Schrittweise Unterrichtsaufnahme in der Corona-Krise
Arndt: „Absolut schülerfreundlich“

Berlin/München — Die Ab­schluss­jahr­gän­ge der wei­ter­füh­ren­den und be­ruf­li­chen Schu­len sind in ih­re Klas­sen­räu­me zu­rück­ge­kehrt. Bis zum Be­ginn der Som­mer­fe­rien sol­len al­le übri­gen Schü­ler ih­re Schul­ge­bäu­de zu­min­dest ta­­ge- oder wo­chen­wei­se wie­der be­su­chen kön­nen. Vor den Fe­rien wird es aber laut Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (KMK) kei­nen re­gu­lä­ren Schul­be­trieb mehr ge­ben, da dies beim jet­zi­gen Stand der Corona-Krise nicht mög­lich sei. Ne­ben strik­ten Ab­stands­re­geln und Hy­gie­ne­vor­ga­ben zur Ver­mei­dung ei­ner In­fek­tion mit dem Coronavirus wer­de das Tra­gen von Mund-Nase-Masken frei­wil­lig sein. In­des­sen soll der Mix aus Prä­senz­un­ter­richt und „Ler­nen zu­hau­se“ aus­ge­baut so­wie di­gi­ta­les Leh­ren und Ler­nen wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Bayerns Kul­tus­mi­nis­ter Michael Piazolo sieht die lau­fen­den Prü­fungs­vor­be­rei­tun­gen als „Chan­ce, sich ziel­ge­rich­tet und in Klein­grup­pen auf das Abi­tur vor­zu­be­rei­ten“. Beim „Ler­nen zu­hau­se“ er­hiel­ten Schü­ler, die nicht selbst über ein ge­eig­ne­tes di­gi­ta­les End­ge­rät ver­füg­ten, „un­bü­ro­kra­ti­sche und schnel­le Un­ter­stüt­zung“.

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Corona-Krise beeinträchtigt Regelbetrieb
Spenden sichern Tafeln

Rosenheim/Mühldorf am Inn — In­fek­tions­ri­si­ko, Aus­gangs­be­schrän­kung, Wa­ren­knapp­heit: Die Corona­vi­rus-Pandemie und die da­mit ver­bun­de­nen staat­li­chen Vor­ga­ben be­deu­ten für die Tafeln ei­nen Ein­schnitt. Je­de zwei­te der rund 950 bun­des­deut­schen Ta­feln und der 169 baye­ri­schen Tafeln hat den Be­trieb ein­ge­stellt. Peter Zilles, Vor­sit­zen­der des Tafel Bayern e. V., sieht den Grund vor al­lem im meist ho­hen Al­ter der ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter und Gäste: Äl­te­re Men­schen ge­hö­ren zu den durch das Coronavirus be­son­ders ge­fähr­de­ten Per­so­nen. In gro­ßen Städ­ten wie Mün­chen, Er­lan­gen, Nürn­berg, Re­gens­burg und Augs­burg wird der Be­trieb mit adä­qua­ten An­pas­sun­gen auf­recht­er­hal­ten. Auch die re­gio­na­len Tafeln rea­gie­ren mit be­son­de­ren Be­suchs­re­geln und aus­ge­dehn­tem Lie­fer­ser­vice. In der Kri­se sind die meis­ten mehr als üb­lich auf Spen­den an­ge­wie­sen.

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Bayerische Kommunalwahlen im Schatten der Corona-Krise
Je acht Stichwahlen in Mühldorf und Rosenheim

