Bayerische Kommunalwahlen im Schatten der Corona-Krise
Je acht Stichwahlen in Mühldorf und Rosenheim

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🦠 Mühldorf a.Inn / Rosenheim — Bayern hat ge­wählt – doch man­che Kom­mu­nen brau­chen ei­ne zwei­te Run­de. Bei den Kom­mu­nal­wah­len am 15. März wur­den in 71 Land­krei­sen und 2.056 Städ­ten, Märk­ten und Ge­mein­den die Kreis­ta­ge, Stadt-, Markt- und Ge­mein­de­rä­te ge­wählt, zu­dem die meis­ten Land­rä­te, Ers­ten Bür­ger­meis­ter und Ober­bür­ger­meis­ter. In ei­ni­gen Land­krei­sen, Städ­ten und Ge­mein­den ist je­doch ei­ne Stich­wahl er­for­der­lich, da­run­ter in der Kreis­stadt Mühldorf a.Inn so­wie in Stadt und Land­kreis Rosenheim. Al­ler­dings wird es bei den Stich­wah­len am 29. März kei­nen Gang zur Wahl­ur­ne ge­ben: Die Staats­re­gie­rung hat we­gen der Corona-Krise be­schlos­sen, dass Brief­wahl­un­ter­la­gen ver­sandt wer­den.

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Corona-Krise hat dramatische regionale Folgen
Huml: „Ausbreitung verlangsamen“

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🦠 Mühldorf a.Inn / Rosenheim — „Wir sind am An­fang ei­ner Epidemie“, ver­deut­licht der Prä­si­dent des Robert Koch-In­sti­tuts (RKI), Prof. Dr. Lothar Wieler. Das RKI re­gis­triert für al­le Bun­des­län­der 1.567 COVID-19-In­fi­zier­te, da­run­ter drei To­des­fäl­le in Nord­rhein-West­fa­len. „Die Co­ro­na-Kri­se ist voll in Bayern an­ge­kom­men“, kon­sta­tiert auch Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Markus Söder (CSU). In Bayern sind 366 In­fi­zier­te be­kannt, in Stadt und Land­kreis Ro­sen­heim neun, im Land­kreis Mühldorf a.Inn der­zeit nie­mand. Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­te­rin Melanie Huml (CSU) ruft die Bür­ger zur Ko­opera­tion bei der Ein­däm­mung des neu­ar­ti­gen Coronavirus auf: „Es liegt in der Ver­ant­wor­tung je­des Ein­zel­nen, da­für zu sor­gen, dass sich die Aus­brei­tung des Virus mög­lichst ver­lang­samt“. In­des er­grei­fen Be­hör­den und Po­li­tik au­ßer­ge­wöhn­li­che Maß­nah­men.

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Corona-Krise: Piraten sagen Parteiveranstaltungen ab
Krueger: „Digitale Alternativen ausloten“

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🦠💻 München / Rosenheim — Der Freistaat Bayern hat am heu­ti­gen 10. März per All­ge­mein­ver­fü­gung Ver­an­stal­tun­gen mit mehr als 1.000 Be­su­chern bis ein­schließ­lich 19. April un­ter­sagt, um ei­ne Aus­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coronavirus’ (SARS-CoV-2) ein­zu­däm­men. Die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung emp­fiehlt ei­ne Ab­sa­ge von Ver­an­stal­tun­gen mit 500 bis 1.000 Per­so­nen. Das Robert Koch-In­sti­tut rät, Kon­tak­te ge­ne­rell zu re­du­zie­ren und selbst auf pri­va­te Ver­an­stal­tun­gen zu ver­zich­ten. Der Kreis­ver­band für Stadt und Land­kreis Rosenheim der Piraten­par­tei Deutsch­land folgt der Ri­si­ko­be­wer­tung der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung, des Robert Koch-In­sti­tuts und des Staat­li­chen Ge­sund­heits­am­tes Rosenheim: Die Di­gi­tal­po­li­ti­ker stop­pen ih­ren ana­lo­gen Kom­mu­nal­wahl­kampf. Al­le öf­fent­li­chen Par­tei­ver­an­stal­tun­gen sind bis zum En­de der Os­ter­ferien ab­ge­sagt. Die PIRATEN kon­zen­trie­ren sich statt­des­sen auf So­zia­le Me­dien. Dr. Olaf Konstantin Krueger, Po­li­ti­scher Ge­schäfts­füh­rer des Be­zirks­ver­ban­des Ober­bayern, emp­fiehlt, in der Corona-Krise pri­vat und be­ruf­lich di­gi­ta­le Al­ter­na­ti­ven auszuloten.

