher­zu­stel­len: Al­le Be­tei­lig­ten soll­ten sich beim Prä­senz­un­ter­richt in Klas­sen­räu­men dis­zi­pli­niert ver­hal­ten. Zu­gleich un­ter­stützt das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rium für Un­ter­richt und Kul­tus (StMUK) die Trä­ger der Schu­len mit ei­nem Ge­samt­vo­lu­men von 37 Mil­lio­nen Eu­ro bei der Um­set­zung tech­ni­scher Maß­nah­men zum „in­fek­tions­schutz­ge­rech­ten Lüf­ten“. Be­trof­fen im Frei­staat: cir­ca 86.000 Klas­sen- und Fach­räu­me so­wie Leh­rer­zim­mer in rund 6.000 Schu­len. [Galerie]

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Bayern geologisch für Endlager radioaktiver Abfälle geeignet
Ludwig: „Bei uns nicht denkbar“

München / Rosenheim / Mühldorf a.Inn — Fast Zwei­drit­tel der Flä­che Bayerns eig­net sich geo­lo­gisch zum End­la­gern hoch­ra­dio­ak­ti­ver Ab­fäl­le für ei­ne Mil­lion Jah­re. Das be­sagt der Zwi­schen­be­richt der für das Such­ver­fah­ren zu­stän­di­gen Bun­des­ge­sell­schaft für End­la­ge­rung (BGE). Da­nach kom­men im Frei­staat sie­ben so­ge­nann­te Teil­ge­bie­te in Fra­ge, län­der­über­grei­fend ins­ge­samt 76 Land­krei­se mit ei­ner Flä­che von fast 42.000 Qua­drat­ki­lo­me­tern. In Süd­ost­ober­bayern eig­ne­ten sich die Land­krei­se Altötting, Mühldorf am Inn, Rosenheim und Traunstein für ein End­la­ger. Die Stand­ort­ent­schei­dung soll im Jahr 2031 fal­len, das End­la­ger 2050 in Be­trieb ge­hen. Doch schon die Ver­öf­fent­li­chung des Zwi­schen­be­richts und die Heraus­nah­me des Salz­stocks Gorleben we­gen geo­lo­gi­scher Män­gel ru­fen im Frei­staat Kri­tik hervor.

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Bürgerinitiative verlangt Stopp des A8-Ausbaus
Ludwig fordert besseren Lärmschutz

Bernau a.Chiemsee — Der Aus­bau der Au­to­bahn A 8 steht in der Kri­tik. Die Ro­sen­hei­mer CSU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Daniela Ludwig for­dert ei­nen bes­se­ren Lärm­schutz für den Bern­auer Orts­teil Höt­zing, der rund 20 Me­ter von der A 8 ent­fernt zwi­schen Achen­müh­le und dem Bern­auer Berg liegt. In ei­nem Brief an Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Andreas Scheuer (CSU) ver­weist Ludwig auf die mas­si­ve Be­las­tung der Bür­ger. Wei­ter geht in­des die „Bür­ger-Ini­tia­ti­ve ge­gen A8“ mit der ePe­ti­tion „Stoppt das A8-Mons­ter! Kei­ne Zer­stö­rung des Chiem­gaus!“: Sie for­dert gleich den Stopp des 6+2‑strei­fi­gen A 8‑Aus­baus. Viel­mehr soll­te „die drin­gend not­wen­di­ge Mo­bi­li­täts­wen­de“ fi­nan­ziert wer­den. Ähn­lich ar­gu­men­tie­ren zwei Land­tags­ab­ge­ord­ne­te von Bünd­nis 90/DIE GRÜNEN.

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Bundesrat will Geräuschbelästigung drastisch verringern
Biker protestieren gegen Fahrverbote

