Piraten-Kreisvorstand unterstreicht Datenschutz im Europawahlkampf 2014
Manifest betont liberale und soziale Politik

Ro­sen­heim — Die Ro­sen­hei­mer PIRATEN ha­ben auf ih­rem Kreis­par­tei­tag ei­nen neu­en Vor­stand ge­wählt und ein „Ma­ni­fest“ be­schlos­sen. Mit der De­kla­ra­tion un­ter­streicht die Pi­ra­ten­par­tei ih­re „hu­ma­nis­tisch ge­präg­te, li­be­ra­le und so­zia­le Po­li­tik“ und be­kennt sich zur So­zia­len Markt­wirt­schaft. Für den be­vor­ste­hen­den Eu­ro­pa­wahl­kampf setzt der fünf-köp­­fi­ge Kreis­vor­stand auf die The­men Da­ten­schutz, Pri­vat­sphä­re und In­for­ma­tions­frei­heit.

Wir brau­chen ei­nen Da­ten­schutz, bei dem die Da­ten al­ler Bür­ger wirk­lich ge­schützt sind“, for­dert der neue stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de Bern­hard Häus­ler aus Kol­ber­moor: „Wir brau­chen ei­ne Netz­po­li­tik, die auch struk­tur­schwa­che Re­gio­nen mit ein­bin­det und ei­ne Dros­sel­kom ver­hin­dert.“ Des­halb bie­ten die PIRATEN un­ter dem Mot­to „Mei­ne Da­ten ge­hö­ren mir“ zur Wahl des Eu­ro­pä­ischen Par­la­men­tes ei­ne Rei­he von In­fo­stän­den und Work­shops in Ro­sen­heim an. In­halt­lich rei­chen die­se von der Ver­schlüs­se­lung elek­tro­ni­scher Post bis zum ano­ny­men Sur­fen im Netz.

Be­gin­nen wol­len die PIRATEN mit ei­ner Un­ter­schrif­ten-Ak­tion am 10. Mai, mit der sie auf die Vi­deo­über­wa­chung in der Ro­sen­hei­mer In­nen­stadt auf­merk­sam ma­chen. Die Un­ter­schrif­ten „ge­gen ei­ne wil­de Vi­deo­über­wa­chung des öf­fent­li­chen Rau­mes durch Un­ter­neh­men und Pri­vat­per­so­nen“ sol­len spä­ter Ober­bür­ger­meis­te­rin Ga­bri­ele Bauer über­ge­ben wer­den. Ein Work­shop am 27. Mai zur ana­lo­gen und di­gi­ta­len Über­wa­chung run­det die Ver­an­stal­tungs­rei­he ab.

Im Kom­mu­na­len will sich die Pi­ra­ten­par­tei „ziel­orien­tiert für ei­ne gu­te Zu­sam­men­ar­beit der PIRATEN mit den ver­schie­de­nen kom­mu­nal­po­li­tisch re­le­van­ten Gre­mien, Ver­ei­nen und Or­ga­ni­sa­tio­nen in Stadt und Land­kreis Ro­sen­heim ein­set­zen“, er­läu­tert der wie­der­ge­wähl­te Vor­sit­zen­de Tho­mas G. Wei­gert aus Kol­ber­moor. In­ter­es­sier­te und Neu­mit­glie­der zu för­dern sei ihm ge­nau­so An­lie­gen wie der im Amt be­stä­tig­ten Schatz­meis­te­rin Im­ke Ar­bin­ger aus Ro­sen­heim.

Für die Ro­sen­hei­mer PIRATEN be­deu­tet der Aus­gang der Kom­mu­nal­wah­len, „dass die Nut­zung des In­ter­nets für die Kom­mu­nal­de­mo­kra­tie auf sich war­ten las­sen dürf­te“, meint der wie­der­ge­wähl­te Po­li­ti­sche Ge­schäfts­füh­rer Dr. Olaf Konstantin Krueger aus Ober­au­dorf. „Die Pi­ra­ten­par­tei hat längst Er­fah­rung mit In­stru­men­ten wie Li­quid Feed­back und Open An­trag, doch vie­len baye­ri­schen Kom­mu­nen ist selbst ei­ne In­for­ma­tions­frei­heits­sat­zung noch fremd“, er­klärt Krueger. Des­halb hat der Kreis­par­tei­tag laut Flo­rian Schnei­der, Bei­sit­zer aus Ro­sen­heim, die Wich­tig­keit ei­ner sol­chen Sat­zung un­ter­stri­chen und die Brü­cke zum li­be­ra­len Ma­ni­fest ge­schla­gen: „Frei­heit be­deu­tet, die ei­ge­ne Pri­vat­sphä­re frei ge­stal­ten zu kön­nen, oh­ne Über­wa­chung, Be­ein­flus­sung oder äu­ße­re Kon­trol­le, gleich ob durch die Ge­sell­schaft, den Staat oder Un­ter­neh­men“, so Schnei­der. 


Erstveröffentlichung

Online: www.piratenpartei-rosenheim.org, Sonn­tag, 30. März 2014.
 

Dr. Olaf Konstantin Krueger M.A.

Digitaljournalist – Digitalpolitiker

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