Streit um den Steinbruch in Nußdorf a.Inn
Funk: „Gretchenfragen noch ungeklärt“

☝🦠 Nußdorf / Rosenheim / Bad Aibling — „Das Bild, das Sie hier als Behörde des Freistaates Bayern ab­ge­ben, ist schä­big“, flucht ein er­zürn­ter Ein­wen­der im Gro­ßen Saal des Kurhauses Bad Aibling. Der ver­ba­le Schlag­ab­tausch am ers­ten Tag des „Er­ör­te­rungs­ter­mins“ über die Er­wei­te­rung des Steinbruchs am Heuberg in der Ge­mein­de Nußdorf a.Inn mün­det schnell in Be­fan­gen­heits­an­trä­ge. Sie rich­ten sich ge­gen zwei Sach­be­ar­bei­ter des Land­rats­am­tes Rosenheim – und wer­den ab­ge­wie­sen. Da­nach be­män­geln An­woh­ner, Re­prä­sen­tan­ten der Ge­mein­de und Ver­tre­ter der an­er­kann­ten Na­tur­schutz­ver­ei­ne im­mer wie­der die Ab­we­sen­heit von Sach­ver­stän­di­gen der un­te­ren und hö­he­ren Na­tur­schutz­be­hör­de: Die Ein­wen­dun­gen könn­ten so nur zu Pro­to­koll ge­ge­ben, aber kaum er­ör­tert wer­den. Dass oben­drein ein Schrei­ben der Re­gie­rung von Oberbayern mit der Ab­leh­nung ei­nes neu­en Raum­ord­nungs­ver­fah­rens nicht an die Be­trof­fe­nen wei­ter­ge­lei­tet wur­de, läßt das Fass überlaufen.

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Corona-Krise: Revitalisierung des stationären Einzelhandels in Rosenheim
Adlmaier: „Schwuppdiwupp ist die Stadt voll“

🦠📡 Rosenheim — Das City-Management Rosenheim (CM) tritt Befürchtungen wie der des Handels­ver­bandes Deutschland ent­ge­gen, die zu­rück­lie­gen­den Lockdowns be­wir­ken ei­ne Welle an Un­ter­neh­mens­in­sol­ven­zen und die In­nen­städte ver­öden. Rosenheims In­nen­stadt ist ei­ne der at­trak­tivs­ten Deutschlands, be­to­nen uni­so­no der ehe­ma­li­ge Vor­sit­zen­de Paul Adlmaier, der neue Vor­sit­zen­de Rainer Pastätter, Ge­schäfts­füh­re­rin Sabrina Obermoser und Ober­bür­ger­meis­ter Andreas März. Gleich­wohl sei ei­ne Re­vi­ta­li­sie­rung des sta­tio­nä­ren Ein­zel­han­dels durch neue For­ma­te von­nö­ten. Die 22. Jah­res­haupt­ver­samm­lung des CM im Kul­tur+Kon­gress Zen­trum Rosenheim (KU’KO) zog tur­nus­ge­mäß ein Fazit zu den Stadt­mar­ke­ting-Maß­nah­men des letz­ten Jah­res und wähl­te ei­nen neu­en Vor­stand. März ver­lieh Adlmaier für jahr­zehn­te­lan­ges En­ga­ge­ment die städ­ti­sche Verdienstmedaille.

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Corona-Krise: Landkreis Rosenheim kassiert über eine Million Euro
Bußgeldverfahren in der Kritik

🦠 München / Rosenheim — Das Ahnden we­sent­li­cher Ver­stö­ße ge­gen die Baye­ri­sche In­fek­tions­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung hat dem Land­kreis Rosenheim von Ende März 2020 bis Ende Au­gust 2021 rund 1,13 Mil­lio­nen Eu­ro an Buß­gel­dern ein­ge­bracht. In 17 Mo­na­ten wur­den über 3.500 Buß­geld­be­schei­de er­las­sen. Dies hat ei­ne An­fra­ge des Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Andreas Winhart (AfD), Ro­sen­hei­mer Kreis­rat und Stadt­rat in Bad Aibling, an das Land­rats­amt Mit­te Sep­tem­ber 2021 er­ge­ben. Winhart wirft dem Land­rats­amt des­halb „Ab­zo­cke von Bür­gern“ vor. Die Ver­fah­ren wür­den „gna­den­los und mit vol­ler Här­te voll­zo­gen“. Rosenheims Land­rat Otto Lederer (CSU) hält da­ge­gen, die Re­gel- und Rah­men­sät­ze sei­en im Buß­geld­ka­ta­log „Corona-Pandemie“ des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums für Ge­sund­heit und Pfle­ge fest­ge­schrie­ben, so be­schlos­sen vom Baye­ri­schen Landtag.