München — Biker-Protest in München: Rund 10.000 Mo­tor­rad­fah­rer de­mon­strie­ren mit ei­nem Kor­so auf dem Mitt­le­ren Ring. Trotz De­mon­stra­tions­ver­bots zeigt die mo­to­ri­sier­te Zwei­rad­ge­mein­de fried­lich ih­re Ab­leh­nung der Ent­schlie­ßung des Bun­des­ra­tes „zur wirk­sa­men Min­de­rung und Kon­trol­le von Mo­tor­rad­lärm“. Pro­tes­tiert wird auch in an­de­ren Groß­städ­ten. Denn geht es nach der Län­der­kam­mer, sol­len für Biker über­all zeit­lich be­schränk­te Fahr­ver­bo­te an Sonn- und Feier­ta­gen gel­ten kön­nen. Und die Ent­schlie­ßung vom 15. Mai sieht noch mehr vor: et­wa „den Um­stieg auf nach­hal­ti­ge und lärm­ar­me Mo­bi­li­tät in Form von lärm­ar­men Mo­tor­rä­dern mit al­ter­na­ti­ven An­triebs­tech­ni­ken wie den Elek­tro­an­trieb“. Da­ge­gen wächst der Wi­der­stand. So wen­det sich die On­line-Pe­ti­tion „Kei­ne Fahr­ver­bo­te für Mo­tor­rä­der an Sonn- und Feier­ta­gen“ ge­gen Ver­all­ge­mei­ne­rung und Ein­sei­tig­keit. Rund 200.000 Un­ter­stüt­zer hat sie. Nun be­geh­ren auch pro­mi­nen­te baye­ri­sche Lan­des- und Bun­des­po­li­ti­ker auf.

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Konjunkturpaket gegen die Folgen des Lockdowns
Scholz: „Mit Wumms aus der Krise“

🦠 Berlin — „Wir wol­len mit Wumms aus der Krise kom­men“, be­tont Vi­ze­kanz­ler und Fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (SPD). „Grund­stein“ da­für ist laut Bun­des­kanz­le­rin Dr. Angela Merkel (CDU) das 130 Mil­liar­den Eu­ro schwe­re Kon­junk­tur- und Wachs­tums­pa­ket der schwarz-ro­­ten Bun­des­re­gie­rung. Die his­to­risch gro­ße Staats­aus­ga­be be­zweckt, aus dem schwers­ten Wirt­schafts­ein­bruch der Ge­schich­te der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land heraus­zu­kom­men, in­dem der vom Lockdown aus­ge­brems­ten Wirt­schaft wie­der auf die Bei­ne ge­hol­fen und der Kon­sum der Bür­ger an­ge­regt wird. Kern­maß­nah­men der Gro­ßen Koa­li­tion in der Corona-Krise: vorüber­ge­hen­de Ab­sen­kung der Mehr­wert­steuer, Ent­las­tun­gen für Fa­mi­lien, Fi­nanz­sprit­zen für Kom­mu­nen zur Kom­pen­sa­tion der Aus­fäl­le bei den Ge­wer­be­steuer­ein­nah­men, „Über­brü­ckungs­hil­fen“ für Mit­tel­ständ­ler und So­lo­selbst­stän­di­ge so­wie hö­he­re Kauf­prä­mien für kli­­ma- und um­welt­freund­li­che Elek­tro­fahr­zeu­ge. Die Ar­beits­ge­mein­schaft Mit­tel­stand be­wer­tet das Kon­junk­tur­pa­ket als „wert­vol­les Sig­nal zur rich­ti­gen Zeit, um die Fol­gen der Corona-Krise wei­ter ab­zu­fe­dern und auch ein gu­tes Stück aus ihr heraus­zu­füh­ren“. Doch es gibt auch kri­ti­sche Stimmen.

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Novelle der Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung
Scheuer: „Verhältnismäßigkeit wiederherstellen“

Berlin — Kaum in Kraft, steht die no­vel­lier­te Stra­ßen­ver­kehrs-Ord­nung auf der Kip­pe: In­fol­ge har­scher Kri­tik will Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Andreas Scheuer die StVO auf den Prüf­stand stel­len, bit­tet den Bun­des­rat um ei­ne Nach­bes­se­rung. Die StVO sieht in der seit dem 28. April gel­ten­den Fas­sung un­ter an­de­rem här­te­re Stra­fen vor – für das Durch­fah­ren der Ret­tungs­gas­se, für das Hal­ten in zwei­ter Rei­he und für Tem­po­ver­stö­ße, bei de­nen schnel­ler als bis­her Fahr­ver­bo­te aus­ge­spro­chen wer­den. Da nun ei­ner­seits die neue StVO in Kraft ist, an­de­rer­seits vom Bun­des­mi­nis­ter in Fra­ge ge­stellt wird, for­dert der ADAC Klar­heit: „Das führt zu ei­ner gro­ßen Ver­wir­rung bei Au­to­fah­rern und Be­hör­den“, sagt ADAC-Ver­kehrs­prä­si­dent Gerhard Hille­brand. Sonst könn­te ei­ne Flut von Ein­sprü­chen folgen.

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