Kunststoff in deutschen Binnengewässern
Wie viel Mikroplastik schwimmt im Inn?

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🍀 Rosenheim — Mikroplastik kommt inzwischen in allen Gewässern vor. Das be­sagt ei­ne län­der­über­grei­fen­de Pi­lot­stu­die mit um­fang­rei­chen Da­ten aus Ba­den-Würt­tem­berg, Bayern, Hes­sen, Nord­rhein-West­fa­len und Rhein­land-Pfalz. Für die Stu­die wur­den zwi­schen April 2014 und Ok­to­ber 2016 im Ein­zugs­ge­biet von Rhein und Do­nau 52 ober­fläch­li­che Was­ser­pro­ben an 25 Flüs­sen ent­nom­men. Von den mehr als 19.000 ana­ly­sier­ten Par­ti­keln wur­den 4.335 ein­deu­tig als in­dus­triell ge­fer­tig­te Kunst­stoff­teil­chen iden­ti­fi­ziert und hin­sicht­lich Poly­mer­typ, Größe und Form cha­rak­te­ri­siert. Sechs Mess­stel­len la­gen am viert­was­ser­reichs­ten Fluss Deutsch­lands, dem Inn: fluss­auf­wärts ge­se­hen zwei bei Kirch­dorf, eine bei Raub­ling, zwei bei Ro­sen­heim und ei­ne bei Gars. Die An­zahl der ge­fun­de­nen Par­ti­kel va­ri­ier­te teils be­trächt­lich.

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Landkreis Mühldorf am Inn startet Online-Wohnraumbörse
„Wichtiger Schlüssel zur Integration“

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🚏 Mühldorf a.Inn — Das eigenständige Wohnen ist – ne­ben dem Spre­chen der Lan­des­spra­che und der Er­werbs­tä­tig­keit – ein wich­ti­ger Schlüs­sel zur In­te­gra­tion von Schutz- und Blei­be­be­rech­tig­ten, ist Emi­lia Mül­ler, Staats­mi­nis­te­rin für Ar­beit und So­zia­les, Fa­mi­lie und In­te­gra­tion in Bayern, über­zeugt. Da sich je­doch die Su­che nach Wohn­raum im an­ge­spann­ten Woh­nungs­markt müh­sam ge­stal­te, hat der Frei­staat Mitte Au­gust 2017 ei­ne er­folg­rei­che Idee des Land­krei­ses Passau auf­ge­grif­fen und för­dert seit­dem in den Kom­mu­nen „On­line-Wohn­raum­bör­sen“ für Schutz- und Blei­be­be­rech­tig­te. Der Land­kreis Mühldorf a.Inn ist dem Pas­sauer Mo­dell ge­folgt und bie­tet nun un­ter www.wohnraumboerse-asyl-mue.de ei­ne ei­ge­ne Bör­se an.

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Streit über Messerattacke eines Afrikaners
„Werte vermitteln – Integration verstärken“

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Rosenheim — Der Mes­ser­an­griff ei­nes 22-jäh­ri­gen Eri­tre­ers auf ei­ne Ju­gend­li­che in ei­ner Ro­sen­hei­mer Dis­ko­thek sorgt über­re­gio­nal für blan­kes Ent­set­zen und po­li­ti­schen Streit. We­gen vor­geb­li­cher „Häu­fung der Über­grif­fe auf jun­ge Frauen deutsch­land­weit durch männ­li­che Tä­ter mit Mi­gra­tions­hin­ter­grund“ for­dert die AfD Ro­sen­heim Kon­se­quen­zen für die In­te­gra­tions­ar­beit. Das „Pa­ten­pro­jekt für Ge­flüch­te­te – Bür­ger­stif­tung Ro­sen­heim“ sieht hier­durch die „her­aus­for­dern­de Ar­beit der Ehren­amt­li­chen auf übels­te Wei­se dis­kre­di­tiert“ und wirft der AfD „Het­ze“ vor. Die AfD kon­tert, die „so­ge­nann­ten Mi­gra­tions­hil­fe­ver­ei­ne“ müss­ten „end­lich ler­nen“ mit Kri­tik um­zu­ge­hen. CSU, FREIE WÄH­LER, SPD, Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN und DIE LINKE miss­bil­li­gen uni­so­no den Vor­stoß der AfD und war­nen vor po­li­ti­scher In­stru­men­ta­li­sie­rung.

