Wahl zum Europäischen Parlament 2019
Quo vadis EU?

Straß­burg — Eu­ro­pa – ein Sub­kon­ti­nent im Um­bruch. 47 Staa­ten zäh­len zu ihm, von die­sen ge­hö­ren 28 zur Eu­ro­päi­schen Un­ion (EU), da­runter 19 zum Eu­ro-Raum. Zu den gro­ßen He­raus­for­de­run­gen ge­hö­ren Kli­ma- und Um­welt­schutz, Di­gi­ta­li­sie­rung, Wirt­schafts­wachs­tum, Bre­xit, de­mo­gra­fi­scher Wan­del, Zu­wan­de­rung und Um­sied­lung von Men­schen aus an­de­ren Welt­re­gio­nen so­wie Auf­recht­er­hal­tung der so­zia­len Si­che­rungs­sys­te­me. Al­le fünf Jah­re wäh­len die EU-Bür­ger ih­re na­tio­na­len Ver­tre­ter für das Eu­ro­päi­sche Par­la­ment (EP) in Straß­burg. Im Zeit­raum vom 23. bis 26. Mai wer­den die Mit­glie­der des EP für die Wahl­pe­ri­ode 2019 bis 2024 ge­wählt. Wahl­tag in Deutsch­land ist Sonn­tag, 26. Mai. Wahl­be­rech­tigt: rund 64,8 Mil­lio­nen Men­schen, da­von 60,8 Mil­lio­nen Deut­sche und 3,9 Mil­lio­nen in Deutsch­land le­ben­de „Un­ions­bür­ger“. Je­der Wäh­ler hat ei­ne Stim­me. Je­dem EU-Mit­glied­staat ste­hen min­des­tens sechs Par­la­ments­sit­ze zu, der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land mit 82 Mil­lio­nen Ein­woh­nern 96. Um die­se Sit­ze be­wer­ben sich heu­er ins­ge­samt 1.380 Kan­di­da­ten. 41 Par­teien und sons­ti­ge po­li­ti­sche Ver­ei­ni­gun­gen tre­ten mit ge­mein­sa­men Lis­ten für al­le Bun­des­län­der oder mit Lis­ten für ein­zel­ne Län­der an. In je­dem Bun­des­land wei­sen die Stimm­zet­tel 40 Wahl­vor­schlä­ge auf. Je­de Stim­me zählt: Das Feh­len ei­ner Sperr­klau­sel er­öff­net auch Klein­par­teien den Ein­zug. Ana­lys­ten se­hen die neun­te Di­rekt­wahl des EP, die Wahl­be­tei­li­gung und die Stim­men­ver­tei­lung als rich­tung­wei­send an für die künf­ti­ge Po­li­tik der Eu­ro­päi­schen Un­ion, aber auch für die Deutsch­lands.

Der Auf­wand in Deutsch­land ist enorm: Rund 72.000 Ur­nen- und et­wa 15.000 Brief­wahl­be­zir­ke wer­den ein­ge­rich­tet. Zir­ka 609.000 eh­ren­amt­li­che Wahl­hel­fer er­mög­li­chen die ord­nungs­ge­mä­ße Durch­füh­rung der EU-Wahl. In je­dem Wahl­lo­kal und für je­den Brief­wahl­be­zirk gibt es ei­nen Wahl­vor­stand, der sich aus ei­nem Wahl­vor­ste­her, ei­ner Stell­ver­tre­tung und drei bis sie­ben Bei­sit­zern zu­sam­men­setzt. Man­che Groß­städ­te be­nö­ti­gen über 10.000 Wahl­hel­fer. Zeit­gleich mit der EU-Wahl fin­den in zehn Bun­des­län­dern auch kom­mu­na­le Wah­len statt: in acht Län­dern Kom­mu­nal­wah­len, in Bre­men die Bür­ger­schafts­wahl und in Ham­burg Wah­len zu den Be­zirks­ver­samm­lun­gen. In die­sen Län­dern ist laut RTL/n-tv-Trend­ba­ro­me­ter für die Wäh­ler al­ler­dings der lo­ka­le Ur­nen­gang wich­ti­ger (31 Pro­zent) als die EU-Wahl (20 Pro­zent). Nicht ein­mal je­der Zwei­te (47 Pro­zent) hält bei­de Wahl­gän­ge für gleich wich­tig. So ge­rät die Wer­bung für die EU-Wahl in den Re­gio­nen mit kom­mu­na­len Wahl­kämp­fen ins Hin­ter­tref­fen: Die Hälf­te der Bür­ger (50 Pro­zent) nimmt die kom­mu­na­len Wahl­kämp­fe auch stär­ker wahr. Nur bei 21 Pro­zent über­wiegt der EU-Wahl­kampf. 54 Pro­zent der Wäh­ler wol­len bei bei­den Ur­nen­gän­gen für die sel­ben Par­teien stim­men, über ein Drit­tel (37 Pro­zent) wird sich je­weils an­ders ent­schei­den. In ver­gleich­ba­rer Ge­men­ge­la­ge bei der letz­ten EU-Wahl 2014 hat die Kopp­lung der Ur­nen­gän­ge wie­de­rum die Wahl­be­tei­li­gung ge­stei­gert.