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Maßnahmen zum Infektionsschutz gegen das Coronavirus
Hierl: „Bewahren Sie einen klaren Kopf!“

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🦠 Rosenheim / Mühldorf a.Inn — Das neu­ar­ti­ge Co­ro­na­vi­rus (SARS-CoV-2) ver­brei­tet sich im­mer wei­ter. Die Maß­nah­men zur Ein­däm­mung wer­den dras­ti­scher. „Die Si­tua­tion ent­wi­ckelt sich dy­na­misch“, kon­sta­tiert der Lei­ter des Staat­li­chen Ge­sund­heits­am­tes Rosenheim, Dr. Wolfgang Hierl, der zu­gleich zur Be­son­nen­heit mahnt: Die La­ge ist „sehr über­sicht­lich“, Stadt und Land­kreis sind „bes­tens ge­rüs­tet“ und auf wei­te­re Fäl­le vor­be­rei­tet, ein Stu­fen-Plan für den Not­fall steht. Im Land­kreis Mühldorf a.Inn gibt es laut Ge­sund­heits­amt noch kei­nen In­fek­tions­fall.

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Neue „Verkehrsgemeinschaft Rosenheim“ will ÖPNV verbessern
„Ein Netz, ein Fahrplan, ein Tarif“

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🚥 Rosenheim — „Ein Netz, ein Fahr­plan, ein Ta­rif“ lau­tet das Mot­to, un­ter dem sich für Stadt und Land­kreis Ro­sen­heim fünf re­gio­na­le Bus­un­ter­neh­men und die Deut­sche-Bahn-Toch­ter Re­gio­nal­ver­kehr Oberbayern zur „Ver­kehrs­ge­mein­schaft Ro­sen­heim“ zu­sam­men­ge­schlos­sen ha­ben: Mit ab­ge­stimm­tem Ta­rif, kür­ze­rer Tak­tung und mehr Bus­li­nien soll der Öf­fent­li­che Per­so­nen­nah­ver­kehr flä­chen­de­ckend kon­so­li­diert wer­den. Das ge­mein­sa­me Vor­ge­hen dürf­te zu­letzt durch zwei Ent­wick­lun­gen be­schleu­nigt wor­den sein: den En­de No­vem­ber 2019 von Kreis­aus­schuss, Kreis­tag und Stadt­rat be­schlos­se­nen Nah­ver­kehrs­plan für Stadt und Land­kreis Rosenheim so­wie die zum Kom­mu­nal­wahl­kampf 2020 von den meis­ten Par­teien und Wäh­ler­ver­ei­ni­gun­gen er­ho­be­nen For­de­run­gen nach mas­si­ver Aus­wei­tung re­gio­na­ler Mo­bi­li­täts­an­ge­bo­te.

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Kommunale Spitzenpolitiker begrüßen Behördenverlagerung und Hightech-Agenda
Bauer: „Stärkung des Wirtschaftsstandortes“

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📡 München / Rosenheim — Bayerns Ver­wal­tung wird um­ge­baut und Ro­sen­heim zum Zen­trum von „Ober­bayern Süd“. In den nächs­ten zehn Jah­ren sol­len mehr als 3.000 Be­hör­den­ar­beits­plät­ze aus der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen in meist struk­tur­schwa­che länd­li­che Re­gio­nen des Frei­staa­tes ver­la­gert wer­den. Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Markus Söder (CSU) be­zweckt, den länd­li­chen Raum auf­zu­wer­ten und die La­ge in der wach­sen­den Mil­lio­nen­me­tro­po­le Mün­chen zu ent­span­nen. Die­se soll zu­dem ach­ter Re­gie­rungs­be­zirk Bayerns wer­den. Die Re­gie­rung von Ober­bayern wird de­zen­tral auf­ge­stellt: Von ih­ren 1.600 Mit­ar­bei­tern wech­seln je 500 nach In­gol­stadt und Ro­sen­heim, 600 ver­blei­ben in Mün­chen. Im Rah­men ei­ner „High­tech-Agen­da“ ist zu­dem die Ver­ga­be von über 13.200 neuen Stu­dien­plät­zen au­ßer­halb der Bal­lungs­zen­tren ge­plant. So er­hält die Tech­ni­sche Hoch­schu­le Ro­sen­heim 216 zu­sätz­li­che Stu­dien­plät­ze, Wald­krai­burg wei­te­re 42. Das Echo der hie­si­gen Spit­zen­po­li­ti­ker ist über­wie­gend positiv.

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Kandidatur für den Kreistag Rosenheim und den Gemeinderat Oberaudorf 2020
Krueger: „Digitalisierung muss strategische Aufgabe werden“