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Rats- und Bürgerbegehren zum Waldbad Waldkraiburg
Doppelter Bürgerentscheid soll Klarheit bringen

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🏊 Waldkraiburg — Der Dis­put um den Neu­bau ei­nes in­ter­kom­mu­na­len Schwimm­ba­des im Ver­bund mit der Ge­mein­de Aschau am Inn oder die Sa­nie­rung des ma­ro­den Wald­ba­des Wald­krai­burg geht in die näch­ste Run­de: Die Wald­krai­bur­ger kön­nen am Sonn­tag, 13. Mai, so­wohl für das Rats­be­geh­ren pro Neu­bau als auch für das Bür­ger­be­geh­ren pro Sa­nie­rung ab­stim­men so­wie ei­ne Stich­fra­ge be­ant­wor­ten. Der Stadt­rat hat auf sei­ner Son­der­sit­zung am 6. März bei­de Be­geh­ren für zu­läs­sig er­klärt und den Ter­min für den „dop­pel­ten“ Bür­ger­ent­scheid fest­ge­legt.

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Bundesverwaltungsgericht erlaubt Fahrverbote
Drohen Wertverluste bei Dieselfahrzeugen?

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📡 Leipzig — Fahrverbote für Die­sel­fahr­zeu­ge hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig mit ei­nem weg­wei­sen­den Ur­teil für grund­sätz­lich zu­läs­sig er­klärt. Da­nach dür­fen Kom­mu­nen ei­gen­mäch­tig Stra­ßen oder Ge­bie­te für Die­sel­fahr­zeu­ge sper­ren, wenn die­se schar­fe Maß­nah­me zum schnel­len Ein­hal­ten von Schad­stoff­grenz­wer­ten der ein­zi­ge Weg zum Schutz der Ge­sund­heit ist. Zu­vor ist die Ver­hält­nis­mäßig­keit an­hand der je­wei­li­gen Luft­rein­hal­te­plä­ne zu prü­fen: Über­gangs­fris­ten und Aus­nah­me­re­ge­lun­gen sol­len mög­li­che Nach­tei­le für Be­trof­fe­ne ab­mil­dern, be­stimm­te An­woh­ner und Hand­wer­ker sind aus­zu­neh­men. Ei­nen Au­to­ma­tis­mus gibt es nicht. Mit der Ent­schei­dung steigt so­wohl der Druck auf die Au­to­mo­bil­in­dus­trie als auch die Un­si­cher­heit bei Die­sel-Fah­rern.

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Novellierung des Gesundheitsschutzgesetzes
Rauchverbot wieder Wahlkampfthema?

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München — Bayerns Wirts­häu­ser sind seit ei­nem Jahr­zehnt rauch­frei: 2007 brach­te der Bun­des­tag das Bun­des­nicht­rau­cher­schutz­ge­setz (BNichtrSchG) auf den Weg, da­nach der Baye­ri­sche Land­tag das „Ge­setz zum Schutz der Ge­sund­heit (GSG)“ mit Deutsch­lands strengs­tem Rauch­ver­bot. Un­ter­sagt wur­de, an öf­fent­li­chen Or­ten wie Gast­stät­ten, Bier- und Wein­zel­ten zu rau­chen. Wiesn­wir­te und Rau­cher lie­fen Sturm, der „Ver­ein zum Er­halt der baye­ri­schen Wirts­haus­kul­tur (VEBWK)“ wi­der­setz­te sich der „Be­vor­mun­dung“. Bei der Land­tags­wahl 2008 ver­lor die CSU mit 43,4 Pro­zent ih­re ab­so­lu­te Mehr­heit, Mi­nis­ter­prä­si­dent Horst See­ho­fer iden­ti­fi­zier­te das ab­so­lu­te Rauch­ver­bot als ei­ne der Ur­sa­chen und weich­te es auf. 2010 wur­de das strik­te Rauch­ver­bot je­doch im Zu­ge ei­nes von der ÖDP an­ge­streng­ten Volks­ent­schei­des be­kräf­tigt. Im Vor­feld des Land­tags­wahl­kamp­fes 2018 strebt der VEBWK nun mit Blick auf neue­re Um­fra­ge­er­geb­nis­se nach ei­ner No­vel­lie­rung des GSG.

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Bürgerentscheid soll Stadtratsbeschluss kippen
Bleibt das Waldbad doch erhalten?

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🏊 Waldkraiburg — Wald­krai­burg soll ein neues Frei­bad er­hal­ten – das sa­nie­rungs­be­dürf­ti­ge Wald­bad wird auf­ge­ge­ben. Der Stadt­rats­be­schluss für den Neu­bau fiel nach in­ten­si­ver De­bat­te denk­bar knapp aus: in na­ment­li­cher Ab­stim­mung 16:15. Die zwölf UWG-Stadt­rä­te vo­tier­ten ein­heit­lich da­für, die zwölf CSU-Stadt­rä­te ge­schlos­sen da­ge­gen, die sechs SPD-Stadt­rä­te stimm­ten pa­ri­tä­tisch ab, die Stim­me von Bür­ger­meis­ter Robert Pötzsch (UWG) gab den Aus­schlag. Doch kaum ge­fasst ist frag­lich, ob der Stadt­rats­be­schluss Be­stand hat: Ein vom „För­der­ver­ein Wald­bad Wald­krai­burg (FöVeWW)“ so­wie SPD- und CSU-Po­li­ti­kern ge­tra­ge­nes Ak­tions­bünd­nis stemmt sich ge­gen Schwimm­bad­neu­bau und Orts­ver­la­ge­rung. In den nächs­ten vier Wo­chen sol­len rund 1.400 Un­ter­schrif­ten für ein Bür­ger­be­geh­ren ge­sam­melt wer­den, um mit­tels Bür­ger­ent­scheid den Er­halt des Wald­ba­des doch noch zu er­rei­chen.

