Silvesterfeuerwerk in der Kritik
Schwaller: „Lieber Sektkorken knallen lassen“

Rosenheim/Wasserburg/Mühldorf — Kei­ne Sil­ves­ter­knal­ler, kei­ne Feuer­werks­ra­ke­ten zur Be­grü­ßung des Neuen Jah­res: Das Sil­ves­ter­feuer­werk soll der Ver­gan­gen­heit an­ge­hö­ren – Mensch, Tier und Um­welt zu­lie­be. Doch in den süd­ost­ober­baye­ri­schen Städ­ten und Märk­ten ist das Sil­ves­ter­feuer­werk im Rah­men des Spreng­stoff­ge­set­zes wei­ter­hin fast über­all er­laubt, wird nur teil­wei­se ein­ge­schränkt oder in­fra­ge ge­stellt. So hat der Markt Neu­beuern 2018 ein Ver­bot an­ge­ord­net, die kreis­freie Stadt Ro­sen­heim heu­er das Ab­bren­nen von Feuer­werks­kör­pern in be­stimm­ten In­nen­stadt­be­rei­chen ver­bo­ten, die Kreis­stadt Mühl­dorf am Inn ein Feuer­werks­ver­bot kom­men­des Jahr auf der Agen­da und Bad Aib­ling ei­nen Ap­pell lan­ciert, lie­ber Sekt­kor­ken statt Böl­ler knal­len zu las­sen. [Galerie]

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Rosenheim soll Klimaschutzinitiative erhalten
März: „Wir haben keinen Klimanotstand“

Rosenheim — Ro­sen­heim ruft nicht den „Kli­ma­not­stand“ aus. Ein ent­spre­chen­des An­sin­nen der Stadt­rats­frak­tion von Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN hat der Haupt- und Fi­nanz­aus­schuss un­ter Lei­tung von Ober­bür­ger­meis­te­rin Gabriele Bauer (CSU) ver­wor­fen. Statt­des­sen star­tet die Stadt ei­ne „Kli­ma­schutz­ini­tia­ti­ve“: Zu Be­ginn der nächs­ten Le­gis­la­tur­perio­de soll das Um­welt- und Grün­flä­chen­amt dem Stadt­rat ein kon­kre­tes Hand­lungs­kon­zept vor­le­gen, das den Fol­gen des Kli­ma­wan­dels Rech­nung trägt und „kei­ne Pa­nik ver­brei­tet“, wie es CSU-Stadt­rat und Ober­bür­ger­meis­ter­kan­di­dat Andreas März for­mu­liert. Da Kern­for­de­run­gen der Bünd­nis­grü­nen ein­flös­sen, stimm­ten sie der Ak­zent­ver­schie­bung nach re­ger De­bat­te zu. Die „… for future“-Orts­grup­pen Ro­sen­heim se­hen da­ge­gen das „Nicht-Er­geb­nis“ mit „Be­stür­zung, Fas­sungs­lo­sig­keit, aber auch mit ei­ner ge­hö­ri­gen Wut im Bauch“.

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Abfallentsorgung im Landkreis Mühldorf am Inn
Tonnenweise wilde Müllablagerungen

Mühldorf am Inn — Im Land­kreis Mühl­dorf am Inn wer­den jähr­lich rund 37 Ton­nen Ab­fall un­zu­läs­sig ent­sorgt. Für die Rei­ni­gung der wil­den Müll­ab­la­ge­run­gen in Wald, Flur und den 139 Sam­mel­stel­len gibt der Land­kreis je­des Jahr et­wa 110.000 Eu­ro aus. Rund 40 Ord­nungs­wi­drig­keits­ver­fah­ren lei­tet die kom­mu­na­le Ab­fall­wirt­schaft im Land­rats­amt Mühl­dorf jähr­lich ein. Da­bei ist die Ab­fall­ent­sor­gung im Land­kreis ge­nau ge­re­gelt. Die In­for­ma­tion ist kos­ten­frei off­line und on­line ab­ruf­bar, Nach­rich­ten und Ter­mi­ne wer­den bei­spiels­wei­se per „Ab­fall­news­let­ter“ oder über WhatsApp mit­ge­teilt.

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Radentscheid fordert „fahrradfreundliches Rosenheim“
Initiatoren wollen „überall sicheres und stressfreies Radeln“

