Bürgerinitiative verlangt Stopp des A8-Ausbaus
Ludwig fordert besseren Lärmschutz

Bernau am Chiemsee — Der Aus­bau der Au­to­bahn A 8 steht in der Kri­tik. Die Ro­sen­hei­mer CSU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Daniela Ludwig for­dert ei­nen bes­se­ren Lärm­schutz für den Bern­auer Orts­teil Höt­zing, der rund 20 Me­ter von der A 8 ent­fernt zwi­schen Achen­müh­le und dem Bern­auer Berg liegt. In ei­nem Brief an Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Andreas Scheuer (CSU) ver­weist Ludwig auf die mas­si­ve Be­las­tung der Bür­ger. Wei­ter geht in­des die „Bür­ger-Ini­tia­ti­ve ge­gen A8“ mit der ePe­ti­tion „Stoppt das A8-Mons­ter! Kei­ne Zer­stö­rung des Chiem­gaus!“: Sie for­dert gleich den Stopp des 6+2‑strei­fi­gen A 8‑Aus­baus. Viel­mehr soll­te „die drin­gend not­wen­di­ge Mo­bi­li­täts­wen­de“ fi­nan­ziert wer­den. Ähn­lich ar­gu­men­tie­ren zwei Land­tags­ab­ge­ord­ne­te von Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN.

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Neumarkt-St. Veit trotzt der Corona-Krise
Baumgartner: „Man wird erfinderisch“

Neumarkt-St. Veit — Die Kom­mu­nen be­schäf­tigt die Fra­ge nach ih­rer Be­last­bar­keit, Kri­sen­fes­tig­keit und Zu­kunfts­fä­hig­keit. In der Corona-Krise müs­sen sie sich nach den Kom­mu­nal­wah­len im Früh­jahr 2020 zu­dem im Lauf­schritt re­or­ga­ni­sie­ren: Pandemie, Lockdown und Wirt­schafts­ein­bruch ver­lan­gen zu­sätz­li­che An­stren­gun­gen zu de­ren Be­wäl­ti­gung. Die kom­mu­na­len Ver­ant­wor­tungs­trä­ger wer­den im­mer stär­ker ge­for­dert. Auch in Neu­markt-St. Veit. Fra­gen an Erwin Baumgartner, seit 2002 Ers­ter Bür­ger­meis­ter der his­to­ri­schen Stadt an der Rott im ober­baye­ri­schen Land­kreis Mühl­dorf am Inn, wel­che mit der Ge­mein­de Egglkofen die Ver­wal­tungs­ge­mein­schaft Neu­markt-St. Veit bil­det.

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Bundesrat will Geräuschbelästigung drastisch verringern
Biker protestieren gegen Fahrverbote

München — Biker-Protest in München: Rund 10.000 Mo­tor­rad­fah­rer de­mon­strie­ren mit ei­nem Kor­so auf dem Mitt­le­ren Ring. Trotz De­mon­stra­tions­ver­bots zeigt die mo­to­ri­sier­te Zwei­rad­ge­mein­de fried­lich ih­re Ab­leh­nung der Ent­schlie­ßung des Bun­des­ra­tes „zur wirk­sa­men Min­de­rung und Kon­trol­le von Mo­tor­rad­lärm“. Pro­tes­tiert wird auch in an­de­ren Groß­städ­ten. Denn geht es nach der Län­der­kam­mer, sol­len für Biker über­all zeit­lich be­schränk­te Fahr­ver­bo­te an Sonn- und Feier­ta­gen gel­ten kön­nen. Und die Ent­schlie­ßung vom 15. Mai sieht noch mehr vor: et­wa „den Um­stieg auf nach­hal­ti­ge und lärm­ar­me Mo­bi­li­tät in Form von lärm­ar­men Mo­tor­rä­dern mit al­ter­na­ti­ven An­triebs­tech­ni­ken wie den Elek­tro­an­trieb“. Da­ge­gen wächst der Wi­der­stand. So wen­det sich die On­line-Pe­ti­tion „Kei­ne Fahr­ver­bo­te für Mo­tor­rä­der an Sonn- und Feier­ta­gen“ ge­gen Ver­all­ge­mei­ne­rung und Ein­sei­tig­keit. Rund 200.000 Un­ter­stüt­zer hat sie. Nun be­geh­ren auch pro­mi­nen­te baye­ri­sche Lan­des- und Bun­des­po­li­ti­ker auf.

