Abzocke durch „professionelles Parkraummanagement“?
McDonald‘s trennt sich von rigorosen Parkplatzwächtern

Ir­schen­berg — „Smarte Sen­so­ren­tech­no­lo­gie“ soll die klas­si­sche Park­schei­be über­flüs­sig wer­den las­sen und „die Ob­jek­ti­vie­rung der Park­raum­be­treuung“ stei­gern, so die Wer­be­ver­spre­chen der Stutt­gar­ter „Park & Con­trol PAC GmbH“. Doch wie ein „Worst Case“ aus Ir­schen­berg im ober­baye­ri­schen Land­kreis Mies­bach ver­an­schau­licht, führt neue Tech­nik al­lein nicht zur „Kun­den­bin­dung und Er­trags­op­ti­mie­rung“: Auf ei­nem Park­platz bei McDonald’s ver­schreck­te die ri­go­ro­se Um­set­zung der Park­kon­trol­le Gäs­te. Der Vor­wurf der Ab­zo­cke stand zu­dem im Raum. Re­stau­rant-Be­trei­ber Michael E. Heinritzi han­del­te: Der Fir­ma wur­de ge­kün­digt, die Sen­so­ren wer­den ent­fernt, die Park­kon­trol­le über­nimmt wie­der McDonald’s. Das Res­tau­rant selbst wird 2020 mit Mil­lio­nen­auf­wand ins Di­gi­tal­zeit­al­ter über­führt.

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Oberaudorfer Bündnisgrüne starten in den Kommunalwahlkampf
Götze: „Die Zeit ist reif für eine Bürgermeisterin“

Ober­au­dorf — Die Bünd­nis­grü­nen in Ober­au­dorf ge­hen mit der Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­tin Nicole Herm und ei­ner 14-köp­­fi­gen of­fe­nen Lis­te in den Kom­mu­nal­wahl­kampf 2020. Im De­zem­ber 2019 soll das grü­ne Kom­mu­nal­wahl­pro­gramm aus­for­mu­liert wer­den. Ge­mein­de­rä­tin Andrea Wögerbauer will sich zu­rück­zie­hen. Di­gi­tal­po­li­ti­ker Dr. Olaf Konstantin Krueger setzt mit Blick auf die zu­neh­men­de Be­deu­tung von Smart Cities und Smart Regions ei­nen wei­te­ren Schwer­punkt: Er will die di­gi­ta­le Trans­for­ma­tion der Kom­mu­nal­ver­wal­tung un­ter­stüt­zen und ver­kehrs­po­li­ti­sche The­men be­fas­sen wie Bren­ner-Nord­zu­lauf, Nah­mo­bi­li­tät, in­ter­kom­mu­na­len ÖPNV, E‑Mo­bi­li­tät und Was­ser­stoff als Schlüs­sel der Ener­gie­wen­de.

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Freie Fahrt zwischen München und Mühldorf auf der A 94
Scheuer: „Riesen-Lücke ist geschlossen“

Dor­fen — Be­für­wor­ter wie Geg­ner hal­ten den A 94-Lü­cken­schluss zwi­schen Pas­tet­ten im Land­kreis Er­ding und Hel­den­stein im Land­kreis Mühl­dorf am Inn glei­cher­ma­ßen für ei­ne Zä­sur – al­ler­dings aus un­ter­schied­li­chen Grün­den: Die ei­nen be­für­wor­ten die Ver­kehrs­in­fra­struk­tur­maß­nah­me als not­wen­di­ges Mit­tel zur Ent­las­tung der Bun­des­stra­ße 12 und zur wirt­schaft­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung der ge­sam­ten süd­baye­ri­schen Re­gion, die an­de­ren leh­nen die Isen­tal­au­to­bahn ab als Hei­mat­ver­lust, Na­tur­zer­stö­rung, Kli­ma­schä­di­gung und Steuer­geld­ver­schwen­dung. Seit An­fang Ok­to­ber ist der 33 Ki­lo­me­ter lan­ge, vier­strei­fi­ge Au­to­bahn­ab­schnitt be­fahr­bar. Die A 94 wird zur kür­zes­ten Fern­stra­ße zwi­schen Mün­chen und der Grenz­re­gion Pas­sau und ver­bes­sert die Ver­bin­dung nach Ös­ter­reich und Süd­ost­eu­ro­pa.

