Infomärkte zum Brenner-Nordzulauf gut besucht
Ludwig: „Informationsbedarf sehr groß“

Ro­sen­heim — „Wir konn­ten Un­si­cher­hei­ten und Ängs­te ab­bauen“, re­sü­miert DB-Pro­jekt­lei­ter Torsten Gruber: Rund 4000 Bür­ger ha­ben seit An­fang Ju­li an den 16 „In­fo­märk­ten“ der Deut­schen Bahn (DB) und der Ös­ter­rei­chi­schen Bun­des­bah­nen (ÖBB) zur re­du­zier­ten Aus­wahl an Grob­tras­sen für den Bren­ner-Nord­zu­lauf teil­ge­nom­men. In aus­ge­wähl­ten Ge­mein­den des Pro­jekt­rau­mes vom süd­li­chen Inn­tal bis zum nörd­li­chen Ro­sen­heim ver­an­schau­lich­ten Bahn­mit­ar­bei­ter und Pro­jekt­pla­ner in vier­stün­di­gen Abend­ver­an­stal­tun­gen den Stand des Pro­jek­tes. In den nächs­ten 18 Mo­na­ten will die Bahn aus der Grob­tras­sen­pla­nung in die De­tail­pla­nung über­ge­hen. Die Ro­sen­hei­mer CSU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­che­rin der CDU/CSU-Bun­des­tags­frak­tion Daniela Ludwig warnt al­ler­dings vor „über­eil­ten Be­schlüs­sen“ zu­guns­ten ei­ner be­stimm­ten Neu­bau­tras­se und for­dert ei­ne „weit­rei­chen­de Un­ter­tun­ne­lung“ der Ge­mein­den nörd­lich der kreis­freien Stadt.

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Zwischenschritt im Verkehrsgroßprojekt Brenner-Nordzulauf
Zwiespältiges Echo auf Trassen-Pläne

Ro­sen­heim — Die Deut­sche Bahn hat ei­ne re­du­zier­te Aus­wahl an Grob­tras­sen zum Bren­ner-Nord­zu­lauf vor­ge­stellt. Von rund 110 al­ter­na­ti­ven Ver­läu­fen sind fünf ver­blie­ben, die sich mit ho­hen Tun­nel­an­tei­len auf zwei gro­be Stre­cken west­lich und öst­lich von Ro­sen­heim kon­zen­trie­ren. Da­zu er­klär­ten uni­so­no Bahn, Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Andreas Scheuer (CSU), der baye­ri­sche Ver­kehrs­mi­nis­ter Dr. Hans Reichhart (CSU) und Ro­sen­heims Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Daniela Ludwig (CSU), ein Aus­bau der Be­stands­stre­cke Kuf­stein/Ro­sen­heim/Mün­chen sei kei­ne Al­ter­na­ti­ve zum Tras­sen­neu­bau. Das Echo der Be­trof­fe­nen ist zwie­späl­tig: Er­leich­te­rung bei je­nen, de­nen er­höh­ter Lärm­schutz und Tun­nel in Aus­sicht ge­stellt wer­den, Ent­täu­schung bei je­nen, die wei­ter auf die al­lei­ni­ge Er­tüch­ti­gung der Be­stands­stre­cke set­zen. Eine „In­fo-Tour“ der Bahn soll bis An­fang Au­gust mit 16 Aus­stel­lun­gen die Grob­tras­sen im Land­kreis Ro­sen­heim er­läu­tern.

