Corona-Krise: Testpflicht an Schulen in der Kritik
Krefting: „Klassenzimmer sind keine Testzentren“

🦠 München — Disput be­stimmt die La­ge an baye­ri­schen Bil­dungs­ein­rich­tun­gen auch ei­ne Wo­che nach Ein­füh­rung der „Bundes-Notbremse“. Wäh­rend al­l­­ge­­mein- und be­rufs­bil­den­de Schu­len bun­des­weit beim Über­schrei­ten ei­ner 7‑Tage-In­zi­denz von 165 in den Dis­tanz­un­ter­richt wech­seln müs­sen, gilt dies im Frei­staat Bayern wei­ter schon ab ei­ner In­zi­denz von 100 – Ab­schluss­klas­sen und Viert­kläss­ler aus­ge­nom­men. Da­bei wächst die Kri­tik am Test­kon­zept der Staats­re­gie­rung: Nach­dem die Ar­beits­ge­mein­schaft Baye­ri­scher Leh­rer­ver­bän­de, die 60.000 Lehr­kräf­te ver­tritt, das Tes­ten in Klas­sen­zim­mern grund­sätz­lich ab­ge­lehnt hat, for­dert nun der Baye­ri­sche El­tern­ver­band in Ver­tre­tung al­ler baye­ri­schen El­tern und Kin­der ei­ne Än­de­rung des Test­ver­fah­rens an Schu­len. Sei­ne Be­grün­dung: Das der­zei­ti­ge Pro­ce­de­re äng­stigt El­tern und Kin­der we­gen der Mög­lich­keit von Ver­let­zun­gen und Kontaktallergien.

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Corona-Krise: Kundgebungen gegen „ewigen Lockdown“
Maier-Krapf: „Wir erleben krasse Ungerechtigkeit“

🦠 München / Mühldorf a.Inn — Bundes-Lockdown, har­ter Lockdown, Brücken-Lockdown – Lan­des- und Bun­des­po­li­ti­ker de­bat­tie­ren ei­ne dras­ti­sche Ver­schär­fung der be­ste­hen­den Corona-Maß­nah­men, um „die drit­te Welle“ der Ver­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus’ (SARS-CoV‑2) und sei­ner Mu­ta­tio­nen ab­zu­fla­chen. Die­ser Ta­ge de­mon­strie­ren aber auch ver­stärkt Maß­nah­men-Kri­ti­ker für die Wah­rung der Grund- und Frei­heits­rech­te. So pro­tes­tie­ren bayern­weit 15 Ini­tia­ti­ven mit Kund­ge­bun­gen und ei­ner Social Media-Kam­pag­ne un­ter dem Hashtag #Lasst­uns­oeffnen ge­gen wirt­schaft­li­che und ge­sell­schaft­li­che „Kol­la­te­ral­schä­den“. Martina Maier-Krapf, par­tei­lich un­ge­bun­de­ne Ini­tia­to­rin von „Mit­ein­an­der­aus­der­Kri­se“ in Mühldorf a.Inn, for­dert, dass die Maß­nah­men ge­eig­net, er­for­der­lich und ver­hält­nis­mä­ßig sind. Da­bei hält die IT-Pro­jekt­ma­na­ge­rin und zwei­fache Mut­ter die für Grund­schü­ler an­ge­kün­dig­te Test­pflicht für be­son­ders kritisch.

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Landwirtschaftsministerin Kaniber wirbt für „grüne Berufe“
Prentl: „Ausbilden ist alternativlos“

München / Rosenheim — „Der Beruf Gärtner ist ein Be­ruf vol­ler Le­ben und die du­ale Aus­bil­dung in un­se­ren Fach­be­trie­ben bil­det ein gu­tes Fun­da­ment für das spä­te­re Be­rufs­le­ben – mit her­vor­ra­gen­den Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten“, re­sü­miert Land­wirt­schafts­mi­nis­te­rin Michaela Kaniber beim Be­such der Maximilian und Christian Prentl Gar­ten­bau GbR in Rosenheim. Der Gar­ten­bau­be­trieb bil­det seit über 40 Jah­ren Flo­ris­ten und Gärt­ner aus. Im Rah­men der bayern­wei­ten „Wo­che der Aus- und Wei­ter­bil­dung“ in­for­mier­te sich die Staats­mi­nis­te­rin bei ih­rer Be­triebs­be­sich­ti­gung über die dor­ti­ge Aus- und Wei­ter­bil­dung so­wie die Be­rufs­aus­sich­ten in der Gar­ten­bau­bran­che. Jung-Ge­sel­lin Agnes Huber und Aus­zu­bil­den­de Eva Sanftl ver­an­schau­lich­ten ihr, wie Bal­kon­blu­men fach­män­nisch ge­topft und für die kom­men­de Beet- und Bal­kon­sai­son kul­ti­viert werden.