Die von den Groß­par­teien für die EU-Wahl auf­ge­stell­ten „Spit­zen­kan­di­da­ten“ sind den meis­ten Wahl­be­rech­tig­ten un­be­kannt. Laut RTL/n-tv-Trend­ba­ro­me­ter kön­nen nur 28 Pro­zent den Kan­di­da­ten der CDU/CSU, Man­fred We­ber, nen­nen, nur 25 Pro­zent SPD-Spit­zen­kan­di­da­tin Dr. Ka­ta­ri­na Bar­ley. Je­weils elf Pro­zent wis­sen, dass Ska Kel­ler für Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN und Ni­co­la Beer für die FDP an­tre­ten. Zehn Pro­zent kön­nen AfD-Spit­zen­kan­di­dat Prof. Dr. Jörg Meu­then an­ge­ben. Al­le an­de­ren Kan­di­da­ten sind we­ni­ger als zehn Pro­zent der Be­frag­ten be­kannt. Selbst Par­tei­an­hän­ger kön­nen mehr­heit­lich nicht sa­gen, wer Spit­zen­kan­di­dat der „ei­ge­nen“ Par­tei ist: 43 Pro­zent der SPD-An­hän­ger kön­nen Bar­ley nen­nen, 41 Pro­zent der CDU/CSU-An­hän­ger We­ber, 23 Pro­zent der FDP-An­hän­ger Beer, 21 Pro­zent der AfD-An­hän­ger Meu­then und 16 Pro­zent der An­hän­ger der Bünd­nis­grü­nen Kel­ler. 2014 hat­te Mar­tin Schulz (SPD) als Kan­di­dat für das Amt des Prä­si­den­ten der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­sion zu ei­ner stär­ke­ren Per­so­na­li­sie­rung und Auf­merk­sam­keit der EU-Wahl bei­ge­tra­gen.

Grund­sätz­lich för­der­lich für das In­ter­es­se an der EU-Wahl ist ei­ne aus­ge­präg­te Iden­ti­fi­ka­tion. Die­ser steht al­ler­dings auch 40 Jah­re nach der ers­ten Di­rekt­wahl des EP ei­ne nur ge­rin­ge Ver­traut­heit mit der Po­li­tik in Brüs­sel und Straß­burg ge­gen­über: Für den BR-BayernTrend ga­ben Mit­te März fast drei Vier­tel der Be­frag­ten im Frei­staat an, fast nichts (14 Pro­zent) oder nur we­nig (53 Pro­zent) über die Ver­fah­ren und In­sti­tu­tio­nen der EU zu wis­sen.

Auf­bau der Eu­ro­päi­schen Un­ion

Kurz ge­fasst: Die Eu­ro­päi­sche Un­ion ist kein Staat. Sie hat kei­ne Re­gie­rung, kei­ne Haupt­stadt. Doch in be­stimm­ten Po­li­tik­be­rei­chen han­deln die Re­gie­run­gen der EU-Mit­glied­staa­ten ge­mein­schaft­lich und fas­sen für al­le ver­bind­li­che Be­schlüs­se. Da­zu wur­den sie­ben ge­mein­sa­me „eu­ro­päi­sche“ Or­ga­ne ge­schaf­fen: ers­tens das Eu­ro­päi­sche Par­la­ment (Re­prä­sen­tanz: Bür­ger der EU-Mit­glied­staa­ten – Auf­ga­be: Ge­setz­ge­bung und Haus­halt), zwei­tens der Eu­ro­päi­sche Rat (Staats- und Re­gie­rungs­chefs der EU-Mit­glied­staa­ten – po­li­ti­sche Zie­le und Prio­ri­tä­ten), drit­tens der Rat der Eu­ro­päi­schen Un­ion/„Mi­nis­ter­rat“ (Mi­nis­ter der EU-Mit­glied­staa­ten nach Res­sorts – Ge­setz­ge­bung und Haus­halt), vier­tens die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­sion (Exe­ku­ti­ve mit Ini­tia­tiv­recht für EU-Rechts­ak­te – Ein­hal­tung der EU-Rechts­ak­te), fünf­tens der Eu­ro­päi­sche Ge­richts­hof/EuGH (Rich­ter und Ge­ne­ral­an­wäl­te – Recht­spre­chung), sechs­tens die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank/EZB (na­tio­na­le Zen­tral­ban­ken – Geld­po­li­tik) und sieb­tens der Eu­ro­päi­sche Rech­nungs­hof/EuRH (Ver­tre­ter der EU-Mit­glied­staa­ten – Haus­halts­kon­trol­le).