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Corona-Krise: Krankenhäuser benötigen Blutkonserven
BSD ruft zum Blutspenden auf

München — Je­den Tag wer­den in Bayern rund 2.000 Blut­kon­ser­ven zur Ver­sor­gung von Ver­letz­ten und Kran­ken be­nö­tigt. Doch Corona-Krise, Lockdown und Social Distancing ver­knap­pen de­ren Ver­füg­bar­keit. Der Blut­spen­de­dienst (BSD) des Baye­ri­schen Ro­ten Kreu­zes warnt nun vor Eng­päs­sen: Ein­schrän­kun­gen des Spen­de­diens­tes durch die Hy­gie­ne- und Schutz­maß­nah­men ei­ner­seits, nach­zu­ho­len­de Opera­tio­nen und Or­gan­trans­plan­ta­tio­nen an­de­rer­seits be­ein­fluss­ten die Ver­sor­gung der Kran­ken­häu­ser mit Blut. Die Pandemie be­ein­träch­ti­ge die vom BSD an­ge­bo­te­nen sta­tio­nä­ren und mo­bi­len Blut­spen­de­ter­mi­ne, füh­re „sehr kurz­fris­tig zu Ter­min­lo­kal­än­de­run­gen oder ‑ver­schie­bun­gen“. Blut­spen­der sol­len sich des­halb vor­ab über mög­li­che Än­de­run­gen in­for­mie­ren.

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Gezielte Überwachung der Szene
Auto-Poser im Visier der Polizei

Mühldorf am Inn/Rosenheim — Heu­len­de Mo­to­ren im Leer­lauf, hoch­tou­ri­ges Fah­ren, star­kes Be­schleu­ni­gen und Brem­sen: Die „Auto-Poser-Szene“ sieht die Stra­ßen nach dem Lockdown wie­der als ih­re Büh­ne. Da­bei ver­ur­sacht die als „Posing“ be­zeich­ne­te rück­sichts­lo­se Fahr­wei­se in In­nen­städ­ten zu­sätz­li­chen Lärm und ver­meid­ba­re Ab­ga­se, führt zu Ver­druss bei Pas­san­ten und An­woh­nern. Die Po­li­zei hält seit Jah­ren da­ge­gen, hat fach­lich und sach­lich auf­ge­rüs­tet und sucht, die dreis­ten Selbst­dar­stel­ler aus­zu­brem­sen: Ver­kehrs­kon­trol­len füh­ren im­mer wie­der zu Buß­gel­dern, Punk­ten in Flens­burg, Ord­nungs­wi­drig­keits­ver­fah­ren und Fahr­ver­bo­ten. Das Po­li­zei­prä­si­dium Ober­bayern Süd rät, jeg­li­che Be­hin­de­rung, Be­läs­ti­gung oder Ge­fähr­dung un­mit­tel­bar te­le­fo­nisch an die ört­lich zu­stän­di­ge Po­li­zei­in­spek­tion oder über den Not­ruf 110 zu mel­den. Selbst wenn der Aus­gang ei­nes Ein­sat­zes of­fen ist und stets der Ein­zel­fall ge­prüft wird, ist die Po­li­zei auf die Mit­hil­fe der Bür­ger an­ge­wie­sen.

