Gebührenverordnung der Bundespolizei in der Kritik
Lau: „Notfalls gegen Bescheid klagen“

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Berlin — Das sind Preise: Die „münd­li­che Platz­ver­wei­sung in Ver­bin­dung mit Iden­ti­täts­fin­dung“ kostet 44,65 Eu­ro, die „An­ord­nung des Ge­wahr­sams“ 74,15 Eu­ro, der „Voll­zug des Ge­wahr­sams in der sta­tio­nä­ren Ge­wahr­sams­ein­rich­tung“ 6,51 Eu­ro je an­ge­fan­ge­ne Vier­tel­stun­de. Un­be­merkt von Öf­fent­lich­keit und Me­dien hat Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst Seehofer (CSU) An­fang Ok­to­ber 2019 ei­ne Ge­büh­ren­ver­ord­nung für die Bun­des­po­li­zei ein­ge­führt, die für „in­di­vi­du­ell zu­re­chen­ba­re öf­fent­li­che Leis­tun­gen“ Ge­büh­ren und Aus­la­gen er­hebt. De­ren Hö­he rich­tet sich nach dem „Ge­büh­ren- und Aus­la­gen­ver­zeich­nis“, das auch „Tat­be­stän­de“ für ih­re Be­frei­ung so­wie Kos­ten für ih­re Fest­set­zung re­gelt. Nord­rhein-West­fa­len ver­schickt die­ser Ta­ge die ers­ten Zah­lungs­auf­for­de­run­gen. Bür­ger­recht­ler be­fürch­ten in­des ei­ne Ein­schrän­kung von Grund­rech­ten durch die Hin­ter­tür.

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Bahn plant „Info-Tour“ zur Ausbaustrecke 38
„Virtual Reality“ unterstützt Bürgerdialog

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📡 Mühldorf a.Inn — Eines der größ­ten Bahn­pro­jek­te in Bayern er­reicht ei­nen Mei­len­stein: Der zwei­glei­si­ge Aus­bau mit Elek­tri­fi­zie­rung der 145 Ki­lo­me­ter lan­gen Bahn­stre­cke zwi­schen München, Mühldorf a.Inn und Freilassing mün­det in die ers­te „Plan­fest­stel­lung“. Zu die­sem Ver­wal­tungs­ver­fah­ren über die Zu­läs­sig­keit des raum­be­deut­sa­men Vor­ha­bens und des­sen In­fra­struk­tur­maß­nah­men ge­hö­ren Ge­sprä­che mit Be­hör­den und Bür­gern. So will die Deut­sche Bahn AG in die­sem Jahr ih­re Pla­nun­gen un­ter an­de­rem dar­le­gen via „Info-Tour“ durch die Kom­mu­nen ent­lang der so­ge­nann­ten „Aus­bau­stre­cke 38 (ABS 38)“. Ei­nen „zen­tra­len Bau­stein im Dia­log mit den Bür­gern“ bil­det da­bei das neue „InfoCenter“ am Mühldorfer Bahn­hof: Mit­tels „Virtual Reality“-Bril­len, Schall­si­mu­la­tio­nen und Ex­po­na­ten sol­len die Be­su­cher ei­nen Ein­druck von den Maß­nah­men be­kom­men.

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Pädagogen wütend über „Notmaßnahmen“ wegen Lehrermangels
Protest und Petition gegen Mehrarbeit

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München — Lehrer an bayerischen Grund-, Mit­tel- und För­der­schu­len pro­tes­tie­ren ge­gen die Neu­re­ge­lung ih­rer Ar­beits­be­din­gun­gen ab dem Schul­jahr 2020/2021. An­fang Ja­nu­ar hat­te der Baye­ri­sche Staats­mi­nis­ter für Un­ter­richt und Kul­tus, Prof. Dr. Michael Piazolo (Freie Wäh­ler), ei­ne Kom­bi­na­tion aus dienst­recht­li­chen und frei­wil­li­gen Maß­nah­men zur „Si­che­rung der Un­ter­richts­ver­sor­gung“ an Grund- und Mit­tel­schu­len an­ge­ord­net. Da­nach sol­len die Pä­da­go­gen vorüber­ge­hend je­de Wo­che ei­ne Stun­de mehr ar­bei­ten, min­des­tens 24 Wo­chen­stun­den leis­ten, frü­hes­tens mit Voll­en­dung des 65. Le­bens­jah­res in den Ru­he­stand ge­hen und kei­ne „Sab­bat­jah­re“ mehr ein­le­gen dür­fen. Nach lan­des­wei­ten Pro­tes­ten der Ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft (GEW) und des Baye­ri­schen Leh­rer- und Leh­re­rin­nen­ver­ban­des (BLLV) am „Ak­tions­tag Leh­rer­man­gel: So nicht!“, hat ei­ne Pe­ti­tion auf change.org nun knapp 47.000 Un­ter­zeich­ner ge­fun­den, wel­che un­ter an­de­rem die „ver­pflich­ten­de Er­hö­hung der Wo­chen­stun­den bei gleich­zei­ti­ger De-Fac­to-Re­du­zie­rung des durch­schnitt­li­chen Stun­den­lohns“ kri­ti­siert.

