Planungspanne B15-Ramerberg
„Hut ab“ für Baufirma Strabag

Ro­sen­heim — Auf­at­men in Ra­mer­berg: Die be­fürch­te­ten wo­chen­lan­gen Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen für die rund 600 Ge­mein­de­bür­ger in At­tel­feld und Send­ling we­gen der Sa­nie­rungs­ar­bei­ten auf der B15 und am in­ner­ört­li­chen Bahn­über­gang konn­ten ver­mie­den wer­den – dank ei­nes aus­ge­klü­gel­ten Ver­kehrs­we­ge­baus des zu­stän­di­gen Bau­un­ter­neh­mens Stra­bag. Die Bau­ar­bei­ten mit ei­nem Auf­trags­vo­lu­men von 1,35 Mil­lio­nen Eu­ro wur­den so­gar vor­zei­tig ab­ge­schlos­sen.

Das Staat­li­che Bau­amt hat von Mit­te April bis Mit­te Mai die Fahr­bahn ent­lang der B15 süd­lich von At­tel auf ei­ner Län­ge von drei Ki­lo­me­tern sa­nie­ren las­sen. Wäh­rend der da­mit ver­bun­de­nen Stre­cken­sper­rung zwi­schen der Ab­zwei­gung Gries­stätt und dem Fi­scher­stü­berl soll­ten die An­woh­ner der Orts­tei­le At­tel­feld und Send­ling groß­räu­mig über Ra­mer­berg um­ge­lei­tet wer­den. Al­ler­dings er­folg­te na­he­zu zeit­gleich die bau­li­che Er­neue­rung des Bahn­über­gangs in Ra­mer­berg durch die Süd­ost­bayern­bahn. Auf das mit der Dop­pel­sper­rung ein­her­ge­hen­de Ver­kehrs­di­lem­ma hat­te Ra­mer­bergs Bür­ger­meis­ter Ge­org Gäch schon im Ja­nuar auf­merk­sam ge­macht. Noch kurz vor den Ar­bei­ten for­der­te Gäch das Staat­li­che Bau­amt, das Land­rats­amt Ro­sen­heim und die DB Netz AG auf, Ab­hil­fe zu schaf­fen, denn die Ge­mein­de Ra­mer­berg sei nicht Ver­ur­sa­cher des na­hen­den Mal­heurs.

Für uns Ra­mer­ber­ger war die Dop­pel­sper­rung zu­nächst ein Schock“, schil­dert An­woh­ner Fe­lix Wühr. Die Ge­mein­de­bür­ger in At­tel­feld und Send­ling wa­ren „ei­gent­lich kom­plett ein­ge­schlos­sen“ und ge­zwun­gen, müh­sam über die Bun­des­straße aus- und ein­zu­fah­ren. Letzt­lich ha­be aber das mit der Sa­nie­rung be­auf­trag­te Bau­un­ter­neh­men Stra­bag mit Nie­der­las­sung in Ro­sen­heim da­für ge­sorgt, dass es „über­haupt kei­ne Pro­ble­me“ gab: Schul­kin­der ka­men „rei­bungs­los“ mit Bus­sen zur Schu­le, Be­dien­ste­te mit Pkws zur Ar­beit, Land­wir­te mit Trak­to­ren zu ih­ren Fel­dern und Kun­den zur Con­fi­se­rie. Wühr, der selbst Bau­lei­ter der Ra­mer­ber­ger Wühr Tief­bau GmbH ist, lobt als Fach­mann Fleiß und Zeit­ma­na­ge­ment der Mit­ar­bei­ter von Stra­bag. Die Bun­des­straße sei „her­vor­ra­gend“ mit Fahr­bahn­mar­kie­rung, Leit­plan­ken und Ein­fahr­ten sa­niert wor­den und oben­drein be­reits am 9. Mai, drei Tage früh­er als vor­ge­se­hen, fer­tig ge­wor­den. „Da­für: Hut ab.“ 


Erstveröffentlichung

Print: Ro­sen­hei­mer blick, Inn­ta­ler blick, Mang­fall­ta­ler blick, Was­ser­bur­ger blick, 31. Jg., Nr. 19/2018, Sams­tag, 12. Mai 2018, S. 7, Ko­lum­ne „Lo­ka­les“ [84/3/ – / – ].
Online: ⭱ blick-punkt.com, Mitt­woch, 9. Mai 2018; ⭱ E‑Paper Ro­sen­hei­mer blick, ⭱ E‑Paper Inn­ta­ler blick, ⭱ E‑Paper Mang­fall­ta­ler blick, ⭱ E‑Paper Was­ser­bur­ger blick, Sams­tag, 12. Mai 2018.
 

Dr. Olaf Konstantin Krueger M.A.

Digitaljournalist – Digitalpolitiker

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