In der EU wer­den Rechts­ak­te er­las­sen, die Ge­set­zes­kraft er­lan­gen. In den Be­rei­chen ge­mein­schaft­li­cher Po­li­tik sind es vor al­lem Ver­ord­nun­gen, die in al­len Mit­glied­staa­ten un­mit­tel­bar gül­tig wer­den. Bei­spiel: die EU-Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung (EU-DSGVO), wel­che die Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten durch pri­va­te Un­ter­neh­men und öf­fent­li­che Stel­len ver­ein­heit­licht. In an­de­ren Po­li­tik­be­rei­chen sind es Richt­li­nien, die von al­len na­tio­na­len Par­la­men­ten in Ge­set­zes­form ge­bracht wer­den müs­sen. Bei­spiel: die EU-Ur­he­ber­rechts­richt­li­nie, die be­stimm­te As­pek­te des Ur­he­ber­rechts und ver­wand­ter Schutz­rech­te in der In­for­ma­tions­ge­sell­schaft har­mo­ni­siert.

Das Eu­ro­päi­sche Par­la­ment wird als ein­zi­ge po­li­ti­sche Grup­pe der EU von den Bür­gern ge­wählt. Die Par­la­men­ta­rier schlie­ßen sich im EP län­der­über­grei­fend zu Frak­tio­nen zu­sam­men, die ei­ne ähn­li­che Po­li­tik ver­fol­gen. Das EP hat Ge­setz­ge­bungs­rech­te, Haus­halts­rech­te und Kon­troll­rech­te: Es be­stimmt die Mit­glie­der der Kom­mis­sion mit, ist in vie­len Be­rei­chen ge­mein­schaft­li­cher Po­li­tik ent­schei­dend an der Ge­setz­ge­bung der EU be­tei­ligt, kann Ge­setz­ent­wür­fe der Kom­mis­sion än­dern oder zu Fall brin­gen so­wie Ge­setz­ent­wür­fe ver­ab­schie­den. Ist das EP der An­sicht, bei ei­ner Fra­ge sei ein Ge­mein­schafts­ge­setz er­for­der­lich, kann es die Kom­mis­sion auf­for­dern, Vor­schlä­ge für Ge­set­ze aus­zu­ar­bei­ten. Das EP be­rät ge­mein­sam mit dem Mi­nis­ter­rat den Haus­halts­ent­wurf der Kom­mis­sion und ver­ab­schie­det ihn. In der Re­gel tagt es zwölf Mal im Jahr für meh­re­re Ta­ge in Straß­burg. Hin­zu kom­men ge­le­gent­li­che Zu­sam­men­künf­te in Brüs­sel, dem Haupt­sitz der EU, wo auch die 20 par­la­men­ta­ri­schen Aus­schüs­se ta­gen. Ein EU-Ab­ge­ord­ne­ter er­hält mo­nat­lich 8.757 Eu­ro, die zu ver­steuern sind. Hin­zu kom­men ei­ne Kos­ten­pau­scha­le von 4.513 Eu­ro so­wie ein Ta­ges­geld von 320 Eu­ro pro Sit­zungs­teil­nah­me. Kri­ti­ker be­män­geln, das EP tre­te hin­ter Kom­mis­sion und Eu­ro­päi­schen Rat zu­rück.