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Petition gegen 120 km/h-Tempolimit auf der Isentalautobahn
Hanslmayer: „Schikane aller Pendler“

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Dorfen — Widerstreit um ein 120 km/h-Tempolimit auf der Isen­tal­au­to­bahn: Lärm­ge­plag­te An­woh­ner und Kom­mu­nal­po­li­ti­ker for­dern ei­ne Ge­schwin­dig­keits­be­gren­zung für den neuen Teil­ab­schnitt der Au­to­bahn 94 zwi­schen Pas­tet­ten und Hel­den­stein, Bayerns Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Markus Söder (CSU) un­ter­stützt dies, doch Christian Hanslmayer will eben die­ses Tem­po­li­mit via Pe­ti­tion auf www.change.org ver­hin­dern. In­ner­halb ei­ner Wo­che zählt die On­line-Ab­stim­mung des 24-Jäh­ri­gen an den Mi­nis­ter­prä­si­den­ten be­reits rund 14.000 Un­ter­stüt­zer. De­ren Be­weg­grün­de äh­neln sich.

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Silvesterfeuerwerk in der Kritik
Schwaller: „Lieber Sektkorken knallen lassen“

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Rosenheim / Wasserburg a.Inn / Mühldorf a.Inn — Kei­ne Sil­ves­ter­knal­ler, kei­ne Feuer­werks­ra­ke­ten zur Be­grü­ßung des Neuen Jah­res: Das Sil­ves­ter­feuer­werk soll der Ver­gan­gen­heit an­ge­hö­ren – Mensch, Tier und Um­welt zu­lie­be. Doch in den süd­ost­ober­baye­ri­schen Städ­ten und Märk­ten ist das Sil­ves­ter­feuer­werk im Rah­men des Spreng­stoff­ge­set­zes wei­ter­hin fast über­all er­laubt, wird nur teil­wei­se ein­ge­schränkt oder in­fra­ge ge­stellt. So hat der Markt Neubeuern 2018 ein Ver­bot an­ge­ord­net, die kreis­freie Stadt Rosenheim heuer das Ab­bren­nen von Feuer­werks­kör­pern in be­stimm­ten In­nen­stadt­be­rei­chen ver­bo­ten, die Kreis­stadt Mühldorf a.Inn ein Feuer­werks­ver­bot kom­men­des Jahr auf der Agen­da und Bad Aibling ei­nen Ap­pell lan­ciert, lie­ber Sekt­kor­ken statt Böl­ler knal­len zu las­sen. [Galerie]

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Abfallentsorgung im Landkreis Mühldorf am Inn
Tonnenweise wilde Müllablagerungen

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Mühldorf a.Inn — Im Land­kreis Mühldorf a.Inn wer­den jähr­lich rund 37 Ton­nen Ab­fall un­zu­läs­sig ent­sorgt. Für die Rei­ni­gung der wil­den Müll­ab­la­ge­run­gen in Wald, Flur und den 139 Sam­mel­stel­len gibt der Land­kreis je­des Jahr et­wa 110.000 Eu­ro aus. Rund 40 Ord­nungs­wi­drig­keits­ver­fah­ren lei­tet die kom­mu­na­le Ab­fall­wirt­schaft im Land­rats­amt Mühldorf a.Inn jähr­lich ein. Da­bei ist die Ab­fall­ent­sor­gung im Land­kreis ge­nau ge­re­gelt. Die In­for­ma­tion ist kos­ten­frei off­line und on­line ab­ruf­bar, Nach­rich­ten und Ter­mi­ne wer­den bei­spiels­wei­se per „Ab­fall­news­let­ter“ oder über WhatsApp mit­ge­teilt.

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Bundesverfassungsgericht zieht Grenzlinie
Hartz-IV-Sanktionen müssen abgemildert werden

