🎉 Waldkraiburg — Ein wuchtiger Schlag genügte Waldkraiburgs Bürgermeister Robert Pötzsch beim Bieranstich, dann hieß es „O’zapft is!“: Knapp drei Wochen vor dem offiziellen Anstich in der Alpenland Festhalle auf dem Waldkraiburger Volksfest wurde im Bistro „Cult“ das Festbier von rund fünfzig geschulten Gaumen ausgiebig getestet und für überaus bekömmlich befunden.
Kolbermoor — Ein bürgerlicher Flashmob, ein anonymes Schreiben, ein mögliches Bürgerbegehren: Die Wut über das in Kolbermoor geplante Krematorium im nordwestlichen Teil des Neuen Friedhofs „Am Rothbachl“ befeuert scharfen Protest. Auf einer Demonstration von rund 200 aufgebrachten Anwohnern letzte Woche auf dem angrenzenden Aldi-Parkplatz räumte der Zweite Bürgermeister Dieter Kannengießer (Freie Wähler) zwar ein, für den Stadtrat sei eine Kolbermoorer Feuerbestattungsanlage in zwei bis drei Jahren „denkbar“. Er schränkte aber ein, bislang existierten weder Verträge noch Vorverträge. Nun soll eine städtische „Bürger-Infoveranstaltung“ die Wogen glätten. Dennoch hat die Facebook-Gruppe „Kolbermoor, do san ma dahoam“ die Projektgegner schon in Kenntnis gesetzt, dass die offiziellen Unterschriftenlisten für ein Bürgerbegehren nach der offenen Veranstaltung in verschiedenen Geschäften ausliegen werden.
Waldkraiburg — Eine fast zwei Hektar große Waldfläche im Waldkraiburger Gewerbegebiet nördlich der Daimlerstraße soll nach dem Willen des Stadtrates in eine Gewerbefläche umgewandelt werden. Noch trennt der Wald die Wohnbebauung vom bestehenden Gewerbe- und Industriegebiet. Doch dessen Rodung wird den Abstand zwischen Anwohnern und Gewerbetreibenden deutlich verringern. Ein Teil der Fläche ist zudem für ein erforderliches Schalthaus der Stadtwerke vorgesehen, um die Stromversorgung der Betriebe im Gewerbe- und Industriegebiet sicherzustellen. Anlieger und der „BUND Naturschutz in Bayern e. V. (BN)“ leisten jedoch Widerstand gegen die Abholzung, einige Stadträte verweigern dem Vorhaben ihre Zustimmung.
Mühldorf a.Inn — Lebensmittelüberfluss hier, Armenspeisung dort, mittendrin die gemeinnützigen Tafeln. Bundesweit bemühen sich über 60.000 ehrenamtliche Helfer, die Armutsfolgen für rund 1,6 Millionen Menschen zu lindern. Hilfsbedürftige erhalten verzehrfähige, überschüssige Lebensmittel, die im Wirtschaftsprozess keine Verwendung mehr finden. Mehr noch: Mitgefühl wird gezeigt, Trost gespendet, Zuversicht vermittelt. „Eine überaus wertvolle Einrichtung“, nennt Bürgermeisterin Marianne Zollner (SPD) denn auch die Mühldorfer Tafel. Getragen vom gemeinnützigen Verein „Besser Leben“ ist die Tafel seit nunmehr zehn Jahren wichtiger Bestandteil der Stadt und des Landkreises. Grund genug, die Arbeit der Helfer in einer Feierstunde im Kulturschupp’n zu würdigen.
⚽ Ramerberg — Der monatelang schwelende Konflikt ist aufgebrochen: In der Gemeinde Ramerberg wird offen über die Verlegung des Sportplatzes aus der Ortsmitte in den Ortsteil Zellerreit gestritten. Ziel des Projektes sollte nach den Worten von Bürgermeister Georg Gäch sein, die Attraktivität der Gemeinde zu erhalten sowie Kindern und Jugendlichen ein sicheres und geschütztes Umfeld für ihre sportlichen Aktivitäten zu bieten. Doch Bürgermeister, Gemeinderat und Gemeindeverwaltung sehen sich mittlerweile genötigt, gegen „Unterstellungen, Halbwahrheiten und Lügen“ vorzugehen. Im Streit drohen die Bedenken einiger Anlieger aus Zellerreit unterzugehen, etwa: mangelhafte Einbindung der Betroffenen, hohe Kosten, fehlender Finanzierungsplan, Planung in einem Naherholungsgebiet, erforderlicher Bodenaustausch wegen niedrigen Grundwasserspiegels, Lichtverschmutzung durch Flutlichtanlagen, notwendige Ertüchtigung der Zufahrtsstraße im Norden mit Verbreiterung im Süden, dort Lärmbelästigung der Anwohner durch erhöhtes Verkehrsaufkommen über verkehrsberuhigte Straßen in Zellerreit. Ein eigener Verein strukturiert nun die rund 200 Einwände und führt den Dialog.
