Störungen bei der Deutschen Telekom
Krueger: „Warnsignal für die Politik“

Kun­den der Deut­schen Te­le­kom klag­ten zwi­schen ges­tern Nach­mit­tag und heu­te Vor­mit­tag über mas­si­ve Stö­run­gen ih­rer An­schlüs­se für Te­le­fon, In­ter­net und Fern­se­hen. Bun­des­weit wa­ren rund 900.000 Rou­ter be­trof­fen – wich­ti­ge Ver­mitt­lungs­stel­len für den In­ter­net-Ver­kehr. Das un­kla­re Feh­ler­bild reich­te von zeit­wei­sen Ein­schrän­kun­gen über star­ke Qua­li­täts­schwan­kun­gen bis hin zu Aus­fäl­len. Erst Mon­tag­mit­tag grif­fen die ein­ge­spiel­ten Pat­ches und Soft­ware-Up­dates.

Dr. Olaf Konstantin Krueger, Ro­sen­hei­mer Bun­des­tags­di­rekt­kan­di­dat und Lis­ten­kan­di­dat auf Platz zwei der baye­ri­schen Lan­des­lis­te der Pi­ra­ten­par­tei, be­zeich­net die Te­le­kom-Stö­run­gen als „Warn­sig­nal für die Po­li­tik“:

Ers­ten Ana­ly­sen von IT-Si­cher­heits­ex­per­ten und Fo­ren­si­kern der Deut­schen Te­le­kom zu­fol­ge könn­te für die mas­si­ven Stö­run­gen ein Ha­cker-An­griff ur­säch­lich sein. Be­wahr­hei­tet sich die­se Ver­mu­tung, läu­tet der Vor­fall ei­ne neue Di­men­sion bei ge­ziel­ten An­grif­fen auf wich­ti­ge In­fra­struk­tu­ren ein. Ob Ener­gie-In­fra­struk­tur, Kran­ken­häu­ser, Rat­häu­ser, der öf­fent­li­che Per­so­nen­nah­ver­kehr oder zu­letzt der Deut­sche Bun­des­tag – pro­fes­sio­nel­le An­grif­fe füh­ren in der ver­netz­ten Welt im­mer öf­ter zu er­heb­li­chen Be­ein­träch­ti­gun­gen der tech­ni­schen, wirt­schaft­li­chen und ad­mi­nis­tra­ti­ven Leis­tungs­fä­hig­keit und be­las­ten emp­find­lich die ge­sell­schaft­li­chen Le­bens­grund­la­gen.

Die Piraten­par­tei be­tont seit ge­rau­mer Zeit Be­deu­tung und Schutz­wür­dig­keit so­wohl der In­for­ma­tions- und Kom­mu­ni­ka­tions­tech­nik als auch des vir­tu­el­len Rau­mes und der bür­ger­li­chen Frei­heits­rech­te. Die Crux ist, ein an­ge­mes­se­nes Schutz­ni­veau der Da­ten­net­ze zu ge­währ­leis­ten und zu­gleich die Po­ten­zia­le der IuK-Tech­nik smart und li­be­ral zu nut­zen. Der la­pi­da­re Hin­weis der Bun­des­re­gie­rung, dies sei ei­ne Auf­ga­be, die Staat, Wirt­schaft und Ge­sell­schaft sehr ernst näh­men, ist völ­lig un­zu­rei­chend. Die par­tiel­len Maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung stel­len ein Flick­werk dar, das den Er­for­der­nis­sen der Di­gi­ta­li­sie­rung nicht an­nä­hernd ge­recht wird. Selbst in Bayern steht bis­lang beim Pres­tige­pro­jekt Breit­band­aus­bau nur 68,4 Pro­zent der Haus­hal­te ein Da­ten­vo­lu­men von 50 Mbit/s zur Ver­fü­gung – Mit­tel­feld im Bun­des­durch­schnitt. Dem set­zen wir PIRATEN un­se­re ge­samt­ver­ant­wort­li­che Di­gi­tal­po­li­tik ent­ge­gen.“ 


Erstveröffentlichung

Online: www.piratenpartei-rosenheim.org, Mitt­woch, 27. No­vem­ber 2016.
 

Dr. Olaf Konstantin Krueger M.A.

Digitaljournalist – Digitalpolitiker

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