Energiekrise und Inflation: Versorgungssituation „äußerst angespannt“
Kommunen wappnen sich gegen Stromausfälle

☝📡 Berlin / Mühldorf a.Inn / Rosenheim — Deutschland, die größte Volks­wirt­schaft der Europäischen Union und nach den USA, China und Japan die viert­größ­te der Welt, schlit­tert in eine Rezession. Energiekrise und Geld­ent­wer­tung ver­schlech­tern die Fi­nanz­lage der Kom­mu­nen, Un­ter­neh­men und Ver­brau­cher. Ei­ne Mehr­heit der Bun­des­bür­ger zwei­felt be­reits an der Ver­sor­gungs­si­cher­heit, be­fürch­tet Gas- und Strom­aus­fäl­le. De­bat­tiert wer­den „Brownouts“, bei de­nen die Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber ein­zel­ne Groß­ver­brau­cher oder gan­ze Re­gio­nen stun­den­wei­se vom Netz neh­men, so­wie „Blackouts“, un­kon­trol­lier­te Zu­sam­men­brü­che der Elek­tri­zi­täts­ver­sor­gung. Drei Mo­na­te vor Hei­lig­abend sin­nie­ren vie­le Kom­mu­nen über Ener­gie­spar­mög­lich­kei­ten zu Weih­nach­ten und ge­ben Ver­hal­tens­tipps bei Stromausfall.

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Nach Schicksalsschlag: Eltern dankbar für Hilfsbereitschaft
Sandro findet Zugang zu neuem Leben

🎤🍀 Schonstett — Ein Hechtsprung in den Inn verändert Sandro Halfters Leben am 8. Juli 2020 dra­ma­tisch: Der sport­li­che 16-jährige Schonstetter schlägt mit dem Kopf auf einen Fels­bro­cken, bricht sich den fünf­ten Hals­wir­bel, ist seit­dem quer­schnitts­ge­lähmt. In der Un­fall­klinik Murnau be­müht er sich mo­na­te­lang, bei­spiels­wei­se die Fin­ger­mo­to­rik zu­rück­zu­er­hal­ten, um ein ei­gen­stän­di­ges Leben füh­ren zu kön­nen. Orts­an­säs­si­ge Fir­men, Vereine und Privat­per­so­nen un­ter­stüt­zen die ver­zwei­fel­ten Eltern, da­mit sie Sandros Zuhause be­hin­der­ten­ge­recht um­bauen kön­nen, denn der da­für nö­ti­ge sechs­stel­li­ge Be­trag sowie die lau­fen­den Kos­ten für die Pflege über­for­dern sie fi­nan­ziell. Wie es Sandro an sei­nem 18. Ge­burts­tag geht und wel­ches Ziel er sich ge­steckt hat, be­rich­tet sein Vater Bernhard Tasser im Ge­spräch mit Dr. Olaf Konstantin Krueger.

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Mehr Cybergefahren – mäßige Klimabilanz – kein Rechtsanspruch
Homeoffice wird bedingt „neue Normalität“

🦠🛰 Berlin / München — In der Corona-Krise ist die Zahl der Führungs­kräfte und Be­schäf­tig­ten ge­stie­gen, die zeit- und orts­flexibel arbeiten, bei­spiels­wei­se gänz­lich oder wech­selnd im Homeoffice. Diese und hybride Arbeits­formen be­hal­ten nach Ende der Homeoffice-Pflicht ihren Stel­len­wert – auch ohne Rechts­an­spruch. Das be­sa­gen ver­schie­de­ne Um­fra­gen. Falls je­doch zu we­ni­ge tech­ni­sche und or­ga­ni­sa­to­ri­sche Si­cher­heits­maß­nah­men ge­trof­fen wer­den, ge­ra­ten In­fra­struk­tur und Nut­zer rasch ins Visier von Cyberkriminellen, warnt etwa das Bun­des­amt für Si­cher­heit in der In­for­ma­tions­tech­nik. Der TÜV-Ver­band gibt Verhaltenstipps. [Galerie]

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Corona-Krise: Ungeklärte Fragen beim Vollzug der einrichtungsbezogenen Impfpflicht
Steingruber: „Wir erwarten genaue Handlungsanweisungen“

🦠 München / Mühldorf a.Inn / Rosenheim / Traun­stein — Ob ärztlicher Arbeit­ge­ber, Pflege­kraft oder Azubi: Be­schäf­tig­te im Ge­sund­heits- und Pflege­be­reich sind ge­setz­lich ver­pflich­tet, bis zum 15. März ent­we­der ei­nen Impf- oder Ge­ne­se­nen­nach­weis zu er­brin­gen oder ein ärzt­li­ches Zeug­nis vor­zu­le­gen, dass sie nicht gegen COVID-19 geimpft wer­den kön­nen. Wer kei­nen Nach­weis vor­legt, darf in den je­wei­li­gen Ein­rich­tun­gen oder Un­ter­neh­men we­der tä­tig sein noch be­schäf­tigt wer­den. Die Ge­sund­heits­ämter kön­nen zwar Be­tre­tungs- und Tä­tig­keits­ver­bo­te aus­spre­chen. Doch sie war­ten noch auf kon­kre­te Hand­lungs­an­wei­sun­gen der vor­ge­setz­ten Stel­len, wie die ein­rich­tungs­be­zo­ge­ne Impfpflicht im Detail um­zu­set­zen ist. Ab­war­ten müs­sen auch Mit­tel­ständ­ler wie Claudia Maier-Schöne, In­ha­be­rin von Mobile Care, ei­nem pri­va­ten häus­li­chen Alten- und Kran­ken­pflege­dienst in Waldkraiburg. Sie weiß von voraus­ei­len­den Kün­di­gun­gen und warnt: „Wir steuern auf eine pflege­ri­sche Ka­tas­tro­phe zu.“

