Wahl zum Europäischen Parlament 2019
Quo vadis EU?

Straß­burg — Eu­ro­pa – ein Sub­kon­ti­nent im Um­bruch. 47 Staa­ten zäh­len zu ihm, von die­sen ge­hö­ren 28 zur Eu­ro­päi­schen Un­ion (EU), da­runter 19 zum Eu­ro-Raum. Zu den gro­ßen He­raus­for­de­run­gen ge­hö­ren Kli­ma- und Um­welt­schutz, Di­gi­ta­li­sie­rung, Wirt­schafts­wachs­tum, Bre­xit, de­mo­gra­fi­scher Wan­del, Zu­wan­de­rung und Um­sied­lung von Men­schen aus an­de­ren Welt­re­gio­nen so­wie Auf­recht­er­hal­tung der so­zia­len Si­che­rungs­sys­te­me. Al­le fünf Jah­re wäh­len die EU-Bür­ger ih­re na­tio­na­len Ver­tre­ter für das Eu­ro­päi­sche Par­la­ment (EP) in Straß­burg. Im Zeit­raum vom 23. bis 26. Mai wer­den die Mit­glie­der des EP für die Wahl­pe­ri­ode 2019 bis 2024 ge­wählt. Wahl­tag in Deutsch­land ist Sonn­tag, 26. Mai. Ana­lys­ten se­hen die neun­te Di­rekt­wahl des EP, die Wahl­be­tei­li­gung und die Stim­men­ver­tei­lung als rich­tung­wei­send an für die künf­ti­ge Po­li­tik der Eu­ro­päi­schen Un­ion, aber auch für die Deutsch­lands.

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Datenschutz zur Weihnachtszeit
Was soll’s geben: Geschenk oder Rute?

Ber­lin/Brüs­sel — Den Bra­ven bringt der Weih­nachts­mann an Hei­lig Abend Ge­schen­ke, den Un­ar­ti­gen hin­ge­gen ei­ne Ru­te. Heuer steht Weih­nach­ten un­ter ei­nem be­son­ders hel­len Stern, denn die Eu­ro­päi­sche Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung – kurz: EU-DSGVO – ist seit dem 25. Mai 2018 un­mit­tel­bar an­zu­wen­den­des Recht. Sie ent­hält Vor­schrif­ten zum Schutz na­tür­li­cher Per­so­nen bei der Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten und zum frei­en Ver­kehr von Da­ten so­wie zum Schutz der Grund­rech­te und Grund­frei­hei­ten na­tür­li­cher Per­so­nen und de­ren Recht auf Schutz per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten. Wer da­rüber hin­weg sieht, kann sich dies­mal auf ei­ne Ru­te ge­fasst ma­chen: Schon der Ver­sand von Weih­nachts­kar­ten ist kniff­lig.

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Unsicherheiten im Umgang mit der EU-DSGVO befeuern Überreaktionen
Datenschützer warnen vor „Panikmache“

Mün­chen — Mas­sen­haf­te Zu­stim­mungs­auf­for­de­run­gen für elek­tro­ni­sche News­let­ter, un­zäh­li­ge Web­sites mit zu be­stä­ti­gen­den Coo­kie-War­nun­gen oder aus Sank­tions­angst und Ab­mahn­furcht ab­ge­schal­te­te On­line-Shops und Ver­eins­por­ta­le: Die aus der Eu­ro­päi­schen Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung – kurz: EU-DSGVO – ab­ge­lei­te­ten Er­for­der­nis­se füh­ren zu man­cher Über­reak­tion. Grund da­für sind Un­si­cher­hei­ten bei der rechts­kon­for­men Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten. Da­ne­ben sor­gen Ab­sur­di­tä­ten für un­nö­ti­ge Auf­re­gung und brin­gen die ver­brau­cher­freund­li­che Ver­ord­nung der Eu­ro­päi­schen Union in Ver­ruf. So ver­lang­te jüngst der 900.000 Mit­glie­der zäh­len­de Ei­gen­tü­mer­ver­band Haus & Grund Deutsch­land ei­ne Klar­stel­lung, ob die Ver­bin­dung von Nach­na­me und Tür­num­mer nach der EU-DSGVO un­zu­läs­sig ist. Dann müß­ten al­le Mie­ter­na­men auf Klin­gel­schil­dern und Brief­käs­ten pseu­do­ny­mi­siert und durch Zif­fern oder Buch­sta­ben­kom­bi­na­tio­nen er­setzt wer­den. Be­hör­den und Da­ten­schüt­zer rea­gier­ten um­ge­hend auf den „Klin­gel­gate“: Ei­ne sol­che Not­wen­dig­keit aus da­ten­schutz­recht­li­chen Grün­den exis­tiert nicht.