Rosenheim — Ro­sen­heims In­nen­stadt soll für al­le Ver­kehrs­teil­neh­mer „at­trak­ti­ver, nach­hal­ti­ger, si­che­rer und ge­sün­der“ wer­den. Um die­ser For­de­rung Nach­druck zu ver­lei­hen, sam­melt die Ini­tia­ti­ve „Rad­ent­scheid“ seit dem 5. Ok­to­ber Un­ter­schrif­ten für ein Bür­ger­be­geh­ren. Ge­for­dert wer­den un­ter an­de­rem hö­he­re Si­cher­heit auf Rad­we­gen, bes­se­re Qua­li­tät der In­fra­struk­tur, mehr Ab­stell­an­la­gen und ein „Fahr­rad­bei­rat“. Ähn­li­che Ini­tia­ti­ven sind aus Bam­berg, Bay­reuth, Mün­chen, Nürn­berg, Re­gens­burg und Würz­burg be­kannt. In Ro­sen­heim müs­sen rund 2.700 voll­jäh­ri­ge EU-Bür­ger, die seit min­des­tens zwei Mo­na­ten mit Erst­wohn­sitz in der kreis­freien Stadt le­ben, die Ini­tia­ti­ve un­ter­stüt­zen. Ak­qui­riert sind nach vier Wo­chen über 2.000 Un­ter­schrif­ten. Mo­bi­li­siert wird an 50 Sam­mel­stel­len im ge­sam­ten Stadt­ge­biet so­wie mit­tels Stamm­tisch, In­fo­stän­den und De­mon­stra­tio­nen.

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Freie Fahrt zwischen München und Mühldorf auf der A 94
Scheuer: „Riesen-Lücke ist geschlossen“

Dorfen — Be­für­wor­ter wie Geg­ner hal­ten den A 94-Lü­cken­schluss zwi­schen Pas­tet­ten im Land­kreis Er­ding und Hel­den­stein im Land­kreis Mühl­dorf am Inn glei­cher­ma­ßen für ei­ne Zä­sur – al­ler­dings aus un­ter­schied­li­chen Grün­den: Die ei­nen be­für­wor­ten die Ver­kehrs­in­fra­struk­tur­maß­nah­me als not­wen­di­ges Mit­tel zur Ent­las­tung der Bun­des­stra­ße 12 und zur wirt­schaft­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung der ge­sam­ten süd­baye­ri­schen Re­gion, die an­de­ren leh­nen die Isen­tal­au­to­bahn ab als Hei­mat­ver­lust, Na­tur­zer­stö­rung, Kli­ma­schä­di­gung und Steuer­geld­ver­schwen­dung. Seit An­fang Ok­to­ber ist der 33 Ki­lo­me­ter lan­ge, vier­strei­fi­ge Au­to­bahn­ab­schnitt be­fahr­bar. Die A 94 wird zur kür­zes­ten Fern­stra­ße zwi­schen Mün­chen und der Grenz­re­gion Pas­sau und ver­bes­sert die Ver­bin­dung nach Ös­ter­reich und Süd­ost­eu­ro­pa. [Galerie]

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Infomärkte zum Brenner-Nordzulauf gut besucht
Ludwig: „Informationsbedarf sehr groß“

Rosenheim — „Wir konn­ten Un­si­cher­hei­ten und Ängs­te ab­bauen“, re­sü­miert DB-Pro­jekt­lei­ter Torsten Gruber: Rund 4000 Bür­ger ha­ben seit An­fang Ju­li an den 16 „In­fo­märk­ten“ der Deut­schen Bahn (DB) und der Ös­ter­rei­chi­schen Bun­des­bah­nen (ÖBB) zur re­du­zier­ten Aus­wahl an Grob­tras­sen für den Bren­ner-Nord­zu­lauf teil­ge­nom­men. In aus­ge­wähl­ten Ge­mein­den des Pro­jekt­rau­mes vom süd­li­chen Inn­tal bis zum nörd­li­chen Ro­sen­heim ver­an­schau­lich­ten Bahn­mit­ar­bei­ter und Pro­jekt­pla­ner in vier­stün­di­gen Abend­ver­an­stal­tun­gen den Stand des Pro­jek­tes. In den nächs­ten 18 Mo­na­ten will die Bahn aus der Grob­tras­sen­pla­nung in die De­tail­pla­nung über­ge­hen. Die Ro­sen­hei­mer CSU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­che­rin der CDU/CSU-Bun­des­tags­frak­tion Daniela Ludwig warnt al­ler­dings vor „über­eil­ten Be­schlüs­sen“ zu­guns­ten ei­ner be­stimm­ten Neu­bau­tras­se und for­dert ei­ne „weit­rei­chen­de Un­ter­tun­ne­lung“ der Ge­mein­den nörd­lich der kreis­freien Stadt.

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Badestelle für Bad Endorf weiterhin ungewiss
Freundorfer: „Wir sind verärgert“

Bad Endorf — Ver­är­gert und ent­täuscht zei­gen sich die rund 177 Mit­glie­der des „För­der­ver­eins Bad En­dor­fer Moor­bad e. V.“: Trotz po­si­ti­ven Bür­ger­ent­scheids im Jahr 2017 wer­de der Bür­ger­wil­le nicht um­ge­setzt, in der knapp 8400 Ein­woh­ner zäh­len­den Markt­ge­mein­de ein Na­tur­bad am Stand­ort „Moor­bad“ zu er­rich­ten. Durch „Hin­hal­te­tak­tik“ sei in­zwi­schen so­gar die Ver­bind­lich­keit des Bür­ger­ent­scheids ab­ge­lau­fen. Doch der För­der­ver­ein will nicht klein bei­ge­ben, be­steht wei­ter auf den Um­bau des Moor­ba­des in ein Na­tur­bad und den Be­trieb oh­ne Ba­de­meis­ter. Die Markt­ge­mein­de soll nun Far­be be­ken­nen, ob das Moor­bad nur still­ge­legt wur­de oder tat­säch­lich ge­schlos­sen ist.

