Proteste gegen EU-Urheberrechtsrichtlinie bleiben wirkungslos
Droht Denkzettel für Copyright-Reform?

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💻 Straßburg / München — Zuletzt fuhren Be­für­wor­ter wie Kri­ti­ker der EU-Ur­he­ber­rechts­richt­li­nie noch schwe­res Ge­schütz auf: Die Ge­gen­sät­ze lau­te­ten „Ei­gen­tums­schutz“ ver­sus „Fil­ter­net“, „Li­zen­zie­rung“ ge­gen „Save the In­ter­net“ und „Up­load-Fil­ter“ kon­tra „Zen­sur“. Die Ver­fech­ter der Rech­te von Kre­a­ti­ven in der di­gi­ta­len In­for­ma­tions­ge­sell­schaft wuss­ten rund 260 Ver­la­ge, Zei­tun­gen, Nach­rich­ten­agen­tu­ren, Rund­funk- und TV-An­bie­ter, Pro­duk­tions­fir­men und Medien­schaf­fen­de hin­ter sich – die Kri­ti­ker der Re­form wur­den wie­de­rum von Netz­ak­ti­vis­ten, Bür­ger­recht­lern, Di­gi­tal­po­li­ti­kern, Wi­ki­pe­dia so­wie von hun­dert­tau­sen­den De­mon­stran­ten eu­ro­pa­weit un­ter­stützt. Die On­line-Pe­ti­tion „Stoppt die Zen­sur­ma­schi­ne – Ret­tet das In­ter­net!“ er­hielt über 5,15 Mil­lio­nen Un­ter­schrif­ten. Den­noch stimm­te das Eu­ro­pä­ische Par­la­ment oh­ne Än­de­run­gen für die um­strit­te­ne Copy­right-Re­form. Die EU-Mit­glieds­staa­ten müs­sen die Ei­ni­gung noch be­stä­ti­gen, mög­li­cher­wei­se am 15. April. Doch die un­ter­le­ge­nen Kri­ti­ker fas­sen schon ei­nen an­de­ren Ter­min ins Au­ge: die Neu­wahl des EU-Par­la­ments am 26. Mai.

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Appell an die digital-kompetente Zivilgesellschaft
Krueger: „Digitale Transformation selbstbestimmt mitgestalten“

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💻🎬 Kolbermoor — Bezirksparteitag Oberbayern 2019.1 der Piraten­par­tei Deutsch­land, zehn Wo­chen vor der EU-Wahl 2019. In mei­ner Funk­tion als Po­li­ti­scher Ge­schäfts­füh­rer in Rosenheim er­läu­te­re ich in mei­nem Gruß­wort an die PIRATEN den Stand der Di­gi­ta­li­sie­rung in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und im Frei­staat Bayern, be­nen­ne die Bau­stel­len der di­gi­ta­len Trans­for­ma­tion und ap­pel­lie­re an die di­gi­tal-kom­pe­ten­te Zi­vil­ge­sell­schaft, sich für ei­ne kon­so­li­dier­te und pro­ak­ti­ve Di­gi­tal­po­li­tik ein­zu­set­zen. Der Ti­tel: „Ap­pell an die di­gi­tal-kom­pe­ten­te Zi­vil­ge­sell­schaft: Di­gi­ta­le Trans­for­ma­tion selbst­be­stimmt mit­ge­stal­ten“.

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Dritter Frühjahrsputz „Rama Dama“ in Waldkraiburg
„Unsere Stadt soll sauberer werden“