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Gewerbe statt Forst in Waldkraiburg
Widerstand gegen Rodung wächst

Wald­krai­burg — Ei­ne fast zwei Hek­tar gro­ße Wald­flä­che im Wald­krai­bur­ger Ge­wer­be­ge­biet nörd­lich der Daim­ler­stra­ße soll nach dem Wil­len des Stadt­ra­tes in ei­ne Ge­wer­be­flä­che um­ge­wan­delt wer­den. Noch trennt der Wald die Wohn­be­bauung vom be­ste­hen­den Ge­wer­be- und In­dus­trie­ge­biet. Doch des­sen Ro­dung wird den Ab­stand zwi­schen An­woh­nern und Ge­wer­be­trei­ben­den deut­lich ver­rin­gern. Ein Teil der Flä­che ist zu­dem für ein er­for­der­li­ches Schalt­haus der Stadt­wer­ke vor­ge­se­hen, um die Strom­ver­sor­gung der Be­trie­be im Ge­wer­be- und In­dus­trie­ge­biet si­cher­zu­stel­len. An­lie­ger und der „Bund Na­tur­schutz“ leis­ten je­doch Wi­der­stand ge­gen die Ab­hol­zung, ei­ni­ge Stadt­rä­te ver­wei­gern dem Vor­ha­ben ih­re Zu­stim­mung.

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Stadtradeln 2019
Piraten radeln für Nahmobilität in Rosenheim

Ro­sen­heim — Die Ro­sen­hei­mer PIRATEN ver­bin­den die sieb­te Teil­nah­me am „Stadt­ra­deln“ mit ih­rem En­ga­ge­ment für ei­ne star­ke Nah­mo­bi­li­tät. Der Land­kreis Ro­sen­heim be­tei­ligt sich vom 23. Ju­ni bis zum 13. Ju­li am deutsch­land­wei­ten Wett­be­werb des „Kli­ma-Bünd­nis­ses“, dem größ­ten kom­mu­na­len Netz­werk zum Kli­ma­schutz, die kreis­freie Stadt Ro­sen­heim vom 6. Ju­li bis zum 26. Ju­li. Je­weils drei Wo­chen lang wol­len die po­li­ti­schen Frei­beu­ter aus Stadt und Land­kreis Ro­sen­heim mit wei­te­ren Mit­strei­tern en­ga­giert in die Pe­da­le tre­ten und mög­lichst vie­le Rad­ki­lo­me­ter be­ruf­lich und pri­vat für den Kli­ma­schutz sam­meln. Die An­mel­dung für das of­fe­ne Team „Radl-PIRATEN Ro­sen­heim“ ist nun mög­lich.

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Debatte über CO2-Steuer
Was kostet der Klimaschutz?

Ber­lin — Ver­zicht für den Klimaschutz: Drei von vier Er­wach­se­nen sind be­reit, Kurz­stre­cken­flü­ge zu un­ter­las­sen, fast zwei Drit­tel wür­den „deut­lich“ we­ni­ger Fleisch es­sen, mehr als je­der Zwei­te will sein Auto in In­nen­städ­ten ste­hen­las­sen – das hat das Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut YouGov er­mit­telt. Hö­he­re Sprit­prei­se ak­zep­tiert gut je­der Vier­te, deut­lich mehr Geld für Öko­strom wür­de je­der Fünf­te be­reit­wil­lig be­zah­len. Rü­cken­wind für die Gro­ße Ko­a­li­tion aus Union und SPD, die der­zeit die Wei­chen für ei­ne Re­form der Ener­gie­prei­se stellt? De­bat­tiert wird, den Aus­stoß des kli­ma­schäd­li­chen Treib­haus­ga­ses Koh­len­di­oxid (CO₂) mit ei­nem Preis zu ver­se­hen. „Die Chan­ce, die­ses Preis­sig­nal nun in die Tat um­zu­set­zen, war noch nie so groß wie jetzt“, meint Chris­toph Schmidt, Wirt­schafts­pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät Bo­chum. Eine CO₂-Steuer wä­re zu­gleich die fis­ka­li­sche Ein­lö­sung ei­ner „Fridays for Future“-For­de­rung. Al­ler­dings ist die Steuer- und Ab­ga­ben­last in Deutsch­land schon jetzt im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich über­durch­schnitt­lich hoch. Was be­deu­tet das für die Kli­ma­schutz­po­li­tik?