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Zwischenschritt im Verkehrsgroßprojekt Brenner-Nordzulauf
Zwiespältiges Echo auf Trassen-Pläne

Rosenheim — Die Deut­sche Bahn hat ei­ne re­du­zier­te Aus­wahl an Grob­tras­sen zum Bren­ner-Nord­zu­lauf vor­ge­stellt. Von rund 110 al­ter­na­ti­ven Ver­läu­fen sind fünf ver­blie­ben, die sich mit ho­hen Tun­nel­an­tei­len auf zwei gro­be Stre­cken west­lich und öst­lich von Ro­sen­heim kon­zen­trie­ren. Da­zu er­klär­ten uni­so­no Bahn, Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Andreas Scheuer (CSU), der baye­ri­sche Ver­kehrs­mi­nis­ter Dr. Hans Reichhart (CSU) und Ro­sen­heims Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Daniela Ludwig (CSU), ein Aus­bau der Be­stands­stre­cke Kuf­stein/Ro­sen­heim/Mün­chen sei kei­ne Al­ter­na­ti­ve zum Tras­sen­neu­bau. Das Echo der Be­trof­fe­nen ist zwie­späl­tig: Er­leich­te­rung bei je­nen, de­nen er­höh­ter Lärm­schutz und Tun­nel in Aus­sicht ge­stellt wer­den, Ent­täu­schung bei je­nen, die wei­ter auf die al­lei­ni­ge Er­tüch­ti­gung der Be­stands­stre­cke set­zen. Eine „In­fo-Tour“ der Bahn soll bis An­fang Au­gust mit 16 Aus­stel­lun­gen die Grob­tras­sen im Land­kreis Ro­sen­heim er­läu­tern. [Galerie]

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Gewerbe statt Forst in Waldkraiburg
Widerstand gegen Rodung wächst

Waldkraiburg — Ei­ne fast zwei Hek­tar gro­ße Wald­flä­che im Wald­krai­bur­ger Ge­wer­be­ge­biet nörd­lich der Daim­ler­stra­ße soll nach dem Wil­len des Stadt­ra­tes in ei­ne Ge­wer­be­flä­che um­ge­wan­delt wer­den. Noch trennt der Wald die Wohn­be­bauung vom be­ste­hen­den Ge­wer­be- und In­dus­trie­ge­biet. Doch des­sen Ro­dung wird den Ab­stand zwi­schen An­woh­nern und Ge­wer­be­trei­ben­den deut­lich ver­rin­gern. Ein Teil der Flä­che ist zu­dem für ein er­for­der­li­ches Schalt­haus der Stadt­wer­ke vor­ge­se­hen, um die Strom­ver­sor­gung der Be­trie­be im Ge­wer­be- und In­dus­trie­ge­biet si­cher­zu­stel­len. An­lie­ger und der „BUND Na­tur­schutz in Bayern e. V. (BN)“ leis­ten je­doch Wi­der­stand ge­gen die Ab­hol­zung, ei­ni­ge Stadt­rä­te ver­wei­gern dem Vor­ha­ben ih­re Zu­stim­mung.

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Stadtradeln 2019
Piraten radeln für Nahmobilität in Rosenheim

Rosenheim — Die Ro­sen­hei­mer PIRATEN ver­bin­den die sieb­te Teil­nah­me am „Stadt­ra­deln“ mit ih­rem En­ga­ge­ment für ei­ne star­ke Nah­mo­bi­li­tät. Der Land­kreis Ro­sen­heim be­tei­ligt sich vom 23. Ju­ni bis zum 13. Ju­li am deutsch­land­wei­ten Wett­be­werb des „Kli­ma-Bünd­nis­ses“, dem größ­ten kom­mu­na­len Netz­werk zum Kli­ma­schutz, die kreis­freie Stadt Ro­sen­heim vom 6. Ju­li bis zum 26. Ju­li. Je­weils drei Wo­chen lang wol­len die po­li­ti­schen Frei­beu­ter aus Stadt und Land­kreis Ro­sen­heim mit wei­te­ren Mit­strei­tern en­ga­giert in die Pe­da­le tre­ten und mög­lichst vie­le Rad­ki­lo­me­ter be­ruf­lich und pri­vat für den Kli­ma­schutz sam­meln. Die An­mel­dung für das of­fe­ne Team „Radl-PIRATEN Ro­sen­heim“ ist nun mög­lich.

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