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Ruf nach Bürokratieabbau
„Da platzt einem der Kragen!“

Ro­sen­heim — „Wa­rum ist die Bü­ro­kra­tie so ex­trem?“, fragt ein hei­mi­scher Bau­un­ter­neh­mer. „Je­der Be­am­te führt die Vor­schrif­ten bis zum En­de aus“, klagt ei­ne Gas­tro­no­min, Ge­schäfts­füh­re­rin ei­nes Tra­di­tions­un­ter­neh­mens. „Un­se­re Be­hör­den agie­ren in­zwi­schen völ­lig au­tark“, er­klärt ein Land­kreis­bür­ger­meis­ter. Und ein Ho­te­lier re­sig­niert: „I mog net mehr.“ – Ob Brand­schutz­vor­schrif­ten, Si­cher­heits­auf­la­gen, EU-Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung oder neuer­dings die Pau­schal­rei­se­richt­li­nie: Im „Fach­ge­spräch“ mit dem Be­auf­trag­ten für Bü­ro­kra­tie­ab­bau der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung, CSU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Wal­ter Nus­sel, schil­dern Be­trof­fe­ne Fäl­le aus al­len Le­bens­be­rei­chen, wel­che ih­nen die Haa­re zu Ber­ge ste­hen las­sen. Der „ober­ste Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rer“ lässt ei­ni­ge Fäl­le pro­to­kol­lie­ren und ver­spricht kon­kre­te Ab­hil­fe un­ter dem Mot­to „Wir ha­ben ver­stan­den – wir set­zen um.“

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Zwischenfazit zur EU-Datenschutzgrundverordnung
Remmertz: „Furcht war übertrieben“

Mün­chen — „Für Pa­nik gab und gibt es kei­nen An­laß“, be­tont Dr. Frank Rem­mertz, Fach­an­walt für ge­werb­li­chen Rechts­schutz und für In­for­ma­tions­tech­no­lo­gie­recht. Den­noch be­rei­tet die eu­ro­päi­sche Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung, kurz: EU-DSGVO, auch nach ih­rem In­kraft­tre­ten man­chem Kopf­zer­bre­chen, der per­so­nen­be­zo­ge­ne Da­ten ver­ar­bei­tet. Sei­nem Fach­vor­trag zum Zweck der EU-DSGVO im Mai fol­gend, er­läu­ter­te Rem­mertz zwei Mo­na­te spä­ter noch ein­mal im PresseClub Mün­chen die neue Rechts­la­ge. Sein Zwi­schen­fa­zit fo­kus­sier­te er auf die Aus­wir­kun­gen der EU-DSGVO für On­line-Me­dien und er­gänz­te es mit ei­ner To-Do-Lis­te so­wie ei­nem Aus­blick auf die an­ste­hen­den Neu­re­ge­lun­gen durch den Vor­schlag der EU-Kom­mis­sion für ei­ne E-Pri­va­cy-Ver­ord­nung.

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Bürgerprotest gegen Neuordnung des Polizeiaufgabengesetzes
Kohnen: „PAG wahrscheinlich verfassungswidrig“

München — Die von der bayeri­schen Staats­re­gie­rung ge­plan­te Neu­ord­nung des Po­li­zei­rechts er­fährt mas­si­ven Wi­der­stand: Ein brei­tes Bünd­nis aus mehr als 40 Par­teien, Ver­bän­den, Ver­ei­nen und Or­ga­ni­sa­tio­nen will die Ver­ab­schie­dung des über­ar­bei­te­ten Po­li­zei­auf­ga­ben­ge­set­zes (PAG) ver­hin­dern. Das „PAG-Neu­ord­nungs­ge­setz“ soll am 15. Mai vom Land­tag be­schlos­sen wer­den. Die CSU kann es dank ih­rer ab­so­lu­ten Mehr­heit im Al­lein­gang ver­ab­schie­den. SPD, Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN und DIE LINKE ha­ben be­reits Ver­fas­sungs­kla­ge an­ge­kün­digt, ei­ne ePeti­tion auf weact.campact.de wird von knapp 100.000 Un­ter­stüt­zern ge­tra­gen und das Bünd­nis „noPAG – Nein! zum neu­en Po­li­zei­auf­ga­ben­ge­setz Bayern“ will an Chris­ti Him­mel­fahrt, 10. Mai, mit ei­ner Kund­ge­bung auf dem Münch­ner Ma­rien­platz dem „Bür­ger­pro­test“ Nach­druck ver­lei­hen.