Waldkraiburg — Der Frühjahrsputz „Rama Dama“ geht in Waldkraiburg in die dritte Runde: Unter dem Motto „Unsere Stadt soll sauberer werden“ wird am Samstag, 23. März, von 9.30 Uhr bis 12 Uhr wieder groß Reine gemacht. Im letzten Jahr sammelten über 800 freiwillige Helfer aller Altersgruppen rund 13 Kubikmeter Müll: Außer Wertgegenstände fanden sie alte Handys, einen Kinderwagen, Autoreifen, defekte Räder, Altöl und vor allem jede Menge Glasflaschen, Metalle und Papiermüll. Neben Privatpersonen halfen 19 Vereine, zwei Schulen und drei Kindertagesstätten bei der fachlichen Entsorgung des Abfalls. Bürgermeister Robert Pötzsch ruft alle Bürger, Schulen, Institutionen, Vereine und Organisationen auf, sich an der 2019er-Aufräumaktion zu beteiligen.
Rosenheim — Beim zweiten Anlauf soll das Bürgerbegehren erfolgreich sein: Die Bürgerinitiative „Grundschule und Hort in der Bad Endorfer Ortsmitte“ hat am 1. März insgesamt 830 Unterstützungsunterschriften bei der Marktgemeinde eingereicht, 170 mehr als erforderlich. Dem ersten, von über 700 Endorfern unterstützten Begehren hatte der Rat im November 2018 mehrheitlich den Zulässigkeitsbeschluss verweigert – wegen einer „sehr zweifelhaften“ Rechtsanwaltsmeinung, so BI-Sprecher Robert Staber. Dieser erwartet nun, dass das neuerliche Begehren vom Marktgemeinderat angenommen wird. Zum einen seien die Fragestellung „modifiziert“ worden und „die Formulierungen jetzt wasserdicht“, das Anliegen im Kern aber unverändert geblieben, zum anderen erfahre das Begehren „starken Zuspruch“ aus der über 8300 Bürger zählenden Gemeinde. Zugleich warnt Staber, eine erneute Ablehnung werde „einen immensen ‚demokratischen Flurschaden’ verursachen und Bad Endorf in ein sehr zweifelhaftes Licht bezüglich Bürgerwillen und Demokratie rücken“.
Rosenheim — Stadt und Stadtwerke Rosenheim erneuern 2019 zahlreiche Leitungen, einige Straßen werden saniert, andere zeitweise gesperrt. Mit Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen. Doch die Zahl der Baustellen sinkt: von 34 in 2018 auf 24 dieses Jahr. Die wichtigsten Bauprojekte betreffen Erlenaustraße/Lilienweg, Waldeckweg, Miesbacher Straße, Westermayerstraße, Riederstraße und Samer-/Prinzregentenstraße – hier wird die Baustelle am Rosenmontag eingerichtet. Wer sich rechtzeitig orientiert, erreicht seine Ziele weiterhin ausgeglichen und ohne Zeitverzug.
🎉 Rosenheim — Die Faschingssaison 2018/2019 steht für die Faschingsgilde Rosenheim im Wirtschaftlichen Verband e. V. unter dem Motto: „Im Auge der Sphinx – Rosenheim erweckt die Pharaonen“. Damit begibt sie sich auf die Reise in das alte Ägypten und entdeckt dort zwischen Pyramiden und Tempeln alte Grabmäler und mystische Erscheinungen. Monatelanges Training garantiert eine perfekte Show. [Galerie]
Rosenheim — Tagelanges Schneetreiben, Ausfall des Schulunterrichts, Ruf nach dem Katastrophenfall: Die Krisenbewältigung des Schneechaos’ durch das Landratsamt Rosenheim steht in der Kritik. Vize-Landrat Josef Huber (CSU) verwahrt sich aber gegen teils harsche Vorwürfe und betont, niemand war von der Außenwelt abgeschnitten und der Winterdienst leistete „hervorragende Arbeit“. Kreisbrandrat Richard Schrank pflichtet dem bei und verweist auf die „dynamische Lage“. Die Leiterin des Staatlichen Schulamtes, Helga Wichmann, ist sich zudem sicher, der einheitliche Schulausfall habe zur Planungssicherheit beigetragen.