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Digitale Transformation der Kommunalverwaltungen
Montag: „Bürgerdialog ist nicht digitalisierbar“

Zang­berg — War­te­schlan­ge auf Äm­tern adé, will­kom­men elek­tro­ni­sches Ser­vice­kon­to: Der „Be­hör­den­gang 24/7“ ge­winnt am 1. Ok­to­ber an Ge­stalt. Dann sind al­le Stan­dard­ver­fah­ren der Kfz-Zu­las­sung wie An‑, Ab- und Um­mel­dung oder Kenn­zei­chen­mit­nah­me on­line durch­führ­bar. Ein in­ter­net­fä­hi­ges Smart­phone, die „AusweisApp2“ und ein neu­er Per­so­nal­aus­weis (nPA) ge­nü­gen. Da­bei ist die in­ter­net­ba­sier­te Fahr­zeug­zu­las­sung – kurz: i‑Kfz – mehr als die elek­tro­ni­sche Va­ri­an­te ei­nes Be­hör­den­diens­tes, sagt Martin Montag. Für den Re­gio­nal­lei­ter Ober­bayern der „An­stalt für kom­mu­na­le Da­ten­ver­ar­bei­tung in Bayern (AKDB)“ ist sie der ers­te voll­stän­dig au­to­ma­ti­sier­te Ver­wal­tungs­akt: „Wenn sich das durch­setzt, hat es Aus­wir­kun­gen auf die ge­sam­te Ver­wal­tung“, so Montag auf der Bür­ger­meis­ter­ver­samm­lung des Baye­ri­schen Ge­mein­de­ta­ges (BayGT), Kreis­ver­band Mühl­dorf am Inn, in Zang­berg. Ab­seits ge­setz­li­cher Ver­pflich­tun­gen bie­tet die „sinn­vol­le“ di­gi­ta­le Trans­for­ma­tion der Ver­wal­tun­gen den Kom­mu­nen Chan­cen und je­dem Bür­ger ei­nen Mehr­wert, ist der Fach­mann über­zeugt.

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Traditionsvolksfest Mühldorf am Inn 2019
Volksfestkönigin Carolin im Dauereinsatz

Mühl­dorf am Inn — Sie ist als Volks­fest­kö­ni­gin 2019 heu­er das at­trak­ti­ve Ge­sicht des 154. Tra­di­tions­volks­fes­tes Mühl­dorf und sie freut sich rie­sig auf ih­re Re­prä­sen­tanz in der fünf­ten Jah­res­zeit: Carolin Priller, die 18-jäh­­ri­ge, frisch­ge­ba­cke­ne Abi­tu­rien­tin glänz­te be­reits bei der Bier- und Wein­pro­be im Krei­se des Stadt­ra­tes, der Fest­wir­te so­wie wei­te­rer Pro­mi­nen­ter wie Alt-Bür­ger­meis­ter und SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Günther Knoblauch. Mu­si­ka­lisch be­glei­tet von „De kloa Blos­mu­si“ zapf­te Mühl­dorfs Bür­ger­meis­te­rin Marianne Zollner im Rat­haus-In­nen­hof das ers­te Fass Fest­bier mit drei Schlä­gen an. „Das bes­te Bier für das schöns­te Volks­fest“, so Zollner, stimm­te die Pro­mi­nenz mit Bret­zen und Brat­hendl zünf­tig auf das Fest ein. [Galerie]

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Herbstfest Rosenheim 2019
Die Loretowiese ruft!