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Hoch emotionale Diskussion
Unterschriften fürs „Strabs-Aus“

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München — Die um­strit­te­nen Straßen­aus­bau­bei­trä­ge für kom­mu­na­le Straßen sol­len in Bayern ab­ge­schafft wer­den. Ein von den Freien Wäh­lern (FW) ini­ti­ier­tes Volks­be­geh­ren be­zweckt, ei­nen Ge­setz­ent­wurf zur Auf­he­bung der Er­he­bungs­pflicht zu un­ter­stüt­zen. Ziel ist, 25.000 Un­ter­schrif­ten bis März zu er­rei­chen. Für Hubert Aiwanger, FW-Frak­tions­chef im bayeri­schen Land­tag, ist die Straßen­aus­bau­bei­trags­sat­zung, kurz: Strabs, nicht nur ein Wort-Un­ge­tüm: Man­che An­woh­ner müss­ten sich mit bis zu sechs­stel­li­gen Be­trä­gen am Aus­bau der Straßen be­tei­li­gen – ohne Mit­spra­che­recht und ohne er­kenn­ba­re Vor­tei­le für die Grund­stücks­ei­gen­tü­mer. „Das Sys­tem ist un­ge­recht und ver­ur­sacht in den Kom­mu­nen er­heb­li­chen Ver­wal­tungs­auf­wand so­wie po­li­ti­schen Är­ger“, so Aiwanger. Neun Mo­na­te vor der Land­tags­wahl will die CSU die Strabs nun eben­falls ab­schaf­fen – zur „nach­hal­ti­gen Be­frie­dung der mitt­ler­wei­le hoch emo­tio­na­len Dis­kus­sion“.

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Streit um „Mautausweichverkehr“
Kiefersfeldener bitten Politprominenz zur Lagebesichtigung

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Kiefersfelden — Block­ab­fer­ti­gung, Bau­stel­len, Feier­tags­ver­kehr, oben­drein Maut­aus­weich­ver­kehr: An­woh­nern und Pend­lern in Kie­fers­fel­den reißt lang­sam der Ge­dulds­fa­den – sie sind we­gen des Ver­kehrs­auf­kom­mens ent­nervt, ha­ben sich or­ga­ni­siert und ver­lan­gen Ab­hil­fe von der Po­li­tik. Ihr An­lie­gen: „Ge­gen den Stau in da Kie­fer und Kuf­stoa“. Eine La­ge­be­sich­ti­gung mit Bun­des­po­li­ti­kern aus Deutsch­land und Ös­ter­reich soll die Stau­kri­se ab­stel­len hel­fen.

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Zwischen Euphorie und Ohnmacht
Wie arm sind wir?

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Berlin — „Konjunkturboom“, „Re­kord­über­schuss“, „Bei­na­he-Voll­be­schäf­ti­gung“, „schwar­ze Null“: Deutsch­lands nach­hal­ti­ger und ro­bus­ter Auf­schwung wird Wirt­schafts- und Kon­sum­for­schern zu­fol­ge ge­tra­gen von der Kauf­lust der Ver­brau­cher, spru­deln­den Steuer­ein­nah­men, ver­stärk­ten Un­ter­neh­mens­in­ves­ti­tio­nen so­wie stei­gen­der Nach­fra­ge nach Wa­ren aus deut­scher Pro­duk­tion. Den­noch war­nen Ar­muts­for­scher und So­zial­ver­bän­de mit wach­sen­der Schär­fe vor zu­neh­men­der Ein­kom­mens­un­gleich­heit, re­la­ti­ver und ab­so­lu­ter Ar­mut so­wie Woh­nungs­lo­sig­keit: Das fa­cet­ten­rei­che Ar­muts­ri­si­ko steigt, die Ar­muts­quo­te ist auf his­to­ri­schem Höchst­stand, Miet- und Kauf­prei­se sind auf Re­kord­ni­veau, bun­des­weit küm­mern sich na­he­zu 1.000 Tafeln mit mehr als 2.000 Lä­den und Aus­ga­be­stel­len um rund 1,5 Mil­lio­nen Be­dürf­ti­ge. Ein Blick auf die Kehr­sei­te des Auf­schwungs.

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