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Typisierungsaktion der AKB in Kolbermoor
Stammzellspende kann Anne noch retten

🦠🍀 Rosenheim / Kolbermoor — „Lebensfroh, liebevoll, aktiv“: das ist Anne aus Kolbermoor. Selbst als ihr im März 2021 die schwere Er­kran­kung „Akute Myeloische Leukämie (AML)“ diag­nos­ti­ziert wird, bleibt sie zu­ver­sicht­lich. Mit ei­ser­nem Willen lässt die 34-jäh­ri­ge Gra­fi­ke­rin die Chemotherapie über sich er­ge­hen. Im Au­gust die be­freien­de Nach­richt: ge­heilt! Doch drei Mo­na­te spä­ter kehrt der Blutkrebs zurück, ist jetzt ag­gres­siv. Anne hilft nun nur noch ein Stamm­zell­spen­der. Die­ser muss schnell­stens ge­fun­den wer­den, denn je­der wei­te­re Chemo­the­ra­pie­zyk­lus ver­rin­gert Annes Hei­lungs­chan­cen. So set­zen Fa­mi­lie und Freunde ihre Hoff­nung auf eine „Ty­pi­sie­rungs­ak­tion“, durch­ge­führt von der „Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB)“ am Sams­tag, 22. Ja­nu­ar, zwi­schen 11 Uhr und 16 Uhr beim Stettner in Kolbermoor. „Wir be­nö­ti­gen so vie­le Men­schen wie mög­lich“, er­klärt Tamara Jörns vom „Team Anne“ und ap­pel­liert: „Lasst Euch bitte typisieren!“

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Tierschutzverein Rosenheim bezieht Neubau
Thomas: „Eine neue Ära für das Tierheim“

🍀 Rosenheim — Neues Tierheim, verbesserte Tierbetreuung, mo­di­fi­zier­ter Ver­eins­vor­stand: Der Tier­schutz­ver­ein Rosenheim geht im 84. Jahr sei­nes Be­ste­hens in eine „neue Ära“, freut sich die erste Vor­sit­zen­de Andrea Thomas. Mit­te Sep­tem­ber ist der Neu­bau des Tier­heims Am Gangsteig 54 in Rosenheim nach drei­jäh­ri­ger, ab­schnitts­wei­ser Er­rich­tung er­öff­net wor­den. Jetzt läuft der Be­trieb rund. Im neuen, 2.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Ge­bäu­de­kom­plex sind Fund­tiere, be­schlag­nahm­te Tiere und Ab­ga­be­tiere bis zu ihrer Ver­mitt­lung art­ge­recht un­ter­ge­bracht. Ein­ge­hend be­treut wer­den die Hunde, Katzen und Reptilien von 19 Tier­pfle­gern, Hunde­physio­thera­peu­ten und Hunde­trai­ner­in­nen so­wie wei­te­ren ehren­amt­li­chen Kräf­ten. En­de No­vem­ber hat der rund 1.200 Mit­glie­der zäh­len­de Ver­ein über­dies un­ter der be­hörd­lich an­ge­ord­ne­ten 2G-Zu­gangs­be­schrän­kung ei­nen neuen Vor­stand ge­wählt. Trotz des Neu­starts bleibt der Tier­schutz­ver­ein fi­nan­ziell auf Spen­den angewiesen.

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Streit um den Steinbruch in Nußdorf a.Inn
Funk: „Gretchenfragen noch ungeklärt“

☝🦠 Nußdorf / Rosenheim / Bad Aibling — „Das Bild, das Sie hier als Behörde des Freistaates Bayern abgeben, ist schäbig“, flucht ein er­zürn­ter Ein­wen­der im Gro­ßen Saal des Kurhauses Bad Aibling. Der ver­ba­le Schlag­ab­tausch am ers­ten Tag des „Er­ör­te­rungs­ter­mins“ über die Er­wei­te­rung des Steinbruchs am Heuberg in der Ge­mein­de Nußdorf a.Inn mün­det schnell in Be­fan­gen­heits­an­trä­ge. Sie rich­ten sich ge­gen zwei Sach­be­ar­bei­ter des Land­rats­am­tes Rosenheim – und wer­den ab­ge­wie­sen. Da­nach be­män­geln An­woh­ner, Re­prä­sen­tan­ten der Ge­mein­de und Ver­tre­ter der an­er­kann­ten Na­tur­schutz­ver­ei­ne im­mer wie­der die Ab­we­sen­heit von Sach­ver­stän­di­gen der un­te­ren und hö­he­ren Na­tur­schutz­be­hör­de: Die Ein­wen­dun­gen könn­ten so nur zu Pro­to­koll ge­ge­ben, aber kaum er­ör­tert wer­den. Dass oben­drein ein Schrei­ben der Re­gie­rung von Oberbayern mit der Ab­leh­nung ei­nes neuen Raum­ord­nungs­ver­fah­rens nicht an die Be­trof­fe­nen wei­ter­ge­lei­tet wur­de, läßt das Fass über­lau­fen.

