Freie Fahrt zwischen München und Mühldorf auf der A 94
Scheuer: „Riesen-Lücke ist geschlossen“

Dor­fen — Be­für­wor­ter wie Geg­ner hal­ten den A 94-Lü­cken­schluss zwi­schen Pas­tet­ten im Land­kreis Er­ding und Hel­den­stein im Land­kreis Mühl­dorf am Inn glei­cher­ma­ßen für ei­ne Zä­sur – al­ler­dings aus un­ter­schied­li­chen Grün­den: Die ei­nen be­für­wor­ten die Ver­kehrs­in­fra­struk­tur­maß­nah­me als not­wen­di­ges Mit­tel zur Ent­las­tung der Bun­des­stra­ße 12 und zur wirt­schaft­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung der ge­sam­ten süd­baye­ri­schen Re­gion, die an­de­ren leh­nen die Isen­tal­au­to­bahn ab als Hei­mat­ver­lust, Na­tur­zer­stö­rung, Kli­ma­schä­di­gung und Steuer­geld­ver­schwen­dung. Seit An­fang Ok­to­ber ist der 33 Ki­lo­me­ter lan­ge, vier­strei­fi­ge Au­to­bahn­ab­schnitt be­fahr­bar. Die A 94 wird zur kür­zes­ten Fern­stra­ße zwi­schen Mün­chen und der Grenz­re­gion Pas­sau und ver­bes­sert die Ver­bin­dung nach Ös­ter­reich und Süd­ost­eu­ro­pa.

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Debatte über CO2-Steuer
Was kostet der Klimaschutz?

Ber­lin — Ver­zicht für den Klimaschutz: Drei von vier Er­wach­se­nen sind be­reit, Kurz­stre­cken­flü­ge zu un­ter­las­sen, fast zwei Drit­tel wür­den „deut­lich“ we­ni­ger Fleisch es­sen, mehr als je­der Zwei­te will sein Auto in In­nen­städ­ten ste­hen­las­sen – das hat das Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut YouGov er­mit­telt. Hö­he­re Sprit­prei­se ak­zep­tiert gut je­der Vier­te, deut­lich mehr Geld für Öko­strom wür­de je­der Fünf­te be­reit­wil­lig be­zah­len. Rü­cken­wind für die Gro­ße Ko­a­li­tion aus Union und SPD, die der­zeit die Wei­chen für ei­ne Re­form der Ener­gie­prei­se stellt? De­bat­tiert wird, den Aus­stoß des kli­ma­schäd­li­chen Treib­haus­ga­ses Koh­len­di­oxid (CO₂) mit ei­nem Preis zu ver­se­hen. „Die Chan­ce, die­ses Preis­sig­nal nun in die Tat um­zu­set­zen, war noch nie so groß wie jetzt“, meint Chris­toph Schmidt, Wirt­schafts­pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät Bo­chum. Eine CO₂-Steuer wä­re zu­gleich die fis­ka­li­sche Ein­lö­sung ei­ner „Fridays for Future“-For­de­rung. Al­ler­dings ist die Steuer- und Ab­ga­ben­last in Deutsch­land schon jetzt im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich über­durch­schnitt­lich hoch. Was be­deu­tet das für die Kli­ma­schutz­po­li­tik?

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Verbraucherschützer warnen vor Online-Ticketmarktplätzen
Fragwürdige Geschäftsmethoden

Mün­chen — Un­gül­ti­ge Ein­tritts­kar­ten, un­ge­naue Lie­fer­zei­ten, un­spe­zi­fi­sche Platz­an­ga­ben: Auf der Su­che nach güns­ti­gen Ein­tritts­kar­ten für Kon­zer­te, Shows, Tanz- und Sport­ver­an­stal­tun­gen kön­nen gut­gläu­bi­ge Ver­brau­cher durch un­se­riö­se On­line-An­ge­bo­te arg ge­täuscht wer­den. Ver­brau­cher­schüt­zer war­nen des­halb ein­dring­lich vor dem Er­werb von Ti­ckets auf On­line-Ti­cket­markt­plät­zen. Vor al­lem im Vi­sier: die Platt­for­men Ti­cket­ban­de und Via­go­go. Seit letz­tem Som­mer per­so­na­li­sie­ren im­mer mehr Ver­an­stal­ter ih­re Ein­tritts­kar­ten. Fol­ge: Käu­fer, die ihr Ti­cket auf ei­nem du­bio­sen On­line-Ti­cket­markt­platz er­wor­ben ha­ben, lau­fen Ge­fahr, kei­nen Zu­tritt zum Event zu er­hal­ten. Au­ßer­dem ist nicht ge­währ­leis­tet, dass Fans ih­re Ti­ckets recht­zei­tig er­hal­ten und die­se auch der ge­wähl­ten Ka­te­go­rie ent­spre­chen.

