Bundestagswahl 2017
Krueger: „Flickschusterei bei der Digitalisierung wird fortgesetzt“

Ro­sen­heim — Der Aus­gang der Bun­des­tags­wahl 2017 be­deu­tet aus Sicht der PIRATEN, dass die „Flick­schus­te­rei bei der Di­gi­ta­li­sie­rung“ fort­ge­setzt wird.

Zur „Wahl­nach­le­se: ‚Klei­ne’ tre­ten auf der Stel­le“, „Ober­baye­ri­sches Volks­blatt“, Nr. 223/2017, 27. Sep­tem­ber 2017, S. 10 (wa­cr), er­klärt der Wirt­schafts­geo­graf und Pub­li­zist Dr. Olaf Konstantin Krueger, Di­rekt­kan­di­dat der Piraten­par­tei Deutsch­land für den Wahl­kreis 222 (Ro­sen­heim) zur Wahl des 19. Deut­schen Bun­des­ta­ges und Platz 2 der baye­ri­schen Lan­des­lis­te:

Der ‚Wahl­nach­le­se’ von Lud­wig Si­meth zu­fol­ge spie­le die Pi­ra­ten­par­tei mit 0,3 Pro­zent ‚gar kei­ne Rol­le mehr’. Ein Schnell­schuss, geht es um Zah­len­arith­me­tik, ein Trug­schluss, geht es um Wahl­ana­lyse, ein Fehl­schluss, geht es um das Kern­the­ma der Ro­sen­hei­mer PIRATEN – die brei­ten­wirk­sa­me di­gi­ta­le Trans­for­ma­tion, für die sie ei­ne kon­so­li­dier­te, pro­ak­ti­ve, ge­samt­ver­ant­wort­li­che Di­gi­tal­po­li­tik emp­feh­len. Fakt ist, im Stra­ßen­wahl­kampf war der Kon­flikt hand­greif­lich zwi­schen der op­ti­mis­ti­schen Re­gie­rungs­bi­lanz der Union und der auf­ge­stau­ten Un­zu­frie­den­heit wei­ter Be­völ­ke­rungs­tei­le. De­ren Fo­kus: Zu­wan­de­rung, Woh­nungs­markt, Wohl­stands­ge­fäl­le, Steuer­ge­rech­tig­keit, Al­ters­ar­mut, Pfle­ge­not­stand. Nach­ran­gig wa­ren al­le Streit­fra­gen bei Ver­net­zung, Da­ten­schutz, Di­gi­tal­ver­wal­tung, kli­ma­freund­li­cher Mo­bi­li­tät oder Grund­ein­kom­men.

Blie­ben bei der Bun­des­tags­wahl 2013 we­gen der Sperr­klau­sel 15,7 Pro­zent der Stim­men für Klein­par­teien aus­ge­schlos­sen, soll­te die Stimm­ab­ga­be dies­mal ma­xi­ma­le Tie­fen­wir­kung ent­fal­ten – ein heu­er ge­gen­über den PIRATEN auch von ih­ren Sym­pa­thi­san­ten oft ge­äu­ßer­tes Wahl­mo­tiv für die als er­folg­reich prog­nos­ti­zier­ten Mit­be­wer­ber. Er­geb­nis ist bei ho­her Mo­bi­li­sie­rung ehe­ma­li­ger Nicht­wäh­ler ei­ne tek­to­ni­sche Ver­schie­bung im Par­teien­ge­fü­ge der Ber­li­ner Re­pu­blik. Ob Merkels ja­mai­ka­ni­sche Re­gie­rungs­koa­li­tion die mul­tip­len Pro­blem­la­gen in Po­li­tik, Wirt­schaft und Ge­sell­schaft an­ge­hen wird kön­nen, bleibt ab­zu­war­ten. Ei­nes aber soll­te klar sein: Der di­gi­ta­le An­al­pha­be­tis­mus muss be­en­det wer­den. Al­lein in den nächs­ten 24 Mo­na­ten wer­den welt­weit über 1,7 Mil­lio­nen neue In­dus­trie-Ro­bo­ter in­stal­liert. Der Ro­bo­ter­boom wird auch Bayern er­fas­sen. Pi­ra­ten­par­tei wie Wäh­ler könn­ten al­so bei der kom­men­den Land­tags­wahl und den fol­gen­den Kom­mu­nal­wah­len für an­de­re ‚Wahl­nach­le­sen’ gut sein.“ 


Erstveröffentlichung

Print: Ober­baye­ri­sches Volks­blatt, 71. Jg., Nr. 231/2017, Sams­tag/Sonn­tag, 7./8. Ok­to­ber 2017, S. V6, Ko­lum­ne „Le­ser­brie­fe“ [69/2/ – / – ].
 

Dr. Olaf Konstantin Krueger M.A.

Digitaljournalist – Digitalpolitiker

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