Mühldorf am Inn/Rosenheim — Bayern hat ge­wählt – doch man­che Kom­mu­nen brau­chen ei­ne zwei­te Run­de. Bei den Kom­mu­nal­wah­len am 15. März wur­den in 71 Land­krei­sen und 2.056 Städ­ten, Märk­ten und Ge­mein­den die Kreis­ta­ge, Stadt‑, Markt- und Ge­mein­de­rä­te ge­wählt, zu­dem die meis­ten Land­rä­te, Ers­ten Bür­ger­meis­ter und Ober­bür­ger­meis­ter. In ei­ni­gen Land­krei­sen, Städ­ten und Ge­mein­den ist je­doch ei­ne Stich­wahl er­for­der­lich, da­run­ter in der Kreis­stadt Mühl­dorf am Inn so­wie in Stadt und Land­kreis Ro­sen­heim. Al­ler­dings wird es bei den Stich­wah­len am 29. März kei­nen Gang zur Wahl­ur­ne ge­ben: Die Staats­re­gie­rung hat we­gen der Corona-Krise be­schlos­sen, dass Brief­wahl­un­ter­la­gen ver­sandt wer­den.

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Corona-Krise hat dramatische regionale Folgen
Huml: „Ausbreitung verlangsamen“

Mühldorf am Inn/Rosenheim — „Wir sind am An­fang ei­ner Epidemie“, ver­deut­licht der Prä­si­dent des Robert Koch-In­sti­tuts (RKI), Lothar Wieler. Das RKI re­gis­triert für al­le Bun­des­län­der 1.567 COVID-19-In­fi­zier­te, da­run­ter drei To­des­fäl­le in Nord­rhein-West­fa­len. „Die Co­ro­na-Kri­se ist voll in Bayern an­ge­kom­men“, kon­sta­tiert auch Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Markus Söder (CSU). In Bayern sind 366 In­fi­zier­te be­kannt, in Stadt und Land­kreis Ro­sen­heim neun, im Land­kreis Mühl­dorf am Inn der­zeit nie­mand. Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­te­rin Melanie Huml (CSU) ruft die Bür­ger zur Ko­opera­tion bei der Ein­däm­mung des neu­ar­ti­gen Coronavirus auf: „Es liegt in der Ver­ant­wor­tung je­des Ein­zel­nen, da­für zu sor­gen, dass sich die Aus­brei­tung des Virus mög­lichst ver­lang­samt“. In­des er­grei­fen Be­hör­den und Po­li­tik au­ßer­ge­wöhn­li­che Maß­nah­men.

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Corona-Pandemie: Piraten sagen Parteiveranstaltungen ab
Krueger: „Digitale Alternativen ausloten“

München/Rosenheim — Der Frei­staat Bayern hat am heu­ti­gen 10. März per All­ge­mein­ver­fü­gung Ver­an­stal­tun­gen mit mehr als 1.000 Be­su­chern bis ein­schließ­lich 19. April un­ter­sagt, um ei­ne Aus­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus (SARS-CoV‑2) ein­zu­däm­men. Die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung emp­fiehlt ei­ne Ab­sa­ge von Ver­an­stal­tun­gen mit 500 bis 1.000 Per­so­nen. Das Robert Koch-In­sti­tut rät, Kon­tak­te ge­ne­rell zu re­du­zie­ren und selbst auf pri­va­te Ver­an­stal­tun­gen zu ver­zich­ten. Der Kreis­ver­band für Stadt und Land­kreis Ro­sen­heim der Piraten­par­tei Deutsch­land folgt der Ri­si­ko­be­wer­tung der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung, des Robert Koch-In­sti­tuts und des Staat­li­chen Ge­sund­heits­am­tes Ro­sen­heim: Die Di­gi­tal­po­li­ti­ker stop­pen ih­ren ana­lo­gen Kom­mu­nal­wahl­kampf. Al­le öf­fent­li­chen Par­tei­ver­an­stal­tun­gen sind bis zum En­de der Os­ter­ferien ab­ge­sagt. Die PIRATEN kon­zen­trie­ren sich statt­des­sen auf So­zia­le Me­dien. Dr. Olaf Konstantin Krueger, Po­li­ti­scher Ge­schäfts­füh­rer des Be­zirks­ver­ban­des Ober­bayern, emp­fiehlt, in der Corona-Krise pri­vat und be­ruf­lich di­gi­ta­le Al­ter­na­ti­ven aus­zu­lo­ten.