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Waldkraiburg — Der Früh­jahrs­putz „Ra­ma Da­ma“ geht in Wald­krai­burg in die drit­te Run­de: Un­ter dem Mot­to „Un­se­re Stadt soll sau­be­rer wer­den“ wird am Sams­tag, 23. März, von 9.30 Uhr bis 12 Uhr wie­der groß Rei­ne ge­macht. Im letz­ten Jahr sam­mel­ten über 800 frei­wil­li­ge Hel­fer al­ler Al­ters­grup­pen rund 13 Ku­bik­me­ter Müll: Au­ßer Wert­ge­gen­stän­de fan­den sie al­te Han­dys, ei­nen Kin­der­wa­gen, Au­to­rei­fen, de­fek­te Rä­der, Alt­öl und vor al­lem je­de Men­ge Glas­fla­schen, Me­tal­le und Pa­pier­müll. Ne­ben Pri­vat­per­so­nen hal­fen 19 Ver­ei­ne, zwei Schu­len und drei Kin­der­ta­ges­stät­ten bei der fach­li­chen Ent­sor­gung des Ab­falls. Bür­ger­meis­ter Robert Pötzsch ruft alle Bür­ger, Schu­len, In­sti­tu­tio­nen, Ver­ei­ne und Or­ga­ni­sa­tio­nen auf, sich an der 2019‍er-Auf­räum­ak­tion zu be­tei­li­gen.

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Zweites Bürgerbegehren gegen Grundschulverlagerung in Bad Endorf
Staber: „Formulierungen sind jetzt wasserdicht“

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Rosenheim — Beim zwei­ten An­lauf soll das Bür­ger­be­geh­ren er­folg­reich sein: Die Bür­ger­ini­tia­ti­ve „Grund­schu­le und Hort in der Bad En­dor­fer Orts­mit­te“ hat am 1. März ins­ge­samt 830 Un­ter­stüt­zungs­un­ter­schrif­ten bei der Markt­ge­mein­de ein­ge­reicht, 170 mehr als er­for­der­lich. Dem ers­ten, von über 700 En­dor­fern un­ter­stütz­ten Be­geh­ren hat­te der Rat im No­vem­ber 2018 mehr­heit­lich den Zu­läs­sig­keits­be­schluss ver­wei­gert – we­gen ei­ner „sehr zwei­fel­haf­ten“ Rechts­an­walts­mei­nung, so BI-Spre­cher Ro­bert Sta­ber. Die­ser er­war­tet nun, dass das neuer­li­che Be­geh­ren vom Markt­ge­mein­de­rat an­ge­nom­men wird. Zum ei­nen seien die Fra­ge­stel­lung „mo­di­fi­ziert“ wor­den und „die For­mu­lie­run­gen jetzt was­ser­dicht“, das An­lie­gen im Kern aber un­ver­än­dert ge­blie­ben, zum an­de­ren er­fah­re das Be­geh­ren „star­ken Zu­spruch“ aus der über 8300 Bür­ger zäh­len­den Ge­mein­de. Zu­gleich warnt Sta­ber, ei­ne er­neu­te Ab­leh­nung wer­de „ei­nen im­men­sen ‚de­mo­kra­ti­schen Flur­scha­den’ ver­ur­sa­chen und Bad En­dorf in ein sehr zwei­fel­haf­tes Licht be­züg­lich Bür­ger­wil­len und De­mo­kra­tie rü­cken“.

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Respekt-Rente versus Grundrente
Kommt die Mindestrente?

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Berlin — Fingerhakeln in der Gro­ßen Ko­a­li­tion: Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter Hu­ber­tus Heil (SPD) hat An­fang Fe­bruar ein Kon­zept für die von CDU/CSU und SPD ver­ein­bar­te „Grund­ren­te“ vor­ge­legt – und ern­tet seit­dem mas­si­ve Ge­gen­wehr. Geht es nach Heil, soll die Ren­te von et­wa vier Mil­lio­nen ehe­ma­li­gen Ge­ring­ver­die­nern ab dem 1. Ja­nu­ar 2021 mit rund fünf Mil­liar­den Eu­ro jähr­lich steuer­fi­nan­ziert auf­ge­stockt wer­den: um bis zu 447 Eu­ro mo­nat­lich, oh­ne Be­dürf­tig­keits­prü­fung. „Sehr vie­le Men­schen, die ihr Le­ben lang ge­ar­bei­tet ha­ben, lan­den we­gen ih­rer nie­dri­gen Löh­ne als Rent­ner in der Grund­si­che­rung. Das will ich än­dern“, be­grün­det der So­zial­de­mo­krat sei­ne Vor­stel­lung von ei­ner „Res­pekt-Ren­te“. Die­se geht je­doch über das im Ko­a­li­tions­ver­trag Fest­ge­leg­te hi­naus. Union und Wirt­schaft lau­fen nun Sturm ge­gen Heils „Res­pekt-Ren­te“. „Ich schlie­ße aus, dass die Union ei­ner Grund­ren­te zu­stimmt, die oh­ne je­de Form der Be­dürf­tig­keits­prü­fung aus­kommt. Das ist auch ei­ne Fra­ge der Leis­tungs­ge­rech­tig­keit“, be­grün­det bei­spiels­wei­se die CDU-Vor­sit­zen­de An­ne­gret Kramp-Karrenbauer die Ab­leh­nung ih­rer Par­tei. Das zu lö­sen­de Pro­blem ist je­doch kom­ple­xer.