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Corona-Krise: Revitalisierung des stationären Einzelhandels in Rosenheim
Adlmaier: „Schwuppdiwupp ist die Stadt voll“

🦠📡 Rosenheim — Das City-Management Rosenheim (CM) tritt Befürchtungen wie der des Handels­ver­bandes Deutschland ent­ge­gen, die zu­rück­lie­gen­den Lockdowns be­wir­ken ei­ne Welle an Un­ter­neh­mens­in­sol­ven­zen und die In­nen­städte ver­öden. Rosenheims In­nen­stadt ist ei­ne der at­trak­tivs­ten Deutschlands, be­to­nen uni­so­no der ehe­ma­li­ge Vor­sit­zen­de Paul Adlmaier, der neue Vor­sit­zen­de Rainer Pastätter, Ge­schäfts­füh­re­rin Sabrina Obermoser und Ober­bür­ger­meis­ter Andreas März. Gleich­wohl sei ei­ne Re­vi­ta­li­sie­rung des sta­tio­nä­ren Ein­zel­han­dels durch neue For­ma­te von­nö­ten. Die 22. Jah­res­haupt­ver­samm­lung des CM im Kul­tur+Kon­gress Zen­trum Rosenheim (KU’KO) zog tur­nus­ge­mäß ein Fazit zu den Stadt­mar­ke­ting-Maß­nah­men des letz­ten Jah­res und wählte ei­nen neuen Vor­stand. März ver­lieh Adlmaier für jahr­zehn­te­lan­ges En­ga­ge­ment die städ­ti­sche Ver­dienst­me­daille.

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Corona-Krise: Landkreis Rosenheim kassiert über eine Million Euro
Bußgeldverfahren in der Kritik

🦠 München / Rosenheim — Das Ahnden we­sent­li­cher Ver­stö­ße ge­gen die Baye­ri­sche In­fek­tions­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung hat dem Land­kreis Rosenheim von Ende März 2020 bis Ende Au­gust 2021 rund 1,13 Mil­lio­nen Eu­ro an Buß­gel­dern ein­ge­bracht. In 17 Mo­na­ten wur­den über 3.500 Buß­geld­be­schei­de er­las­sen. Dies hat ei­ne An­fra­ge des Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Andreas Winhart (AfD), Ro­sen­hei­mer Kreis­rat und Stadt­rat in Bad Aibling, an das Land­rats­amt Mit­te Sep­tem­ber 2021 er­ge­ben. Winhart wirft dem Land­rats­amt des­halb „Ab­zo­cke von Bür­gern“ vor. Die Ver­fah­ren wür­den „gna­den­los und mit vol­ler Här­te voll­zo­gen“. Rosenheims Land­rat Otto Lederer (CSU) hält da­ge­gen, die Re­gel- und Rah­men­sät­ze seien im Buß­geld­ka­ta­log „Corona-Pandemie“ des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums für Ge­sund­heit und Pfle­ge fest­ge­schrie­ben, so be­schlos­sen vom Baye­ri­schen Land­tag.

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Corona-Krise: Volksbegehren zur Abberufung des Bayerischen Landtags
Herrmann: „Ganz eindeutig aus der Querdenker-Szene“

🦠 München — In Bayern können die Wahl­be­rech­tig­ten Mit­te Ok­to­ber per Volks­be­geh­ren über die Ab­be­ru­fung des Land­tags ent­schei­den. Das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rium des In­nern, für Sport und In­te­gra­tion hat die Prü­fung des vom „Bünd­nis Land­tag ab­be­ru­fen“ ein­ge­reich­ten An­trags ab­ge­schlos­sen und dem Zu­las­sungs­an­trag statt­ge­ge­ben. Die da­für not­wen­di­ge Zahl von min­des­tens 25.000 stimm­be­rech­tig­ten Un­ter­zeich­nern war er­reicht. In­nen­mi­nis­ter Joachim Herrmann sieht das Volks­be­geh­ren gleich­wohl kri­tisch, denn die Be­trei­ber kä­men „ganz ein­deu­tig aus der Querdenker­szene“ und be­zeich­ne­ten die re­prä­sen­ta­ti­ve De­mo­kra­tie als un­taug­lich. Das „Bünd­nis“ er­klärt wie­de­rum auf sei­ner Ini­tia­tiv-Web­site, das Volks­be­geh­ren sol­le die po­li­ti­schen Ak­ti­vi­tä­ten der baye­ri­schen Bür­ger „sti­mu­lie­ren“: „Feind­bil­der ha­ben wir nicht.“

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