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Karlsruhe — Wendepunkt im Dauerstreit um „Hartz IV“: Die um­strit­te­nen Dis­zi­pli­nar­maß­nah­men der Job­cen­ter für ihre „Kun­den“ sind ab so­fort ab­zu­mil­dern. Denn laut Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt (BVerfG) sind die Sank­tio­nen zur Durch­set­zung der Mit­wir­kungs­pflich­ten beim Be­zug von Ar­beits­lo­sen­geld II teil­wei­se un­ver­ein­bar mit dem Grund­ge­setz. Ei­ne Leis­tungs­min­de­rung in Hö­he von 30 Pro­zent des maß­geb­li­chen Re­gel­be­darfs sei zwar nicht zu be­an­stan­den. Sank­tio­nen aber, die nach wie­der­hol­ten Pflicht­ver­let­zun­gen in­ner­halb ei­nes Jah­res die Hö­he von 30 Pro­zent des maß­ge­ben­den Re­gel­be­darfs über­stei­gen oder so­gar zu ei­nem voll­stän­di­gen Weg­fall der Leis­tun­gen füh­ren, sind un­zu­läs­sig. Glei­ches gilt für Sank­tio­nen, bei de­nen ei­ne star­re Dauer von drei Mo­na­ten vor­ge­ge­ben ist. Ent­spre­chen­de Be­schei­de kön­nen auch rück­wir­kend bis zum 1. Ja­nu­ar 2018 an­ge­foch­ten wer­den.

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Bürgerinitiative mit Bürgerantrag erfolgreich
Waldkraiburger Stadtrat muss Rodung thematisieren

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Waldkraiburg — Etap­pen­sieg für die „Bür­ger­ini­tia­ti­ve Wald­krai­burg – ‚Stadt im Grü­nen’“: Der Stadt­rat hat ih­ren Bür­ger­an­trag, die ge­plan­te Er­wei­te­rung des In­dus­trie­ge­biets nörd­lich der Daim­ler­stra­ße zu be­fas­sen, als zu­läs­sig fest­ge­stellt. Die Bür­ger­ini­tia­ti­ve (BI) will die Wald­flä­che we­gen ih­rer „be­son­de­ren Be­deu­tung für den lo­ka­len Kli­ma-, Im­mis­sions- und Lärm­schutz so­wie für die Er­ho­lung der Be­völ­ke­rung“ er­hal­ten se­hen. Der von 343 Wald­krai­bur­gern un­ter­stütz­te Bür­ger­an­trag sei laut BI „ein Denk­an­stoß an die Stadt, um noch­mals die ge­plan­ten Ro­dun­gen zu stop­pen“.

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Abzocke durch „professionelles Parkraummanagement“?
McDonald‘s trennt sich von rigorosen Parkplatzwächtern

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🚰 Irschenberg — „Smarte Sen­so­ren­tech­no­lo­gie“ soll die klas­si­sche Park­schei­be über­flüs­sig wer­den las­sen und „die Ob­jek­ti­vie­rung der Park­raum­be­treuung“ stei­gern, so die Wer­be­ver­spre­chen der Stutt­gar­ter „Park & Con­trol PAC GmbH“. Doch wie ein „Worst Case“ aus Ir­schen­berg im ober­baye­ri­schen Land­kreis Mies­bach ver­an­schau­licht, führt neue Tech­nik al­lein nicht zur „Kun­den­bin­dung und Er­trags­op­ti­mie­rung“: Auf ei­nem Park­platz bei McDonald’s ver­schreck­te die ri­go­ro­se Um­set­zung der Park­kon­trol­le Gäs­te. Der Vor­wurf der Ab­zo­cke stand zu­dem im Raum. Re­stau­rant-Be­trei­ber Michael E. Heinritzi han­del­te: Der Fir­ma wur­de ge­kün­digt, die Sen­so­ren wer­den ent­fernt, die Park­kon­trol­le über­nimmt wie­der McDonald’s. Das Res­tau­rant selbst wird 2020 mit Mil­lio­nen­auf­wand ins Di­gi­tal­zeit­al­ter über­führt. [Galerie]

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Freie Fahrt zwischen München und Mühldorf auf der A 94
Scheuer: „Riesen-Lücke ist geschlossen“

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📡 Dorfen — Be­für­wor­ter wie Geg­ner hal­ten den A 94-Lü­cken­schluss zwi­schen Pastetten im Land­kreis Erding und Heldenstein im Land­kreis Mühldorf a.Inn glei­cher­ma­ßen für ei­ne Zä­sur – al­ler­dings aus un­ter­schied­li­chen Grün­den: Die ei­nen be­für­wor­ten die Ver­kehrs­in­fra­struk­tur­maß­nah­me als not­wen­di­ges Mit­tel zur Ent­las­tung der Bun­des­stra­ße 12 und zur wirt­schaft­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung der ge­sam­ten süd­baye­ri­schen Re­gion, die an­de­ren leh­nen die Isen­tal­au­to­bahn ab als Hei­mat­ver­lust, Na­tur­zer­stö­rung, Kli­ma­schä­di­gung und Steuer­geld­ver­schwen­dung. Seit An­fang Ok­to­ber ist der 33 Ki­lo­me­ter lan­ge, vier­strei­fi­ge Au­to­bahn­ab­schnitt be­fahr­bar. Die A 94 wird zur kür­zes­ten Fern­stra­ße zwi­schen München und der Grenz­re­gion Passau und ver­bes­sert die Ver­bin­dung nach Ös­ter­reich und Süd­ost­eu­ro­pa. [Galerie]

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