Ro­sen­heim — Will­kom­men in der fünf­ten Jah­res­zeit: 16 er­eig­nis­rei­che Ta­ge lang dreht sich nun al­les in Ro­sen­heim um das 158. Herbst­fest. Im Mit­tel­punkt: die Lo­re­to­wie­se. Der Fest­platz ist von Sams­tag­vor­mit­tag, 31. Au­gust, bis Sonn­tag­abend, 15. Sep­tem­ber, be­lieb­ter Fix­punkt für Be­geis­ter­te von nah und fern. Denn sti­mu­lie­rend wirkt sie stets aufs Neue, die viel­sei­ti­ge Mi­schung aus be­währ­ten und heraus­for­dern­den Fahr­ge­schäf­ten, Spiel­ge­schäf­ten und Im­biss­stän­den, aus fest­li­chen und fet­zi­gen Hö­he­punk­ten in der ge­schmück­ten Auer­bräu-Fest­hal­le mit Bier­gar­ten und im präch­ti­gen Flöt­zin­ger Bräu-Fest­zelt, aus ge­die­ge­ner und pep­pi­ger Ku­li­na­rik, aus klas­si­schen und ener­gie­ge­la­de­nen Fa­mi­lien‑, Mu­sik- und Sport-Events, aus be­sinn­li­chem Ern­te­dank­fest und fest­li­chem „Gro­ßen Bril­lant-Feuer­werk“. Die­se fan­tas­ti­sche Mi­schung ist Ga­rant für le­bens­fro­he Hoch­stim­mung und für un­ver­gess­li­che Er­leb­nis­se – und am bes­ten er­lebt man sie in der Ge­mein­schaft. [Galerie]

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Dank für Bemühungen – Ablehnung für Alternative
Kaum Chancen für erweiterten Sportplatz?

Ra­mer­berg — Das Tau­zie­hen um die Ver­le­gung des Sport­plat­zes aus Ra­mer­bergs Orts­mit­te an den nord­west­li­chen Orts­aus­gang von Zel­ler­reit hält an. Im Ju­li prä­sen­tier­te die Bür­ger­ini­tia­ti­ve (BI) „Für ein lie­­bens- und le­bens­wer­tes Ra­mer­berg“ dem „Sport­ver­ein Ra­mer­berg 1952 e. V. (SVR)“ ei­ne Stand­ort­al­ter­na­ti­ve. Die­se kann den Ge­mein­de­rat und SVR bis­lang je­doch nur we­nig über­zeu­gen: Der Ge­mein­de­rat hat auf sei­ner jüngs­ten Sit­zung die Al­ter­na­ti­ve der BI zwar zur Kennt­nis ge­nom­men, sich aber we­der da­für noch da­ge­gen aus­ge­spro­chen. Wäh­rend sich die SVR-Vor­stand­schaft für den Al­ter­na­tiv­vor­schlag zwar be­dankt, die­sen aber mit Ver­weis auf die für den Sport­ver­ein er­for­der­li­che Pla­nungs­si­cher­heit ab­lehnt, ver­mu­tet die BI hin­ter die­ser Po­si­tion eher fi­nan­ziel­le Er­wä­gun­gen.

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FDP thematisiert Rosenheimer Stadtverkehr
Blumenhofer: „ÖPNV massiv stärken!“