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Maßnahmen zum Infektionsschutz gegen das Coronavirus
Hierl: „Bewahren Sie einen klaren Kopf!“

Rosenheim/Mühldorf am Inn — Das neu­ar­ti­ge Co­ro­na­vi­rus ver­brei­tet sich im­mer wei­ter. Die Maß­nah­men zur Ein­däm­mung wer­den dras­ti­scher. „Die Si­tua­tion ent­wi­ckelt sich dy­na­misch“, kon­sta­tiert der Lei­ter des Staat­li­chen Ge­sund­heits­am­tes Ro­sen­heim, Dr. Wolf­gang Hierl, der zu­gleich zur Be­son­nen­heit mahnt: Die La­ge ist „sehr über­sicht­lich“, Stadt und Land­kreis sind „bes­tens ge­rüs­tet“ und auf wei­te­re Fäl­le vor­be­rei­tet, ein Stu­fen-Plan für den Not­fall steht. Im Land­kreis Mühl­dorf am Inn gibt es laut Ge­sund­heits­amt noch kei­nen In­fek­tions­fall.

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Gebührenverordnung der Bundespolizei in der Kritik
Lau: „Notfalls gegen Bescheid klagen“

Berlin — Das sind Prei­se: Die „münd­li­che Platz­ver­wei­sung in Ver­bin­dung mit Iden­ti­täts­fin­dung“ kos­tet 44,65 Eu­ro, die „An­ord­nung des Ge­wahr­sams“ 74,15 Eu­ro, der „Voll­zug des Ge­wahr­sams in der sta­tio­nä­ren Ge­wahr­sams­ein­rich­tung“ 6,51 Eu­ro je an­ge­fan­ge­ne Vier­tel­stun­de. Un­be­merkt von Öf­fent­lich­keit und Me­dien hat Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst Seehofer (CSU) An­fang Ok­to­ber 2019 ei­ne Ge­büh­ren­ver­ord­nung für die Bun­des­po­li­zei ein­ge­führt, die für „in­di­vi­du­ell zu­re­chen­ba­re öf­fent­li­che Leis­tun­gen“ Ge­büh­ren und Aus­la­gen er­hebt. De­ren Hö­he rich­tet sich nach dem „Ge­büh­ren- und Aus­la­gen­ver­zeich­nis“, das auch „Tat­be­stän­de“ für ih­re Be­frei­ung so­wie Kos­ten für ih­re Fest­set­zung re­gelt. Nord­rhein-West­fa­len ver­schickt die­ser Ta­ge die ers­ten Zah­lungs­auf­for­de­run­gen. Bür­ger­recht­ler be­fürch­ten in­des ei­ne Ein­schrän­kung von Grund­rech­ten durch die Hin­ter­tür.

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Bahn plant „Info-Tour“ zur Ausbaustrecke 38
„Virtual Reality“ unterstützt Bürgerdialog

Mühldorf am Inn — Ei­nes der größ­ten Bahn­pro­jek­te in Bayern er­reicht ei­nen Mei­len­stein: Der zwei­glei­si­ge Aus­bau mit Elek­tri­fi­zie­rung der 145 Ki­lo­me­ter lan­gen Bahn­stre­cke zwi­schen Mün­chen, Mühl­dorf und Frei­las­sing mün­det in die ers­te „Plan­fest­stel­lung“. Zu die­sem Ver­wal­tungs­ver­fah­ren über die Zu­läs­sig­keit des raum­be­deut­sa­men Vor­ha­bens und des­sen In­fra­struk­tur­maß­nah­men ge­hö­ren Ge­sprä­che mit Be­hör­den und Bür­gern. So will die Deut­sche Bahn AG in die­sem Jahr ih­re Pla­nun­gen un­ter an­de­rem dar­le­gen via „Info-Tour“ durch die Kom­mu­nen ent­lang der so­ge­nann­ten „Aus­bau­stre­cke 38 (ABS 38)“. Ei­nen „zen­tra­len Bau­stein im Dia­log mit den Bür­gern“ bil­det da­bei das neue „InfoCenter“ am Mühl­dor­fer Bahn­hof: Mit­tels „Virtual Reality“-Bril­len, Schall­si­mu­la­tio­nen und Ex­po­na­ten sol­len die Be­su­cher ei­nen Ein­druck von den Maß­nah­men be­kom­men.

