Stadtradeln 2019
Piraten radeln für Nahmobilität in Rosenheim

Ro­sen­heim — Die Ro­sen­hei­mer PIRATEN ver­bin­den die sieb­te Teil­nah­me am „Stadt­ra­deln“ mit ih­rem En­ga­ge­ment für ei­ne star­ke Nah­mo­bi­li­tät. Der Land­kreis Ro­sen­heim be­tei­ligt sich vom 23. Ju­ni bis zum 13. Ju­li am deutsch­land­wei­ten Wett­be­werb des „Kli­ma-Bünd­nis­ses“, dem größ­ten kom­mu­na­len Netz­werk zum Kli­ma­schutz, die kreis­freie Stadt Ro­sen­heim vom 6. Ju­li bis zum 26. Ju­li. Je­weils drei Wo­chen lang wol­len die po­li­ti­schen Frei­beu­ter aus Stadt und Land­kreis Ro­sen­heim mit wei­te­ren Mit­strei­tern en­ga­giert in die Pe­da­le tre­ten und mög­lichst vie­le Rad­ki­lo­me­ter be­ruf­lich und pri­vat für den Kli­ma­schutz sam­meln. Die An­mel­dung für das of­fe­ne Team „Radl-PIRATEN Ro­sen­heim“ ist nun mög­lich.

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Debatte über CO2-Steuer
Was kostet der Klimaschutz?

Ber­lin — Ver­zicht für den Klimaschutz: Drei von vier Er­wach­se­nen sind be­reit, Kurz­stre­cken­flü­ge zu un­ter­las­sen, fast zwei Drit­tel wür­den „deut­lich“ we­ni­ger Fleisch es­sen, mehr als je­der Zwei­te will sein Auto in In­nen­städ­ten ste­hen­las­sen – das hat das Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut YouGov er­mit­telt. Hö­he­re Sprit­prei­se ak­zep­tiert gut je­der Vier­te, deut­lich mehr Geld für Öko­strom wür­de je­der Fünf­te be­reit­wil­lig be­zah­len. Rü­cken­wind für die Gro­ße Ko­a­li­tion aus Union und SPD, die der­zeit die Wei­chen für ei­ne Re­form der Ener­gie­prei­se stellt? De­bat­tiert wird, den Aus­stoß des kli­ma­schäd­li­chen Treib­haus­ga­ses Koh­len­di­oxid (CO₂) mit ei­nem Preis zu ver­se­hen. „Die Chan­ce, die­ses Preis­sig­nal nun in die Tat um­zu­set­zen, war noch nie so groß wie jetzt“, meint Chris­toph Schmidt, Wirt­schafts­pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät Bo­chum. Eine CO₂-Steuer wä­re zu­gleich die fis­ka­li­sche Ein­lö­sung ei­ner „Fridays for Future“-For­de­rung. Al­ler­dings ist die Steuer- und Ab­ga­ben­last in Deutsch­land schon jetzt im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich über­durch­schnitt­lich hoch. Was be­deu­tet das für die Kli­ma­schutz­po­li­tik?

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Fridays for Rosenheim-Demos ohne Schulschwänzen
„Lasst uns der Erde helfen!“