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Fridays for Rosenheim-Demos ohne Schulschwänzen
„Lasst uns der Erde helfen!“

Ber­lin/Ro­sen­heim — Das „Kli­ma­ka­bi­nett“ der Bun­des­re­gie­rung hat ei­nen Fahr­plan zur Er­ar­bei­tung von Kli­ma­schutz­maß­nah­men ver­ein­bart: Bis En­de Mai sol­len die zu­stän­di­gen Bun­des­mi­nis­te­rien Vor­schlä­ge für ein Ge­samt­kon­zept bei­steuern mit dem Ziel, bis Jah­res­en­de ge­setz­li­che Re­ge­lun­gen zum Er­rei­chen der Kli­ma­schutz­zie­le 2030 auf den Weg zu brin­gen. Der­weil ge­hen bun­des­weit die Streiks un­ter dem Ban­ner „Fridays for Future“ mit aus­gie­bi­gem Schul­schwän­zen zur „Kli­ma­ret­tung“ wei­ter. Ei­ne Aus­nah­me sind die „Fridays for Ro­sen­heim“-Aware­ness-De­mon­stra­tio­nen. Dem Vor­wurf, nur den Un­ter­richt schwän­zen zu wol­len, be­geg­nen sie, in­dem ih­re Auf­zü­ge au­ßer­halb der Schul­zeit statt­fin­den. Nach den bei­den Ro­sen­hei­mer De­mon­stra­tio­nen mit hun­der­ten „Öko­be­wuss­ten“ am 15. Fe­bru­ar und 22. März be­rei­ten die jun­gen Kli­ma­be­weg­ten ih­re nächs­te Groß­de­mo pa­ral­lel zum Po­li­tik­be­trieb der Gro­ßen Ko­a­li­tion in Ber­lin vor.

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Dritter Frühjahrsputz „Rama Dama“ in Waldkraiburg
„Unsere Stadt soll sauberer werden“

Wald­krai­burg — Der Früh­jahrs­putz „Ra­ma Da­ma“ geht in Wald­krai­burg in die drit­te Run­de: Un­ter dem Mot­to „Un­se­re Stadt soll sau­be­rer wer­den“ wird am Sams­tag, 23. März, von 9.30 Uhr bis 12 Uhr wie­der groß Rei­ne ge­macht. Im letz­ten Jahr sam­mel­ten über 800 frei­wil­li­ge Hel­fer al­ler Al­ters­grup­pen rund 13 Ku­bik­me­ter Müll: Au­ßer Wert­ge­gen­stän­de fan­den sie al­te Han­dys, ei­nen Kin­der­wa­gen, Au­to­rei­fen, de­fek­te Rä­der, Alt­öl und vor al­lem je­de Men­ge Glas­fla­schen, Me­tal­le und Pa­pier­müll. Ne­ben Pri­vat­per­so­nen hal­fen 19 Ver­ei­ne, zwei Schu­len und drei Kin­der­ta­ges­stät­ten bei der fach­li­chen Ent­sor­gung des Ab­falls. Bür­ger­meis­ter Robert Pötzsch ruft al­le Bür­ger, Schu­len, In­sti­tu­tio­nen, Ver­ei­ne und Or­ga­ni­sa­tio­nen auf, sich an der 2019‍er-Auf­räum­ak­tion zu be­tei­li­gen.

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Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“
Moralisches Angebot für „Blühflächen-Paten“