EU-Skep­sis vor dem Ur­nen­gang

Fast je­der zwei­te Eu­ro­päer (48 Pro­zent) sieht das EU-Pro­jekt der­zeit skep­tisch. Das be­sagt ei­ne On­line-Um­fra­ge des Markt- und Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tuts Ip­sos, die in 28 Län­dern welt­weit durch­ge­führt wur­de, da­run­ter in den neun EU-Mit­glied­staa­ten Deutsch­land, Frank­reich, Groß­bri­tan­nien, Ita­lien, Spa­nien, Bel­gien, Schwe­den, Po­len und Un­garn. Be­son­ders pes­si­mis­tisch sind da­nach die Ita­lie­ner (57 Pro­zent), ge­folgt von den Fran­zo­sen (54 Pro­zent) und den Bri­ten (52 Pro­zent). Nicht ein­mal je­der drit­te be­frag­te Unions­bür­ger (28 Pro­zent) ist der Über­zeu­gung, dass sich die EU grund­sätz­lich auf dem rich­ti­gen Weg be­fin­det. In Deutsch­land be­trach­tet bei­na­he je­der Zwei­te (48 Pro­zent) die Ent­wick­lun­gen in der EU kri­tisch (2017: 45 Pro­zent). Die Ur­sa­che für die EU-Skep­sis wur­zelt laut Ip­sos in ei­nem tie­fen Miss­trauen zwi­schen Re­gie­ren­den und Re­gier­ten: Fast je­der zwei­te be­frag­te Eu­ro­päer (45 Pro­zent) ist der An­sicht, dass die Re­geln und Be­stim­mun­gen der Eu­ro­päi­schen Un­ion ma­ni­pu­liert sind, um Rei­che und Mäch­ti­ge zu be­güns­ti­gen. Ei­ne knap­pe Mehr­heit (52 Pro­zent) glaubt zu­dem, füh­ren­de Po­li­ti­ker küm­mern sich nicht um die all­täg­li­chen Be­lan­ge der Men­schen. In­ner­halb der EU stim­men Bel­gier (57 Pro­zent) und Fran­zo­sen (56 Pro­zent) die­ser Aus­sa­ge am ehes­ten zu, deut­sche (48 Pro­zent) und pol­ni­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge (47 Pro­zent) zei­gen sich we­ni­ger skep­tisch.

Zwei ent­schei­den­de Ka­ta­ly­sa­to­ren für die EU-Skep­sis wa­ren die Fi­nanz- und Eu­ro­kri­se ab 2008 und die Flücht­lings­kri­se ab 2015, denn der mit ih­nen ver­bun­de­ne Kon­troll­ver­lust ließ Zwei­fel an den po­li­ti­schen Grund­ver­spre­chen der EU auf­kom­men, Wohl­stand und Si­cher­heit zu ge­währ­leis­ten. So ver­tritt laut Ip­sos nicht ein­mal je­der vier­te Un­ions­bür­ger (23 Pro­zent) die An­sicht, dass die EU in der Mi­gra­tions­po­li­tik ei­nen po­si­ti­ven Bei­trag ge­leis­tet hat. Be­son­ders aus­ge­prägt ist die Kri­tik in Frank­reich (Zu­stim­mung: 12 Pro­zent, Ab­leh­nung: 43 Pro­zent) und Ita­lien (16÷44), in Deutsch­land we­ni­ger (28÷35).

Fast drei Vier­tel (73 Pro­zent) al­ler Eu­ro­päer sa­gen aber auch, dass die EU die Rei­se­mög­lich­kei­ten er­leich­tert hat. Zwei von drei Be­frag­ten (66 Pro­zent) se­hen po­si­ti­ve Wir­kun­gen für den Han­del. Und ei­ne deut­li­che Mehr­heit (59 Pro­zent) stimmt der Aus­sa­ge zu, dass dank der EU fried­li­che Be­zie­hun­gen zwi­schen den eu­ro­päi­schen Na­tio­nen er­reicht wer­den konn­ten. Mit­te Mai ver­öf­fent­lich­te die deut­sche Ver­tre­tung der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­sion in Ber­lin ei­nen „Fak­ten­check“, wel­cher „die gän­gigs­ten My­then“ über die EU ent­kräf­ten soll und on­line ab­ge­ru­fen wer­den kann un­ter https://ec.europa.eu/germany/news/eu-myths_de.

Schluss­pha­se des EU-Wahl­kamp­fes

Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­meier hat in der Schluss­pha­se des EU-Wahl­kamp­fes vor ei­ner Fehl­ein­schät­zung der Rol­le Deutsch­lands in der EU ge­warnt: „Wir Deut­schen hal­ten uns gern für die bes­ten Eu­ro­päer. Wir be­schei­ni­gen uns be­son­de­re Groß­zü­gig­keit ge­gen­über un­se­ren Part­nern und be­son­de­re Rück­sicht­nah­me auf ih­re In­ter­es­sen.“ In vie­len Fra­gen gin­gen je­doch Ei­gen- und Fremd­wahr­neh­mung aus­ein­an­der. Eu­ro­pä­ische Po­li­tik müs­se viel­mehr ge­mein­sa­me Ant­wor­ten auf die Heraus­for­de­run­gen fin­den, so Stein­meier.