Ro­sen­heim — „Der Öf­fent­li­che Per­so­nen­nah­ver­kehr in Ro­sen­heim muss mas­siv ge­stärkt wer­den“, for­dert Ro­sen­heims FDP-Ober­bür­ger­meis­ter­kan­di­dat Lars Blumenhofer. Da­zu sol­len Bus­se täg­lich von früh mor­gens bis spät abends min­des­tens im halb­stün­di­gen Takt in al­le Stadt­tei­le fah­ren. Sie­ben Funk­tions­trä­ger der Ro­sen­hei­mer FDP lie­ßen sich des­halb von Ingmar Töppel, Ge­schäfts­füh­rer der Stadt­ver­kehr Ro­sen­heim GmbH (SVR), auf ei­ner Bus­fahrt quer durch die kreis­freie Stadt über ver­kehr­li­che Po­ten­zia­le und Heraus­for­de­run­gen in­for­mie­ren. Da­bei mahn­te Töppel vier Wo­chen nach der Bil­li­gung des Ent­wurfs ei­nes ge­mein­sa­men Nah­ver­kehrs­plans (NVP) für die kreis­freie Stadt und den Land­kreis durch den Kreis­aus­schuss an, un­be­dingt die Ver­kehrs­un­ter­neh­mer in die Ge­sprä­che ein­zu­be­zie­hen, be­vor der NVP im No­vem­ber mit Fehl­ein­schät­zun­gen be­schlos­sen wer­de. Zu­vor wol­len die Freien De­mo­kra­ten nach Bür­ger­be­fra­gung und Bus­fahrt bis zum Mo­nats­en­de ihr Ver­kehrs­kon­zept für Ro­sen­heim vor­stel­len.

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Infomärkte zum Brenner-Nordzulauf gut besucht
Ludwig: „Informationsbedarf sehr groß“

Ro­sen­heim — „Wir konn­ten Un­si­cher­hei­ten und Ängs­te ab­bauen“, re­sü­miert DB-Pro­jekt­lei­ter Torsten Gruber: Rund 4000 Bür­ger ha­ben seit An­fang Ju­li an den 16 „In­fo­märk­ten“ der Deut­schen Bahn (DB) und der Ös­ter­rei­chi­schen Bun­des­bah­nen (ÖBB) zur re­du­zier­ten Aus­wahl an Grob­tras­sen für den Bren­ner-Nord­zu­lauf teil­ge­nom­men. In aus­ge­wähl­ten Ge­mein­den des Pro­jekt­rau­mes vom süd­li­chen Inn­tal bis zum nörd­li­chen Ro­sen­heim ver­an­schau­lich­ten Bahn­mit­ar­bei­ter und Pro­jekt­pla­ner in vier­stün­di­gen Abend­ver­an­stal­tun­gen den Stand des Pro­jek­tes. In den nächs­ten 18 Mo­na­ten will die Bahn aus der Grob­tras­sen­pla­nung in die De­tail­pla­nung über­ge­hen. Die Ro­sen­hei­mer CSU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­che­rin der CDU/CSU-Bun­des­tags­frak­tion Daniela Ludwig warnt al­ler­dings vor „über­eil­ten Be­schlüs­sen“ zu­guns­ten ei­ner be­stimm­ten Neu­bau­tras­se und for­dert ei­ne „weit­rei­chen­de Un­ter­tun­ne­lung“ der Ge­mein­den nörd­lich der kreis­freien Stadt.

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Badestelle für Bad Endorf weiterhin ungewiss
Freundorfer: „Wir sind verärgert“

Bad En­dorf — Ver­är­gert und ent­täuscht zei­gen sich die rund 177 Mit­glie­der des „För­der­ver­eins Bad En­dor­fer Moor­bad e. V.“: Trotz po­si­ti­ven Bür­ger­ent­scheids im Jahr 2017 wer­de der Bür­ger­wil­le nicht um­ge­setzt, in der knapp 8400 Ein­woh­ner zäh­len­den Markt­ge­mein­de ein Na­tur­bad am Stand­ort „Moor­bad“ zu er­rich­ten. Durch „Hin­hal­te­tak­tik“ sei in­zwi­schen so­gar die Ver­bind­lich­keit des Bür­ger­ent­scheids ab­ge­lau­fen. Doch der För­der­ver­ein will nicht klein bei­ge­ben, be­steht wei­ter auf den Um­bau des Moor­ba­des in ein Na­tur­bad und den Be­trieb oh­ne Ba­de­meis­ter. Die Markt­ge­mein­de soll nun Far­be be­ken­nen, ob das Moor­bad nur still­ge­legt wur­de oder tat­säch­lich ge­schlos­sen ist.

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