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💻 Rosenheim / Oberaudorf — „Ab­war­ten­de Kom­mu­nen dro­hen von der di­gi­ta­len Struk­tur­dis­rup­tion ge­schlif­fen zu wer­den“, mahnt Dr. Olaf Konstantin Krueger. Die Kom­mu­nal­po­li­tik sei bei der di­gi­ta­len Trans­for­ma­tion in der Pflicht, das Heft des Han­delns in der Hand zu be­hal­ten, die Di­gi­ta­li­sie­rung zur stra­te­gi­schen Auf­ga­be zu er­klä­ren und die Bür­ger­schaft in den Mit­tel­punkt zu stel­len. Da­für emp­fiehlt der Di­gi­tal­po­li­ti­ker „ei­ne sinn­stif­ten­de, ver­trauens­wür­di­ge, ge­stalt­ba­re Vor­stel­lung von der ört­li­chen Zu­kunft, die Orien­tie­rung, Halt und Kraft gibt“. Krueger, der bei der Kom­mu­nal­wahl am 15. März 2020 so­wohl für den Kreis­tag Ro­sen­heim als auch für den Ge­mein­de­rat Ober­au­dorf kan­di­diert, be­nennt im Sin­ne des Pro­jek­tes „Di­gi­ta­les Dorf!“ drei kom­mu­nal­po­li­ti­sche Schwer­punk­te in der nächs­ten Le­gis­la­tur: In­for­ma­tions­sharing, Mit­be­stim­mung und Bür­ger­ser­vices. In sei­ner Hei­mat­ge­mein­de will der Wirt­schafts­geo­graf die Trans­for­ma­tion Ober­au­dorfs zum „Smart Village“ über ei­ne „di­gi­ta­le Agen­da“ voll­zie­hen: „Ober­au­dorf 4.0“. Save these dates: Kan­di­da­ten­vor­stel­lung am Don­ners­tag, 27. Fe­bru­ar, 19 Uhr bis 21 Uhr, Café-Bar Leicht­sinn, Bad-Trißl-Stra­ße 4 in Ober­au­dorf so­wie Kan­di­da­ten­vor­stel­lung mit Im­puls­vor­trag am Mitt­woch, 4. März, 19 Uhr bis 21 Uhr, Res­tau­rant und Wein­bar zum San­ta, Max-Jo­sefs-Platz 20 in Ro­sen­heim.

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Kreisliste „Bündnis für Rosenheim“ aufgestellt
Dietrich: „Höchste Zeit, zu handeln“

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Rosenheim — Das „Bündnis für Ro­sen­heim – BüRo“ tritt zur Kreis­tags­wahl mit 23 Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten aus dem Land­kreis an, da­run­ter sechs aus Bad Aib­ling und fünf aus Was­ser­burg. Die im No­vem­ber ge­grün­de­te of­fe­ne kom­mu­nal­po­li­ti­sche Lis­te will sich im Kreis­tag bür­ger­nah für Um­welt­be­lan­ge, Nah­ver­kehr und Di­gi­ta­li­sie­rung ein­set­zen.

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Silvesterfeuerwerk in der Kritik
Schwaller: „Lieber Sektkorken knallen lassen“

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Rosenheim / Wasserburg a.Inn / Mühldorf a.Inn — Kei­ne Sil­ves­ter­knal­ler, kei­ne Feuer­werks­ra­ke­ten zur Be­grü­ßung des Neuen Jah­res: Das Sil­ves­ter­feuer­werk soll der Ver­gan­gen­heit an­ge­hö­ren – Mensch, Tier und Um­welt zu­lie­be. Doch in den süd­ost­ober­baye­ri­schen Städ­ten und Märk­ten ist das Sil­ves­ter­feuer­werk im Rah­men des Spreng­stoff­ge­set­zes wei­ter­hin fast über­all er­laubt, wird nur teil­wei­se ein­ge­schränkt oder in­fra­ge ge­stellt. So hat der Markt Neubeuern 2018 ein Ver­bot an­ge­ord­net, die kreis­freie Stadt Rosenheim heuer das Ab­bren­nen von Feuer­werks­kör­pern in be­stimm­ten In­nen­stadt­be­rei­chen ver­bo­ten, die Kreis­stadt Mühldorf a.Inn ein Feuer­werks­ver­bot kom­men­des Jahr auf der Agen­da und Bad Aibling ei­nen Ap­pell lan­ciert, lie­ber Sekt­kor­ken statt Böl­ler knal­len zu las­sen. [Galerie]

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Rosenheim soll Klimaschutzinitiative erhalten
März: „Wir haben keinen Klimanotstand“

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🌻 Rosenheim — Rosenheim ruft nicht den „Klima­not­stand“ aus. Ein ent­spre­chen­des An­sin­nen der Stadt­rats­frak­tion von Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN hat der Haupt- und Fi­nanz­aus­schuss un­ter Lei­tung von Ober­bür­ger­meis­te­rin Gabriele Bauer (CSU) ver­wor­fen. Statt­des­sen star­tet die Stadt ei­ne „Kli­ma­schutz­ini­tia­ti­ve“: Zu Be­ginn der nächs­ten Le­gis­la­tur­perio­de soll das Um­welt- und Grün­flä­chen­amt dem Stadt­rat ein kon­kre­tes Hand­lungs­kon­zept vor­le­gen, das den Fol­gen des Kli­ma­wan­dels Rech­nung trägt und „kei­ne Pa­nik ver­brei­tet“, wie es CSU-Stadt­rat und Ober­bür­ger­meis­ter­kan­di­dat Andreas März for­mu­liert. Da Kern­for­de­run­gen der Bünd­nis­grü­nen ein­flös­sen, stimm­ten sie der Ak­zent­ver­schie­bung nach re­ger De­bat­te zu. Die „… for future“-Orts­grup­pen Ro­sen­heim se­hen da­ge­gen das „Nicht-Er­geb­nis“ mit „Be­stür­zung, Fas­sungs­lo­sig­keit, aber auch mit ei­ner ge­hö­ri­gen Wut im Bauch“.

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