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Miniwiesn-Konzepte für die Corona-Krise
Knusprige Hendl vom „Volksfest to go“

Mühldorf am Inn/Rosenheim — Die Corona-Krise setzt der Frei­zeit­bran­che in Bayern wirt­schaft­lich schwer zu: Da­mit die Ver­brei­tung des Coronavirus (SARS-CoV‑2) ver­lang­samt wird, sind bis zum 31. Au­gust al­le Groß­ver­an­stal­tun­gen un­ter­sagt, ein­schließ­lich Volks­fes­te. Be­trof­fen sind so­wohl Mas­sen­events wie das Ok­to­ber­fest in Mün­chen als auch Volks­fes­te wie das Tra­di­tions­volks­fest Mühl­dorf am Inn, das Volks­fest Wald­krai­burg, das Volks­fest Neu­markt-St. Veit, das Ro­sen­hei­mer Herbst­fest und das Früh­lings­fest in Was­ser­burg am Inn. Ver­an­stal­ter, Fest­wir­te und Schau­stel­ler fürch­ten um ih­re Exis­tenz. Wäh­rend nun den Gast­stät­ten un­ter Ein­hal­tung strik­ter Ab­stands­re­geln und Hy­gie­ne­vor­ga­ben schritt­wei­se die Wie­der­er­öff­nung ge­stat­tet ist, sol­len „Corona-ge­ei­g­­ne­­te Kon­zep­te“ den durch die Ab­sa­ge der Volks­fes­te ver­ur­sach­ten öko­no­mi­schen Scha­den ver­rin­gern: Ty­pi­sche Wiesn-Stän­de bie­ten Bier­zelt-Klas­si­ker wie knus­pri­ge Hendl, fri­sche Ste­ckerl­fi­sche und re­sche Schweins­haxn zum Mit­neh­men an und sor­gen für Volks­fest­flair. Vor­bil­der sind das „Volks­fest zum Midnehma“ in Gmund am Tegernsee und die „Drive-in-Wiesn“ in Er­ding.

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Corona-Krise beeinträchtigt Freizeitbranche
Fitnessclubs und Tanzschulen bangen um Existenz

Rosenheim/Mühldorf am Inn — „Die Fit­ness- und Ge­sund­heits­bran­che muss sich end­lich Ge­hör ver­schaf­fen, sonst wird es sie in den nächs­ten Jah­ren nicht mehr ge­ben“, warnt Thomas Viola, In­ha­ber der „X‑Fit“- und „X‑Pack“-Fit­ness­clubs. Der Un­ter­neh­mer be­treibt Stu­dios in Ro­sen­heim Stadt, Prien, Mies­bach, Trost­berg, Alt­öt­ting und Wörgl in Tirol. Er hat sich an die Bür­ger­meis­ter die­ser Kom­mu­nen mit ei­nem Ap­pell zur wei­te­ren Lo­cke­rung der Be­schrän­kun­gen ge­wandt. Die Corona-be­­din­g­­ten Schlie­ßun­gen und Kon­takt­be­schrän­kun­gen set­zen die Frei­zeit­bran­che ge­ne­rell mas­siv un­ter Druck – ins­be­son­de­re Fit­ness­clubs und Tanz­schu­len war­ten auf Er­leich­te­run­gen. De­ren Be­trei­ber ha­ben Exis­tenz­sor­gen, wer­den ner­vös, kon­sta­tiert Dr. Christoph Franke, Fach­an­walt für Ar­beits- und Ver­wal­tungs­recht. Er be­tont da­bei ih­ren Bei­trag zur „er­folg­rei­chen Be­kämp­fung der Corona-Pandemie“.

