Internationales Straßenkunst-Festival „Spektakel Rosenheim“
Kulturarena unter freiem Himmel

Ro­sen­heim — En­de Ju­li ver­wan­delt das „Spek­ta­kel Ro­sen­heim“ die in­ner­städ­ti­sche Fuß­gän­ger­zo­ne in ei­ne Frei­luft-Kul­tur­are­na: Pro­fes­sio­nel­le Stra­ßen­künst­ler aus 13 Na­tio­nen ge­ben am Frei­tag, 26. Ju­li, und am Sams­tag, 27. Ju­li, an sechs Stand­or­ten Gast­spie­le in den Spar­ten Mu­sik, Come­dy, Akro­ba­tik, Thea­ter und Ma­gie. Die Auf­trit­te sind kos­ten­frei, auch abends in den teil­neh­men­den Res­tau­rants, Bars und Knei­pen – die Künst­ler spie­len le­dig­lich „für den Hut“. „Gu­te Lau­ne und lo­cke­re Stim­mung“ ver­spricht Sabrina Obermoser, Ge­schäfts­füh­re­rin vom aus­rich­ten­den „City-Ma­na­ge­ment Ro­sen­heim e. V.“, wel­cher mit dem High­light zu­gleich sein 20-jäh­­ri­ges Be­ste­hen krönt. Martin Hinz aus Lands­hut, zu­stän­dig für die künst­le­ri­sche In­ten­danz, re­sü­miert das Be­son­de­re des Spek­ta­kels für die Ro­sen­hei­mer: Sie sind so­wohl Zu­schauer als auch Teil­neh­mer.

Ro­sen­heims gro­ßes Vor­bild ist das „Edin­burgh Fringe“, das welt­weit größ­te Kul­tur­fes­ti­val mit mehr als 50.000 Auf­füh­run­gen über drei Wo­chen hin­weg. Die­ses Kul­tur­fes­ti­val hat „Fringe Fes­ti­vals“ rund um den Glo­bus in­spi­riert mit Schwer­punk­ten in Ameri­ka, Ka­na­da, Aus­tra­lien und Eu­ro­pa. Die größ­te eu­ro­päi­sche Stra­ßen­kunst­büh­ne bie­tet Lands­hut: Das in­ter­na­tio­na­le Stra­ßen­kunst-Fes­ti­val „Spek­ta­kel Lands­hut“ zieht je­des Jahr rund 150.000 Be­su­cher an und stellt mit zwei Mil­lio­nen Eu­ro Um­satz ei­nen be­deu­ten­den Wirt­schafts­fak­tor dar. Hier hol­ten die Ver­an­stal­ter Martin und Inge Hilz al­lein 2018 zur zwölf­ten Auf­la­ge ins­ge­samt 140 Künst­ler aus 21 Na­tio­nen für drei Ta­ge in die Alt- und Neu­stadt, bo­ten über 300 Stun­den Pro­gramm. Martin Hilz zeich­net nun auch ver­ant­wort­lich für das Pro­gramm des „Spek­ta­kel Ro­sen­heim“. Maß­ga­be: ho­he künst­le­ri­sche Qua­li­tät mit an­spruchs­vol­len, un­ter­halt­sa­men, teils nach­denk­li­chen, teils über­ra­schen­den Auf­füh­run­gen, die al­le Ge­ne­ra­tio­nen an­spre­chen. Ziel: Die Künst­ler ver­wan­deln das Stadt­zen­trum in ei­ne Frei­luft-Kul­tur­are­na und die Pas­san­ten in neu­gie­ri­ge Be­ob­ach­ter. Mot­to: Je­der darf und soll kom­men, stau­nen, la­chen, zu­hö­ren und an­ge­tan durch Ro­sen­heims Fuß­gän­ger­zo­ne fla­nie­ren – von Show zu Show, von Band zu Band, von Künst­ler zu Künst­ler.

Das „Spek­ta­kel Ro­sen­heim“ dau­ert zwei Ta­ge: von Frei­tag, 26. Ju­li, 16 Uhr, mit En­de um 22 Uhr, bis Sams­tag, 27. Ju­li, von 12 Uhr bis 22 Uhr. Die Auf­tritts­or­te sind: Lud­wigs­platz, Mit­ter­tor, Hei­lig-Geist-Stra­ße, Max-Jo­sefs-Platz so­wie die City-Ma­na­ge­ment-Büh­ne. Die Auf­trit­te fin­den auch bei un­güns­ti­gem Wet­ter statt, für Re­gen­schutz ist ge­sorgt. Da­rüber hin­aus un­ter­hält das City-Ma­na­ge­ment auf dem Max-Jo­sefs-Platz zwei In­fo-Stän­de, an de­nen man bei­spiels­wei­se Sitz­kis­sen er­hält. Im Rah­men des „Night­life“ tre­ten die Stra­ßen­künst­ler an bei­den Aben­den zu­sätz­lich in fünf Lo­ka­len auf: im „Rizz“, „Hans im Glück“, „smuc“, „Zum Santa“ so­wie im „Giu­sep­pe e ami­ci“ – laut Hilz ein Al­lein­stel­lungs­merk­mal für Lands­hut und Ro­sen­heim. Das Pro­gramm ist als Flyer er­hält­lich und on­line ab­ruf­bar un­ter www.ro-city.de. Der Zeit­plan stellt An­nä­he­rungs­wer­te dar, früh­zei­ti­ges Er­schei­nen ist rat­sam.