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Corona-Krise: Kindeswohl leidet
Digitale Elternabende gegen Lockdown-Blues

🦠 München / Mühldorf a.Inn — Die baye­ri­schen Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen und Grund­schu­len sind nach rund zwei­mo­na­ti­ger Schlie­ßung und Not­be­treuung zum Wech­sel­un­ter­richt zu­rück­ge­kehrt – trotz un­kla­rer In­fek­tions­la­ge durch die Mu­ta­tio­nen des neu­ar­ti­gen Coronavirus’ (SARS-CoV‑2). Die Öff­nung gilt für Land­krei­se und kreis­freie Städ­te, in de­nen die 7‑Ta­ge-In­zi­denz un­ter 100 liegt. In Re­gio­nen mit hö­he­ren Wer­ten bleibt es beim Dis­tanz­un­ter­richt. „Wir ha­ben jetzt Wech­sel­un­ter­richt, wir ha­ben ei­ne In­zi­denz-Ab­hän­gig­keit, wir ha­ben Mas­ke, wir ha­ben Test­kon­zep­te, al­so viel mehr an Si­cher­heits­fra­gen, das geht fast nicht“, be­grün­det Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Markus Söder den Lo­cke­rungs­schritt. In den letz­ten Wo­chen mehr­ten sich aber auch die Stim­men aus El­tern­schaft, Kin­der- und Ju­gend­li­chen­psy­cho­the­ra­pie, Pä­da­go­gik und Ärz­te­schaft, die das Kin­des­wohl an­mahn­ten. Der Land­kreis Mühldorf a.Inn un­ter­stützt Er­zie­hungs­be­rech­tig­te zu­dem mit di­gi­ta­len El­tern­aben­den und Experten-Chats.

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Chronologie und Zitate der Corona-Krise im Dezember 2020
„Harter Lockdown“ gegen „Schlendrian“

🦠 Berlin / München / Adelaide — Die ra­san­te Aus­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus’ (SARS-CoV‑2) mit ei­ner ho­hen An­zahl von Neu­in­fek­tio­nen und To­des­fäl­len soll durch ei­nen „har­ten Lockdown“ schnell und dras­tisch ver­rin­gert wer­den, emp­fiehlt die Na­tio­na­le Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten Leopoldina am 8. De­zem­ber. Hier­auf ver­schär­fen Bund und Län­der den seit dem 2. No­vem­ber be­ste­hen­den „Lockdown light“. Bayerns Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Markus Söder mut­maßt gar, es sei „an ei­ni­gen Stel­len ein Schlen­drian ein­ge­kehrt“. – Der „har­te Lockdown“ mit Be­triebs­schlie­ßun­gen und Aus­gangs­sper­ren soll zu­nächst bis zum 10. Ja­nu­ar 2021 gel­ten. Ge­schäf­te, die nicht der Ver­sor­gung mit Le­bens­mit­teln, Me­di­ka­men­ten und an­de­ren le­bens­not­wen­di­gen Wa­ren die­nen, wer­den ge­schlos­sen. So­zia­le Kon­tak­te sind auf ei­nen sehr eng be­grenz­ten Kreis zu re­du­zie­ren. Nach der EU-wei­­ten Zu­las­sung des ers­ten Vak­zins star­tet am 27. De­zem­ber ei­ne bun­des­wei­te Impf­kam­pag­ne. Resümee: Im De­zem­ber ist der po­li­ti­sche Dis­put um ei­ne an­ge­mes­se­ne Corona-Po­li­tik zu­nächst ge­prägt vom Streit um das Er­for­der­nis mög­lichst weit­ge­hen­der und an­hal­ten­der Ein­schrän­kun­gen, wird dann ab­ge­löst von der De­bat­te um ei­ne ge­eig­ne­te Impf-Stra­te­gie und schließ­lich über­la­gert von der Aus­ein­an­der­set­zung um „Pri­vi­le­gien“ für Ge­impf­te. In Australien wirkt in­des nach mo­na­te­lan­gen re­strik­ti­ven Maß­nah­men und stren­gem Lockdown ein neuer­li­cher Corona-Aus­bruch wie ein Rückschlag.