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Corona-Krise: Volksbegehren zur Abberufung des Bayerischen Landtags
Herrmann: „Ganz eindeutig aus der Querdenker-Szene“

🦠 München — In Bayern kön­nen die Wahl­be­rech­tig­ten Mit­te Ok­to­ber per Volks­be­geh­ren über die Ab­be­ru­fung des Land­tags ent­schei­den. Das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rium des In­nern, für Sport und In­te­gra­tion hat die Prü­fung des vom „Bünd­nis Land­tag ab­be­ru­fen“ ein­ge­reich­ten An­trags ab­ge­schlos­sen und dem Zu­las­sungs­an­trag statt­ge­ge­ben. Die da­für not­wen­di­ge Zahl von min­des­tens 25.000 stimm­be­rech­tig­ten Un­ter­zeich­nern war er­reicht. In­nen­mi­nis­ter Joachim Herrmann sieht das Volks­be­geh­ren gleich­wohl kri­tisch, denn die Be­trei­ber kä­men „ganz ein­deu­tig aus der Querdenker­szene“ und be­zeich­ne­ten die re­prä­sen­ta­ti­ve De­mo­kra­tie als un­taug­lich. Das „Bünd­nis“ er­klärt wie­de­rum auf sei­ner Ini­tia­tiv-Web­site, das Volks­be­geh­ren sol­le die po­li­ti­schen Ak­ti­vi­tä­ten der baye­ri­schen Bür­ger „sti­mu­lie­ren“: „Feind­bil­der ha­ben wir nicht.“

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Trickbetrüger erbeuten Bargeld und personenbezogene Daten
Abzocke bei vorgetäuschter Autopanne

☝🦠 Wasserburg a.Inn / Edling — „Falsche Be­dien­ste­te“, „Enkeltrickbetrug“, „Gewinn­ver­spre­chen“: Die Po­li­zei warnt in­stän­dig vor al­ten und neu­en Ma­schen des Trick­be­trugs. Doch die Gauner ru­fen nicht nur zu­hau­se an oder klin­geln Sturm an der Haus­tü­re, sie war­ten auch am Stra­ßen­rand. So ist ein hilfs­be­rei­ter Fa­mi­lien­va­ter aus Rott a.Inn ei­nem raf­fi­nier­ten Duo auf­ge­ses­sen: Die Trick­be­trü­ger täusch­ten auf der Kes­sel­see­stra­ße zwi­schen Edling und Albaching ei­ne Not­situa­tion vor. Am En­de er­beu­te­ten die mut­maß­lich ost­eu­ro­päi­schen Be­trü­ger ne­ben Bar­geld auch Na­me und Adres­se ih­res arg­lo­sen Op­fers. „So et­was hat­te ich über­haupt nicht auf dem Schirm“, schil­dert der 31-Jäh­ri­ge fas­sungs­los. In­fol­ge sei­ner An­zei­ge bei der zu­stän­di­gen Po­li­zei­in­spek­tion Wasserburg a.Inn fürch­tet der Fa­mi­lien­va­ter nun so­gar die Ra­che der Gau­ner, so­lan­ge sie nicht ge­fasst sind.

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Aufführung unter freiem Himmel
Musik- und Theaterverein Attl zeigt „Das Stadlgeheimnis“

🎭🦠 Edling — In Attel spuin’s wie­da: Der Musik- und Theater­ver­ein Attel zeigt das Lust­spiel „Das Stadl­ge­heim­nis“ von Elfriede Grömer und Christiane Sommerauer. Nach ei­nem Jahr Corona-be­ding­ter Zwangs­pau­se wird das The­ater­stück auf der Open Air-Büh­ne im Edlinger Attelthal ins­ge­samt acht Mal auf­ge­führt. Die Be­su­cher­zahl ist be­grenzt, die Kar­ten­vor­be­stel­lung er­folgt telefonisch.

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Corona-Krise: Debatte um Massenimpfung Minderjähriger
Mertens: „Abwägung von Nutzen und Risiko“

🦠 Berlin / München — „Maximal rück­sichts­los“ nennt der Vor­stands­vor­sit­zen­de der Kas­sen­ärzt­li­chen Bun­des­ver­ei­ni­gung die Kin­der­imp­fung ge­gen das neu­ar­ti­ge Coronavirus (SARS-CoV‑2): Dr. Andreas Gassen schätzt, für ge­sun­de Kin­der und Ju­gend­li­che ist das Impf­risiko hö­her als die Ge­fahr ei­ner Corona-In­fek­tion. Er reiht sich da­mit in ei­ne Grup­pe von Me­di­zi­nern ein, die ei­ne Ver­imp­fung be­dingt zu­ge­las­se­ner Vak­zi­ne – wenn über­haupt – aus­schließ­lich bei Kin­dern ab zwölf Jah­ren mit spe­ziel­len Vor­er­kran­kun­gen un­ter­stützt, wie dies die Stän­di­ge Impf­ko­mmis­sion am Robert Koch-In­sti­tut emp­fiehlt. An­ge­kur­belt hat die De­bat­te um Kin­der­imp­fun­gen der 124. Deut­sche Ärzte­tag. Die Haupt­ver­samm­lung der Bun­des­ärz­te­kam­mer for­dert, das Recht auf Bil­dung mit Kita- und Schul­be­such ab Win­ter 2021/2022 mit ei­ner recht­zei­ti­gen COVID-19-Imp­fung ins­be­son­de­re jün­ge­rer Kin­der zu sichern.