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Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“
Moralisches Angebot für „Blühflächen-Paten“

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Bruckmühl — Re­kord­er­geb­nis: 1,745 Mil­lio­nen Bür­ger­in­nen und Bür­ger, mit­hin 18,4 Pro­zent der Wahl­be­rech­tig­ten in Bayern, ha­ben dem Volks­be­geh­ren „Ar­ten­viel­falt – Ret­tet die Bie­nen“ per Un­ter­schrift zum Er­folg ver­hol­fen. Der Zu­spruch ist deut­lich hö­her als bei den Volks­be­geh­ren zur Ab­schaf­fung der Stu­dien­ge­büh­ren im Frei­staat (14,3 Pro­zent im Jahr 2013) und zum Nicht­rau­cher­schutz (13,9 Pro­zent in 2009), über­steigt so­gar das bis­lang er­folg­reichs­te Volks­be­geh­ren zur Christ­li­chen Volks­schu­le (17,2 Pro­zent in 1967). Noch be­vor der Ge­setz­ent­wurf am „Run­den Tisch“ ein­ge­hend er­ör­tert wird, bie­ten bayern­weit Land­wir­te den Be­für­wor­tern des Volks­be­geh­rens Pa­ten­schaf­ten für Blüh­flä­chen an: Auf bis­her in­ten­siv ge­nutz­ten Äckern kann par­zel­len­wei­se ei­ne spe­ziel­le Blüh­mi­schung an­ge­sät wer­den – ge­gen ei­nen jähr­li­chen Kos­ten­bei­trag für die Öko-Leis­tung und für ein gu­tes Ge­wis­sen der „Blüh­flä­chen-Pa­ten“. Die Re­so­nanz ist durch­wach­sen.

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Rosenheims „verkehrsrelevante Baumaßnahmen 2019“
Rosenmontag beginnen die Arbeiten

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Rosenheim — Stadt und Stadt­wer­ke Ro­sen­heim er­neuern 2019 zahl­rei­che Lei­tun­gen, ei­ni­ge Stra­ßen wer­den sa­niert, an­de­re zeit­wei­se ge­sperrt. Mit Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen ist zu rech­nen. Doch die Zahl der Bau­stel­len sinkt: von 34 in 2018 auf 24 die­ses Jahr. Die wich­tigs­ten Bau­pro­jek­te be­tref­fen Er­len­au­stra­ße/Li­lien­weg, Wald­eck­weg, Mies­ba­cher Stra­ße, Wes­ter­mayer­stra­ße, Rie­der­stra­ße und Sa­mer-/Prinz­re­gen­ten­stra­ße – hier wird die Bau­stel­le am Ro­sen­mon­tag ein­ge­rich­tet. Wer sich recht­zei­tig orien­tiert, er­reicht sei­ne Zie­le wei­ter­hin aus­ge­gli­chen und oh­ne Zeit­ver­zug.

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Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen!“
Chance oder Risiko für Landwirte?