Die sechs wich­tigs­ten „Bau­stel­len“ der EU sind ak­tuell: die In­dus­trie- und Wett­be­werbs­po­li­tik beim Han­del mit Chi­na und den USA, die Aus­ge­stal­tung der Eu­ro­zo­ne, ei­ne lang­fris­ti­ge Kli­ma­schutz­stra­te­gie, die Auf­ga­be des Ein­stim­mig­keits­prin­zips, die Asyl­re­form und Mi­gra­tion so­wie die Er­wei­te­rung um Al­ba­nien, Ma­ze­do­nien, Mon­te­ne­gro, Ser­bien und die Tür­kei.

Vie­le ma­chen sich Sor­gen um Eu­ro­pa, auch ich.
Da­raus ent­steht bei mir ein noch ein­mal ge­stei­ger­tes Ge­fühl der Ver­ant­wor­tung,
mich ge­mein­sam mit an­de­ren um das Schick­sal die­ses Eu­ro­pas zu küm­mern.
Dr. An­ge­la Mer­kel (CDU), Bun­des­kanz­le­rin der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, 15. Mai 2019

Der bis­he­ri­ge EU-Wahl­kampf war frei­lich von an­de­ren Schwer­punk­ten ge­prägt: den Un­wäg­bar­kei­ten des Bre­xit, den Kon­zep­ten zur Ver­tie­fung der EU, den Ap­pel­len zur Über­win­dung der Kri­sen, der Zu­spit­zung auf ei­ne Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen EU-Un­ter­stüt­zern und EU-Kri­ti­kern, den Kli­ma­wan­del-De­bat­ten und „Fridays for Fu­ture“-De­mon­stra­tio­nen, den Skan­da­li­sie­run­gen ge­wis­ser Aus­sa­gen wie die Ver­ge­mein­schaf­tung von Wohn­ei­gen­tum und die Kol­lek­ti­vie­rung von Un­ter­neh­men, den War­nun­gen vor Des­in­for­ma­tion, Wahl­ma­ni­pu­la­tion und Rechts­po­pu­lis­mus so­wie den For­de­run­gen nach „Hal­tung“ und Wahl­teil­nah­me. Die bun­des­deut­sche Strahl­kraft der EU-Wahl spie­gelt sich auch in den Spe­ku­la­tio­nen über die po­li­ti­sche Zu­kunft der Gro­ßen Ko­a­li­tion in Ber­lin und von Bun­des­kanz­le­rin Dr. An­ge­la Mer­kel (CDU) wi­der.

In­halt­lich In­ter­es­sier­te kön­nen sich vor ih­rer Stimm­ab­ga­be auf spie­le­ri­sche Wei­se on­line mit dem „Wahl-O-Mat“ der Bun­des­zen­tra­le für po­li­ti­sche Bil­dung (bpb) über die Par­tei­pro­gram­me in­for­mie­ren. 


Erstveröffentlichung

Print: Ro­sen­hei­mer blick, Inn­ta­ler blick, Mang­fall­ta­ler blick, Was­ser­bur­ger blick, 32. Jg., Nr. 20/2019, Sams­tag, 18. Mai 2019, S. 1f., Ko­lum­ne „Ti­tel­sei­te“ (Kurz­fas­sung) [193/3/1/8; ei­ne Gra­fik]; Inn-Salz­ach blick, 10. Jg., Nr. 20/2019, Sams­tag, 18. Mai 2019, S. 1f., Ko­lum­ne „Ti­tel­sei­te“ (Kurz­fas­sung) [197/3/1/8; ei­ne Gra­fik].
Online: www.blick-punkt.com, Diens­tag, 14. Mai 2019; E-Paper Ro­sen­hei­mer blick, E-Paper Inn­ta­ler blick, E-Paper Mang­fall­ta­ler blick, E-Paper Was­ser­bur­ger blick, E-Paper Inn-Salz­ach blick, Sams­tag, 18. Mai 2019.
 

Dr. Olaf Konstantin Krueger M.A.

Digitaljournalist – Digitalpolitiker

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