Ber­lin/Ro­sen­heim — Das „Kli­ma­ka­bi­nett“ der Bun­des­re­gie­rung hat ei­nen Fahr­plan zur Er­ar­bei­tung von Kli­ma­schutz­maß­nah­men ver­ein­bart: Bis En­de Mai sol­len die zu­stän­di­gen Bun­des­mi­nis­te­rien Vor­schlä­ge für ein Ge­samt­kon­zept bei­steuern mit dem Ziel, bis Jah­res­en­de ge­setz­li­che Re­ge­lun­gen zum Er­rei­chen der Kli­ma­schutz­zie­le 2030 auf den Weg zu brin­gen. Der­weil ge­hen bun­des­weit die Streiks un­ter dem Ban­ner „Fridays for Future“ mit aus­gie­bi­gem Schul­schwän­zen zur „Kli­ma­ret­tung“ wei­ter. Ei­ne Aus­nah­me sind die „Fridays for Ro­sen­heim“-Aware­ness-De­mon­stra­tio­nen. Dem Vor­wurf, nur den Un­ter­richt schwän­zen zu wol­len, be­geg­nen sie, in­dem ih­re Auf­zü­ge au­ßer­halb der Schul­zeit statt­fin­den. Nach den bei­den Ro­sen­hei­mer De­mon­stra­tio­nen mit hun­der­ten „Öko­be­wuss­ten“ am 15. Fe­bru­ar und 22. März be­rei­ten die jun­gen Kli­ma­be­weg­ten ih­re nächs­te Groß­de­mo pa­ral­lel zum Po­li­tik­be­trieb der Gro­ßen Ko­a­li­tion in Ber­lin vor.

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Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“
Moralisches Angebot für „Blühflächen-Paten“

Bruck­mühl — Re­kord­er­geb­nis: 1,745 Mil­lio­nen Bür­ger­in­nen und Bür­ger, mit­hin 18,4 Pro­zent der Wahl­be­rech­tig­ten in Bayern, ha­ben dem Volks­be­geh­ren „Ar­ten­viel­falt – Ret­tet die Bie­nen“ per Un­ter­schrift zum Er­folg ver­hol­fen. Der Zu­spruch ist deut­lich hö­her als bei den Volks­be­geh­ren zur Ab­schaf­fung der Stu­dien­ge­büh­ren im Frei­staat (14,3 Pro­zent im Jahr 2013) und zum Nicht­rau­cher­schutz (13,9 Pro­zent in 2009), über­steigt so­gar das bis­lang er­folg­reichs­te Volks­be­geh­ren zur Christ­li­chen Volks­schu­le (17,2 Pro­zent in 1967). Noch be­vor der Ge­setz­ent­wurf am „Run­den Tisch“ ein­ge­hend er­ör­tert wird, bie­ten bayern­weit Land­wir­te den Be­für­wor­tern des Volks­be­geh­rens Pa­ten­schaf­ten für Blüh­flä­chen an: Auf bis­her in­ten­siv ge­nutz­ten Äckern kann par­zel­len­wei­se ei­ne spe­ziel­le Blüh­mi­schung an­ge­sät wer­den – ge­gen ei­nen jähr­li­chen Kos­ten­bei­trag für die Öko-Leis­tung und für ein gu­tes Ge­wis­sen der „Blüh­flä­chen-Pa­ten“. Die Re­so­nanz ist durch­wach­sen.

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Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“
Chance oder Risiko für Landwirte?

Mün­chen — Rund 950.000 Un­ter­schrif­ten, mit­hin zehn Pro­zent der baye­ri­schen Wahl­be­rech­tig­ten, be­nö­tigt das Volks­be­geh­ren „Ar­ten­viel­falt – Ret­tet die Bie­nen“, um in den Baye­ri­schen Land­tag ein­ge­bracht wer­den zu kön­nen. Die Ein­tra­gungs­frist für das von ÖDP Bayern, Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN, „Lan­des­bund für Vo­gel­schutz e. V. (LBV)“, „BUND Na­tur­schutz in Bayern e. V. (BN)“ und 200 wei­te­ren Part­nern an­ge­streng­te Volks­be­geh­ren läuft seit dem 31. Ja­nu­ar. Über ei­ne hal­be Mil­lion Bayern ha­ben sich be­reits bis zur „Halb­zeit“ be­tei­ligt. Stimm­be­rech­tig­te kön­nen sich noch bis zum 13. Fe­bru­ar in ih­ren Rat­häu­sern und Ein­woh­ner­mel­de­äm­tern ein­tra­gen. Un­ter­des­sen nimmt die Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen Be­für­wor­tern und Kri­ti­kern an Schär­fe zu, gip­felnd in ge­gen­sei­ti­gen Vor­wür­fen, je­weils das Le­ben von Men­schen zu ge­fähr­den. Drei Kon­flikt­li­nien sind er­kenn­bar.