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Mobile Raumluftreiniger sollen Virenlast in Schulen verringern
„AHA“-Regel wird zur „AHA‑L“-Maßgabe

🦠 Berlin / München — Ab­stand­hal­ten, Hy­gie­ne­maß­nah­men, All­tags­mas­ken und Lüf­tun­gen sol­len die­sen Herbst und Win­ter die Aus­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus (SARS-CoV‑2) ver­rin­gern. Neue COVID-19-Fäl­le, re­gio­nal schlag­zei­len­träch­ti­ge Quarantäne-Maß­nah­men und die be­vor­ste­hen­den Herbst­fe­rien rü­cken die Schu­len in den Mit­tel­punkt die­ser „AHA‑L“-Maß­ga­be. So for­dert Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Anja Karliczek er­höh­te An­stren­gun­gen, um den Schul­be­trieb si­cher­zu­stel­len: Al­le Be­tei­lig­ten soll­ten sich beim Prä­senz­un­ter­richt in Klas­sen­räu­men dis­zi­pli­niert ver­hal­ten. Zu­gleich un­ter­stützt das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rium für Un­ter­richt und Kul­tus (StMUK) die Trä­ger der Schu­len mit ei­nem Ge­samt­vo­lu­men von 37 Mil­lio­nen Eu­ro bei der Um­set­zung tech­ni­scher Maß­nah­men zum „in­fek­tions­schutz­ge­rech­ten Lüf­ten“. Be­trof­fen im Frei­staat: cir­ca 86.000 Klas­sen- und Fach­räu­me so­wie Leh­rer­zim­mer in rund 6.000 Schu­len. [Galerie]

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Fachpraxen für Logopädie und Lerntherapie LOGOneum
Online-Therapie überbrückt Corona-Krise

🦠 Eggenfelden / Altötting — Eine al­ters­ge­rech­te Sprach­ent­wick­lung ist die ent­schei­den­de Voraus­set­zung für das Le­sen- und Schrei­ben­ler­nen, mit­hin für ei­ne er­folg­rei­che Bil­dungs­lauf­bahn, be­tont der Deut­sche Bun­des­ver­band für Lo­go­pä­die e. V. (dbl). Ge­ziel­te lo­go­pä­di­sche The­ra­pie kann von Sprach­ent­wick­lungs­stö­run­gen be­trof­fe­nen Kin­dern hel­fen. In Eggenfelden und Altötting bie­ten die bar­riere­freien Fach­pra­xen für Logopädie und Lerntherapie LOGOneum von In­ha­be­rin Kerstin Jaeger seit 2005 ent­spre­chen­de the­ra­peu­ti­sche Un­ter­stüt­zung. In der Corona-Krise stark nach­ge­fragt: die Online-Therapien von LOGOneum.

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DLRG befürchtet in der Corona-Krise mehr Badeunfälle
Wiese: „Riesiges Risiko-Potenzial“

🦠 München — Som­mer­ur­laub da­heim be­deu­tet für vie­le auch wäh­rend der Corona-Krise das Ba­den in hei­mi­schen Ge­wäs­sern. Ne­ben den all­ge­mei­nen Ab­stands- und Hy­gie­ne­re­geln gilt wei­ter­hin Ob­acht beim Schwim­men. Denn 2019 sind in baye­ri­schen Seen und Flüs­sen 95 Men­schen ums Le­ben ge­kom­men. Mehr als die Hälf­te von ih­nen war 65 Jah­re und äl­ter. In die­sem Som­mer rech­net die Deut­sche Le­bens-Ret­tungs-Ge­sell­schaft (DLRG) Corona-be­­dingt mit mehr Ba­de­gäs­ten und in der Fol­ge mit deut­lich mehr Ba­de­un­fäl­len und To­ten als in den Vor­jah­ren. Ein In­diz: Bis En­de Ju­ni sind in Bayern be­reits zwölf Men­schen er­trun­ken. Und der Trend setzt sich die­ser Ta­ge fort. Un­ter­des­sen will die Was­ser­wacht des Baye­ri­schen Ro­ten Kreu­zes (BRK) we­gen der Pandemie auch mit Video-Tu­to­rials Ba­de­un­fäl­le ver­hin­dern: Die Kam­pag­ne „Bayern schwimmt 2020“ soll El­tern und Kin­der für die Si­cher­heit beim Schwim­men sensibilisieren.