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Wohnbau Bachmaier errichtet Wohnanlage „Sonnenterrassen“
Tögings „Vorzeigeprojekt“ entlastet Wohnungsmarkt

Tö­ging am Inn — Die neue Wohn­an­la­ge „Son­nen­ter­ras­sen“ wird ab Mit­te 2020 für „die jun­ge Stadt vol­ler Ener­gie“ Tö­ging ein au­ßer­ge­wöhn­li­cher Be­zugs­punkt sein: Auf dem Grund­stück an Haupt- und Inn­stra­ße ent­ste­hen zwei bar­riere­freie Ge­bäu­de mit ins­ge­samt 65 in­di­vi­du­ell ge­plan­ten Woh­nun­gen und zwei Ge­wer­be­ein­hei­ten. In­be­grif­fen sind 75 Kel­ler­räu­me, 26 ober­ir­di­sche Park­plät­ze und 103 Stell­plät­ze in ei­ner zwei­stö­cki­gen Tief­ga­ra­ge. Das Wohn- und Ge­schäfts­haus „Haus A“ am nord­öst­li­chen Hang wird in­klu­si­ve Erd­ge­schoss sie­ben Eta­gen auf­wei­sen, das Mehr­fa­mi­lien­haus „Haus B“ im Süd­os­ten vier Stock­wer­ke. Die Wohn­flä­che bei­der Häu­ser be­trägt 5.400 m². Die Kauf­prei­se va­ri­ie­ren zwi­schen 133.000 Euro und 694.000 Euro. Ver­ant­wort­lich zeich­net die re­nom­mier­te Tö­gin­ger Wohn­bau Bach­maier GmbH, in den Land­krei­sen Mühl­dorf, Alt­öt­ting und Rot­tal-Inn be­kannt für maß­ge­schnei­der­tes Wohn­ei­gen­tum so­wie ge­ne­ra­tio­nen­über­grei­fen­den und be­hin­der­ten­ge­rech­ten Wohn­raum.

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Photovoltaik Schrankl
Namhafte PV-Technik zum fairen Preis

Ober­neu­kir­chen — Das Ober­neu­kir­che­ner Un­ter­neh­men Pho­to­vol­ta­ik Schrankl plant und in­stal­liert seit 2002 schlüs­sel­fer­ti­ge Pho­to­vol­ta­ik-An­la­gen zur Netz­ein­spei­sung. Zum Er­folgs­kon­zept der kun­den­freund­li­chen Pro­fis ge­hört höchs­te Qua­li­tät bei Pro­duk­ten und Mon­ta­ge zu fai­ren Prei­sen, die ei­nen wirt­schaft­li­chen Be­trieb si­cher­stel­len.

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Eisenbahn-Bundesamt ordnet Erkundungsbohrung an
Schmid: „Eine reine Machtdemonstration“

Ro­sen­heim — Neu­beuern muss auf dem Ge­län­de sei­ner Klär­an­la­ge ei­ne Er­kun­dungs­boh­rung der Deut­schen Bahn dul­den, die die­se im Rah­men der Tras­sen­fin­dung zum Bren­ner-Nord­zu­lauf durch­füh­ren will. Das Ei­sen­bahn-Bun­des­amt hat den Ferien­ort im ober­baye­ri­schen Inn­tal süd­lich von Ro­sen­heim an­ge­wie­sen, die Pro­be­boh­rung auf dem Ge­mein­de­grund zur Er­he­bung geo­lo­gi­scher Da­ten zu ak­zep­tie­ren. Neu­beuern hat­te sich noch im Au­gust mit Rats­be­schluss da­ge­gen aus­ge­spro­chen. „Ei­ne rei­ne Macht­de­mon­stra­tion“ nennt Mar­tin Schmid, Zwei­ter Bür­ger­meis­ter und Spre­cher des pla­nungs­kri­ti­schen „Bür­ger­fo­rums Inn­tal“, die An­ord­nung. Bis Jah­res­en­de führt die DB im Inn­tal rund 30 Boh­run­gen durch – bis auf Neu­beuern al­le im Ein­ver­neh­men mit den Grund­ei­gen­tü­mern, wie das Un­ter­neh­men mit­teilt.