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München — Rund 950.000 Un­ter­schrif­ten, mit­hin zehn Pro­zent der baye­ri­schen Wahl­be­rech­tig­ten, be­nö­tigt das Volks­be­geh­ren „Ar­ten­viel­falt – Rettet die Bienen!“, um in den Baye­ri­schen Land­tag ein­ge­bracht wer­den zu kön­nen. Die Ein­tra­gungs­frist für das von ÖDP Bayern, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, „Lan­des­bund für Vo­gel­schutz e. V. (LBV)“, „BUND Na­tur­schutz in Bayern e. V. (BN)“ und 200 wei­te­ren Part­nern an­ge­streng­te Volks­be­geh­ren läuft seit dem 31. Ja­nu­ar. Über ei­ne hal­be Mil­lion Bayern ha­ben sich be­reits bis zur „Halb­zeit“ be­tei­ligt. Stimm­be­rech­tig­te kön­nen sich noch bis zum 13. Fe­bru­ar in ih­ren Rat­häu­sern und Ein­woh­ner­mel­de­äm­tern ein­tra­gen. Un­ter­des­sen nimmt die Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen Be­für­wor­tern und Kri­ti­kern an Schär­fe zu, gip­felnd in ge­gen­sei­ti­gen Vor­wür­fen, je­weils das Leben von Men­schen zu ge­fähr­den. Drei Kon­flikt­li­nien sind erkennbar.

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Wohnbau Bachmaier errichtet Wohnanlage „Sonnenterrassen“
Tögings „Vorzeigeprojekt“ entlastet Wohnungsmarkt

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📡 Töging a.Inn — Die neue Wohn­an­la­ge „Son­nen­ter­ras­sen“ wird ab Mit­te 2020 für „die jun­ge Stadt vol­ler Ener­gie“ Töging a.Inn ein au­ßer­ge­wöhn­li­cher Be­zugs­punkt sein: Auf dem Grund­stück an Haupt- und Inn­stra­ße ent­ste­hen zwei bar­riere­freie Ge­bäu­de mit ins­ge­samt 65 in­di­vi­du­ell ge­plan­ten Woh­nun­gen und zwei Ge­wer­be­ein­hei­ten. In­be­grif­fen sind 75 Kel­ler­räu­me, 26 ober­ir­di­sche Park­plät­ze und 103 Stell­plät­ze in ei­ner zwei­stö­cki­gen Tief­ga­ra­ge. Das Wohn- und Ge­schäfts­haus „Haus A“ am nord­öst­li­chen Hang wird in­klu­si­ve Erd­ge­schoss sie­ben Eta­gen auf­wei­sen, das Mehr­fa­mi­lien­haus „Haus B“ im Süd­os­ten vier Stock­wer­ke. Die Wohn­flä­che bei­der Häu­ser be­trägt 5.400 m². Die Kauf­prei­se va­ri­ie­ren zwi­schen 133.000 Euro und 694.000 Euro. Ver­ant­wort­lich zeich­net die re­nom­mier­te Töginger Wohn­bau Bach­maier GmbH, in den Land­krei­sen Mühldorf a.Inn, Altötting und Rottal-Inn be­kannt für maß­ge­schnei­der­tes Wohn­ei­gen­tum so­wie ge­ne­ra­tio­nen­über­grei­fen­den und be­hin­der­ten­ge­rech­ten Wohn­raum.

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Geschlechtergerechte Sprache
Fang ma o zu gendern!?

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☝ Die öffentlichen Verwaltungen in Hannover und Augs­burg sind seit An­fang Fe­bru­ar per „Ge­schäfts­an­wei­sung“ an­ge­hal­ten, in al­len Tex­ten pe­dan­tisch „ge­schlech­ter­ge­rech­te Spra­che“ zu ver­wen­den: „Ge­schlech­ter­sen­sib­ler Sprach­ge­brauch“ soll die Gleich­stel­lung der Ge­schlech­ter zum Aus­druck brin­gen. Da­zu wer­den Vo­ka­bu­lar, Or­tho­gra­phie oder Gram­ma­tik ver­än­dert. „Ar­beits­hil­fen“ zum Sprach­um­bau ge­ben den Ver­wal­tungs­an­ge­stell­ten Orien­tie­rung, wie das Mas­ku­li­ne in der Amts­spra­che ge­schleift wird. Las­sen sich Wör­ter nicht ins Neu­trum um­wan­deln, wird im SPD-re­gier­ten Han­no­ver or­tho­gra­fisch-ty­po­gra­fisch der „Gen­der-Stern“ ge­nutzt. Dar­auf ver­zich­tet al­ler­dings das CSU-re­gier­te Augs­burg, denn der „As­te­risk“ ent­spre­che nicht den Regeln der deut­schen Recht­schrei­bung. Rat gibt es auch für „Erika und Max Mustermann“.

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