Hilz: Hil­fe für „Smom­bies“

Stra­ßen­kunst ist die ehr­lichs­te Form der Kunst“, meint Hilz, der sich si­cher zeigt, den Blick der „Smom­bies“ auch in Ro­sen­heim weg vom Smart­phone hin zum Gig füh­ren zu kön­nen. Auf­tre­ten wer­den der eng­li­sche Künst­ler Andy Snatch, die deut­sche Per­cus­sion Band „Bateria Z“, die öster­rei­chi­schen Did­ge­ri­doo-Mu­si­ker „Die 3Her­ren“, der Meis­ter des Diab­los „Djuggledy“ aus Deutsch­land, die Multi­kul­ti­band „Faela“ aus Mal­mö, die Voll­blut­mu­si­ker „Guappe­cartò“ aus der Pa­ri­ser Mu­sik­sze­ne, die is­ra­eli­sche Künst­le­rin „Jay Toor“, der eng­li­sche Mu­si­ker Jon Kenzie, der Il­lu­sio­nist, Yogi und Jong­leur Jyoti, das deut­sche Mu­si­ker-Trio Mike, Veronika und Markus, die bei­den deut­schen Akro­ba­ten Alexander und Jonas aka „Living Flags“, der Ro­sen­hei­mer Pro­fi­zau­be­rer „Mekks“, das Ro­sen­hei­mer Duo „RigoL&tOrF“ so­wie der iri­sche Ko­mi­ker Shiva Grings. Al­le spie­len „für den Hut“, sprich: Die Gunst des Pub­li­kums zeigt sich am „Hut­geld“, das die Ga­ge der Stra­ßen­künst­ler dar­stellt, mit der sie ih­ren Le­bens­un­ter­halt be­strei­ten. Das Fes­ti­val fin­det bei je­dem Wet­ter statt. Für das leib­li­che Wohl ist im Bier­gar­ten am Lud­wigs­platz/Ge­rin­ne ge­sorgt.

Wird das „Spek­ta­kel Ro­sen­heim“ ein Er­folg, kann sich das Kul­tur­fes­ti­val in den kom­men­den Jah­ren aus­deh­nen, sagt Obermoser. Die Voraus­set­zun­gen sind güns­tig: Mit Hilzens Ex­per­ti­se star­tet Ro­sen­heim be­reits auf dem Ni­veau, auf dem Lands­hut nach sie­ben Jah­ren war. City-Ma­na­ge­rin Obermoser setzt zu­dem auf ei­ne Be­le­bung der In­nen­stadt und die Un­ter­stüt­zung des Ein­zel­han­dels, des­sen Ge­schäf­te durch­aus bis 20 Uhr ge­öff­net sein könn­ten und bei­spiels­wei­se be­glei­ten­de Buch­le­sun­gen an­zu­bie­ten ver­mag. Zum Er­folg tra­gen über­dies die Spon­so­ren bei, oh­ne de­ren Un­ter­stüt­zung das Spek­ta­kel nicht durch­führ­bar ge­we­sen sei: Spar­kas­se Ro­sen­heim-Bad Aib­ling, Flöt­zin­ger Bräu Ro­sen­heim, OVB Medien­haus, Stadt Ro­sen­heim, Volks­bank Raiff­ei­sen­bank Ro­sen­heim-Chiem­see eG, WEKO, clean24, ACP IT for in­no­va­tors, Auer Bräu Ro­sen­heim, smuc Gold­schmie­de, Schleu­der­maxx, Krum­tün­ger, Adl­maier for man, Wil­helm Sie wer­den se­hen, IG Inn­straße, Bizz’up, GFH Im­mo­bi­lien, Kolb Semmelmayr An­walts­kanz­lei, Kolb Im­mo­bi­lien und Haus­ver­wal­tungs GmbH, TicketZentrum Ro­sen­heim so­wie das Druck­haus Wittich Chiem­gau. 


Erstveröffentlichung

Online: blick-punkt.com, Diens­tag, 9. Ju­li 2019.
 

Dr. Olaf Konstantin Krueger M.A.

Digitaljournalist – Digitalpolitiker

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