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Ruf nach Bürokratieabbau
„Da platzt einem der Kragen!“

Ro­sen­heim — „Wa­rum ist die Bü­ro­kra­tie so ex­trem?“, fragt ein hei­mi­scher Bau­un­ter­neh­mer. „Je­der Be­am­te führt die Vor­schrif­ten bis zum En­de aus“, klagt ei­ne Gas­tro­no­min, Ge­schäfts­füh­re­rin ei­nes Tra­di­tions­un­ter­neh­mens. „Un­se­re Be­hör­den agie­ren in­zwi­schen völ­lig au­tark“, er­klärt ein Land­kreis­bür­ger­meis­ter. Und ein Ho­te­lier re­sig­niert: „I mog net mehr.“ – Ob Brand­schutz­vor­schrif­ten, Si­cher­heits­auf­la­gen, EU-Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung oder neuer­dings die Pau­schal­rei­se­richt­li­nie: Im „Fach­ge­spräch“ mit dem Be­auf­trag­ten für Bü­ro­kra­tie­ab­bau der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung, CSU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Wal­ter Nus­sel, schil­dern Be­trof­fe­ne Fäl­le aus al­len Le­bens­be­rei­chen, wel­che ih­nen die Haa­re zu Ber­ge ste­hen las­sen. Der „ober­ste Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rer“ lässt ei­ni­ge Fäl­le pro­to­kol­lie­ren und ver­spricht kon­kre­te Ab­hil­fe un­ter dem Mot­to „Wir ha­ben ver­stan­den – wir set­zen um.“

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vbw will ländlichen Raum gestärkt sehen
Kathrein: „Vorhandene Potenziale sind auszuschöpfen“

Ro­sen­heim — „Der länd­li­che Raum muss Wirt­schafts‑, Wohn- und Kul­tur­ort blei­ben“, ap­pel­liert An­ton Kath­rein bei der Vor­stel­lung ei­ner Ana­lyse der „vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V.“ über Chan­cen und Heraus­for­de­run­gen für den länd­li­chen Raum in Ober­bayern. Im Blick­feld: de­mo­gra­fi­scher Wan­del und Mi­gra­tion, Fach­kräf­te­si­che­rung, In­fra­struk­tur, Ge­sund­heits­ver­sor­gung, Di­gi­ta­li­sie­rung, Tou­ris­mus. Fa­zit vom vbw-Vor­stands­mit­glied und Vor­stands­vor­sit­zen­den der Kath­rein SE: Die Po­li­tik müs­se ih­rem Auf­trag nach gleich­wer­ti­gen Le­bens­ver­hält­nis­sen und Ar­beits­be­din­gun­gen nach­kom­men. Im Rah­men der kom­mu­na­len Da­seins­vor­sor­ge sei ei­ne zu­kunfts­fä­hi­ge In­fra­struk­tur be­reit­zu­stel­len.

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Betriebe spüren Fachkräftemangel
Bensegger: „Wir sind froh um jeden Azubi“

Ro­sen­heim — Die Mel­dung, je­der vier­te Aus­zu­bil­den­de in Deutsch­land bre­che sei­ne Aus­bil­dung ab, hat bun­des­weit für Schlag­zei­len ge­sorgt. An­dre­as Bens­eg­ger, Vor­sit­zen­der des IHK-Re­gio­nal­aus­schus­ses Ro­sen­heim, prä­zi­siert: Nicht je­de Ver­trags­auf­lö­sung ist gleich­zu­set­zen mit ei­nem voll­stän­di­gen Ab­bruch der Be­rufs­aus­bil­dung. So re­gis­trier­ten die baye­ri­schen In­dus­trie- und Han­dels­kam­mern nur bei acht Pro­zent al­ler Azu­bis das end­gül­ti­ge Aus­schei­den aus dem Sys­tem der be­ruf­li­chen Bil­dung oh­ne Ab­schluss. Da­mit selbst die­ser Wert sin­ke, bie­te die „IHKjobfit! – Aus­bil­dungs­mes­se für Schü­le­rin­nen und Schü­ler“ die er­for­der­li­che Be­rufs­orien­tie­rung.

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Bundesverwaltungsgericht erlaubt Fahrverbote
Drohen Wertverluste bei Dieselfahrzeugen?

Leip­zig — Fahr­ver­bo­te für Die­sel­fahr­zeu­ge hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig mit ei­nem weg­wei­sen­den Ur­teil für grund­sätz­lich zu­läs­sig er­klärt. Da­nach dür­fen Kom­mu­nen ei­gen­mäch­tig Stra­ßen oder Ge­bie­te für Die­sel­fahr­zeu­ge sper­ren, wenn die­se schar­fe Maß­nah­me zum schnel­len Ein­hal­ten von Schad­stoff­grenz­wer­ten der ein­zi­ge Weg zum Schutz der Ge­sund­heit ist. Zu­vor ist die Ver­hält­nis­mäßig­keit an­hand der je­wei­li­gen Luft­rein­hal­te­plä­ne zu prü­fen: Über­gangs­fris­ten und Aus­nah­me­re­ge­lun­gen sol­len mög­li­che Nach­tei­le für Be­trof­fe­ne ab­mil­dern, be­stimm­te An­woh­ner und Hand­wer­ker sind aus­zu­neh­men. Ei­nen Au­to­ma­tis­mus gibt es nicht. Mit der Ent­schei­dung steigt so­wohl der Druck auf die Au­to­mo­bil­in­dus­trie als auch die Un­si­cher­heit bei Die­sel-Fah­rern.

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