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IHK-Regionalausschuss Rosenheim besorgt über IT-Sicherheit
Kriminalpolizei warnt vor Cyberkriminalität

Ro­sen­heim — Schad­pro­gram­me, Bot­net­ze, Phishing so­wie DoS-, DDoS- und APT-An­grif­fe, oben­drein Social Engineering, Cyber­spio­na­ge und -sa­bo­ta­ge: Die fort­schrei­ten­de Di­gi­ta­li­sie­rung und Ver­net­zung stellt Un­ter­neh­men, Ver­wal­tun­gen und Pri­vat­nut­zer vor im­mer kom­ple­xe­re Heraus­for­de­run­gen. Kri­mi­nal­haupt­kom­mis­sar Wit­gar Neu­maier, Lei­ter des Fach­kom­mis­sa­ria­tes Cyber­crime bei der Kri­mi­nal­po­li­zei­in­spek­tion Ro­sen­heim, warn­te des­halb auf der jüngs­ten Sit­zung des IHK-Re­gio­nal­aus­schus­ses im Bräu­stüberl der Braue­rei Flöt­zin­ger ein­dring­lich vor der stei­gen­den Ver­wund­bar­keit der Fir­men. Da­ten­schutz­ex­per­te An­dreas Stürzl emp­fahl den Ge­schäfts­füh­rern zu­dem, ei­ne Cyber­si­cher­heits­stra­te­gie ein­zu­füh­ren. Und Aus­schuss­vor­sit­zen­der An­dreas Bens­eg­ger er­mu­tig­te Un­ter­neh­mer und Be­hör­den­ver­tre­ter zur gründ­li­chen Vor­be­rei­tung auf die Ein­hal­tung der EU-Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung.

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Stresstest für australische Unternehmen
EU-Datenschutzgrundverordnung erweitert Verbraucherrechte

Dead­line ist Frei­tag, 25. Mai 2018. Von die­sem Zeit­punkt an gilt die EU-Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung, kurz: EU-DSGVO – in Eng­lisch: „General Data Protection Regulation (GDPR)“. Sie ent­hält EU-weit gül­ti­ge Vor­schrif­ten zum Schutz na­tür­li­cher Per­so­nen bei der Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten und zum frei­en Ver­kehr sol­cher Da­ten. Un­ter­neh­men, Be­hör­den und Selbst­stän­di­ge, die ih­re Work­flows und Pro­zes­se zur Da­ten­er­fas­sung und -ver­ar­bei­tung bis zum Frist­ende nicht oder nur un­zu­rei­chend an die An­for­de­run­gen der eu­ro­päi­schen Ver­ord­nung an­ge­passt ha­ben, ris­kie­ren Sank­tio­nen und Buß­gel­der in Höhe von bis zu 20 Mil­lio­nen Euro (knapp 32 Mil­lio­nen aus­tra­li­sche Dol­lar) oder im Fall ei­nes Un­ter­neh­mens von vier Pro­zent des ge­sam­ten welt­weit er­ziel­ten Jah­res­um­sat­zes. US-ame­­ri­­ka­­ni­­sche und aus­tra­li­sche Un­ter­neh­men kön­nen eben­falls be­trof­fen sein. Durch ein ko­or­di­nier­tes Vor­ge­hen der EU-Da­ten­schutz­auf­sichts­be­hör­den wer­den Ver­stöße auch bei grenz­über­schrei­ten­der Tä­tig­keit bes­ser iden­ti­fi­ziert und ge­ahn­det wer­den. Pri­vat­per­so­nen nutz­nießen von den stren­ge­ren Vor­schrif­ten – und Ver­brau­cher­schutz­ver­bän­de wer­den künf­tig Lösch-, Aus­kunfts- und Scha­dens­er­satz­an­sprüche Be­trof­fe­ner leich­ter ein­kla­gen kön­nen.

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