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Pädagogen wütend über „Notmaßnahmen“ wegen Lehrermangels
Protest und Petition gegen Mehrarbeit

München — Leh­rer an baye­ri­schen Grund‑, Mit­tel- und För­der­schu­len pro­tes­tie­ren ge­gen die Neu­re­ge­lung ih­rer Ar­beits­be­din­gun­gen ab dem Schul­jahr 2020/2021. An­fang Ja­nu­ar hat­te der Baye­ri­sche Staats­mi­nis­ter für Un­ter­richt und Kul­tus, Prof. Dr. Michael Piazolo (Freie Wäh­ler), ei­ne Kom­bi­na­tion aus dienst­recht­li­chen und frei­wil­li­gen Maß­nah­men zur „Si­che­rung der Un­ter­richts­ver­sor­gung“ an Grund- und Mit­tel­schu­len an­ge­ord­net. Da­nach sol­len die Pä­da­go­gen vorüber­ge­hend je­de Wo­che ei­ne Stun­de mehr ar­bei­ten, min­des­tens 24 Wo­chen­stun­den leis­ten, frü­hes­tens mit Voll­en­dung des 65. Le­bens­jah­res in den Ru­he­stand ge­hen und kei­ne „Sab­bat­jah­re“ mehr ein­le­gen dür­fen. Nach lan­des­wei­ten Pro­tes­ten der Ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft (GEW) und des Baye­ri­schen Leh­rer- und Leh­re­rin­nen­ver­ban­des (BLLV) am „Ak­tions­tag Leh­rer­man­gel: So nicht!“, hat ei­ne Pe­ti­tion auf change.org nun knapp 47.000 Un­ter­zeich­ner ge­fun­den, wel­che un­ter an­de­rem die „ver­pflich­ten­de Er­hö­hung der Wo­chen­stun­den bei gleich­zei­ti­ger De-Fac­to-Re­du­zie­rung des durch­schnitt­li­chen Stun­den­lohns“ kri­ti­siert.

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Neue „Verkehrsgemeinschaft Rosenheim“ will ÖPNV verbessern
„Ein Netz, ein Fahrplan, ein Tarif“

Rosenheim — „Ein Netz, ein Fahr­plan, ein Ta­rif“ lau­tet das Mot­to, un­ter dem sich für Stadt und Land­kreis Ro­sen­heim fünf re­gio­na­le Bus­un­ter­neh­men und die Deut­sche-Bahn-Toch­ter Re­gio­nal­ver­kehr Ober­bayern zur „Ver­kehrs­ge­mein­schaft Ro­sen­heim“ zu­sam­men­ge­schlos­sen ha­ben: Mit ab­ge­stimm­tem Ta­rif, kür­ze­rer Tak­tung und mehr Bus­li­nien soll der Öf­fent­li­che Per­so­nen­nah­ver­kehr flä­chen­de­ckend kon­so­li­diert wer­den. Das ge­mein­sa­me Vor­ge­hen dürf­te zu­letzt durch zwei Ent­wick­lun­gen be­schleu­nigt wor­den sein: den En­de No­vem­ber 2019 von Kreis­aus­schuss, Kreis­tag und Stadt­rat be­schlos­se­nen Nah­ver­kehrs­plan für Stadt und Land­kreis Ro­sen­heim so­wie die zum Kom­mu­nal­wahl­kampf 2020 von den meis­ten Par­teien und Wäh­ler­ver­ei­ni­gun­gen er­ho­be­nen For­de­run­gen nach mas­si­ver Aus­wei­tung re­gio­na­ler Mo­bi­li­täts­an­ge­bo­te.

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