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Corona-Krise: Initiative „Wir stehen zusammen“ fordert Betriebsöffnungen
Dettendorfer: „Viele brauchen bereits ihre Altersvorsorge auf“

🦠📡🎤 Rosenheim — Medienkampagnen, Ver­samm­lun­gen im Süden Oberbayerns und die Groß­kund­ge­bung „Hand in Hand für den Mit­tel­stand“ mit rund 1.300 De­mon­stran­ten im Mangfallpark Rosenheim: Die Un­ter­neh­mer-Ini­tia­ti­ve „Wir ste­hen zu­sam­men“ warnt seit zwei Mo­na­ten vor den „Kol­la­te­ral­schä­den“ der Corona-Maß­nah­men. Ge­tra­gen wird die Ini­tia­ti­ve von knapp 4.400 Be­trie­ben mit über 47.000 Ar­beits­plät­zen. Da­von kom­men al­lei­ne aus den Schwer­punkt-Land­krei­sen Rosenheim und Miesbach über 1.500 Un­ter­neh­men mit rund 17.000 Ar­beits­plät­zen. Mit „Durch­hal­te­pa­ro­len“ wol­len sich die Mit­tel­ständ­ler nicht mehr zu­frie­den­ge­ben. Markus Dettendorfer, Ge­schäfts­füh­rer der Det­ten­dor­fer Ma­schi­nen­bau GmbH in Söchtenau und Mit­ini­tia­tor, er­klärt ih­re An­lie­gen. [Galerie]

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Corona-Krise: Unternehmer fordern Richtungswechsel
„Hand in Hand für den Mittelstand“

🦠📡 Rosenheim — Die von der Großen Koalition bis zum 30. Ju­ni be­schlos­se­ne „Bun­des-Not­brem­se“ dämpft die Hoff­nun­gen der Öko­no­men auf ei­ne Lo­cke­rung der In­fek­tions­schutz­maß­nah­men, ei­ne Be­le­bung des Kon­sums, ein Auf­le­ben der Kon­junk­tur. Die aber­mals ver­schärf­ten Be­schrän­kun­gen ein­schließ­lich bun­des­wei­ter nächt­li­cher Aus­gangs­sper­re ab ei­ner 7‑Tage-In­zi­denz von 100 sol­len zwar das In­fek­tions­ge­sche­hen ab­schwä­chen, könn­ten je­doch das In­sol­venz­ri­si­ko ver­stär­ken, die Ar­beits­lo­sig­keit er­hö­hen und die Po­li­ti­ker­ver­dros­sen­heit sti­mu­lie­ren. Die­sem „worst ca­se sce­n­a­rio“ will ein über­re­gio­na­ler Zu­sam­men­schluss mit­tel­stän­di­scher Un­ter­neh­mer ent­ge­gen­wir­ken. Sie se­hen den fort­ge­setz­ten Lock­down in der Corona-Krise nicht als „al­ter­na­tiv­los“ an, son­dern for­dern Ge­hör für ih­re „kri­ti­schen Stim­men“. Sie tre­ten für Plan­bar­keit oh­ne star­re Fi­xie­rung auf In­zi­denz­wer­te ein und ge­hen für ih­ren wirt­schafts­freund­li­chen Rich­tungs­wech­sel auch auf die Straße.

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Corona-Krise: Testpflicht an Schulen in der Kritik
Krefting: „Klassenzimmer sind keine Testzentren“

🦠 München — Disput be­stimmt die Lage an baye­ri­schen Bil­dungs­ein­rich­tun­gen auch ei­ne Wo­che nach Ein­füh­rung der „Bundes-Notbremse“. Wäh­rend al­l­­ge­­mein- und be­rufs­bil­den­de Schu­len bun­des­weit beim Über­schrei­ten ei­ner 7‑Tage-In­zi­denz von 165 in den Dis­tanz­un­ter­richt wech­seln müs­sen, gilt dies im Frei­staat Bayern wei­ter schon ab ei­ner In­zi­denz von 100 – Ab­schluss­klas­sen und Viert­kläss­ler aus­ge­nom­men. Da­bei wächst die Kri­tik am Test­kon­zept der Staats­re­gie­rung: Nach­dem die Ar­beits­ge­mein­schaft Baye­ri­scher Leh­rer­ver­bän­de, die 60.000 Lehr­kräf­te ver­tritt, das Tes­ten in Klas­sen­zim­mern grund­sätz­lich ab­ge­lehnt hat, for­dert nun der Baye­ri­sche El­tern­ver­band in Ver­tre­tung al­ler baye­ri­schen El­tern und Kin­der ei­ne Än­de­rung des Test­ver­fah­rens an Schu­len. Sei­ne Be­grün­dung: Das der­zei­ti­ge Pro­ce­de­re äng­stigt El­tern und Kin­der we­gen der Mög­lich­keit von Ver­let­zun­gen und Kontaktallergien.

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