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Rosenheimer Rotwesten zeigen Bundesverkehrsminister Scheuer die Rote Karte
Brenner-Nordzulauf: Jetzt wird Tacheles geredet

Ro­sen­heim — Im Streit um die nörd­li­che Zu­lauf­stre­cke zum Bren­ner­ba­sis­tun­nel wer­den ne­ben mög­li­chen neu­en Stre­cken durch das Inn­tal nun die Er­tüch­ti­gung der Be­stands­stre­cke ge­prüft, der Pla­nungs­dia­log ver­bes­sert und das Ver­fah­ren be­schleu­nigt: Bis Ju­li sol­len Vor­schlä­ge für fünf Tras­sen vor­lie­gen. Dies hat Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter An­dre­as Scheuer (CSU) im Land­rats­amt Ro­sen­heim nach ei­nem vier­stün­di­gen Ge­spräch mit rund 100 Be­trof­fe­nen, da­run­ter mehr als 40 Bür­ger­meis­ter und Ver­tre­ter von 14 re­gio­na­len Bür­ger­ini­tia­ti­ven, an­ge­kün­digt. Scheuer prä­sen­tier­te zu­dem die lan­ge ge­for­der­ten Be­darfs­zah­len aus ei­ner Sze­na­rien­stu­die. Bis zum Ein­ver­neh­men scheint der Weg den­noch lang.

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Sternmarsch nach Rosenheim
Widerstand gegen Brenner-Nordzulauf wächst

Ro­sen­heim — Der Pro­test ge­gen die nörd­li­che Zu­lauf­stre­cke zum Bren­ner Ba­sis­tun­nel (BBT) ge­winnt an Schwung: 14 Bür­ger­ini­tia­ti­ven aus dem Land­kreis Ro­sen­heim pla­nen aus An­lass des Be­suchs des Bun­des­mi­nis­ters für Ver­kehr und di­gi­ta­le In­fra­struk­tur, An­dreas Scheuer (CSU), ei­nen Stern­marsch nach Ro­sen­heim. Be­glei­tet von Trak­to­ren­kon­vois steu­ern vier De­mon­stra­tions­zü­ge am Mon­tag­vor­mit­tag, 21. Ja­nu­ar, auf das Land­rats­amt zu, wo der Bun­des­mi­nis­ter auf Ein­la­dung der CSU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Da­ni­ela Lud­wig mit Land­rat Wolf­gang Ber­tha­ler und Ober­bür­ger­meis­te­rin Ga­bri­ele Bauer (bei­de CSU) so­wie den Bür­ger­meis­tern der be­trof­fe­nen Kom­mu­nen und Ver­tre­tern der Bür­ger­ini­tia­ti­ven (BI) das wei­te­re Vor­ge­hen be­spre­chen will.

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Eisenbahn-Bundesamt ordnet Erkundungsbohrung an
Schmid: „Eine reine Machtdemonstration“

Ro­sen­heim — Neu­beuern muss auf dem Ge­län­de sei­ner Klär­an­la­ge ei­ne Er­kun­dungs­boh­rung der Deut­schen Bahn dul­den, die die­se im Rah­men der Tras­sen­fin­dung zum Bren­ner-Nord­zu­lauf durch­füh­ren will. Das Ei­sen­bahn-Bun­des­amt hat den Ferien­ort im ober­baye­ri­schen Inn­tal süd­lich von Ro­sen­heim an­ge­wie­sen, die Pro­be­boh­rung auf dem Ge­mein­de­grund zur Er­he­bung geo­lo­gi­scher Da­ten zu ak­zep­tie­ren. Neu­beuern hat­te sich noch im Au­gust mit Rats­be­schluss da­ge­gen aus­ge­spro­chen. „Ei­ne rei­ne Macht­de­mon­stra­tion“ nennt Mar­tin Schmid, Zwei­ter Bür­ger­meis­ter und Spre­cher des pla­nungs­kri­ti­schen „Bür­ger­fo­rums Inn­tal“, die An­ord­nung. Bis Jah­res­en­de führt die DB im Inn­tal rund 30 Boh­run­gen durch – bis auf Neu­beuern al­le im Ein­ver­neh­men mit den Grund­ei­gen­tü­mern, wie das Un­ter­neh­men mit­teilt.