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Debatte um Freiheitsrechte in der Corona-Krise
Herrmann: „Rechtsstaat ist voll funktionsfähig“

Berlin/München — „Corona-Kehrt­wen­de“, „Turbo-Rück­kehr in die Nor­ma­li­tät“ und „Fahr­plan für ei­nen Neu­start der deut­schen Wirt­schaft“: Die Euphorie über die Lo­cke­run­gen der wo­chen­lan­gen flä­chen­de­cken­den Ein­schrän­kun­gen über­strahlt die Furcht vor der Aus­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus (SARS-CoV‑2) und vor den Schä­den des dras­ti­schen Lockdowns. Das Hoch­ge­fühl über­deckt kurz­fris­tig auch die Kon­tro­ver­se um das Ver­hält­nis zwi­schen Si­cher­heit und Frei­heit im Rechts­staat, wel­che durch die Maß­nah­men in der Corona-Krise an­ge­sto­ßen wor­den ist: In­wie­weit sind schwer­wie­gen­de Grund­rechts­ein­schrän­kun­gen zu­guns­ten des Ge­sund­heits­schut­zes zu recht­fer­ti­gen?

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Schrittweise Unterrichtsaufnahme in der Corona-Krise
Arndt: „Absolut schülerfreundlich“

Berlin/München — Die Ab­schluss­jahr­gän­ge der wei­ter­füh­ren­den und be­ruf­li­chen Schu­len sind in ih­re Klas­sen­räu­me zu­rück­ge­kehrt. Bis zum Be­ginn der Som­mer­fe­rien sol­len al­le übri­gen Schü­ler ih­re Schul­ge­bäu­de zu­min­dest ta­­ge- oder wo­chen­wei­se wie­der be­su­chen kön­nen. Vor den Fe­rien wird es aber laut Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (KMK) kei­nen re­gu­lä­ren Schul­be­trieb mehr ge­ben, da dies beim jet­zi­gen Stand der Corona-Krise nicht mög­lich sei. Ne­ben strik­ten Ab­stands­re­geln und Hy­gie­ne­vor­ga­ben zur Ver­mei­dung ei­ner In­fek­tion mit dem Coronavirus wer­de das Tra­gen von Mund-Nase-Masken frei­wil­lig sein. In­des­sen soll der Mix aus Prä­senz­un­ter­richt und „Ler­nen zu­hau­se“ aus­ge­baut so­wie di­gi­ta­les Leh­ren und Ler­nen wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Bayerns Kul­tus­mi­nis­ter Michael Piazolo sieht die lau­fen­den Prü­fungs­vor­be­rei­tun­gen als „Chan­ce, sich ziel­ge­rich­tet und in Klein­grup­pen auf das Abi­tur vor­zu­be­rei­ten“. Beim „Ler­nen zu­hau­se“ er­hiel­ten Schü­ler, die nicht selbst über ein ge­eig­ne­tes di­gi­ta­les End­ge­rät ver­füg­ten, „un­bü­ro­kra­ti­sche und schnel­le Un­ter­stüt­zung“.

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Corona-Krise beeinträchtigt Regelbetrieb
Spenden sichern Tafeln

Rosenheim/Mühldorf am Inn — In­fek­tions­ri­si­ko, Aus­gangs­be­schrän­kung, Wa­ren­knapp­heit: Die Corona­vi­rus-Pandemie und die da­mit ver­bun­de­nen staat­li­chen Vor­ga­ben be­deu­ten für die Tafeln ei­nen Ein­schnitt. Je­de zwei­te der rund 950 bun­des­deut­schen Ta­feln und der 169 baye­ri­schen Tafeln hat den Be­trieb ein­ge­stellt. Peter Zilles, Vor­sit­zen­der des Tafel Bayern e. V., sieht den Grund vor al­lem im meist ho­hen Al­ter der ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter und Gäste: Äl­te­re Men­schen ge­hö­ren zu den durch das Coronavirus be­son­ders ge­fähr­de­ten Per­so­nen. In gro­ßen Städ­ten wie Mün­chen, Er­lan­gen, Nürn­berg, Re­gens­burg und Augs­burg wird der Be­trieb mit adä­qua­ten An­pas­sun­gen auf­recht­er­hal­ten. Auch die re­gio­na­len Tafeln rea­gie­ren mit be­son­de­ren Be­suchs­re­geln und aus­ge­dehn­tem Lie­fer­ser­vice. In der Kri­se sind die meis­ten mehr als üb­lich auf Spen­den an­ge­wie­sen.

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