Bruck­mühl — Re­kord­er­geb­nis: 1,745 Mil­lio­nen Bür­ger­in­nen und Bür­ger, mit­hin 18,4 Pro­zent der Wahl­be­rech­tig­ten in Bayern, ha­ben dem Volks­be­geh­ren „Ar­ten­viel­falt – Ret­tet die Bie­nen“ per Un­ter­schrift zum Er­folg ver­hol­fen. Der Zu­spruch ist deut­lich hö­her als bei den Volks­be­geh­ren zur Ab­schaf­fung der Stu­dien­ge­büh­ren im Frei­staat (14,3 Pro­zent im Jahr 2013) und zum Nicht­rau­cher­schutz (13,9 Pro­zent in 2009), über­steigt so­gar das bis­lang er­folg­reichs­te Volks­be­geh­ren zur Christ­li­chen Volks­schu­le (17,2 Pro­zent in 1967). Noch be­vor der Ge­setz­ent­wurf am „Run­den Tisch“ ein­ge­hend er­ör­tert wird, bie­ten bayern­weit Land­wir­te den Be­für­wor­tern des Volks­be­geh­rens Pa­ten­schaf­ten für Blüh­flä­chen an: Auf bis­her in­ten­siv ge­nutz­ten Äckern kann par­zel­len­wei­se ei­ne spe­ziel­le Blüh­mi­schung an­ge­sät wer­den – ge­gen ei­nen jähr­li­chen Kos­ten­bei­trag für die Öko-Leis­tung und für ein gu­tes Ge­wis­sen der „Blüh­flä­chen-Pa­ten“. Die Re­so­nanz ist durch­wach­sen.

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Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“
Chance oder Risiko für Landwirte?

Mün­chen — Rund 950.000 Un­ter­schrif­ten, mit­hin zehn Pro­zent der baye­ri­schen Wahl­be­rech­tig­ten, be­nö­tigt das Volks­be­geh­ren „Ar­ten­viel­falt – Ret­tet die Bie­nen“, um in den Baye­ri­schen Land­tag ein­ge­bracht wer­den zu kön­nen. Die Ein­tra­gungs­frist für das von ÖDP Bayern, Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN, „Lan­des­bund für Vo­gel­schutz e. V. (LBV)“, „BUND Na­tur­schutz in Bayern e. V. (BN)“ und 200 wei­te­ren Part­nern an­ge­streng­te Volks­be­geh­ren läuft seit dem 31. Ja­nu­ar. Über ei­ne hal­be Mil­lion Bayern ha­ben sich be­reits bis zur „Halb­zeit“ be­tei­ligt. Stimm­be­rech­tig­te kön­nen sich noch bis zum 13. Fe­bru­ar in ih­ren Rat­häu­sern und Ein­woh­ner­mel­de­äm­tern ein­tra­gen. Un­ter­des­sen nimmt die Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen Be­für­wor­tern und Kri­ti­kern an Schär­fe zu, gip­felnd in ge­gen­sei­ti­gen Vor­wür­fen, je­weils das Le­ben von Men­schen zu ge­fähr­den. Drei Kon­flikt­li­nien sind er­kenn­bar.

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Rosenheimer Rotwesten zeigen Bundesverkehrsminister Scheuer die Rote Karte
Brenner-Nordzulauf: Jetzt wird Tacheles geredet

Ro­sen­heim — Im Streit um die nörd­li­che Zu­lauf­stre­cke zum Bren­ner­ba­sis­tun­nel wer­den ne­ben mög­li­chen neu­en Stre­cken durch das Inn­tal nun die Er­tüch­ti­gung der Be­stands­stre­cke ge­prüft, der Pla­nungs­dia­log ver­bes­sert und das Ver­fah­ren be­schleu­nigt: Bis Ju­li sol­len Vor­schlä­ge für fünf Tras­sen vor­lie­gen. Dies hat Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter An­dre­as Scheuer (CSU) im Land­rats­amt Ro­sen­heim nach ei­nem vier­stün­di­gen Ge­spräch mit rund 100 Be­trof­fe­nen, da­run­ter mehr als 40 Bür­ger­meis­ter und Ver­tre­ter von 14 re­gio­na­len Bür­ger­ini­tia­ti­ven, an­ge­kün­digt. Scheuer prä­sen­tier­te zu­dem die lan­ge ge­for­der­ten Be­darfs­zah­len aus ei­ner Sze­na­rien­stu­die. Bis zum Ein­ver­neh­men scheint der Weg den­noch lang.

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