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Bachabkehr und fischbiologische Erhebung in Bruckmühl und Feldkirchen
Borloni: „Die Vermüllung unserer Gewässer ist enorm“

Ro­sen­heim — Über 500 Fo­rel­len, 200 Hech­te und 20 Äschen hat der Kreis­fi­sche­rei­ver­ein Bad Aib­ling vom durch­wat­ba­ren Trift­bach-Ka­nal im Be­reich der Markt­ge­mein­de Bruck­mühl in die Mang­fall um­ge­setzt. Für das ar­beits­auf­wen­di­ge Ab­fi­schen des zehn Ki­lo­me­ter lan­gen Stre­cken­ab­schnitts zwi­schen Bruck­mühl und Feld­kir­chen-Wes­ter­ham be­nö­tig­ten die drei Teams mit ins­ge­samt 70 er­fah­re­nen Ver­eins­mit­glie­dern rund neun Stun­den. Mo­na­te­lan­ge Vor­be­rei­ten wa­ren der et­wa 15.000 Eu­ro teu­ren Groß­ak­tion voran­ge­gan­gen. Die Ab­fi­schung ist not­wen­dig we­gen der Bach­ab­kehr al­le vier Jah­re, bei der das Was­ser ab­ge­las­sen wird, um die Bach­läu­fe zu rei­ni­gen und die Ufer in­stand zu set­zen. Der Kreis­fi­sche­rei­ver­ein führt die Fisch­ret­tung mit­tels Elek­tro­fi­sche­rei durch und er­mit­telt im Fliess­ge­wäs­ser zu­gleich die Fisch­dich­te, wel­che dem Land­rats­amt Ro­sen­heim ge­mel­det wird. Mar­co Bor­lo­ni, Vor­sit­zen­der des Kreis­fi­sche­rei­ver­eins Bad Aib­ling, ist über die ak­tuel­len Er­geb­nis­se er­staunt. Zu­gleich ap­pel­liert er an das Um­welt­be­wusst­sein je­ner, die die Ge­wäs­ser nut­zen.

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Kommerzielle Förderung von Tiefenwasser
Merches: „Ein Jahrtausendproblem“

Pol­ling/Tö­ging — In den Land­krei­sen Mühl­dorf am Inn und Alt­öt­ting lie­gen zwei Kom­mu­nen mit­ein­an­der im Clinch. Auf dem Ge­biet er­streckt sich in der Tie­fe ein gro­ßes zu­sam­men­hän­gen­des Grund­was­ser­sys­tem, bei dem sich Ent­nah­men ge­gen­sei­tig be­ein­flus­sen. In der Mühl­dor­fer Ge­mein­de Pol­ling möch­te künf­tig ein Ge­trän­ke­kon­zern Tie­fen­was­ser för­dern, ab­fül­len und als Mi­ne­ral­was­ser an Dis­coun­ter ver­kau­fen. Da­ge­gen regt sich Wi­der­stand in der Alt­öt­tin­ger Nach­bar­stadt Tö­ging am Inn, wo der Pe­gel sinkt, Brun­nen tro­cken fal­len und das na­he ge­le­ge­ne Was­ser­schutz­ge­biet durch die Au­to­bahn ge­fähr­det ist. Tö­gings Bür­ger­meis­ter Dr. To­bias Wind­horst ist des­halb strikt ge­gen ei­ne zu­sätz­li­che kom­mer­ziel­le Aus­beu­tung der re­gio­na­len Trink­was­ser­re­ser­ve. Der Alt­öt­tin­ger Na­tur­schüt­zer Ger­hard Mer­ches warnt über­dies vor ei­nem „Jahr­tau­send­pro­blem“.

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