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Schrittweise Unterrichtsaufnahme in der Corona-Krise
Arndt: „Absolut schülerfreundlich“

🦠 Berlin / München — Die Ab­schluss­jahr­gän­ge der wei­ter­füh­ren­den und be­ruf­li­chen Schu­len sind in ih­re Klas­sen­räu­me zu­rück­ge­kehrt. Bis zum Be­ginn der Som­mer­fe­rien sol­len al­le übri­gen Schü­ler ih­re Schul­ge­bäu­de zu­min­dest ta­­ge- oder wo­chen­wei­se wie­der be­su­chen kön­nen. Vor den Fe­rien wird es aber laut Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (KMK) kei­nen re­gu­lä­ren Schul­be­trieb mehr ge­ben, da dies beim jet­zi­gen Stand der Corona-Krise nicht mög­lich sei. Ne­ben strik­ten Ab­stands­re­geln und Hy­gie­ne­vor­ga­ben zur Ver­mei­dung ei­ner In­fek­tion mit dem Coronavirus wer­de das Tra­gen von Mund-Nase-Masken frei­wil­lig sein. In­des­sen soll der Mix aus Prä­senz­un­ter­richt und „Ler­nen zu­hau­se“ aus­ge­baut so­wie di­gi­ta­les Leh­ren und Ler­nen wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Bayerns Kul­tus­mi­nis­ter Michael Piazolo sieht die lau­fen­den Prü­fungs­vor­be­rei­tun­gen als „Chan­ce, sich ziel­ge­rich­tet und in Klein­grup­pen auf das Abi­tur vor­zu­be­rei­ten“. Beim „Ler­nen zu­hau­se“ er­hiel­ten Schü­ler, die nicht selbst über ein ge­eig­ne­tes di­gi­ta­les End­ge­rät ver­füg­ten, „un­bü­ro­kra­ti­sche und schnel­le Unterstützung“.

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Pädagogen wütend über „Notmaßnahmen“ wegen Lehrermangels
Protest und Petition gegen Mehrarbeit

München — Lehrer an baye­ri­schen Grund‑, Mit­tel- und För­der­schu­len pro­tes­tie­ren ge­gen die Neu­re­ge­lung ih­rer Ar­beits­be­din­gun­gen ab dem Schul­jahr 2020/2021. An­fang Ja­nu­ar hat­te der Baye­ri­sche Staats­mi­nis­ter für Un­ter­richt und Kul­tus, Prof. Dr. Michael Piazolo (Freie Wäh­ler), ei­ne Kom­bi­na­tion aus dienst­recht­li­chen und frei­wil­li­gen Maß­nah­men zur „Si­che­rung der Un­ter­richts­ver­sor­gung“ an Grund- und Mit­tel­schu­len an­ge­ord­net. Da­nach sol­len die Pä­da­go­gen vorüber­ge­hend je­de Wo­che ei­ne Stun­de mehr ar­bei­ten, min­des­tens 24 Wo­chen­stun­den leis­ten, frü­hes­tens mit Voll­en­dung des 65. Le­bens­jah­res in den Ru­he­stand ge­hen und kei­ne „Sab­bat­jah­re“ mehr ein­le­gen dür­fen. Nach lan­des­wei­ten Pro­tes­ten der Ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft (GEW) und des Baye­ri­schen Leh­rer- und Leh­re­rin­nen­ver­ban­des (BLLV) am „Ak­tions­tag Leh­rer­man­gel: So nicht!“, hat ei­ne Pe­ti­tion auf change.org nun knapp 47.000 Un­ter­zeich­ner ge­fun­den, wel­che un­ter an­de­rem die „ver­pflich­ten­de Er­hö­hung der Wo­chen­stun­den bei gleich­zei­ti­ger De-Fac­to-Re­du­zie­rung des durch­schnitt­li­chen Stun­den­lohns“ kritisiert.

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